Alarmstufe

Was der Einzelhandel beachten muss

Die Alarmstufe in Baden-Württemberg gilt seit 17. November. Der Handel muss sich auf die 3G-Regelung einstellen. Ausnahmen gibt es für Geschäfte, die der Grundversorgung dienen. Die IHK-Organisation stellt Hinweisschilder zur Verfügung.

Was der Einzelhandel beachten mussFoto: Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Was bedeutet die Alarmstufe für den Einzelhandel?
In der Alarmstufe tritt die 3G-Regelung auch für den Einzelhandel in Kraft. Dementsprechend haben nur noch Kundinnen und Kunden Zugang, die geimpft, genesen oder getestet sind. Nicht-immunisierten Personen ist der Zutritt nur nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet. Die CovPassCheck-App können Unternehmen kostenlos im Rahmen der Eingangskontrolle nutzen. Die App gewährleistet eine einfache und schnelle Kontrolle der Kundinnen und Kunden.

Betriebe sollten im Eingangsbereich mit einem Aushang auf die 3G-Regelung und die Alarmstufe hinweisen und sich den entsprechenden Nachweis vorzeigen lassen. Die Baden-Württembergischen IHKs haben eine Serie von Corona-Warnhinweisschildern erstellt, die downgeloadet und ausgedruckt werden können. Die Hinweise sind als Information gegenüber den Kunden und Gästen gedacht. Sie gelten nur für Baden-Württemberg auf Basis der aktuellen Coronaverordnung des Landes vom 28. Oktober 2021.

Alarmstufe (Druckvorlagen als pdf-Downloads)

Eine Dokumentation der Kontaktdaten zur Nachverfolgung ist für den Einzelhandel nicht vorgesehen und muss nicht erhoben werden.

Wie bereits in der Basis- und Warnstufe sind Einzelhandelsunternehmern weiterhin verpflichtet, ein Hygienekonzept zu erstellen und so unter anderem die Wahrung von Mindestabständen zu gewährleisten.

Hier finden Sie Vorlagen für ein Hygienekonzept auf der Seite der IHK Nürnberg.

Eine allgemeine Beschränkung der Personenzahl je Quadratmeter der Verkaufsfläche sieht die Alarmstufe nicht vor.

Müssen sich Beschäftige im Einzelhandel täglich testen lassen?
Nein, die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg sieht auch in der Alarmstufe keine tägliche Testpflicht für Mitarbeitende vor. §18 der Landesverordnung gibt Auskunft über die allgemeinen betrieblichen Testungen. Demnach müssen Beschäftigte mit direktem Kontakt zu externen Personen, die nach § 4 Absatz 1 der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung angebotenen Tests annehmen oder anderweitige Antigen-Schnelltests zweimal pro Woche durchzuführen bzw. durchführen lassen. Die Nachweise über die Testungen sind für die Dauer von vier Wochen aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen.

Für welche Einzelhandelsbetriebe gilt die 3G-Regelung nicht?
Ausgenommen von den Beschränkungen sind Geschäfte, die der Grundversorgung dienen, sowie Märkte im Freien. Abholangebote und Lieferdienste einschließlich solcher des Online-Handels sind ebenfalls ohne Einschränkung zulässig. Das Wirtschaftsministerium hat folgende Einzelhandelsunternehmen der Grundversorgung festgelegt und somit von den Auflagen befreit:

  • Apotheken
  • Ausgabestellen der Tafeln
  • Babyfachmärkte
  • Bäckereien
  • Banken und Sparkassen
  • Baumärkte
  • Baumschulen
  • Blumenfachgeschäfte
  • Drogerien
  • Futtermittelmärkte
  • Gartenmärkte
  • Gärtnereien
  • Getränkemärkte
  • Großhandel
  • Hofläden
  • Hörakustiker
  • Konditoreien
  • Lebensmittelhandel (Supermärkte) einschließlich der Direktvermarktung (Hofläden)
  • Metzgereien
  • Mobile Verkaufsstände für landwirtschaftliche Produkte und Erzeugnisse
  • Optiker
  • Orthopädieschuhtechniker
  • Poststellen und Paketdienste
  • Reformhäuser
  • Raiffeisenmärkte
  • Reise- und Kundenzentren zum Fahrkartenverkauf im öffentlichen  Personenverkehr
  • Reinigungen
  • Sanitätshäuser
  • Stellen des Zeitschriften- und Zeitungsverkaufs
  • Supermärkte
  • Tankstellen
  • Tierbedarfsmärkte
  • Waschsalons
  • Wochenmärkte

Das gilt als Testnachweis
Wenn ein negativer Corona-Schnelltest erforderlich ist, muss dieser

  • vor Ort unter Aufsicht oder durch den Einzelhändler/Dienstleister durchgeführt werden – diese Tests sind nur für die entsprechende Einrichtung gültig,
  • im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, erfolgen,
  • von einem Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung (Corona-Teststation) vorgenommen oder überwacht werden oder
  • im Rahmen der Testung an den Schulen gemacht worden sein.
  • Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Vincent Schoch

Vincent Schoch

Existenzgründung und Unternehmensförderung
IHK-Zentrale
Position: Projektmanager
Schwerpunkte: Handel, Initiative Einpersonen- und Kleinunternehmen, Fördermittel und Finanzierung
Telefon: 07121 201-167
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