Aktuelle Länderinformationen

Belarus: Jetzt visafreier Aufenthalt von bis zu 30 Tagen möglich
(GTAI) Seit dem 27. Juli 2018 sind eine visafreie Einreise in die Republik Belarus und ein Aufenthalt von bis zu 30 Tagen für Staatsangehörige von 74 Staaten möglich. Um von dieser Regelung Gebrauch machen zu können, müssen die Einreise und die Ausreise über den Nationalen Flughafen der Hauptstadt Minsk erfol-gen. Dies gilt nicht für Transitflüge aus und nach Russland.


Brasilien: Zahlungsverhalten
São Paulo (GTAI) - Die Zahlungsmoral ist in Brasilien weiter unbefriedigend. Es empfehlen sich daher eine umfassende Bonitätsprüfung der Geschäftspartner sowie Kreditversicherungen. Grundsätzlich empfiehlt sich wegen des geringen Gläubigerschutzes eine Überprüfung der Kreditwürdigkeit brasilianischer Ge-schäftspartner. Unter den internationalen Auskunfteien bieten Coface, Euler Hermes und Dun & Bradstreet eine umfassende Bonitätsprüfung an.


Brasilien: Verhandlungspraxis kompakt

São Paulo (GTAI) - Ein grundlegender Unterschied zwischen der deutschen und brasilianischen Kultur liegt in der gesellschaftlichen Orientierung. Während es in der deutschen Leistungsgesellschaft auf Fakten und Funktionalität ankommt, orientiert sich die brasilianische Beziehungsgesellschaft an den Personen und zwischenmenschlichen Bindungen. So sind zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt statt Zeugnissen und Le-benslauf die richtigen Kontakte und eine persönliche Vermittlung ausschlaggebend. Für den Unterneh-menserfolg sind der Aufbau und die Pflege eines Kontaktnetzwerkes zu Partnern, Kunden sowie zu Ver-waltungsinstitutionen unerlässlich. Dies erfordert viel Zeit, Geduld und persönlichen Einsatz.


China: Hongkonger Firmen ziehen Fertigung ab
Hongkong (GTAI) - Schon vor rund einem Jahrzehnt setzte in China eine Verlagerung von Produktionsstät-ten ein. Da die Löhne in den reichen Küstenmetropolen immer stärker stiegen, sahen sich mehr und mehr Firmen genötigt, ihre Fabriken ins Landesinnere oder in sogenannte Billiglohnländer zu verlagern. Diesen Trend bekam auch das südchinesische Perlflussdelta - die wohl größte Industrieansiedelung der Welt - zu spüren. Die Produktion von hochwertigeren Artikeln blieb im Perlflussdeltas, das in jüngster Zeit gerne als Greater Bay Area betitelt wird. Die Fertigung von Massenprodukten wurde hingegen an preiswertere Standorte verlagert. Mancher Hersteller ging nach Südostasien. Insbesondere in Vietnam fanden viele ein neues zu Hause. Dieser Verlagerungsprozess ist seitdem stetig vorangeschritten. Durch den sich immer weiter zuspitzenden Handelskonflikt zwischen der VR China und den USA erhält er nun zusätzlichen Auftrieb. Viele Investoren verschieben bereits seit der Ankündigung, spätestens aber seit der Einführung der ersten Zölle Teile ihrer Fertigung von den chinesischen Produktionsstädten in ihre südostasiatischen Fabriken.


Dänemark erhöht Strafen für ausländische Firmen bei Nichtabgabe von RUT-Meldung
(AHK Dänemark) Dänemark geht seit Juli 2018 mit erhöhten Bußgeldern gegen Unternehmen vor, die nach Dänemark entsandte Beschäftigten nicht korrekt im Register für ausländische Dienstleister (RUT) anmel-den. Neu ist auch, dass die Geldstrafen nun täglich in Höhe von 1.500 DKK erhoben werden können. RUT ist die Abkürzung für „Registret for Udenlandske Tjenesteydere“. Ausländische Dienstleister (entsand-te Arbeitnehmer und Selbstständige), die in Dänemark Dienstleistungen erbringen, müssen im RUT ange-meldet werden. Es gibt wenige Ausnahmen, für die keine Anmeldung erforderlich ist, dazu gehören die Teilnahme an Konferenzen, konzerninterne Entsendungen oder Beratungsleistungen im Bereich Jahresab-schlüsse. Online-Portal:


Frankreich: Entsendung von Mitarbeitern
(IHK Südlicher Oberrhein) Ein Gesetz, das im September 2018 in Kraft treten soll, lockert die strengen Vor-gaben zur Meldepflicht bei der Entsendung von Arbeitnehmern nach Frankreich in bestimmten Fällen:

  • Für punktuelle Einsätze oder solche von kurzer Dauer (zum Beispiel Warenlieferungen) in und aus bestimmten Branchen sind die Anmeldung von Mitarbeitern, die Bestimmung eines gesetzlichen Vertreters sowie die Übersetzung von Unterlagen in die französische Sprache nicht mehr nötig. Die Definition der „Branchen“ und der „kurzen Dauer“ wird per Verordnung festgelegt werden.
  • Bei Einsätzen im eigenen Auftrag, das heißt ohne Dienstleistungserbringung für einen französischen Geschäftspartner (zum Beispiel bei der Teilnahme von Messen), wird weder die Vorabmeldung noch die Bestimmung des gesetzlichen Vertreters vor Ort nötig sein.

Einzelheiten, wie die Dauer der Einsätze oder die von den Erleichterungen betroffenen Tätigkeiten, sollen noch per Erlass geregelt werden. Alle Details finden Sie nach Veröffentlichung hier:


Deutsche Maschinenbauer haben gute Absatzchancen in Polen
Warschau (GTAI) - Das polnische Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2018 eine ähnliche Dynamik wie im Vorjahr erreichen und über 4,5 Prozent liegen. Im 1. Halbjahr 2018 betrug das Plus gegenüber dem glei-chen Vorjahreszeitraum rund 5 Prozent. Die Investitionen ziehen wieder an, nicht zuletzt wegen der hohen Kapazitätsauslastung, die 2017 bereits 82,4 Prozent erreichte. Es kommen vor allem importierte Maschinen und Anlagen zum Einsatz.


Türkei: Deutsche Firmen stellen sich auf schlechteres Geschäft ein
Istanbul (GTAI) - Die Währungskrise in der Türkei trifft auch deutsche Unternehmen hart. Sie beklagen sin-kende Umsätze und die große wirtschaftliche Unsicherheit vor Ort. Die türkische Wirtschaft steckt in einer Krise. Noch immer ist nicht klar, was die Regierung unternehmen möchte, um Wechselkurs und Inflation zu stabilisieren und das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. So manch ein deutsches Unternehmen, das in den vergangenen Jahren im Land investiert hat, bewertet sein Türkeigeschäft daher neu.


Ungarn: Außenhandel eilt von Rekord zu Rekord

Budapest (GTAI) - Die ungarische Wirtschaft hat von dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union (EU) im Jahr 2004 stark profitiert. Der hohe Zufluss von ausländischen Direktinvestitionen im verarbeitenden Gewerbe hat den industriellen Wandel beschleunigt und das Ausfuhrpotenzial deutlich erhöht. Zwischen 2004 und 2017 haben sich die Exporte verdoppelt. Die Importe nahmen im selben Zeitraum um rund 77 Prozent zu. Die hohen Exporte, deren Volumen deutlich über dem der Importe liegt, verschaffen Ungarn seit Jahren einen komfortablen und kontinuierlichen Handelsbilanzüberschuss.


USA: Neues Delegiertenbüro in San Francisco
(DIHK) - Die deutsche Wirtschaft stärkt ihre Präsenz an der Westküste der USA und zeigt ab sofort auch im Silicon Valley Flagge. „Unser neues Delegationsbüro in San Francisco soll dem deutschen Mittelstand die Welt von Digitalisie-rung und Vernetzung eröffnen“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben zu der Mission des Standortes. „Das Sillicon Valley steht als größtes globales Start-up-Ökosystem für wegbereitende Innovationen und neue Geschäftsmodelle.“ Die Delegation berate die Betriebe deshalb in praktischen Fragen vor Ort und sorge dafür, dass neue technologische Partnerschaften zwischen deutschen und US-Unternehmen entstünden.

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: International
Position: Bereichsleiter International
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
Telefon: 07121 201-186
Fax: 07121 201-4186
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