Aktuelle Länderinformationen

Aserbaidschan: Branchencheck

(GTAI) - Aserbaidschan startet neue Initiativen für den Ausbau des Nichtölsektors in vielen Branchen. Grund: Das Land will seine große wirtschaftliche Abhängigkeit vom Ölpreis reduzieren.Schlüsselsektoren auf dem Weg zu einer diversifizieren Wirtschaft bilden die Agrar- und Ernährungswirtschaft, die verarbeitende Indust­rie mit Fokus auf die Öl - und Gasveredlung, chemische, Baustoff- und Textilerzeugnisse, touristische und logistische Dienstleistungen sowie die Energie-, Transport- und Versorgungsinfrastruktur.

China: Baumaschinenbranche profitiert von Infrastrukturausbau

(GTAI) - Im Reich der Mitte ziehen die Verkäufe von Baumaschinen wieder an. Im Vergleich zur Vorjahres­periode setzte die Branche im 1. Halbjahr 2020 mit umgerechnet fast 55 Milliarden US-Dollar (US$) ganze 14,4 Prozent mehr um. Die China Construction Machinery Association führt diese positive Entwicklung auf staatliche Infrastrukturmaßnahmen zurück, mit deren Hilfe Beijing versucht, die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise abzufedern.

Japan: Pharmasektor entwickelt sich robust

(GTAI) - Japans Pharmaindustrie gehört zu den Branchen, die gegenüber der Covid-19-Pandemie zwar nicht immun sind, jedoch von ihr relativ gering negativ beeinträchtigt werden. Laut Brancheninformationsdienst IQVIA soll der Umsatz in Yen im Fiskaljahr 2020 (1. April bis 31. März) krisenbedingt um 2 bis 3 Prozent niedriger ausfallen als bislang vorhergesagt.

Kanada: Kanadier kaufen mehr Elektroautos und hoffen auf stete Förderung

(GTAI) - Seitdem Kanada Kaufanreize für Fahrzeuge mit batterieelektrischen und Plug-in-Hybrid-Antrieben einführte, steigt deren Absatz stetig. Allein die Coronakrise führte zu einem ersten Nachfragerückgang im 2. Quartal 2020, von dem allerdings alle Kfz-Typen betroffen waren. Nach Angaben des Verkehrsministeriums stieg der Verkauf von Zero Emission Vehicles (ZEV) 2019 um 50 Prozent zum Vorjahr. Damit machten ZEV 2019 drei Prozent aller Pkw-Verkäufe aus. Im 1. Quartal 2020 stieg diese Quote auf knapp 4 Prozent, dann kam der Coronaeinbruch im 2. Quartal, der den Absatz von ZEV halbierte. Dennoch ist der Absatztrend insgesamt positiv und die Annahme von E-Autos in der kanadischen Bevölkerung festigt sich.

Russland: Ausbau des Nördlichen Seewegs zur Handelsroute

(GTAI) - Die Entwicklung des Nördlichen Seewegs (Nordostpassage) als Handelsroute und Logistik-Hub zwischen Europa und Asien ist ein zentraler Bestandteil des „Plans zur Erschließung der Arktis“ der russi­schen Regierung. Bis 2035 sollen entlang der Route neue Verkehrswege, Umschlagterminals, Energieanla­gen und Kommunikationsinfrastruktur entstehen. Das Potenzial des Megaprojekts ist groß: Durch den glo­balen Klimawandel könnte der Wasserweg entlang der russischen Nordmeerküste bis 2050 vollständig eis­frei werden. Entsprechend hoch sind die Erwartungen: Bis 2024 sollen bis zu 80 Millionen Tonnen Fracht auf dem Nördlichen Seeweg transportiert werden.

Russland: Rechtssichere Vertragsgestaltung

Trotz der politischen Uneinigkeiten bleibt Russland ein strategischer Markt für deutsche Unternehmen. Aller­dings verändert sich gegenwärtig das Umfeld erheblich. Einerseits setzt Russland mit der Lokalisierungspo­litik auf Protektionismus, andererseits verbessern sich die organisatorischen Rahmenbedingungen. Grund­lage des Russlandgeschäfts sind Verträge. Ihrer korrekten rechtlichen Gestaltung unter Berücksichtigung der steuerlichen Implikationen kommt entscheidende Bedeutung zu. Dabei sind Fallstricke zu vermeiden. In einem kurzen Video erläutert Prof. Rainer Wedde von der Kanzlei Beiten Burkhardt wichtige Punkte, die bei der Vertragsgestaltung zu beachten sind.

Ungarn: Wirtschaft wächst weiter stark

(GTAI) - Das ungarische Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm 2019 um real 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und erreichte ein Volumen von umgerechnet 143,8 Milliarden Euro. Das gab das Statistikamt KSH in einer zweiten Schätzung bekannt. Das Wachstum war damit nur wenig geringer als im Vorjahr (5,1 Prozent) und deutlich höher als in den ohnehin guten Jahren 2015 bis 2017, als das BIP-Plus auf 3,8, 2,2 und 4,3 Prozent betragen hatte.

USA: US-Markt für Klimatechnik expandiert

(GTAI) - Der Grund für die verbesserte Absatzlage bei Kühl-, Heiz- und Klimatechnik ist die wiederanziehende Wohnungsbaukonjunktur. Die Umsätze bei sämtlichen Materialien und technischen Ausrüstungen zum Bau von Eigenheimen bewegen sich inzwischen wieder auf einem stabil hohen Niveau - die Coronakrise scheint zumindest im Wohnungsbau überwunden. Im Fall von Klimaanlagen, Wärmepumpen sowie Heizkesseln mit und ohne Heißluftgebläse lagen die Absätze in den ersten sieben Monaten 2020 sogar über dem Vorjahresniveau

Bulgarien: Lohn- und Lohnnebenkosten

(GTAI) – Im Zuge der Covid-19-Pandemie stieg die Arbeitslosenrate von 4,2 auf 7.0 Prozent (2020). Viele bulgarische Arbeitnehmer im Ausland sind in die Heimat zurückgekehrt. Den größten Verlust von Arbeitsplätzen gab es wegen Einschränkungen und Schließungen im Dienstleistungssektor. Laut Prognose der Europäischen Kommission wird die Arbeitslosenquote 2021 voraussichtlich auf 5,8 Prozent abnehmen. Am stärksten von der Beschäftigungskrise betroffen sind die Wirtschaftsbereiche Tourismus, Transport, Handel und in manchen Sparten auch Produktionsbetriebe. Andererseits steigt die Nachfrage nach Kurierdiensten und Kurzarbeit. Die IT-Branche gilt zudem nicht nur als krisenresistent, sondern als Gewinner.

China: Betrug bei Bestellung von elektronischen Bauteilen

(AHK) Die AHK Greater China warnt vor der Bestellung von elektronischen Bauteilen über chinesische Onlineshops, da in letzter Zeit wiederkehrend eine Betrugsmasche gemeldet wurde. Oft handele es sich um Bauteile, die regulär während der Pandemie weltweit schwer oder gar nicht zu liefern sind, auf der entsprechenden Website aber zum Kauf angeboten werden und vermeintlich vorrätig sind. Nach einer Bestellung durch deutsche Unternehmen liefern die Händler die bezahlte Ware nicht und sind nicht erreichbar. Eine Rechtsverfolgung ist angesichts der Auftragshöhe und der ggf. anfallenden Anwalts- und Gerichtskosten wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die Händler verfügen über äußerst seriös wirkende und detailliert gestaltete Internetauftritte.

China: Mögliche Cyberspionage mittels der Schadsoftware GOLDENSPY

(Lfvbw) Der Cyberabwehr des Verfassungsschutzverbundes sowie des Bundeskriminalamtes (BKA) liegen Erkenntnisse vor, dass deutsche Unternehmen mit Sitz in China möglicherweise mittels der Schadsoftware GOLDENSPY ausgespäht werden. Ausländische Unternehmen, die in China aktiv sind, sind verpflichtet eine Steuersoftware zu installieren, um automatisiert und softwaregestützt Steuerabgaben an das zuständige Finanzamt abzuführen sowie Finanztransaktionen abzuwickeln.

Dabei soll es sich um die legitime chinesische Steuersoftware INTELLIGENT TAX (auch GOLDENTAX genannt) handeln. Durch die Installation dieser legitimen Software soll jedoch eine Spionagesoftware mit dem Namen GOLDENSPY nachgeladen werden, durch die Dritte Zugriff auf die Netzwerke der betroffenen Unternehmen erlangen. Bei Hinweisen auf eine Infektion bzw. verdächtiges Systemverhalten sollten die erprobten Pläne für Incident Response ausgeführt werden, um das Ausmaß einer etwaigen Kompromittierung zu erfassen, einzudämmen und effektiv begegnen zu können.

Dänemark: Exportzahlen stabil

(AHK) Die Warenexporte dänischer Unternehmen sind im ersten Halbjahr 2020 um gerade mal ein Prozent gegenüber 2019 zurückgegangen. Der Vergleichswert für Deutschland liegt bei –13 Prozent. Der Grund für den guten dänischen Wert liegt in der Struktur der Warenexporte. Diabetes-Medikamente, Windturbinen und Schweinebauch sind auch in Krisenzeiten gefragt. Hinter den insgesamt stabilen Zahlen beim Warenexport verbergen sich Verschiebungen. Während die Exporte dänischer Unternehmen in Länder außerhalb der EU zugelegt haben, sind sie gegenüber EU-Ländern gesunken. Gegenüber Deutschland steht ein Minus von 15 Prozent in den Statistiken.

Indonesien: Marktchancen in Automobil- und Kfz-Teile-Produktion

(GTAI) - Mehr als 95 Prozent des indonesische Automobilmarktes wird von japanischen Marken abgedeckt, mit Toyota als Marktführer. Nippons Hersteller haben vor Ort ihre eigenen Zuliefernetzwerke. Die Montage, die vor allem in Fabriken in Westjava - am Rande des Großraums Jakarta - stattfindet, leisten aber mehrheitlich einheimische Partner, allen voran Astra.

Iran: Deutsch-Iranischer Handel um 24 Prozent gestiegen

(AHK) Trotz der Corona-Pandemie und seiner negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und den Welthandel hat der Handel zwischen Iran und Deutschland in den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 24 Prozent zugenommen. Die deutschen Exporte in den Iran beliefen sich von Januar bis Mai dieses Jahres auf fast 700 Millionen Euro, ein Wachstum von 29 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Seit Beginn der US-Sanktionen besteht der größte Teil des Handels zwischen Iran und Deutschland in der Kategorie „Lebende Tiere und Nahrungsmittel“.

Russland: Warenaustausch wandelt sich geographisch und strukturell

(GTAI) - Erhebliche Auswirkungen auf den Warenverkehr im laufenden Jahr 2020 hat die Corona-Pandemie. Der dramatische Ölpreisverfall zu Jahresbeginn, die global gesunkene Nachfrage nach Energieträgern und der milde Winter 2019/20 lassen die Exporterlöse abschmelzen. Zwischen Januar bis Mai 2020 sind die Exporte laut Zollstatistik um 22 Prozent gesunken, die Importe nur um 7 Prozent. Positiv wirkt sich der rasant gestiegene Goldpreis aus: Im 2. Quartal 2020 erzielte Russland laut Zentralbank höhere Exporterlöse mit dem Edelmetall als mit Erdgas. China ist seit 2010 Russlands wichtigster Handelspartner. Im Jahr 2019 wurden 16,6 Prozent des Warenverkehrs mit dem Reich der Mitte abgewickelt. Die Coronakrise beschleunigt diesen Trend: In den ersten fünf Monaten 2020 lag Chinas Anteil bereits bei 17,8 Prozent. Deutschland, das viele Jahre Russlands größter Handelspartner war, liegt jetzt auf Platz 2. Dahinter folgen die Niederlande, die als Umschlagplatz für russische Rohstofflieferungen (Hafen Rotterdam) eine wichtige Rolle spielen.

Südkorea: Deutschland wird zum viertwichtigsten Lieferland

(GTAI) - Südkoreas Exporte sinken in der Coronaviruspandemie im 1. Halbjahr 2020 um 11,3 Prozent auf 240,6 Milliarden US-Dollar (US$). Zumindest für die ersten fünf Monate von 2020 war das etwas besser als die Entwicklung des gesamten Welthandels. In erster Linie hat Südkorea dies seiner Stärke in der Elektronikindustrie und der Tatsache zu verdanken, dass es weder einen Shut- noch einen Lockdown im Lande gab und die Produktion nie stillstand.

Während sich der Außenhandel im 1. Quartal, als vor allem China betroffen war, noch sehr gut hielt, brachen die Exporte und in deren Folge auch die Importe im April und im Mai wegen Shut- und Lockdowns in wichtigen Abnehmermärkten in Nordamerika, Europa und Südostasien ein. Mit den Öffnungen etwa in Europa und in den USA wurden die Rückgänge wieder kleiner. Notleidend waren im Juni 2020 vor allem noch die Exporte nach Indien (-54 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres) und Mexiko (-45 Prozent).

EU/USA: Ausnahmen von der Einreisesperre / Montageeinsätze mit Sondergenehmigung
Am 20.07.2020 haben die US-Botschaften und Konsulate in Deutschland die Bearbeitung bestimmter Geschäftsvisa wieder aufgenommen, für die Ausnahmen von der allgemeinen Einreisesperre bis 31.12.2020 eingeräumt werden (National Interest Exception "NIE"). Technische Experten für Maschinen und Ausrüstun­gen müssen bis zum 31.12.2020 eine Einreisegenehmigung beantragen bei dem für sie zuständigen US-Konsulat. Details zu diesem Prozess finden Sie auf der Homepage der US Botschaft. Mehr.

Schweden: Wichtige Änderungen im Entsendungsgesetz ab 30.07.2020‎
Um das schwedische Entsendungsgesetz an die EU-Entsenderichtlinie 2018/957 anzupassen, treten am 30. Juli 2020 einige Änderungen in Kraft. Zunächst müssen ab diesem Zeitpunkt alle Entsendungen bereits ab dem ersten Tag der Entsendung bei der zuständigen Behörde registriert werden. Dies gilt unab­hängig von der Dauer der Entsendung; bisher mussten Entsendungen, die nicht länger als fünf Tage dauer­ten, nicht gemeldet werden. Bei Nichteinhaltung drohen dem entsendenden Arbeitgeber Bußgelder. Mehr.

Pandemie-Hilfe für Äthiopien: Medizinische Ausrüstung gesucht
Die Versorgung mit Schutzausrüstung für die afrikanische Bevölkerung ist knapp. Die äthiopische Regierung sucht nach verschiedenen Produkten, die in der Corona-Pandemie von großer Bedeutung sind. Hierzu gehören Atemschutzmasken, Beatmungsgeräte, Covid19-Testkits, Infrarot-Fieberthermometer, Ultraschallgeräte, Dialysegeräte, Blutdruckmessgeräte und anderes. Die IHK Reutlingen hat ein entsprechendes Spendengesuch von der äthiopischen Botschaft in Berlin erhalten.

Sie produzieren entsprechende Schutzausrüstung und können helfen? Wir freuen uns über Ihre Nachricht an Frau Simone Iltgen, ez-scout(at)reutlingen.ihk.de
Hintergrund
Die IHK Reutlingen unterstützt die Amhara Region Chamber of Commerce and Sectoral Associations (ARCCSA) in Bahir Dar, Äthiopien. Die Kooperation zwischen der Amhara Region und Reutlingen wird im Rahmen des Kammer- und Verbandspartnerschaftsprogramms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Eng eingebunden sind zudem die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Sequa, die weltweit tätige Entwicklungsorganisation der deutschen Wirtschaft.

Martin Fahling

Martin Fahling

International
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiter International
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
Telefon: 07121 201-186
Fax: 07121 201-4186
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