IHK: Zusammenarbeit mit fünf Wirtschaftsverbänden

Kooperation mit Ecuador

Die IHK Reutlingen hat einen Kooperationsvertrag mit Wirtschaftsverbänden in Ecuador geschlossen. Sie ist damit erstmals mit einem eigenen mehrjährigen Projekt in Südamerika engagiert.

Kooperation mit Ecuador

Bis Ende 2024 wird die IHK die nationalen Branchenverbände für Holz, Textil, Metall, die Kammer für Industrie, Produktion und Beschäftigung in der Wirtschaftsmetropole Cuenca sowie den Dachverband für duale berufliche Bildung bei der eigenen Organisationsentwicklung unterstützen. Dabei sollen die Verbände bei Digitalisierung und Kommunikation modernisiert sowie befähigt werden, ihre Mitgliedsbetriebe bei der Exportförderung zu beraten.

Chancen nutzen
Insgesamt sollen die Wirtschaftsvertretungen mit der Unterstützung aus Reutlingen künftig krisenfester aufgestellt sein. Martin Fahling, Bereichsleiter International bei der IHK Reutlingen, hat die Kooperation in der deutschen Botschaft in Quito mit unterzeichnet: „Unsere Erfahrungen genießen hohes Ansehen und die Kolleginnen und Kollegen hier vor Ort wollen unbedingt die Chance nutzen, noch besser zu werden – im Sinne der eigenen Organisation und der gesamten ecuadorianischen Wirtschaft.“ Im Land hat man bereits gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit deutschen Institutionen. Zwischen 2013 und 2021 gab es ein Berufsbildungsprojekt, zunächst zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, später fortgesetzt von der IHK Reutlingen, bei dem die duale berufliche Bildung für Jugendliche über Pilotprojekte eingeführt wurde.

Die neue Kooperation wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert und über die Sequa gGmbH abgewickelt und ist Teil des IHK-Instituts for Emerging Markets. Über dieses ist die IHK bereits mit Projekten in Myanmar und Äthiopien engagiert. Die regionale Wirtschaft wird am Ende auch über verbesserte Kontakte und Marktzugang bei Textil-, Holz- und Metallbranche profitieren können, ist sich Fahling sicher: „Die regionale Wirtschaft hat Südamerika immer noch nicht so auf dem Schirm. Dabei ist Ecuador ein guter Startpunkt. Es gibt einen hohen Bedarf an industriellen Produkten bei insgesamt stabiler Gesamtlage.“

Hintergrund
Das Institut for Emerging Markets der IHK verfolgt das Ziel, die Unternehmen der Region bei ihren außenwirtschaftlichen Aktivitäten in schwierigen Märkten zu unterstützen. Die IHK baut dazu ihre Beratungsleistungen weiter aus, geht zusätzliche Projekte zur Markterschließung im Ausland an, organisiert Kleingruppenbetreuung an Messen und bringt verstärkt ausländische Delegationen in die Region.

IHK-Service
Ein Foto von der Vertragsunterzeichnung in Quito gibt es auf www.ihkrt.de/pressebilder.

Martin Fahling

Martin Fahling

International und internationale Fachkräfte,
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiter
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
Telefon: 07121 201-186
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