Gehaltsumfrage im Mittelstand

Im Schnitt etwas höher

Zwei Branchen verlieren, drei gewinnen an Gehalt, insgesamt gibt es aber leichte Zuwächse gegenüber dem Vorjahr: Diese Gehälter haben GmbH-Geschäftsführer/-innen im Durchschnitt.

Im Schnitt etwas höher

Die Jahresgesamtbezüge von GmbH-GeschäftsführerInnen liegen im Jahr 2023 über alle Wirtschaftszweige betrachtet im Durchschnitt bei 182.349 Euro. Gegenüber dem Vorjahr haben sie sich leicht um 0,9 Prozent erhöht. 25 Prozent der Teilnehmer verdienen mehr als 216.435 Euro. Wer mit seinen Jahresgesamtbezügen unter 163.116 Euro liegt, verdient weniger als die Hälfte seiner Kollegen oder Kolleginnen.

Die Zahlen liefert eine aktuelle Gehaltsstrukturuntersuchung „GmbH-GeschäftsführerInnen-Vergütungen 2024“ von BBE Media. Die Studie basiert auf den Gehaltsdaten von 2.421 GmbH-Geschäftsführern/ -Geschäftsführerinnen. Damit gibt sie Auskunft über die aktuellen Gehälter und Zusatzleistungen in 50 Branchen aus fünf Wirtschaftszweigen.

Betrachtet man die Branchen, ergeben sich folgende durchschnittliche Gehälter:

  • Industrie: 239.947 Euro (Vorjahr: 240.189 Euro)
  • Handwerk: 160.809 Euro (Vorjahr: 156.551 Euro)
  • Großhandel: 198.731 Euro (Vorjahr: 194.437 Euro)
  • Einzelhandel: 146.407 Euro (Vorjahr: 153.633Euro)
  • Dienstleister: 183.404 Euro (Vorjahr: 181.746 Euro)

Extra zum Gehalt
Ein Extra bei den Bezügen von GmbH-Chefs ist der Dienstwagen, in der Industrie haben knapp über 88 Prozent aller Chefinnen und Chefs ein Auto auf Kosten der Firma. Im Großhandel sind es knapp 82 Prozent, im Einzelhandel 77 Prozent, im Handwerk knapp 82 und bei den Dienstleistern über 81 Prozent.

Über 85 Prozent aller Geschäftsführer über alle Branchen hinweg haben eine Direktversicherung als Gehaltsplus. Ein 13. Gehalt erhalten im Schnitt knapp 57 Prozent aller Chefs, rund 15 Prozent bekommen eine Pensionszulage.

Die Vergütungen von GmbH-Geschäftsführern sind in Betriebsprüfungen immer wieder ein neuralgischer Punkt. Liegen sie deutlich unter dem Durchschnitt der jeweiligen Branche, ergeben sich daraus individuelle Spielräume für Gehaltsverhandlungen. Sprengen die Vergütungen hingegen den branchenüblichen Rahmen, unterstellen die Finanzverwaltungen nicht selten verdeckte Gewinnausschüttungen. Die Folge sind dann hohe Steuernachforderungen, die im Einzelfall eine GmbH ruinieren können.

Christoph Heise

Christoph Heise

Existenzgründung und Unternehmensförderung, Kommunikation,
IHK-Zentrale
Position: Stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Bereichsleiter
Schwerpunkte: Pressearbeit, Redaktion "WNA | Wirtschaft Neckar-Alb", Online-Redaktion, Koordination Interessenvertretung
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