EU-News

Für Sie zusammengestellt: Infos aus Brüssel für die unternehmerische Praxis.

August 2026

DeepTech Gründerinnen Aufgepasst! Neue Ausschreibung geöffnet für Women TechEU

Frauengeführte DeepTech Start-ups können sich derzeit für die offene Ausschreibung Women TechEU bewerben. Ausgewählte Bewerberinnen erhalten eine Förderung von 75.000 Euro (Zuschuss) und ein maßgeschneidertes Programm zur Geschäftsentwicklung mit Einzelmonitoring, Schulungen, Networking-Angeboten und Kontakten zu Investoren. Die Start-ups müssen an Lösungen für die Bewältigung von gesellschaftlichen Problemen arbeiten, die auf neuesten technologischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Am 6. August und am 12. September 2026 gibt es je einen Online-Infotag. Weitere Informationen zu aktuellen WomenTechEU Ausschreibungen

Wie die Europäische Union für ein "Level Playing Field" sorgt

In Zeiten handelspolitischer Verwerfungen muss sich die EU vor problematischen Praktiken anderer Staaten schützen. GTAI gibt einen Überblick über die relevantesten Instrumente. Mehr bei GTAI

EU-Energie- und Rohstoffplattform unterstützt Unternehmen bei der Beschaffung

Die EU-Plattform erleichtert seit 2025 europäischen Unternehmen den Einkauf von strategisch wichtigen Rohstoffen und Energieprodukten. Sie ist eines der Instrumente zur Umsetzung des Aktionsplans  ReSourceEU und vermittelt direkte Kontakte zwischen Anbietern und Abnehmern. Die EU bündelt die Nachfrage, verstärkt so die Marktmacht der Unternehmen und verbessert Europas Position auf den globalen Beschaffungsmärkten. Die Plattform deckt strategische Rohstoffe, Wasserstoff, Amoniak, Methanol und nachhaltige Flugkraftstoffe (eSAF) sowie Biomethan, Flüssigerdgas (LNG) und Erdgas ab. Weitere Infos bei GTAI

EUDR: Produktkreis und Systemregeln angepasst

Die Europäische Kommission hat zwei Rechtsakte zur weiteren Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) verabschiedet. Mit einem Delegierten Rechtsakt wird der Kreis der betroffenen Produkte angepasst: Künftig ausgenommen sind unter anderem Leder, runderneuerte Reifen, Sojabohnen zur Aussaat sowie bestimmte Kautschukartikel. Neu aufgenommen werden löslicher Kaffee, bestimmte Palmölderivate und gefrorene Rinderzungen. Zudem regele ein neuer Durchführungsrechtsakt die technischen Details des EUDR-Informationssystems. Dieses sieht vereinfachte Erklärungen für kleinst- und kleine Primärerzeuger sowie aktualisierte Schnittstellen (APIs) vor. Weitere Infos bei der DIHK  

CBAM: FAQs der EU umfassend überarbeitet

Seit Januar 2026 gilt der Echtbetrieb bei CBAM, für betroffene Importe müssen die Emissionskosten ermittelt und 2027 abgeführt werden. Da sich die Rahmenbeding- ungen stark geändert haben, war die Überarbeitung der FAQs der EU überfällig. Ende Mai 2026 sind nun die aktualisierten FAQs auf der EU-CBAM-Seite veröffentlicht worden. Umfassende Informationen zu CBAM gibt es bei der IHK Reutlingen.

Juli 2026

Frankreich: Start der EPR für industrielle und gewerbliche Verpackungen verschoben

Zum 1. Juli 2026 sollte in Frankreich der neue EPR-Bereich für industrielle und gewerbliche Verpackungen in Kraft treten. Dessen Start wurde kurzfristig verschoben. Die AHK Frankreich teilt mit, dass eine Anmeldung bei den zugelassenen Rücknahmesystemen weiterhin möglich ist. In Frankreich zugelassene Systeme Rücknahmesysteme sind CITEO Pro, Léko Pro und Twiice.  

Unternehmen, die verpackte Produkte direkt an industrielle oder gewerbliche Endkunden in Frankreich verkaufen, gelten als "Hersteller“ im Sinne des Gesetzes. In diesem Fall müssen sie einem der drei zugelassenen Rücknahmesysteme beitreten und Ihre Verkaufsverpackungen, Um- und Transportverpackungen melden. Wird hingegen über einen französischen Händler vertrieben, ist ihr französischer Händler für die Meldung der auf den Markt gebrachten Verpackungen verantwortlich. Nähere Informationen.  

Arbeitnehmerentsendung: Ein weiterer Schritt zur einheitlichen "e-Declaration“

Der Europäische Rat und das Europäische Parlament haben eine vorläufige Einigung über die Verordnung zur Erleichterung der elektronischen Meldung entsandter Arbeitnehmer erzielt. Durch die vollständige Digitalisierung der Einreichung von Entsendemeldungen soll der Verwaltungsaufwand für Unternehmen sowie für nationale Behörden verringert werden. Die Verordnung verpflichtet die EU-Kommission, eine mehrsprachige öffentliche Schnittstelle einzurichten, über die Unternehmen die Entsendung von Arbeitnehmern in verschiedene EU-Länder zentral melden können. Zunächst planen allerdings nicht alle EU-Länder die „e-Declaration“ zu nutzen. Weitere Details enthält die Pressemeldung des Europäischen Rats entnehmen. 

Vereinigtes Königreich: CBAM wird 2027 eingeführt

Das Vereinigte Königreich führt ab 1. Januar 2027 eine Emissionsabgabe auf Einfuhren ein. Vorbild für den UK CBAM ist der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU. In den Details unterscheiden sich beide Maßnahmen jedoch. Weitere Infos bei GTAI

Internationale Ausschreibungen über ZIM Programm

Es werden kleine und mittelständische Unternehmen in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern gefördert. Im Fokus stehen Entwicklung und Tests von neuartigen Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen mit erheblichen technischen Risiken. Aktuell auf der ZIM-Seite sind Ausschreibungen mit Israel (21. Juli), Schweden (13. Oktober), Taiwan (28. Oktober) und Tschechien (30. November 2026) veröffentlicht. Mit weiteren Ländern sind Förderungen geplant, u. a. mit Finnland, Österreich, Polen, Schweiz, Brasilien, Singapur und UK

38. Ausschreibung des internationalen Fördernetzwerks IraSME

Bis zum 30. September 2026 können Unternehmen sowie kooperierende Forschungseinrichtungen aus den teilnehmenden Ländern und Regionen Österreich, Flandern und Wallonien, Brasilien, Deutschland, Luxemburg, Tschechien und Türkei Anträge auf Förderung für innovative marktorientiere Forschungs- und Entwicklungsprojekte einreichen. Für deutsche Antragsteller gilt ebenso die ZIM Richtlinie

Mehr auf der IraSME-Seite

FutureProofTextiles.

Erste Ausschreibungsrunde zur Unterstützung von KMU im Textilsektor beim digitalen und ökologischen Wandel, Deadline 18. September 2026  

Ziel der Ausschreibung ist es, 40 KMU im Textilsektor dabei zu unterstützen, die "doppelte Transformation“ – die digitale Transformation und die ökologische Nachhaltigkeit – erfolgreich zu bewältigen. Neben einem Zuschuss von 50.000 Euro (Einzelförderung) bietet das Projekt umfangreiche Trainings, Beratungen und internationale Vernetzungsmöglichkeiten. Bewerben können sich KMU aus dem Textilsektor und der textilen Wertschöpfungskette. Weitere Informationen auf der Website der ECCP.  

CBAM-Rechner hilft bei Kostenschätzung

Mit den im Dezember 2025 veröffentlichten länder- und warenspezifischen Standardwerten sowie den Benchmarks lassen sich nun die CBAM-Kosten ermitteln. CBAM Rechner helfen dabei, offizielle Rechner gibt es bislang kaum. Eine einfache Bedienung bietet die englische Version der niederländischen Emissionsbehörde. Die Bedienung ist einfach, erforderlich sind lediglich die achtstellige Warennummer (CN-code), das Ursprungsland, das Jahr und das importierte Nettogewicht.

Eurostars

Das EU-Programm "Eurostars" unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in internationalen Projekten innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln wollen. Die Förderung ist technologieoffen, dient zivilen Zwecken und ist anwender- bzw. marktorientiert. Es sind mindestens zwei Projektpartner aus zwei unterschiedlichen Teilnehmerstaaten erforderlich. Für Unternehmen werden bis zu 50% der Kosten gefördert, die maximale Förderhöhe beträgt 500.000 Euro. Nächster Stichtag zur Einreichung von Projektvorschlägen ist der 10. September 2026. In einem Webinar am 8. Juli erhalten Sie wertvolle Informationen (in englisch) zum Programm. Es empfiehlt sich, vor Antragstellung mit dem Eurostars-Büro im DLR Projektträger Kontakt aufzunehmen. Eine Auswahl weiterer EU-Fördermittel gibt es bei der IHK Reutlingen

Südkorea und EU: Abkommen über digitalen Handel unterzeichnet

Um den digitalen Handel zwischen der EU und Südkorea zu erleichtern, haben beide Seiten am 10. Juni 2026 ein neues Abkommen, ein sogenanntes Digital Trade Agreement (DTA), unterzeichnet.  
Ziel ist es, den digitalen Austausch von Waren und Dienstleistungen zu erleichtern, regulatorische Hürden abzubauen und Unternehmen auf beiden Seiten mehr Rechtssicherheit zu bieten. Das Abkommen regelt zentrale Zukunftsthemen der digitalen Wirtschaft. Dazu gehören der grenzüberschreitende Datenverkehr, der Schutz personenbezogener Daten, die Anerkennung elektronischer Verträge und Authentifizierungsmethoden sowie Maßnahmen zur Stärkung der Cybersicherheit. Darüber hinaus sollen Verbraucherrechte im Online-Handel gestärkt und ungerechtfertigte Handelsbarrieren reduziert werden. Mehr Infos bei GTAI 

ELEVATEX – Förderung für grüne und digitale Innovationen im Textilsektor

Der ELEVATEX Open Call 2026 unterstützt textile KMU bei der Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen und fördert zugleich die ökologische und digitale Transformation des Textilsektors. Ziel ist es, die Marktreife zu erhöhen, Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Textilunternehmen zu stärken. Einreichen können einzelne KMU aus Europa; Konsortien sind in diesem ersten Call nicht vorgesehen. Einreichfrist: 31. Juli 2026.  

Gefördert werden 20 ausgewählte KMU mit jeweils 30.000 EUR (Pauschalförderung). Das Gesamtbudget der beiden Calls beträgt 1,98 Millionen Euro.

Die ausgewählten Projekte sollen im Herbst 2026 starten.  

Weitere Informationen unter ELEVATEX: LAUNCH OF THE FIRST CALL - Techtera 

Mai 2026

EU Inc.: Neue EU-Gesellschaftsform geplant

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag zur Einführung einer neuen EU-weit einheitlichen Rechtsform vorgelegt: die "EU Inc.“. Die neue Gesellschaftsform soll es Unternehmen erleichtern, innerhalb der EU grenzüberschreitend tätig zu sein. So soll es möglich sein, EU Inc. Unternehmen innerhalb von 48 Stunden vollständig online zu gründen und dann auch online zu verwalten. Dafür sollen die Unternehmen die europäische Business Wallet nutzen können. Weitere Details zur geplanten Rechtsform gibt es auf der Website der EU-Kommission und bei GTAI

Gibraltar: Einigung auf ein Handelsabkommen

Gibraltar ist nicht vom Handels- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich erfasst. Nach einem im Juni 2025 erzielten Grundsatzabkommen zwischen der EU und Großbritannien zur Regelung des Post-Brexit-Status von Gibraltar hat der Rat der EU nun grünes Licht gegeben. Das Abkommen soll voraussichtlich am 15. Juli 2025 vorläufig in Kraft treten. Der Warenverkehr zwischen dem britischen Überseeterritorium und der Europäischen Union (insbesondere Spanien) wird sich deutlich vereinfachen. 
Mehr auf der Website des Europäischen Rates

EDF Partner Pool - Europäische Verteidigungskooperation stärken

Unternehmen, Forschungsorganisationen und Multiplikatoren im Bereich Verteidigung, Sicherheit, Luft- und Raumfahrt sowie Dual-Use-Technologien sind eingeladen, sich auf der Plattform „EDF (European Defence Fund) Partner Pool“ des Enterprise Europe Network zu registrieren. Die Plattform unterstützt Organisationen aus den EDF-berechtigten Ländern (EU 27 + Norwegen) dabei, passende Kooperationspartner zu finden, sich zu vernetzen und von Austausch- und Qualifizierungsangeboten rund um den Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) zu profitieren. Die virtuelle Matchmaking-Plattform wird bis Ende 2027 aktiv sein und ermöglicht so die Vorbereitung von Projektvorschlägen auf längere Sicht. Hier gelangen Sie zur Registrierungsseite der Plattform: EDF Partner Pool - Platform and virtual market-place for the EDF calls 

April 2026

EU-Kommission legt CBAM-Preis fest

Am 7. April hat die EU-Kommission den CBAM-Preis mit 75,36 Euro pro Tonne festgelegt. Ab 2027 wird der Preis dann wöchentlich statt vierteljährlich festgelegt. 

CBAM: Vorschlag zur Ausdehnung des Anwendungsbereichs

Die EU-Kommission schlägt vor, CBAM auf rund 180 nachgelagerte Erzeugnisse mit hohem Stahl- und Aluminiumgehalt zu erweitern. Dazu zählen beispielsweise Maschinen, Nägel, Fahrzeugbauteile, Kabel und Drähte sowie Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke. Die Liste findet sich im Amtsblatt der EU  im Anhang I des Verordnungsentwurfs.
Weitere Infos der EU-Kommissions 

Europas Kreislaufwirtschaft wird neu geordnet

(DIHK) -Die Europäische Kommission arbeitet derzeit am "Circular Economy Act" (CEA), mit dem sie die Kreislaufwirtschaft in Europa neu ausrichten und stärken will. Ein Gesetzentwurf liegt noch nicht vor, die Wirtschaft kann ihre Praxiserfahrungen also jetzt in die Ausgestaltung einbringen. Schon heute nutzen viele Unternehmen Materialien mehrfach, sie organisieren Lieferketten effizienter und reduzieren Abfälle – nicht wegen neuer Gesetze, sondern weil Rohstoffe knapp und teuer werden. Recycling, Reparatur, Wiederverwendung und effizientere Materialflüsse sind schon heute oftmals wirtschaftlich sinnvoll. Dennoch bleiben Potenziale bislang ungenutzt. Lesen Sie den vollständigen Artikel beim DIHK 

EU plant Einführung eines verpflichtenden digitalen Produktpasses

Ein digitaler Produktpass ist ein digitaler Datensatz, der Informationen über ein Produkt, d.h. seine „Identität“ enthält. Er wird vom Hersteller, Einführer oder Händler oder von einem in ihrem Namen handelnden spezialisierten Dienstleister erstellt und online zur Verfügung gestellt.  
Die EU-Kommission führt derzeit eine Umfrage durch, um die Erwartungen in Bezug auf Kosten, technische Erfordernisse und Marktauswirkungen kleiner Unternehmen hinsichtlich der Einführung eines obligatorischen digitalen Produktpasses abzufragen.  

Verteidigungsinnovationen: EU-Kommission stellt neues AGILE-Programm vor

Die Europäische Kommission hat ein neues Programm vorgelegt, welches die Innovationsprozesse im Verteidigungsbereich beschleunigen soll.  

Das AGILE-Programm umfasst ein Budget von 115 Millionen Euro und soll disruptive Technologien wie künstliche Intelligenz, Quantentechnik oder Drohnensysteme schneller nutzbar machen und insbesondere KMU und Start-Ups den Zugang zum europäischen Markt erleichtern. Entscheidungen über Projektanträge sollen innerhalb von vier Monaten erfolgen. Zudem können Unternehmen Ausgaben berücksichtigen, die bereits drei Monate vor Ende einer Ausschreibung angefallen sind.  Ab 2027 soll das Programm einsatzbereit sein und bestehende EU-Initiativen im Verteidigungsbereich ergänzen.   

Februar 2026

Wasserstoffmechanismus der EU: Chancen für Abnehmerunternehmen

Ein zentrales Element der EU-Wasserstoffstrategie ist der H2-Mechanismus, der durch die europäische Wasserstoffbank umgesetzt wird. Der Mechanismus richtet sich an Unternehmen, die ihre Dekarbonisierungsziele vorantreiben und von Chancen im Wasserstoffsektor profitieren möchten. Bis zum 20. März 2026 können Abnehmer ihr Interesse an über 260 eingereichten Projekten (davon rund 190 in der EU) bekunden und so potenzielle Partnerschaften aufbauen. Interessierte Unternehmen sollten bis spätestens 28. Februar 2026 eine Registrierung auf der Plattform abschließen, um rechtzeitig validiert zu werden. Ab dem 31. März 2026 erhalten teilnehmende Unternehmen individualisierte Ergebnisse, die ihnen helfen, potenzielle Geschäftspartner zu identifizieren und bilaterale Verhandlungen aufzunehmen. 
Registrierung auf der Website der EU-Kommission

Außerdem gibt es ein Benutzerhandbuch für die Plattform 
sowie eine E-Mail-Adresse für die Kontaktaufnahme: EU-ENERGY-PLATFORM(at)ec.europa.eu

Global Gateway Investment Hub: Deutsche Anlaufstelle

Der Global Gateway Investment Hub ist ein Angebot der Europäischen Kommission, um privatwirtschaftliche Investitionen in Subsahara-Afrika, Asien und Lateinamerika zu unterstützen. Die Anlaufstelle in Deutschland, das Global Gateway-"Team National", wird von mehreren Ministerien und Förderinstitutionen verantwortet: dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Auswärtigen Amt (AA). Beteiligt sind außerdem weitere Akteure wie die AWE, DEG, Euler Hermes, GIZ, GTAI und KfW. Projektanträge können über die Webseite der Website von GTAI eingereicht werden.

EU-Kommission will Vernichtung unverkaufter Bekleidung und Schuhe stoppen

Die EU-Kommission hat am 9. Februar 2026 neue Maßnahmen verabschiedet, um die Vernichtung unverkaufter Kleidung, Schuhe und Modeaccessoires zu stoppen. Die neuen Vorschriften im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) greifen ab 19. Juli 2026 für große Unternehmen. Mittelständische Unternehmen müssen sich voraussichtlich ab Juli 2030 daran halten. Die ESPR verpflichtet große Unternehmen bereits jetzt zur Offenlegung von Informationen über unverkaufte Waren, die sie entsorgen. Ab 2030 gelten die Offenlegungspflichten auch für mittelständische Unternehmen.
Mehr bei der IHK Reutlingen

EU bildet Taskforce zur Stärkung der Einfuhrkontrollen von Lebensmitteln

Die Europäische Kommission hat eine Taskforce eingerichtet, um sicherzustellen, dass Einfuhren von Lebens- und Futtermitteln aus Drittländern den EU-Standards entsprechen. Sie wird sich insbesondere mit der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, Pestizidrückständen und koordinierten EU-Überwachungsmaßnahmen für bestimmte eingeführte Erzeugnisse befassen. 
Mehr zur Taskforce auf der Website der EU-Kommission

Business Wallet: EU plant digitale Identität für Unternehmen

Die EU-Kommission will mit der “European Business Wallet“ eine digitale Identität für Unternehmen einführen. Sie soll es Firmen ermöglichen, sich EU-weit digital gegenüber Behörden auszuweisen, sicher zu kommunizieren und Dokumente auszutauschen. Die Nutzung ist freiwillig, Behörden müssen die Wallet jedoch akzeptieren. Private und öffentliche Anbieter dürfen Wallets bereitstellen, müssen diese aber vorher bei einer nationalen Aufsicht (in Deutschland: BSI und BNetzA) melden. Grundlage ist die bereits existierende eIDASVerordnung, auf der auch die geplante digitale Bürger-ID basiert.
Entwurf der Verordnung zur ”European Business Wallet" im EU-Amstsblatt

Januar 2026

EU-Staaten stimmen für Mercosur-Abkommen

Die EU-Staaten haben am 9.1.2026 mehrheitlich der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zugestimmt. Damit steht das Abkommen mehr als 25 Jahre nach Beginn der Verhandlungen kurz vor dem Inkrafttreten. Die formelle schriftliche Zustimmung der Mitgliedstaaten sowie die Billigung durch das Europäische Parlament gelten als reine Formalität. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet deutliche wirtschaftliche Impulse für Europa, insbesondere für exportstarke Länder wie Deutschland. Bis 2040 könnten die EU-Exporte in die Mercosur-Region um rund 50 Milliarden Euro steigen. Mehr im Infoblatt der EU-Kommission.

Bulgarien führt den Euro ein

Bulgarien gehört seit dem 1. Januar 2026 zum Euroraum. Die Einführung des Euros stellt einen bedeutenden Meilenstein für Bulgarien dar. Für deutsche Unternehmen ergeben sich daraus neue Vorteile: Transaktionskosten und Wechselkursrisiken entfallen im Handel mit Bulgarien, der Zugang zum Binnenmarkt wird transparenter und einfacher. Gleichzeitig gewinnt Bulgarien als Stabilitäts- und Investitionsstandort der Eurozone an Bedeutung.

Südafrika: Clean Trade and Investment Partnership mit EU unterzeichnet

Am 20. November gingen Südafrika und die Europäische Union eine Clean Trade and Investment Partnership (CTIP) ein. Dies ist die erste Partnerschaft dieser Art. Die CTIP soll Handel, Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern und gleichzeitig die Dekarbonisierung in Südafrika und resiliente Lieferketten unterstützen. Des Weiteren sollen Investitionsmöglichkeiten für Unternehmen erreicht und der Zugang zu wichtigen Rohstoffen verbessert werden. Der Fokus liegt auf dem Ausbau von Stromnetzen und erneuerbaren Energien in Südafrika sowie auf eFuels, Rohstoffe und dem Clean-Tech-Bereich.

EU-Portal gibt Übersicht zur elektronischen Rechnungstellung

Die Richtlinie 2014/55/EU über die elektronische Rechnungsstellung bei öffentlichen Aufträgen (B2G) ist in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union umgesetzt, ebenso in Island, Liechtenstein und Norwegen. Ihr zufolge müssen Rechnungen an öffentliche Verwaltungen, die Leistungen bei Unternehmen beauftragen, in der Regel in einem strukturierten, elektronischen Format ausgestellt und an die Empfängerin übermittelt werden. In einigen Ländern der EU gibt es inzwischen außerdem eine Verpflichtung zur elektronischen Rechnungstellung zwischen Unternehmen (B2B). 

Das eInvoicing-Portal der EU gibt einen Überblick über die nationalen Rechtsvorschriften in Sachen elektronische Rechnungstellung sowohl im B2G als auch im B2B-Kontext und die genutzten technischen Standards

November 2025

Schweiz kehrt in EU-Forschungsprogramme zurück

Nach mehrjährigen Verhandlungen hat die Europäische Union ein Abkommen mit der Schweiz über deren Beteiligung an den Programmen Horizon Europe, Digitales Europa und Euratom Research & Training unterzeichnet. Damit erhalten Schweizer Forschende und Unternehmen wieder uneingeschränkten Zugang zu EU-Forschungs- und Innovationsprojekten – einschließlich der Möglichkeit, Konsortien zu leiten und direkte EU-Fördermittel zu beziehen. Die Vereinbarung, die rückwirkend zum 1. Januar 2025 in Kraft tritt, öffnet neue Perspektiven für grenzüberschreitende Kooperationen in Schlüsselbereichen wie Klima, Digitalisierung, moderne Produktionstechnologien, Gesundheitsinnovation und Energiesicherheit. Mehr auf der Website der Europäischen Kommission.

KMU-Umfrage zur Evaluation der Geoblocking-Verordnung

Die EU Kommission evaluiert die Geoblocking Verordnung aus dem Jahr 2018. Die Verordnung gewährleistet, dass Kunden – einschließlich Unternehmen – Waren und Dienstleistungen von Anbietern in anderen EU-Mitgliedstaaten zu denselben Bedingungen wie inländische Käufer erwerben können (Prinzip "Shop like a local“).

Dabei ist die EU Kommission besonders an Rückmeldungen von KMU interessiert, die regelmäßig Waren oder Dienstleistungen online aus anderen EU-Mitgliedstaaten beziehen. Deadline der SME-Panel Befragung ist 19. Januar 2026. (Eine öffentliche Konsultation läuft parallel dazu bis zum 29. Dezember).

Umfragen zum EU-Rechtsrahmen für Produktvorschriften

Die EU-Kommission führt derzeit zwei Umfragen im Bereich der Produktvorschriften und Produktkonformität in der EU durch. Die Ergebnisse der Umfrage zur Harmonisierung der EU-Produktvorschriften werden in die Überarbeitung des neuen Rechtsrahmens für das Inverkehrbringen von Produkten eingehen. Die Ergebnisse aus der Umfrage zu Konformität der Produkte und Marktüberwachung dienen der Überprüfung der EU-Marktüberwachungsverordnung.

EU-Lieferkettenrichtlinie: EU-Parlament einigt sich auf Vereinfachungsvorschläge

Die EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) soll vereinfacht werden und das Europäische Parlament hat dazu seine Position nun wie folgt festgelegt: Nur noch Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern und mehr als 1,5 Milliarden Euro weltweitem Nettoumsatz sollen direkt von der CSDDD betroffen sein. Sorgfaltspflichten sollen über die gesamte Wertschöpfungskette hinaus ausgeübt und nicht auf direkte Geschäftspartner beschränkt werden. Jedoch soll ein risikobasierter Ansatz verfolgt werden. Von einem spezifischen, EU-weiten Haftungsregime soll abgesehen werden.

Die Positionen von EU-Parlament, EU-Kommission und EU-Rat werden im Trilog verhandelt. Mit einer Verabschiedung der Vereinfachungsregelungen wird zum 1. oder 2. Quartal 2026 gerechnet.

Mehr bei der IHK Reutlingen

Oktober 2025

Frankreich: Webinare zur EPR

Die Auslandshandelskammer in Frankreich bietet wieder eine Webinarreihe an, um Sie auf den neuesten Stand zur Verpackungsverordnung und den aktuellen EPR-Regelungen in Frankreich zu bringen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur Liste der Webinare auf der Website der AHK Frankreich

EU funding & me

Die Europäische Kommission hat eine neue App aufgelegt, die den Zugang für Informationen zu EU-Förderprogrammen und -Ausschreibungen auf Smartphones und Tablets ermöglicht. Die App kann über die Website der EU-Kommission heruntergeladen werden. 

Belgien: Elektronische B2B-Rechnung wird Pflicht

Das e-Invoicing ist ab 2026 verpflichtend und betrifft alle in Belgien ansässigen umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, einschließlich der Tochterunternehmen ausländischer Firmen. Dies gilt auch für Zweigniederlassungen ausländischer Betriebe oder solche mit belgischer Umsatzsteuerregistrierung. Mehr bei GTAI

Global Gateway Investment Hub

Beim zweiten Global Gateway Forum hat EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen angekündigt, dass die EU-Konnektivitätsinitiative "Global Gateway" für weltweite Infrastruktur- und Verbindungsprojekte bis 2027 über 400 Milliarden Euro umfassen soll. Um private Investitionen zu fördern, wird ein "Global Gateway Investment Hub" geschaffen – eine zentrale Plattform, über die Unternehmen Investitionsvorschläge einreichen können.
Mehr bei der IHK-Organiation

August 2025

EU-Umfrage zu Zahlungsverzug: Ihre Meinung zählt

Mehr als 500 Rechnungen pro Sekunde – und viele davon werden zu spät bezahlt: Zahlungsverzüge sind in der EU ein weitverbreitetes Problem. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) leiden unter verspäteten Zahlungen, da sie oft schneller auf Einnahmen angewiesen sind. Die Folge: Liquiditätsengpässe, erschwerte Investitionen, im schlimmsten Fall sogar die Insolvenz. 
Die Europäische Kommission holt derzeit Stellungnahmen ein zu den Auswirkungen von Zahlungsverzug sowie zu Maßnahmen, um den Zahlungsverzug zu bekämpfen. Betroffene Unternehmen können noch bis zum 25. September an der Online-Umfrage teilnehmen (unter “languages” in der rechten Spalte kann die Sprache auf deutsch umgestellt werden) und ihre Sichtweise einbringen.

EU-Einreise- und -Ausreisesystem startet im Oktober 2025

Am 12. Oktober wird das neue Einreise- und Ausreisesystem der EU (EES) für Drittstaatsangehörige in Betrieb genommen, das hat die EU-Kommission bekanntgegeben. Ab diesem Tag wird das System über einen Zeitraum von sechs Monaten schrittweise eingeführt. Das digitale System soll für die Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Bürger und -Bürgerinnen, die für Kurzaufenthalte in 29 europäische Länder, einschließlich der assoziierten Schengen-Staaten, reisen, verwendet werden und das Abstempeln von Reisepässe ersetzen. Ziel ist es, zuverlässige Daten über Grenzübertritte zu erhalten, irreguläre Migration zu verhindern und das Reisen insgesamt reibungsloser und sicherer zu gestalten. Weitere Details enthält eine Pressemitteilung der EU-Kommission

Bulgarien führt den Euro ein

Ab dem 1. Januar 2026 wird der Euro offizielles Zahlungsmittel in Bulgarien und ersetzt den bulgarischen Lew zum festen Wechselkurs von 1 Euro = 1,95583 Lew. Bulgarien wird damit das 21. Mitglied der Eurozone. Mit dem Beschluss der EU-Finanzminister beginnt eine umfassende Übergangsphase. In den kommenden Monaten bereitet sich das Land intensiv auf die Währungsumstellung vor. Vorgesehen sind unter anderem eine doppelte Preisauszeichnung in Lew und Euro – ab August 2025 bis Ende 2026 – sowie die technische Anpassung von Bankautomaten, Kassensystemen und weiteren Zahlungsinfrastrukturen.

ZIM-Ausschreibung Frankreich

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt durch gemeinsame Ausschreibungen mit verschiedenen Partnern die Internationalisierungsaktivitäten deutscher KMU sowie kooperierender Forschungseinrichtungen. Derzeit ist eine gemeinsame Ausschreibung mit Frankreich geöffnet. Die Abgabefrist für Anträge endet am 3. Dezember 2025. Ein Webinar des Projektrrägers AiF am 10. September informiert über die Ausschreibung. Das Enterprise Europe Network unterstützt bei der Partnersuche. 
Weitere Informationen auf der ZIM-Website des Bundeswirtschaftsministeriums.

CBAM – Ausweitung des Warenkreises

Die CBAM-Verordnung sieht vor, dass es notwendig ist, den Anwendungsbereich von CBAM zu bewerten und gegebenenfalls eine Ausweitung des Anwendungsbereichs auf nachgelagerte Produkte vorzuschlagen. Zu dieser Ausweitung führt die EU-Kommission derzeit eine Konsultation durch. Unternehmen können hieran bis 26. August 2025 teilnehmen und eine Stellungnahme abgeben (Registrierung erforderlich). Zur Konsultation

Juli 2025

EU und Indonesien einigen sich auf Freihandelsabkommen

Die EU und Indonesien haben nach zehn Jahren Verhandlungen eine politische Einigung über ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen erzielt. Im Fokus des Abkommens stehen die Sicherung stabiler Lieferketten für kritische Rohstoffe sowie die Förderung einer nachhaltigen, umwelt- und klimafreundlichen Entwicklung. Branchen wie die Landwirtschaft, die Automobilindustrie und der Dienstleistungssektor werden vom erweiterten Marktzugang profitieren. Die Verhandlungen sollen bis September abgeschlossen werden. Weitere Infos  bei GTAI 

Rat der EU schlägt Vereinfachungen zur EU-Lieferkettenrichtlinie vor

Der Rat der EU hat sich zu diversen Vereinfachungen der Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) positioniert. Unter anderem schlägt er vor, den Anwendungsbereich auf Unternehmen mit mehr als 5000 Beschäftigte und mehr als 1,5 Mrd. Euro weltweitem Nettoumsatz zu beschränken. Die Anwendungsfrist für Unternehmen soll auf Juli 2029 verschoben werden. Die Sorgfaltspflichten sollen in der Regel auf die eigenen Tätigkeiten des Unternehmens, die seiner Tochtergesellschaften und die seiner direkten Geschäftspartner beschränkt werden. Unternehmen sollen risikobasiert vorgehen dürfen und nach Schwere und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisieren. Eine spezifische, EU-weite Haftungsregelung soll nicht eingeführt werden. Stattdessen wird auf nationale Rechtsvorschriften verwiesen. Mit dieser Position tritt der Rat nun in die Verhandlungen zur Vereinfachung der Richtlinie mit dem EU-Parlament ein. Weitere Details finden Sie auf der Internetseite des Rats der EU.

Neue EU-Plattform zur Beschaffung von Energie und Rohstoffen

Die Europäische Kommission hat eine neue digitale Plattform für Energie und Rohstoffe gestartet. Ziel der Plattform ist es, europäische Unternehmen bei der Beschaffung von strategisch wichtigen Rohstoffen sowie Energieträgern zu unterstützen. Die Bündelung der Nachfrage stärkt die Marktmacht der Unternehmen und verbessert Europas Position auf den globalen Beschaffungsmärkten. Interessierte Marktteilnehmer, d.h. Abnehmer und Anbieter, können sich ab sofort auf der Plattform registrieren und ihre Interessenbekundung einreichen. Zunächst wurde der sogenannte “Wasserstoff-Mechanismus” freigeschaltet. Dieser umfasst auch die Produktgruppen Ammoniak und Methanol. Eine erste Runde zum Abgleich von Angebot und Nachfrage ist für September geplant.

EU startet Konsultation zum Europäischen Innovationsgesetz

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zum geplanten Europäischen Innovationsgesetz ("European Innovation Act") gestartet. Noch bis zum 30. September können sich Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Investoren und weitere Interessierte über das EU-Portal "Have your Say" beteiligen. 

Das Innovationsgesetz ist ein zentrales Vorhaben der EU-Start-up- und Scale-up-Strategie. Ziel ist es, innovative Ideen schneller zur Marktreife zu bringen – durch bessere Zugänge zu Finanzierung, Talenten, Märkten und Infrastrukturen sowie durch einen innovationsfreundlicheren Rechtsrahmen im Binnenmarkt. 

Horizon Europe: EIC Pathfinder Challenges

Der Europäische Innovationsrat (European Innovation Council, EIC) unterstützt bahnbrechende Innovationen mit disruptiven Auswirkungen und internationalem Skalierungspotenzial. Pathfinder Challenges fördert Projekte, die einem der vordefinierten Themenbereiche der Pathfinder Challenges entsprechen. Gefördert werden Einzelbewerber, kleine (2 Partner) und größere Konsortien (ab mindestens 3) von verschiedenen unabhängigen Organisationen (z. B. Forschungsorganisationen, Universitäten, KMUs, Industrie). Der diesjährige Stichtag ist der 29. Oktober 2025. Die Förderung kann bis zu 4 Mio Euro und 100% der Projektkosten betragen. Weitere Informationen auf der Webseite der Nationalen Kontaktstelle (NKS)

Juni 2024

ERASMUS+: Umfrage zu Bedarf und Herausforderungen im Bereich KI

Die Fakultät NXT – Werk 150 an der Hochschule Reutlingen führt derzeit das ERASMUS + - Projekt 1stAId4SME durch. Ziel ist es, die Bedürfnisse und Herausforderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) besser zu verstehen und darauf aufbauend gezielte Unterstützungsangebote zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts führt die Hochschule Reutlingen derzeit eine kurze Umfrage durch. Sie richtet sich branchenübergreifend an Unternehmen und erfasst den aktuellen Stand, die Nutzung sowie bestehende Hürden und Weiterbildungsbedarfe rund um das Thema KI. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Entwicklung praxisnaher Trainingsformate und Tools ein, die KMU den Zugang zu KI erleichtern sollen. Zur Umfrage 

Entwaldungsverordnung: EU-Kommission veröffentlicht Länder-Benchmarking

Im Rahmen der EU-Entwaldungsverordnung hat die Europäische Kommission eine erste Benchmarking-Liste veröffentlicht, die Länder in die Risikokategorien „niedrig“, „Standard“ oder „hoch“ einstuft. Konkret berücksichtigt die Länderklassifizierung das Entwaldungsrisiko bei der Produktion der sieben Rohstoffe, die unter die Verordnung fallen: Rinder, Kakao, Kaffee, Ölpalme, Kautschuk, Soja und Holz. Nordkorea, Myanmar, Belarus und Russland wurden als Länder mit hohem Risiko eingestuft. Länder, die weder als Hoch- noch Niedrigrisiko eingestuft wurden, gelten automatisch als Standardrisiko. Auch beim Handel mit Produkten aus ‚Niedrig-‘ oder ‚Standardrisiko‘-Ländern müssen Unternehmen nachweisen, dass ihre Lieferketten frei von Entwaldung und Menschenrechtsverletzungen sind.

Nachweis Unionscharakter: PoUS statt T2L

Bei manchen innergemeinschaftlichen Lieferungen – z.B. auf die Kanarischen Inseln - muss der Unionscharakter der Ware nachgewiesen werden. Das EU-System PoUS ersetzt den Nachweis T2L/T2LF endgültig zum 1. Juli 2025. Bis zu einem Sendungswert von 15.000 Euro kann der Nachweis weiterhin auf einem Handelsdokument erfolgen (Vermerk T2L mit Unterschrift und Zollstellennummer zum Beispiel auf der Rechnung. Einzelheiten finden Sie in der Veröffentlichung des Zolls.

Weniger Hürden und attraktivere Bedingungen im EU-Binnenmarkt

Die Europäische Kommission hat eine neue Binnenmarktstrategie veröffentlicht. Ziel ist es, Hindernisse im EU-Binnenmarkt abzubauen, dem Dienstleistungssektor neuen Schwung zu verleihen, KMU stärker in ihrem Wachstum zu unterstützen, bestehende Vorschriften zu vereinfachen und die Digitalisierung zur Regel zu machen. Weitere Details zur neuen Binnenmarktstrategie finden Sie auf der Webseite der EU-Kommission

Neuer Newsletter zu EU-Projektfördermitteln

Die Europäische Kommission hat über die Plattform LinkedIn den Newsletter „Friday for Funds“ zu EU-Projektmitteln ins Leben gerufen. Ziel des Newsletters ist es, Unternehmen und andere potenzielle Projektträgern regelmäßig über aktuelle Projektausschreibungen zu informieren. Der Newsletter erscheint an jedem ersten Freitag im Monat. Sie können den Newsletter über LinkedIn abonnieren: Friday for Funds | LinkedIn

Neue Runde für FuE-Kooperationsprojekte im Rahmen des internationalen Fördernetzwerks IraSME

Mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen können bis zum 24. September 2025 im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) Anträge für ihre innovativen, marktorientierten FuE-Kooperationsprojekte einreichen. Die transnationalen Projekte sollen die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen mit hohem Markpotential beinhalten, ohne Einschränkung auf bestimmte Technologien und Branchen. Die Länder der aktuellen Ausschreibung sind Belgien (Flandern + Wallonien), Brasilien, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Tschechische Republik, Türkei. Am 2. Juli 2025 findet ein Webinar zur aktuellen Ausschreibung in englischer Sprache statt. Weitere Informationen

Clean Trade and Investment Partnerships: ein neues Tool in der EU-Handelspolitik

Die EU hat im Rahmen des „Clean Industrial Deal“ das neue Handelsinstrument „Clean Trade and Investment Partnerships“ (CTIPs) vorgestellt. Ziel ist es, eine umweltverträgliche und wettbewerbsfähige Handelspolitik zu fördern. CTIPs sind flexible, rechtlich nicht bindende Partnerschaften, die schneller verhandelt werden können und sich auf Bereiche wie Rohstoffe, Energie und Technologie konzentrieren. Für die Unternehmen in der EU bieten sich dadurch Chancen zur Erschließung neuer Märkte, beim Zugang zu Rohstoffen und bei der Diversifizierung von Lieferketten. In der Praxis werden Partnerschaften, wie zum Beispiel mit Südafrika, auf umweltfreundliche Energie, Qualifikationen und Lieferketten fokussiert.

IHK Reutlingen, Tübingen und Zollernalb
Katrin Glaser

Katrin Glaser

International & internationale Fachkräfte
IHK-Zentrale
Position: Projektmanagerin
Schwerpunkte: EU-Informationen, Enterprise Europe Network, Fördermittel EU, Länder und Märkte, Geschäftspartnersuche, Dienstleistungen im Ausland
Telefon: 07121 201-152
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