Aktuelle Länderinformationen

China: Corona und Ukraine-Krieg würgen Wirtschaftswachstum ab

(Gtai) Seit Monaten kämpft China gegen immer wieder auftretende Covid-19-Ausbrüche. Die in der Folge überall im Land ergriffenen massiven Lockdowns haben das Potenzial, den ohnehin bereits stotternden Wirtschaftsaufschwung aus dem Vorjahr abzuwürgen. Deutsche Unternehmen schlagen Alarm und fordern mehr Unterstützung von der Regierung vor Ort. Noch sind vor allem vorgelagerte Lieferketten unterbrochen oder stark beeinträchtigt, während die Hersteller von Endprodukten mit unterbrochenen Vertriebswegen kämpfen. Gleichzeitig sorgt nicht zuletzt die Haltung Chinas im Ukrainekrieg in deutschen Unternehmenszentralen für eine steigende Skepsis gegenüber dem Land.

Bangladesch: Handel legt kräftig zu

(Gtai) Bangladeschs Wirtschaft konnte sich auch in der Coronapandemie behaupten. Zwar legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 krisenbedingt nur um real 3,4 Prozent zu. Ersten Schätzungen der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) zufolge dürfte die Wirtschaftsleistung 2021 aber bereits wieder um 6,9 Prozent gewachsen sein. Für das laufende Jahr wird ein ähnliches Ergebnis erwartet. Bei den Exporten konnte das südasiatische Land nach einem Rückgang im Finanzjahr 2019/2020 (1. Juli bis 30. Juni) um 17 Prozent auf 33,7 Milliarden US-Dollar (US$) das Ruder in der Folgeperiode wieder herumreißen. Die Ausfuhren legten um 15 Prozent auf 38,8 Milliarden US$ zu, so die Daten des Export Promotion Bureau.

Iran: Exporte nach Deutschland erreichen höchsten Wert seit zwei Jahren

(AHK Iran) Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg das Handelsvolumen zwischen Iran und Deutschland im Februar 2022 um 8,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei ein erheblicher Teil dieses Anstiegs auf das Wachstum der Exporte aus Iran zurückzuführen ist. Der Handel zwischen dem Iran und Deutschland erreichte im zweiten Monat des Jahres 2022 182,9 Millionen Euro, ein Anstieg von fast 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Polen: Partner in Mittelosteuropa

(Gtai) Das polnische Bruttoinlandsprodukt wächst schneller als der EU-Durchschnitt. Mittlerweile ist Polen auf den fünften Platz der größten Handelspartner Deutschlands vorgerückt. 2021 erreichte der Handelsumsatz beider Nachbarn den historischen Höchststand von 147 Milliarden Euro. Doch es gibt Herausforderungen. Nach Russlands Angriff auf die Ukraine überdenkt die polnische Regierung ihre Energiestrategie. Gleichzeitig verzögert sich die Auszahlung wichtiger EU-Gelder. Polen bleibt ein vielversprechender, aber auch anspruchsvoller Markt. Das GTAI-Fact Sheet informiert über die wichtigsten Chancen und Risiken.

Martin Fahling

Martin Fahling

International
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiter
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
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