Gastgewerbe

Wer einen gastronomischen Betrieb selbstständig betreiben möchte, muss dazu ein Gewerbe anmelden. Eine einfache Gewerbeanmeldung reicht jedoch nicht aus, da zahlreiche Vorschriften beachtet und Nachweise erbracht werden müssen. Folgende Unterrichtungen und Schulungen müssen Sie besuchen, um einen Gastro-Betrieb gründen zu können:

IHK-Gaststättenunterrichtung nach §4 des Gaststättengesetzes

Wer einen gastronomischen Betrieb betreiben will und plant, auch Alkohol auszuschenken, braucht dazu eine behördliche Erlaubnis. So sieht es das Gaststättengesetz vor. Die Erlaubnis wird von der Behörde nur dann erteilt, wenn der Gewerbetreibende unter anderem nachweist, dass er über die Grundzüge des Lebensmittel- und Hygienerechts unterrichtet worden ist. Diese Unterrichtung wird von der Industrie- und Handelskammer durchgeführt.

Download: Merkblatt "Unterrichtungsnachweis im Gaststättengewerbe"

Kosten: 80 €
Uhrzeit: 12:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Ort: IHK-Akademie Reutlingen, Allmendstraße 7, 72770 Reutlingen
Zielgruppe: Alle die einen gastronomischen Betrieb betreiben möchten und planen, auch Alkohol auszuschenken.
Voraussetzungen: Die Unterrichtung wird in deutscher Sprache angeboten. Daher ist eine Teilnahme nur möglich, wenn die Sprachkenntnisse ausreichen, um der Unterrichtung zu folgen. Sie haben die Möglichkeit, selbst einen Dolmetscher mitzubringen oder über diese Übersicht einen zu engagieren. 

 

Schulung nach §4 der Lebensmittelhygieneverordnung
Sicherer Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln

Laut §4 der Lebensmittelhygieneverordnung haben Lebensmittelunternehmer/innen zu gewährleisten, dass Betriebsangestellte ohne entsprechende Ausbildung, die leicht verderbliche Lebensmittel herstellen, behandeln oder verkaufen, in Frage der Lebensmittelhygiene umfangreich geschult werden müssen. In diesem regelmäßig stattfindenden IHK-Seminar schulen erfahrene Lebensmittelkontrolleure den richtigen Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln. 

Diese Schulung beinhaltet auch die im Zwei-Jahres-Rhythmus erforderliche Folgebelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Beide Schulungen sind Pflicht. Für die Durchführung oder Organisation der Schulungen ist der Arbeitgeber verantwortlich. Die Dokumentation der Folgebelehrung IfSG ohne die dazugehörige Erstbelehrung ist nichtig. Erstbelehrung und Folgebelehrung(en) sind am Arbeitsplatz für die Überwachungsbehörden bereit zu halten. Auch der Unternehmer muss seine Kenntnisse dokumentieren. Mit der Dokumentation erklärt der Mitarbeiter, dass er den Inhalt der Belehrung verstanden hat, diese befolgen wird und keine Tatsachen für ein Tätigkeitsverbot vorliegen. Bei der Beschäftigung an verschiedenen Standorten/Betriebsstätten ist dort jeweils eine Kopie von Erstbelehrung und Folgebelehrungen bereitzuhalten.

Download: Muster für die Dokumentation der Belehrung

Kosten: 99 € / IHK-Mitglied | 119 € / Nicht IHK-Mitglied
Uhrzeit: 9 Uhr bis 13:30 Uhr
Ort: IHK-Zentrale Reutlingen
Zielgruppe: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von - Lebensmittel herstellenden Industrie- und Handwerksbetrieben, Gastronomiebetrieben, Imbissen, Cateringeinrichtungen sowie das Personal des Lebensmittelhandels wie Metzgereien, Bäckereien, Backshops. Außerdem können auch Beschäftigte in der Gemeinschafts-, Schulverpflegung, in Kitas, Alten- und Pflegeheimen oder angelernte Küchenhilfen betroffen sein.

Die Schulung ersetzt weder die Gaststättenunterrichtung bei der IHK gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 4 Gaststättengesetz, noch die Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz.
 

Belehrung nach § 43 des Infektionsschutzgesetzes

Jeder der bei seiner Arbeit mit Lebensmitteln in Berührung kommt (zum Beispiel Lebensmittel herstellt, behandelt oder in Verkehr bringt) oder Lebensmittelbedarfsgegenstände (zum Beispiel Geschirr) reinigt, benötigt die Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz des zuständigen Gesundheitsamtes. Dies gilt auch für Personen, die sich regelmäßig in Küchen von Gaststätten oder sonstigen Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen aufhalten.

Die Termine werden direkt beim zuständigen Gesundheitsamt angeboten:

Gastronomische Auskünfte in der Region Neckar-Alb

Bereits bei der Beantragung einer Gaststättenkonzession werfen sich einige Fragen auf: Welche gesetzlichen Vorschriften müssen eingehalten werden? Wer betreut diese Themen? Wie finde ich die richtigen Ansprechpartner? Dieses Merkblatt bietet eine Übersicht aller zuständigen Stellen mit direkten Ansprechpartnern rund um das Thema Gastronomie.

Download: Merkblatt "Gastronomische Auskünfte in der Region Neckar-Alb"

Negativbescheinigung | Befreiung von der Gaststättenunterrichtung

Die IHK-Unterrichtung im Gastgewerbe nach §4 des Gaststättengesetzes muss in jedem Fall vorgelegt werden, um die Gaststättenkonzession zu erlangen. Mit Ausnahme einer gastronomischen Aus- oder Weiterbildung kann die Teilnahme befreit werden. Anstatt der Teilnahmebescheinigung wird eine Negativbescheinigung ausgestellt. Diese bescheinigt, dass die angehenden Gastronomen über die notwendigen lebenmittelrechtlichen (Grund-) Kenntnisse verfügt. Für den Antrag einer Negativbescheinigung muss der gastronomische Ausbildungsberuf oder die gastronomische Weiterbildung in folgende Übersicht enthalten sein. Übersicht Negativbescheinigung als Download

Für den Antrag einer Negativbescheinigung benötigen wir das Abschlusszeugnis der zuständigen Industrie- und Handelskammer sowie Ihre persönlichen Daten. Bitte senden Sie diese direkt an desantis(at)reutlingen.ihk.de oder melden sich telefonisch unter 07121 201-274.

Gründung und Übernahme eines Gastgewerbes

Wer einen gastronomischen Betrieb gründen oder übernehmen möchte, findet in diesem Merkblatt erste Informationen zu den geltenden Vorschriften sowie wichtige Regelungen für den laufenden Betrieb.

Download: Merkblatt "Gründung und Übernahme eines Gastgewerbes"

Broschüre "Das 1 x 1 der Gastronomie"

Wer eine Gaststätte betreiben will, trägt Verantwortung für die Gesundheit seiner Gäste. Daher muss er eine ganze Menge wissen: Angefangen von den für den Gaststättenbetrieb notwendigen lebensmittelrechtlichen Kenntnissen über das Hygienerecht bis hin zum Jugendschutzgesetz. Zudem muss der Gastwirt den Überblick über eine Vielzahl von nationalen und zunehmend auch europäischen Vorschriften behalten. Die hierfür erforderliche Unterrichtung wird bei der örtlich zuständigen IHK erteilt. (Text vom DIHK)

Zur Online-Bestellung beim DIHK-Verlag

Broschüre „Lebensmittelhygiene in der Gastronomie“

Gastronomen, Händler und Lebensmittelhersteller sind dafür verantwortlich, dass in ihren Betrieben hygienisch einwandfrei gearbeitet wird. Beim gewerblichen Umgang mit Lebensmitteln besteht daher die gesetzliche Pflicht, für Lebensmittelsicherheit zu sorgen. Im Jahre 2004 wurde das Lebensmittelrecht auf europäischer Ebene neu geregelt. Um Lebensmittelsicherheit zu garantieren und Gesundheitsgefahren zu vermeiden, muss ein Gastronomiebetrieb zum einen alle Anforderungen an die Basishygiene erfüllen und zum anderen eine anstandslose Herstellung gewährleisten. Darüber hinaus muss ein Betrieb auch über ein geeignetes betriebsinternes Kontrollsystem verfügen.

Zur Online-Bestellung beim DIHK-Verlag

Mobile Verkaufseinrichtungen

Dieses Merkblatt soll einen Überblick über die wichtigsten gewerberechtlichen Vorschriften beim Betreiben einer mobilen Verkaufseinrichtung geben.

  1. Gewerbliche Erlaubnis
  2. Umsatzsteuerliche Besonderheit bei mobilem Verkauf
  3. Rechtliche Genehmigung bei gewerblicher Nutzung des öffentlchen Verkehrsraums
  4. Hygienische Anforderungen

Download: Merkblatt "mobile Verkaufseinrichtungen"

Straußwirtschaft / Besen

In vielen Bundesländern ist der Betrieb eines Gaststättengewerbes erlaubnispflichtig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann jedoch der Ausschank von Wein (teilweise auch Apfelwein) innerhalb einer Straußwirtschaft erlaubnisfrei sein. Die Freistellung von der Erlaubnisbedürftigkeit hat auch zur Folge, dass nichtalkoholische Getränke (z.B. Mineralwasser mit Wein als Schorle) angeboten werden dürfen.

Download: Merkblatt zu Straußwirtschaften

Allergenkennzeichnung in der Gastronomie und Hotellerie

Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel

Seit 13. Dezember 2014 ist die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) Nr. 1169/2011 in Kraft. Mit dem Ziel, Verbrauchern bessere und verlässliche Informationen zu Lebensmittelprodukten zu geben, sieht die Verordnung die verpflichtende Allergenkennzeichnung für lose Ware vor. Dies bedarf neben der Kennzeichnung der 14 Hauptallergene in Speisekarten ebenso einer erhöhten Dokumentations- und Recherchearbeit in der Küche.

Download: Merkblatt zur Allergenkennzeichnung

Veröffentlichung von Lebensmittelkontrollergebnissen

Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Frühjahr 2018 ist eine Veröffentlichung der Ergebnisse bei gravierenden oder wiederholten Hygienemängeln, die ein Bußgeld von höher als 350 Euro nach sich ziehen, zulässig und darf auch online ("Internetpranger") erfolgen. Im April 2019 wurde §40 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB) geändert.

Download: "Merkblatt zur Veröffentlichung von Lebensmittelkontrollergebnissen"

Nichtraucherschutzgesetz in Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg hat die Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 30. Juli 2008 gezogen und das Landesnichtraucherschutzgesetz angepasst.
Für folgende Betriebe gilt das Landesnichtraucherschutzgesetz (LNRSchG):
Restaurants, Speisewirtschaften, Hotelrestaurants und Hotelbars, Kneipen, Bars, Nachtclubs, Diskotheken, Besen- und Straußwirtschaften, Imbisse mit festem Standort (auch ohne Alkoholausschank), vorübergehende Gaststättenbetriebe bei Veranstaltungen in Sport- und Mehrzweckhallen, geschlossene Gesellschaften, Clubs, Vereinsgaststätten , Kantinen (sofern für jedermann zugänglich) etc.

Das Änderungsgesetz ist am 7. März 2009 in Kraft getreten und enthält wichtige Änderungen.

Download: Merkblatt zum Nichtraucherschutzgesetz in Baden-Württemberg

Gastrotools24 | Digitale Lösungen für das Gastgewerbe

UNABHÄNGIG – UNVERBINDLICH – KOSTENLOS – OHNE REGISTRIERUNG

Gastrotools24.de ist für Entscheider in der Hotellerie und Gastronomie, die für ihren Betrieb eine passende Software-Lösung suchen. Sei es eine digitale Speisekarte oder ein digitalisiertes HACCP-System.
Sie ist die einzige Plattform im deutschsprachigen Raum, die unabhängig von Anbietern und Herstellern agiert. Völlige Transparenz, Information und Neutralität haben oberste Priorität.

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Informationsportale

Lisa De Santis

Lisa De Santis

Hauptgeschäftsführung
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Position: Assistentin
Schwerpunkte: Erstauskünfte Tourismus und Gastronomie, Aufsteller von Glücksspielgeräten mit Gewinnmöglichkeiten, IHK-Gremium Reutlingen
Telefon: 07121 201-274
Fax: 07121 201-4274
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Matthias Miklautz

Matthias Miklautz

Hauptgeschäftsführung
IHK-Zentrale
Position: Leiter IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis
Schwerpunkte: Regionalmanagement Zollernalbkreis, IHK-Gremium Zollernalbkreis: Geschäftsführung, Branchenbetreuung Tourismus, Unterrichtung für Aufsteller von Spielgeräten mit Gewinnmöglichkeiten
Telefon: 07121 201-265
Fax: 07121 201-4265
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