Ausbildung während der Corona-Krise

Berufsschulen und Prüfungen

Berufsschulen und Prüfungen

Die Schulen werden nach und nach in Teilen wieder geöffnet. Das Kultusministerium informiert Sie über www.km-bw.de laufend über aktuelle Entwicklungen. Sie finden dort auch FAQs (häufig gestellte Fragen mit Antworten), die Ihnen weitere Hinweise geben.

 Um die Auszubildenden auch in dieser Ausnahmesituation zu betreuen, stellen einzelne Berufsschulen anstelle von Präsenzunterricht ersatzweise auch Lernaufgaben in digitaler oder anderer Form zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Auszubildenden die erforderlichen Zeitfenster für die Bearbeitung dieser Aufgaben einzuräumen.

Weiterhin wurden im vergangenen Frühjahr die geplanen IHK-Zwischen- und Abschlussprüfungen Teil 1 (für gewerblich-technische Berufe) bundesweit in allen Ausbildungsberufen abgesagt. Die Teil1-Prüfungen gewerblich technischer Berufe sind auf den Herbst verlegt. Die Teil1-Prüfungen für kaufmännische Berufe sind von Mai auf KW 26 im kommenden Juni verlegt, ebenso wie für die schriftlichen Abschlussprüfungen und Abschlussprüfungen Teil 2 .Die Schulen werden nach und nach in Teilen wieder geöffnet. Das Kultusministerium informiert Sie über www.km-bw.de laufend über aktuelle Entwicklungen. Sie finden dort auch FAQs (häufig gestellte Fragen mit Antworten), die Ihnen weitere Hinweise geben.

 Um die Auszubildenden auch in dieser Ausnahmesituation zu betreuen, stellen einzelne Berufsschulen anstelle von Präsenzunterricht ersatzweise auch Lernaufgaben in digitaler oder anderer Form zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Auszubildenden die erforderlichen Zeitfenster für die Bearbeitung dieser Aufgaben einzuräumen.

Weiterhin wurden im vergangenen Frühjahr die geplanen IHK-Zwischen- und Abschlussprüfungen Teil 1 (für gewerblich-technische Berufe) bundesweit in allen Ausbildungsberufen abgesagt. Die Teil1-Prüfungen gewerblich technischer Berufe sind auf den Herbst verlegt. Die Teil1-Prüfungen für kaufmännische Berufe sind von Mai auf KW 26 im kommenden Juni verlegt, ebenso wie für die schriftlichen Abschlussprüfungen und Abschlussprüfungen Teil 2 .

Ausbildungsbetriebe erreichen uns weiterhin unter den gewohnten Telefonnummern oder per Mail an ausbildung@reutlingen.ihk.de.

Zwischenprüfung für das Frühjahr 2020 ersatzlos ausgesetzt

Zwischenprüfung für das Frühjahr 2020 ersatzlos ausgesetzt

Die zuständigen IHK-Gremien haben sich am 16.03.2020 darauf verständigt, die für das Frühjahr 2020 angesetzte Zwischenprüfung ersatzlos entfallen zu lassen. Auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung wird für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet.

Die Zwischenprüfung soll den Azubis wie auch den Ausbildenden in den Betrieben zur Mitte der Berufsausbildung in erster Linie eine Rückmeldung über den Leistungsstand geben. Beide Seiten erhalten damit einen Hinweis, wie beispielsweise das Lernen weiter gefördert und Ausbildungsmaßnahmen verbessert werden können.

Anders als bei der Abschlussprüfung ergeben sich aus den Ergebnissen der Zwischenprüfung jedoch keine verbindlichen Folgen für das Bestehen des Berufsabschlusses. Sie fließt als Prüfungsleistung nicht in das Endergebnis der Abschlussnote ein.

Daher wird seitens der IHKs als zuständige Stellen auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet. Grund für diese Entscheidung ist die objektive Unmöglichkeit, die Zwischenprüfung in der derzeitigen Lage und unter den geltenden, behördlichen Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Krise durchzuführen. Das Aussetzen der Zwischenprüfung gilt ausschließlich für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge.

Die Teil-1-Prüfungen gewerblich technischer Berufe sind auf den Herbst verlegt. Die Teil1-Prüfungen für kaufmännische Berufe sind von Mai auf KW 26 im kommenden Juni verlegt, ebenso wie für die schriftlichen Abschlussprüfungen und Abschlussprüfungen Teil 2 .

Wann ist der neue Prüfungstermin und muss man sich dafür anmelden?

Wann ist der neue Prüfungstermin und muss man sich dafür anmelden?

Für die schriftlichen Abschlussprüfungen fast aller IHK-Ausbildungsberufe stehen neue Termine fest. Nach jetzigem Stand werden sie in der Zeit vom 23. bis 25. Juni nachgeholt.

Die für Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen müssen auf Grund der Corona-Pandemie in den Sommer 2020 verschoben werden. Rund 2.000 Azubis aus der Region Neckar-Alb müssen sich nun auf einen späteren Termin einstellen. In wenigen einzelnen Berufen, beispielsweise bei den Druck- und Medienberufe und den zweijährigen Berufen, finden die Prüfungen bereits in der Woche vom 15. bis 19. Juni statt. Hier gibt es die Prüfungstermine als Download.

Für Prüfungsteilnehmer, die im Frühjahr 2020 zur Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, wird die Prüfung im Herbst 2020 nachgeholt. Die IHK Reutlingen informiert alle Prüfungsteilnehmer sowie deren Ausbildungsbetriebe zeitnah.

Müssen Azubis in den Ausbildungsbetrieb, wenn die Berufsschule geschlossen hat?

Müssen Azubis in den Ausbildungsbetrieb, wenn die Berufsschule geschlossen hat?

Wird der Unterricht nicht anderweitig (zum Beispiel durch Online-Unterricht) aufrechterhalten, muss der Auszubildende im Ausbildungsbetrieb erscheinen, sofern er nicht unter Quarantäne gestellt ist oder der Ausbildungsbetrieb dem Auszubildenden vorgibt, den Betrieb nicht zu betreten.

Darf ein Auszubildender von der Ausbildung fernbleiben?

Darf ein Auszubildender von der Ausbildung fernbleiben?

Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Auszubildenden von der Arbeit freizustellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Ausbildungsnachweises) zu Hause zu erlauben.

Ist Homeoffice für Azubis möglich?

Ist Homeoffice für Azubis möglich?

Grundsätzlich sollten Auszubildende nicht im Homeoffice arbeiten. Aus § 14 Abs.1 Nr.2 BBiG ergibt sich, dass der Ausbildende den Auszubildenden selbst auszubilden hat oder einen Ausbilder oder eine Ausbilderin ausdrücklich damit zu beauftragen hat. Der Ausbilder muss überwiegend in der Ausbildungsstätte anwesend sein, damit er den Auszubildenden ordnungsgemäß anleiten und seine Arbeitsergebnisse kontrollieren kann. Dies ist in der Regel jedoch dann nicht möglich, wenn der Auszubildende im Homeoffice arbeitet. Aufgrund der derzeitigen Umstände ist es jedoch vertretbar, ausnahmsweise Homeoffice auch für Auszubildende zuzulassen, insbesondere dann, wenn der Ausbilder die Arbeitsergebnisse z.B. per E-Mail kontrollieren kann.

Kann der Auszubildende in den Urlaub geschickt werden?

Kann der Auszubildende in den Urlaub geschickt werden?

Auszubildende können nicht pauschal in “Zwangsurlaub” geschickt werden. Urlaub muss der Auszubildende beantragen und er kann nicht gegen dessen Willen einfach angeordnet werden. Ähnliches gilt für den Abbau von Überstunden. Der Auszubildende selbst oder auch der Betriebsrat können eine Vereinbarung mit der Unternehmensleitung treffen. Hier zählt der Einzelfall.

Kann dem Auszubildenden gekündigt werden?

Kann dem Auszubildenden gekündigt werden?

Kurzarbeit an sich kann keine Kündigung der Auszubildenden durch den betroffenen Ausbildungsbetrieb rechtfertigen. Es sei denn, der Ausbildungsbetrieb kommt für längere Zeit vollständig zum Erliegen. Entfällt dadurch die Ausbildungseignung des Betriebes, ist eine Kündigung der Auszubildenden möglich, ohne dass ein Schadensersatzanspruch entsteht. Die Ausbilder sind aber dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um einen anderen Ausbildungsbetrieb für den Auszubildenden zu bemühen.

Darf ich wegen des Coronavirus Kurzarbeit für Azubis anordnen?

Darf ich wegen des Coronavirus Kurzarbeit für Azubis anordnen?

Auszubildenden gegenüber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten. Dennoch kann auch die Ausbildung von den Auswirkungen der Kurzarbeit betroffen sein. Weitere Infos finden Sie hier.

Kann für Ausbilderinnen und Ausbilder Kurzarbeit angeordnet werden?

Kann für Ausbilderinnen und Ausbilder Kurzarbeit angeordnet werden?

Auch bei Ausbildern sollte Kurzarbeit nur in Ausnahmefällen angeordnet werden, da der Betrieb gewährleisten muss, dass der Ausbilder seiner Ausbildungspflicht gegenüber dem Auszubildenden nachkommt. Werden die Auszubildenden mangelhaft oder gar nicht ausgebildet, kann ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Ausbildungsbetrieb entstehen.

Welche finanzielle Unterstützung können Ausbildungsbetriebe bekommen?

Welche finanzielle Unterstützung können Ausbildungsbetriebe bekommen?

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat die bestehenden Fördermöglichkeiten für Ausbildungsbetriebe ausgeweitet. Dazu zählt auch das Programm "Azubi im Verbund – Ausbildung teilen". Ausbildungsbetriebe, die allein eine vollständige Ausbildung nicht durchführen können und deshalb einen Ausbildungsverbund bilden, können durch Gewährung einer Prämie gefördert werden.

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen durch das Corona-Virus werden zudem die Bedingungen für kurzarbeitende Betriebe erleichtert: Statt der sonst geforderten 20 Wochen im Partnerbetrieb kann eine Förderung erfolgen, wenn der Auszubildende während der Kurzarbeits-Phase mindestens vier Wochen seiner Ausbildung in einem Partnerbetrieb absolviert. Der Betrieb erhält dann eine einmalige Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro.

Die Webseite des Ministeriums enthält weitere Informationen.

Der Betrieb wurde durch die Behörden geschlossen. Wie soll nun ausgebildet werden?

Der Betrieb wurde durch die Behörden geschlossen. Wie soll nun ausgebildet werden?

Sollte der Betrieb komplett geschlossen und eine Umsetzung in eine andere Abteilung nicht möglich sein, können den Auszubildenden Ausbildungsinhalte für die Erarbeitung zu Hause geben werden. Allerdings darf dies keine ausbildungsfremde Tätigkeit sein. Auch zusätzliche Lernzeit für die Berufsschule ist eine Möglichkeit, die Zeit jetzt sinnvoll zu nutzen.

Es gibt kaum Aufträge. Können Auszubildende ihre Stunden reduzieren?

Es gibt kaum Aufträge. Können Auszubildende ihre Stunden reduzieren?

Es wird empfohlen, mit den Auszubildenden über die Situation zu sprechen. Es gibt die Möglichkeit, mit den Auszubildenden durch eine Änderung des Ausbildungsvertrages eine Teilzeitberufsausbildung nach § 7a BBiG zu vereinbaren und dadurch die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit um bis zu 50 Prozent reduzieren. Die Ausbildungsvergütung kann entsprechend gekürzt werden (§ 17 Abs. 5 BBiG). Allerdings verlängert sich dann die vertraglich vereinbarte Ausbildungsdauer entsprechend.

Dürfen Auszubildende im Home-office arbeiten?

Dürfen Auszubildende im Home-office arbeiten?

Grundsätzlich sollten Auszubildende nicht im Home-office arbeiten. Aufgrund der derzeitigen Umstände ist es jedoch vertretbar, dass Auszubildende im Home-office arbeiten, wenn dies betrieblich ermöglicht werden kann. Auch im Homeoffice sind Auszubildende aber auszubilden und anzuleiten. Ausbilder müssen ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Es wird deshalb empfohlen, Kontakt mit den Auszubildenden zu halten, konkrete Arbeitsaufträge zu erteilen und miteinander zu kommunizieren, insbesondere darüber, wie sich die Ausbildungsfortschritte gestalten.

Sind Auszubildende berechtigt, aufgrund der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Ansteckungsgefahr der betrieblichen Ausbildung fernzubleiben?

Sind Auszubildende berechtigt, aufgrund der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Ansteckungsgefahr der betrieblichen Ausbildung fernzubleiben?

Grundsätzlich dürfen Auszubildende die betriebliche Ausbildung nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte.

Insbesondere ist jedes eigenmächtige Fernbleiben von Auszubildenden von der betrieblichen oder schulischen Ausbildung ein Verstoß gegen seine vertragliche und gesetzliche Verpflichtung, sich zu bemühen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erwerben und kann sowohl arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen als auch die Zulassung zur Abschlussprüfung wegen Fehlzeiten gefährden. Ein Fernbleiben von der Ausbildung ist deshalb nur im Einvernehmen mit dem Ausbildenden möglich oder sofern ein behördliches Verbot bzw. ein gesetzlicher / vertraglicher Anspruch darauf besteht.

Darf ein Betrieb seine Auszubildenden freistellen?

Darf ein Betrieb seine Auszubildenden freistellen?

Eine Freistellung von Auszubildenden widerspricht grundsätzlich der vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtung des Ausbildenden, Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit zu vermitteln. Sie kommt deshalb nur im Ausnahmefall oder bei gesetzlich vorgeschriebenen Freistellungen (z.B. § 15 Abs. 1 BBiG) in Betracht. Die Pflicht zur Fortzahlung der Ausbildungsvergütung besteht bei Freistellungen weiter.

Stellen Ausbildende Auszubildende von der Ausbildung frei und entstehen diesen dadurch Nachteile oder Lücken in der Ausbildung, welche zur Nichtzulassung zur Abschlussprüfung oder zum Nichtbestehen der Abschlussprüfung führen, sind Ausbildende im Einzelfall schadenersatzpflichtig.

Können Auszubildende in den (Zwangs-)Urlaub geschickt werden bzw. kann Betriebsurlaub angeordnet werden?

Können Auszubildende in den (Zwangs-)Urlaub geschickt werden bzw. kann Betriebsurlaub angeordnet werden?

Auszubildende können nicht pauschal in “Zwangsur-laub” geschickt werden. Urlaub müssen Auszubildende beantragen und er kann nicht gegen dessen Willen einfach angeordnet werden. Die Auszubildenden selbst oder auch der Betriebsrat können eine Vereinbarung mit der Unternehmensleitung treffen. Hier zählt der Einzelfall.

Betriebsurlaub kann vom Ausbildenden im Rahmen seines Direktionsrechtes nach den Grundsätzen der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BAG, Urt. v. 28.07.81, Az. 1 ABR 79/79) angeordnet werden. Es muss sich dann um eine generelle Regelung für den gesamten Ausbildungsbetrieb oder zumindest für organisatorisch klar abgegrenzte Betriebsteile handeln, auf die sich die betriebliche Sondersituation auswirkt.

Wie wird mit den Fehlzeiten umgegangen, wenn Auszubildende vom Betrieb für längere bzw. auf unbestimmte Zeit nach Hause geschickt werden? Sind diese relevant für Abschlussprüfung?

Wie wird mit den Fehlzeiten umgegangen, wenn Auszubildende vom Betrieb für längere bzw. auf unbestimmte Zeit nach Hause geschickt werden? Sind diese relevant für Abschlussprüfung?

Auch in diesem Fall handelt es sich um Fehlzeiten, die für die Zulassung zur Abschlussprüfung relevant sind (§ 43 Abs. 1 Nr. 1 Hs. 1 BBiG). Dabei ist es unerheblich, ob der Auszubildende diese zu vertreten hat.

Ein Richtwert für die Zulassung zur Abschlussprüfung ist für die zuständige IHK, ob die Abwesenheit einen Wert von zehn Prozent der vertraglichen Ausbildungszeit übersteigt. Sollte dies der Fall sein, kann die Fehlzeit dennoch als geringfügig eingestuft werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Auszubildende trotz der Fehlzeiten den erforderlichen Leistungsstand besitzt, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Generell sind bei der Beurteilung immer die Umstände des Einzelfalls zu betrachten. Dabei wird nicht unterschieden, ob Berufsschulzeit oder Ausbildungszeit im Betrieb ausfällt. Dies gilt auch bei Kurzarbeit.

Tipp:
Dokumentieren Sie genau, welche Ausbildungsinhalte versäumt wurden und holen Sie diese sobald wie möglich nach. Darüber ist ein Nachweis zu erbringen. Bei länger andauernden Ausfällen besteht die Möglichkeit einen Antrag auf Verlängerung der Ausbildungsdauer nach § 8 Abs. 2 BBiG bei der zuständigen IHK zu stellen.

Besteht ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld für Auszubildende?

Besteht ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld für Auszubildende?

Sollte eine zeitliche Reduzierung oder Unterbrechung der Ausbildung unvermeidlich sein und den Auszubildenden gegenüber Kurzarbeit angeordnet werden, haben die Auszubildenden zunächst Anspruch auf Zah-lung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Ausbildungs- und Tarifverträge längere Fristen vorsehen. Erst danach kann über die verantwortliche Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beansprucht werden.

Was bedeutet eine Insolvenz für das Ausbildungsverhältnis?

Was bedeutet eine Insolvenz für das Ausbildungsverhältnis?

Weder eine drohende Insolvenz noch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens haben direkte Auswirkungen auf den Ausbildungsvertrag. Sollte ein Insolvenzverfahren eröffnet werden, tritt allerdings in der Regel der Insolvenzverwalter an die Stelle des Ausbildenden (im Falle der Eigenverwaltung der sog. eigenverwaltende Schuldner). Alle aus dem Ausbildungsvertrag bestehenden Ansprüche sind an ihn zu richten.

Der Ausbildende bzw. der Insolvenzverwalter sind dazu verpflichtet, die aus dem Ausbildungsverhältnis resultierenden Pflichten weiter zu erfüllen. Hierzu zählt insbesondere die Zahlung der vereinbarten Ausbildungsvergütung. Ausbildender und Auszubildender können sich auf eine Kürzung der Ausbildungsvergütung einigen. Die Ausbildungsvergütung muss jedoch weiterhin angemessen und höher als die gezahlte Vergütung des vorhergehenden Jahres sein (§ 17 Abs. 1 BBiG).

Wird im Zuge des Insolvenzverfahrens das Unternehmen, zum Beispiel durch Kauf, vollständig auf eine andere Person übertragen, tritt diese in die Rechte und Pflichten aus dem Berufsausbildungsverhältnis ein.

Darf einem Auszubildenden mangels Aufträgen, behördlich angeordneter Betriebsschließung, Kurzarbeit oder drohender Insolvent gekündigt werden?

Darf einem Auszubildenden mangels Aufträgen, behördlich angeordneter Betriebsschließung, Kurzarbeit oder drohender Insolvent gekündigt werden?

Ein Mangel an Aufträgen, eine behördlich angeordnete Betriebsschließung, Kurzarbeit oder eine drohende Insolvenz sind grundsätzlich keine Gründe für eine Kündigung.

Sollte der Ausbildungsbetrieb jedoch für längere Zeit vollständig zum Erliegen kommen und ist auch auf absehbare Zeit keine Perspektive gegeben, dass eine Besserung der Umstände eintritt und die Ausbildung wieder aufgenommen werden könnte, ist ein wichtiger Grund zur Kündigung des Berufsausbildungsverhältnisses gegeben. Unter diesen Umständen kann die berufliche Handlungsfähigkeit nicht mehr vermittelt werden.

Durch die dadurch weggefallene Ausbildungseignung des Betriebes, ist eine Kündigung des/der Auszubildenden möglich, ohne dass ein Schadensersatzanspruch entsteht. Der Ausbildende ist aber dazu verpflichtet, sich rechtzeitig mit der zuständigen Agentur für Arbeit um einen anderen Ausbildungsbetrieb für den Auszubildenden zu bemühen.

Müssen Auszubildende in den Ausbildungsbetrieb, wenn die Berufsschule geschlossen hat?

Müssen Auszubildende in den Ausbildungsbetrieb, wenn die Berufsschule geschlossen hat?

Ja. Denn Auszubildende sind gemäß § 9 Abs. 1 des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) bzw. § 15 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) nur für die Teilnahme am Berufsschulunterricht von der Ausbildung freigestellt. Die Freistellung der Auszubildenden durch ihre Ausbildenden endet jedoch, wenn ein Besuch der Berufsschule unterbleiben muss.

Auch wenn die Berufsschule als Ersatz einen Online-Unterricht anbietet, darf der Auszubildende nicht einfach zu Hause bleiben. Die Entscheidung darüber, ob der Auszubildende am Online-Unterricht im Betrieb oder an anderer Stelle teilnimmt, trifft der Betrieb. Im Idealfall natürlich in Abstimmung mit dem Auszubildenden.

Wie geht die IHK aktuell im Hinblick auf die Coronapandemie mit Anträgen auf Durchführung von Schlichtungsverfahren bezüglich Streitigkeiten zwischen Azubis und Auszubildenden aus einem bestehenden Berufsausbildungsverhältnis gem. § 111 Abs. 2 ArbGG um?

Wie geht die IHK aktuell im Hinblick auf die Coronapandemie mit Anträgen auf Durchführung von Schlichtungsverfahren bezüglich Streitigkeiten zwischen Azubis und Auszubildenden aus einem bestehenden Berufsausbildungsverhältnis gem. § 111 Abs. 2 ArbGG um?

Um keine Verzögerung im Rechtsweg zu schaffen, wird empfohlen, die Schlichtungsverfahren weiterhin unter Einhaltung der erforderlichen und möglichen Schutzmaßnahmen durchzuführen.

Ein Betrieb plant zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres erstmals auszubilden, es verfügt aber noch niemand im Betrieb über die Ausbildereignungsbescheinigung. Da AEVO-Prüfungen derzeit nicht stattfinden, kann deshalb nicht ausgebildet werden?

Ein Betrieb plant zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres erstmals auszubilden, es verfügt aber noch niemand im Betrieb über die Ausbildereignungsbescheinigung. Da AEVO-Prüfungen derzeit nicht stattfinden, kann deshalb nicht ausgebildet werden?

Gemäß § 6 Abs. 4 AEVO kann die zuständige IHK vom Nachweis der AEVO befreien. Die Befreiung ist auch unter Auflagen möglich. In diesem Fall ist eine Auflage, dass die AEVO-Prüfung in einem festgelegten Zeitraum (z.B. sechs oder zwölf Monate) nachgeholt wird, angemessen.

Entstehen den Auszubildenden im Hinblick auf das Ausbildungsverhältnis Nachteile, wenn die Prüfung verschoben wird?

Entstehen den Auszubildenden im Hinblick auf das Ausbildungsverhältnis Nachteile, wenn die Prüfung verschoben wird?

(vgl. Frage 37)

Im Hinblick auf die Prüfung entstehen den Auszubildenden keine Nachteile. Es besteht die Möglichkeit, dass die Ausbildungszeit später endet.

Im Betrieb gab es einen Verdacht auf Corona, sodass alle Mitarbeiter*innen und Auszubildenden nach Hause geschickt wurden. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Besteht für die Auszubildenden ein Anspruch auf Vergütung?

Im Betrieb gab es einen Verdacht auf Corona, sodass alle Mitarbeiter*innen und Auszubildenden nach Hause geschickt wurden. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Besteht für die Auszubildenden ein Anspruch auf Vergütung?

Ja, hier liegt ein Fall von § 19 Abs. 1 Nr. 2a BBiG vor. Danach haben Ausbildende die Vergütung bis zu einer Zeit von 6 Wochen auch zu zahlen, wenn die Auszubildenden sich für die Berufsausbildung bereithalten, diese aber ausfällt.

Darf ein Betrieb, bei dem Kurzarbeit stattfindet, Ausbildungsverträge für das kommende Ausbildungsjahr schließen?

Darf ein Betrieb, bei dem Kurzarbeit stattfindet, Ausbildungsverträge für das kommende Ausbildungsjahr schließen?

Ja, darf er. Da Auszubildende grundsätzlich von Kurzarbeit ausgeschlossen sind, dürfen sie eingestellt und ausgebildet werden, wenn die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung und trotz Kurzarbeit geeignet ist (§ 27 Abs. 1 BBiG). Auch berührt die aus unternehmerischer Sicht notwendige Kurzarbeit einzelner Mitarbeiter eines Unternehmens nicht die persönliche Eignung und persönliche Integrität von Ausbildenden gem. § 29 BBiG.

Aufgrund der Schließung des Ausbildungsbetriebes kann der Ausbildende seine Pflichten aus § 14 Abs. 1 Nr. 1 BBiG nicht mehr erfüllen. Muss dem Auszubildenden gekündigt werden?

Aufgrund der Schließung des Ausbildungsbetriebes kann der Ausbildende seine Pflichten aus § 14 Abs. 1 Nr. 1 BBiG nicht mehr erfüllen. Muss dem Auszubildenden gekündigt werden?

Sofern die Schließung nur vorübergehend ist, kommen Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte oder auch eine Form der Verbundausbildung zur Überbrückung bis zur Wiedereröffnung ohne Kündigung in Betracht.

Der Betrieb hat kaum Aufträge. Kann die tägliche Ausbildungszeit reduziert werden?

Der Betrieb hat kaum Aufträge. Kann die tägliche Ausbildungszeit reduziert werden?

Es besteht die Möglichkeit, durch eine Änderung des Ausbildungsvertrages eine Teilzeitberufsausbildung nach § 7a BBiG zu vereinbaren und dadurch die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit um bis zu 50 Prozent zu reduzieren.

Die Ausbildungsvergütung kann entsprechend gekürzt werden (§ 17 Abs. 5 BBiG). Allerdings verlängert sich dann die vertraglich vereinbarte Ausbildungsdauer entsprechend.

Kann die Probezeit der Auszubildenden verlängert werden, wenn die Ausbildung während der Probezeit Corona-bedingt unterbrochen werden muss oder nur eingeschränkt möglich ist?

Kann die Probezeit der Auszubildenden verlängert werden, wenn die Ausbildung während der Probezeit Corona-bedingt unterbrochen werden muss oder nur eingeschränkt möglich ist?

Grundsätzlich muss die Probezeit mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen (§ 20 BBiG).

Die Probezeit verlängert sich nicht automatisch bei Ausfall der Ausbildung um die Dauer der Unterbrechung. Wird die Ausbildung während der Probezeit um mehr als ein Drittel dieser Zeit unterbrochen, kann jedoch die Probezeit vertraglich um den Zeitraum der Unterbrechung verlängert werden.

Die Vertragsparteien können sich auf eine solche Vereinbarung etwa dann nicht berufen, wenn die Unterbrechung der Ausbildung selbst vertragswidrig herbeigeführt wurde.

Wer ist in Zeiten der Coronakrise für die Vermittlung der Inhalte zuständig, die in „normalen Zeiten“ von der Berufsschule vermittelt werden?

Wer ist in Zeiten der Coronakrise für die Vermittlung der Inhalte zuständig, die in „normalen Zeiten“ von der Berufsschule vermittelt werden?

Da die Berufsbildung auch in berufsbildenden Schulen durchgeführt wird, ist auch die Berufsschule dafür zuständig.

Kommt die Berufsschule ihrer Zuständigkeit nicht nach, so ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, die theoretischen Lerninhalte nach der jeweiligen Ausbildungsverordnung zu vermitteln bzw. einzukaufen. Hingegen ist der Ausbildungsbetrieb nicht verpflichtet, den schulischen Rahmenlehrplan zu vermitteln.

Die Berufsschulen sind geschlossen. Ist die Berufsschule verpflichtet, den schulischen Lernstoff, der eigentlich momentan gelehrt werden müsste, den Auszubildenen zur Verfügung zu stellen?

Die Berufsschulen sind geschlossen. Ist die Berufsschule verpflichtet, den schulischen Lernstoff, der eigentlich momentan gelehrt werden müsste, den Auszubildenen zur Verfügung zu stellen?

Ein solcher Anspruch kann nur durch die Landesschulgesetze bestehen. Geeignete Ersatzmaßnahmen für den ausgefallenen Berufsschulunterricht zu bestimmen, ist deshalb Sache der Kultusministerien.

Ist es aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie möglich, PC-Prüfungen auch am heimischen Computer durchzuführen?

Ist es aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie möglich, PC-Prüfungen auch am heimischen Computer durchzuführen?

Nein, bei schriftlichen Prüfungen ist dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Verlängert sich die Ausbildung, wenn die Abschlussprüfung verschoben wird?

Verlängert sich die Ausbildung, wenn die Abschlussprüfung verschoben wird?

Nein, die Ausbildungsdauer verlängert sich nicht.

Die Ausbildung endet laut Gesetz mit dem Ablauf der Ausbildungsdauer (in der Regel zwei oder drei Jahre), also mit Ablauf des im Ausbildungsvertrag vereinbarten letzten Ausbildungstages. In der Regel bestehen Auszubildende aber vor Ablauf der vereinbarten Ausbildungsdauer die Abschlussprüfung.
Im Falle des Bestehens der Abschlussprüfung, endet das Berufsausbildungsverhältnis mit Bekanntgabe des Ergebnisses.

Im Falle des Nichtbestehens der Abschlussprüfung, endet das Berufsausbildungsverhältnis mit Ablauf des im Ausbildungsvertrag vereinbarten letzten Ausbildungstages

Die Verschiebung der schriftlichen Prüfungen von April auf Juni bewirkt, dass in vielen Fällen auch die mündlichen und praktischen Prüfungen, welche in der Regel als letzte Prüfungsleistung abgenommen werden, später durchgeführt werden. Die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses wird deshalb voraussichtlich auch erst etwas später als in den Vorjahren erfolgen können. Bis dahin läuft das bestehende Ausbildungsverhältnis weiter, längstens bis zum vertraglich vereinbarten Enddatum.
Auf Antrag des Azubis bei der IHK kann jedoch eine Verlängerung der Ausbildungszeit beantragt werden. Voraussetzung: Die Verlängerung ist erforderlich, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Diese kann bei einer längeren Corona-bedingten Ausfallzeit der Berufsausbildung im Betrieb oder in der Berufsschule durchaus der Fall sein.

Was passiert, wenn die Abschlussprüfungen über die Zeit der zwei- bzw. dreijährigen Ausbildung hinaus verschoben werden müssen?

Was passiert, wenn die Abschlussprüfungen über die Zeit der zwei- bzw. dreijährigen Ausbildung hinaus verschoben werden müssen?

Sollte die Ausbildung mit Ablauf des Ausbildungsvertrages vor dem Ablegen der letzten Prüfungsleistung enden, kann der Prüfling einen Antrag auf Verlängerung seines Ausbildungsvertrages nach § 21 Abs. 3 BBiG stellen. Zwar liegt kein Fall des Nichtbestehens vor, aber die unverschuldete Prüfungsverschiebung wird entsprechend berücksichtigt. Die IHK wird dann den Ausbildungsvertrag um die Zeitdauer verlängern, die zum Ablegen der Abschlussprüfung erforderlich ist.

Warum sollen die schriftlichen Prüfungen in der Ausbildung so viel später als die praktischen Prüfungen stattfinden?

Warum sollen die schriftlichen Prüfungen in der Ausbildung so viel später als die praktischen Prüfungen stattfinden?

Letztere beginnen voraussichtlich bereits im Mai 2020. Diese zeitliche Verschiebung dient dem Schutz der Gesundheit der Prüflinge: Denn die schriftlichen Prüfungen finden an bundesweit einheitlich festgelegten Terminen statt, bei denen viele Teilnehmer in großen Räumen ihre schriftliche Prüfung ablegen und deshalb besteht eine hohe Gefahr der Übertragung von Krankheiten. Schriftliche Prüfungen müssen deshalb so lange verschoben werden, bis diese aktuell hohe Ansteckungsgefahr nicht das übliche Maß übersteigt.

Bei praktischen Prüfungen sieht die Situation je nach Beruf anders aus. Es ist denkbar, dass der Auszubildende bei der Durchführung seiner praktischen Prüfung mit nur sehr wenigen oder gar keiner dritten Person in physischen Kontakt kommt. Die praktischen Prüfungen können deshalb - unter Berücksichtigung des Einzelfalls - in der Regel zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Wie kommen Auszubildende an den Lernstoff, wenn die Berufsschule nicht den für die Sommerprüfung notwendigen Lernstoff zur Verfügung stellt?

Wie kommen Auszubildende an den Lernstoff, wenn die Berufsschule nicht den für die Sommerprüfung notwendigen Lernstoff zur Verfügung stellt?

Grundsätzlich müssten Prüflinge sowohl den betrieblichen als auch den schulischen Lehrstoff beherrschen.

Sofern dies nicht der Fall ist und die Berufsschule die fehlenden Lerninhalte nicht zur Verfügung stellt, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, diese fehlenden theoretischen Lerninhalte selbst zu vermitteln oder mit Hilfe von Dritten vermitteln zu lassen.

Muss der Betrieb den Auszubildenden Zeit für den Lernstoff von der Berufsschule einräumen, wenn der Unterricht Corona-bedingt ausfällt?

Muss der Betrieb den Auszubildenden Zeit für den Lernstoff von der Berufsschule einräumen, wenn der Unterricht Corona-bedingt ausfällt?

Wenn die Berufsschulen Lernformate anbieten, die auch ohne Anwesenheit in der Schule möglich sind, muss der Betrieb dem Azubi die Zeit einräumen, sich mit Hilfe dieser Formate den Lerninhalt anzueignen.

Der zeitliche Umfang hierfür ist so zu bemessen, dass er dem Freistellungszeitraum für die Teilnahme am Berufsschulunterricht nach § 15 Abs. 1 Nr. 1 BBiG entspricht.

Von der Zeit, die der Ausbilder den Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb zum Lernen einräumt, wird allerdings die Wegezeit vom Betrieb zur Berufsschule und zurück abgezogen. Auch Lehrzeiten an der Berufsschule, die über die erforderliche berufliche Handlungsfähigkeit hinaus erteilt werden, wie z.B. Sport, Religion, etc. werden abgezogen.

Werden Auszubildende zum neuen Prüfungstermin automatisch angeschrieben, oder muss der Betrieb sie wieder anmelden?

Werden Auszubildende zum neuen Prüfungstermin automatisch angeschrieben, oder muss der Betrieb sie wieder anmelden?

Bereits angemeldete Prüflinge sind der IHK bekannt und werden über den neuen Termin informiert. Der Betrieb muss hier nichts weiter unternehmen.

Können Abgabefristen für Projektarbeiten etc. verlängert werden?

Können Abgabefristen für Projektarbeiten etc. verlängert werden?

In einigen Prüfungen müssen Projektarbeiten, Reporte, betriebliche Aufträge oder ähnliche Unterlagen eingereicht werden. Auch wenn die Prüfungen nicht stattfinden sollten, müssen die für das Einreichen der Projektarbeiten festgelegten Fristen grundsätzlich eingehalten werden. Sollte das im Einzelfall nicht möglich sein, müssen sich die betroffenen Prüflinge unverzüglich bei ihrer zuständigen IHK melden, die über das weitere Prüfungsverfahren entscheidet.

Die Projektarbeit von Auszubildenden ist aufgrund der Corona-bedingten Umstände betrieblich nicht durchführbar. Was ist zu tun?

Die Projektarbeit von Auszubildenden ist aufgrund der Corona-bedingten Umstände betrieblich nicht durchführbar. Was ist zu tun?

Auch in diesem Fall sollten Auszubildende mit der zuständigen IHK Kontakt aufnehmen, damit über das weitere Prüfungsverfahren entschieden werden kann.

Entstehen den Auszubildenden im Hinblick auf das Ausbildungsverhältnis Nachteile, wenn die Prüfung verschoben wird?

Entstehen den Auszubildenden im Hinblick auf das Ausbildungsverhältnis Nachteile, wenn die Prüfung verschoben wird?

(vgl. Frage 15)

Im Hinblick auf die Prüfung entstehen den Auszubildenden keine Nachteile. Es besteht die Möglichkeit, dass die Ausbildungszeit später endet.

Ausbildung

Wenn es um die Ausbildung des Nachwuchses geht, gibt es viele Dinge zu beachten. Die IHK Reutlingen betreut die Ausbildungsbetriebe in der Region Neckar-Alb, unterstützt sie und beantwortet die Fragen rund um die Ausbildung.

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Für Ausbildungsbetriebe

Unternehmen, die in einem der gesetzlich definierten Berufe ausbilden wollen, müssen dazu fachlich qualifiziert sein und verantwortliche Ausbilderinnen oder Ausbilder benennen. Die IHK Reutlingen unterstützt Firmen auf dem Weg zum Ausbildungsbetrieb. Weitere Informationen für Ausbildungsbetriebe.

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Für Azubis

Die IHK Reutlingen betreut Auszubildende auch während ihrer Lehrzeit, wenn es Fragen rund um die Ausbildung gibt - von A wie Abkürzung der Ausbildungszeit über E wie Ergebnisse und P wie Prüfungstermine oder Z wie Zusatzqualifikationen. Mehr.

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Für Lehrstellensucher

Die Unternehmen haben hohes Interesse an qualifiziertem Nachwuchs. Die IHK-Mitgliedsunternehmen in der Region Neckar-Alb bilden in mehr als 100 Ausbildungsberufen aus. Die Ausbildung in über 2.000 Ausbildungsbetrieben in der Region bietet jungen Menschen gute berufliche und damit Lebensperspektiven. Mehr.

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Ausbildungsmarketing

Bewerbungen flattern nicht mehr einfach so ins Haus. Die IHK Reutlingen bietet Unternehmen neue Wege bei der Suche nach passenden Bewerbern. Mehr.

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Beratungsstelle Inklusion

Der Ausbildungsmarkt ist in Bewegung. Das veränderte Berufswahlverhalten vieler Jugendlicher und die demographische Entwicklung machen die Suche nach geeigneten Bewerbern für viele Betriebe immer schwieriger. Die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung kann für kleine und mittlere Unternehmen ein Weg sein, neue Personalressourcen erschließen. Mehr.