Aktuelle Länderinformationen

Georgien: kleiner, aber sehr liberaler Markt
(Gtai) Die kleine südkaukasische Republik Georgien punktet mit einem liberalen Geschäftsumfeld und somit guten Bedingungen für Handel und Kooperation. Internationale Geber begleiten mit Krediten die Modernisie­rung und den Ausbau des Straßennetzes, der Energieversorgung sowie der Wasser-, Abwasser-, Bewässe­rungs- und Abfallwirtschaft. Andere wichtige Anlagesektoren sind die Ernährungswirtschaft, das touristische Gewerbe, die Logistikbranche und die Bauindustrie.

Russland: Marktchancen Kfz- und Kfz-Teile-Produktion
(Gtai) Die Herstellung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (LCV) wird 2021 in etwa den Vorjahreswert erreichen, schätzt das Industrieministerium. Im Jahr 2020 sank die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf etwa 1,3 Millionen Fahrzeuge. Hauptgrund war die Coronapandemie, die die Lieferung von Bauteilen beeinträchtigte und während des Lockdowns zu einem teilweisen Fertigungsstopp führte. Da die Lieferkettenproblematik relativ schnell gelöst werden konnte, dürfte die Pandemie 2021 für keine größeren Produktionsausfälle mehr sorgen.

Südkorea: Arzneimittel und Biopharmazeutika
(Gtai) Weltweit eine der zwölf größten Volkswirtschaften und siebtgrößter Exporteur von Waren, drittgrößter Importeur von Arzneimitteln in Asien - hätten Sie auf Südkorea getippt?
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Usbekistan: Automobilindustrie steht vor einem Umbruch
(Gtai) Die usbekische Automobilbranche wird neu aufgestellt, um in Zukunft effektiver zu arbeiten. Zahlreiche Firmen kooperieren mit ausländischen Fahrzeugbauern und Investoren, um Kfz-Montagelinien auf- und aus­zubauen. Die Investitionen in die Kfz- und Zulieferindustrie summieren sich auf mehr als 1 Milliarde US-Dollar (US$).

USA: Grundlagen der Produkthaftung
(Gtai) Die USA gehören zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands und das Thema Produkthaftung (product liability) ist ständig präsent. In den deutschen Medien ist in der jüngeren Vergangenheit immer wie­der über die überzogenen Schadensersatzsummen aus geringem Anlass im Rahmen von US-Produkthaftungsprozessen berichtet worden. Die Gtai bietet einen ersten Überblick über die Produkthaftung in den USA, der das Thema einfach und verständlich näherbringt.

Bulgarien: Erhöhtes Risiko für Zahlungsausfälle
(Gtai) Bulgariens Unternehmer kämpfen mit Liquiditätsengpässen und verschieben darum fällige Zahlungs­aufforderungen. Knapp die Hälfte (49%) der Unternehmen im Land warteten 2020 auf verspätete Zahlungen, heißt es im Bericht über das Zahlungsverhalten in 29 europäischen Ländern von Intrum. Mehr als die Hälfte der bulgarischen Unternehmen (52%) konnte durch aufgeschobene Zahlungsfristen keine Gehälter an die Mitarbeiter auszahlen.

China: Deutsche Wirtschaft zeigt sich optimistisch
(AHK) Die in China aktiven deutschen Unternehmen haben hohe Erwartungen an die Wirtschaftsentwicklung im Reich der Mitte und an dessen Investitionsabkommen mit der EU: Zu diesem Ergebnis kommt die Deut­sche Handelskammer in China (AHK) in ihrer jährlichen Geschäftsklima-Umfrage.

Als Schlüsselthemen des EU-China-Abkommens CAI nennen die von der AHK und von der Beratungsge­sellschaft KPMG Deutschland befragten Mitgliedsunternehmen der Handelskammer einen verbesserten Marktzugang (40 Prozent) sowie die Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer in China (39 Prozent). Gleich­zeitig werden weitere Öffnungsschritte registriert: Am formalen Marktzugang scheitern nach eigenen Anga­ben 30 Prozent weniger Unternehmen als im Vorjahr.

Kanada: Marktchancen Automobil- und Kfz-Teile-Produktion
(Gtai) - Die Produktion von klassischen Verbrennern sinkt und OEM in Kanada rüsten langsam auf Elektro­fahrzeuge um. Unternehmen aus der Kfz-Teile-Industrie bauen auf autonomes Fahren und Connected-Car-Technologien. Diese Anwendungen werden unabhängig vom Antrieb des Autos die Zukunft bilden und im nordamerikanischen Markt gebraucht. Ein neues Exzellenzzentrum für Cybersicherheit in selbstfahrenden Autos, angesiedelt in der Universität Windsor, wird das erste seiner Art in Kanada sein.

Russland: Kaliningrad wirbt mit Logistik und Standortprämien um Investoren
(Gtai) Dank vieler Zoll- und Steuervorteile ist Kaliningrad ein interessanter Wirtschaftsstandort. Viele auslän­dische Unternehmen nutzen die Region als Sprungbrett ins Russlandgeschäft. Nach Jahren der wirtschaftli­chen Flaute beabsichtigt Kaliningrad, zu den dynamischen Regionen Russlands aufzuschließen. Es erzielt Erfolge bei der Gewinnung von Arbeitskräften aus dem Kernland und anderen GUS-Republiken.

USA: Covid-19-Auswirkungen auf internationale Lieferketten
(Gtai) Ihre Logistikketten und womöglich gar Produktionsstandorte hinterfragen Unternehmen seit Krisen­ausbruch. Für neue Lösungen werden womöglich nicht vorrangig Kosten ausschlaggebend sein. Viele Un­ternehmen wollen ihre Sicherheitsbestände in den USA deutlich ausbauen: auf vier bis acht Wochen. Solche, die mit starken Nachfrageschwankungen zu kämpfen haben, suchen nach Möglichkeiten, Lagerraum mit anderen Kunden zu teilen, um dadurch Kosten zu reduzieren. Neue Lagerkapazitäten wollen die Unterneh­men vor allem näher bei ihren Kunden aufbauen. Große Zentrallager weit außerhalb städtischer Gebiete stehen weniger im Fokus. Bei größeren Unternehmen wäre vorstellbar, dass sie die Produktion von Elektro­nik- und Kfz-Teilen künftig verstärkt in Länder wie Mexiko und Brasilien verlagern, je nachdem ob die End­märkte in Nord- oder Südamerika liegen.

China: Europäische Handelskammer warnt vor Decoupling-Folgen
(Gtai) - In der Mitte Januar 2021 veröffentlichten Decoupling-Studie der European Chamber of Commerce in China (EUCCC) in Zusammenarbeit mit dem Mercator Institute for China Studies (Merics) werden die Aus­wirkungen von Decoupling auf europäische Firmen und ihr Chinageschäft untersucht - und zwar in den Be­reichen Makroökonomie, Handel, Innovation und Digitalisierung. Dabei steht Decoupling für die Entkopplung von und durch China.

China und die USA verfolgen die wirtschaftliche Entkopplung voneinander mit unterschiedlichen Maßnah­men. Während die USA chinesische Technologie aus ihren Lieferketten ausschließen wollen, baue China mithilfe staatlicher Förderung nationale Champions für ein eigenes Ökosystem auf - mit einheimischer, über den gesamten Markt hinweg integrierter Technologie. Zudem verfolge China seit Jahren größere Unabhän­gigkeit bei kritischen Technologien und die eigene Dominanz in Industrien mit hoher Wertschöpfung.

Japan: Marktentwicklungen und -trends
(Gtai) - Der japanische Gesundheitssektor setzt auf moderne und effiziente Medizintechnik. Mit einem Markt­volumen von circa 26,4 Milliarden US-Dollar (US$) im Jahr 2018 gehört Japan zu den drei größten Märkten weltweit. Unter normalen Umständen sind diagnostische Geräte einer der wichtigsten Treiber des Marktes. Aufgrund der Coronakrise haben sich 2020 Beatmungsgeräte zu einem schnell wachsenden Segment ent­wickelt. Die Versorgung hängt zum überwiegenden Teil von Importen aus den USA und Deutschland ab. Die Lieferchancen deutscher Produkte sind gut. Bei Schutzkleidung, Masken und einfacher Medizintechnik ist China der Hauptlieferant - eine Abhängigkeit, die Japan reduzieren will. Die größte Herausforderung im ja­panischen Gesundheitswesen ist der Personalmangel. Daher will sich Japan die Vorteile neuer Technologien wie Big-Data-Analyse, künstliche Intelligenz (KI) und Robotik zunutze machen. Die Regierung hat dazu im November 2018 einen entsprechenden Entwicklungsplan verabschiedet (Advanced Diagnosis and Treat­ment System by AI Hospital). Eine Testphase für KI-Anwendungen in Schlüsselkrankenhäusern läuft bis 2022.

Russland: Wasserstoff kann neue Brücke nach Deutschland schlagen
(Gtai) - Russland will zu einem Schlüsselakteur auf dem Weltmarkt für Wasserstoff werden und orientiert sich dabei stark an Deutschland. Das eröffnet Chancen für deutsche Technologieanbieter. Ob diese Ziele auch umgesetzt werden können, hängt in erster Linie vom Markt ab. Deutschland wird die Nachfrage nach „grünem“ Wasserstoff aus eigener Produktion erst mittelfristig decken können. Bis dahin werden die Bun­desrepublik und die EU auf große Importmengen von Wasserstoff oder dessen Ausgangsstoffen angewiesen bleiben. Für den Transport könnte unter anderem das bestehende Gaspipelinenetz zwischen Russland und Europa genutzt werden. Parallel müsste ein EU-weites flächendeckendes Pipelinenetz nur für Wasserstoff aufgebaut werden.

USA: Neue Chancen für die transatlantische Zusammenarbeit
(Gtai) - Deutsche Unternehmen erhoffen sich unter dem neu gewählten Präsidenten Joe Biden vor allem eine Wiederbelebung der transatlantischen Beziehungen - und berechenbare Verhältnisse im US-Geschäft. Für einige Branchen dürften bei einer neuausgerichteten Umweltpolitik die Absatzchancen deutlich zuneh­men, etwa in den Bereichen Nachhaltiges Bauen und Elektromobilität.

Für andere Industriezweige wiederum bleibt das US-Geschäft schwierig, wie für die Stahl- und Alumini­umbranche. Trotz der knappen Senatsmehrheit der Demokraten wird Biden einige zentrale Gesetzesvorha­ben kaum wie geplant umsetzen können, da es im Senat auch Unabhängige gibt und der linke Parteiflügel auf noch radikalere Reformen drängen könnte. Wir zeigen, worauf sich deutsche Unternehmen für die kom­menden Jahre einstellen sollten.

China: Einbindung Russlands in die digitale Seidenstraße
(Gtai) Derzeit laufen etwa 40 Prozent des Datenverkehrs von China nach Europa durch den Pazifik, die Vereinigten Staaten und den Atlantik. Das geplante Glasfaserkabel entlang der russischen Nordmeerküste würde China strategisch unabhängiger von den USA machen. Zudem ist die Strecke durch die Arktis um bis zu 2.000 Kilometer kürzer als bestehende Kabel durch die Straße von Malakka und den Suezkanal. Das würde die Geschwindigkeit des Datentransfers erhöhen.

Kanada: Erwartungen für die kanadische Konjunktur wieder verhaltener
(Gtai) Kanada durchläuft die schwerste Rezession der letzten Jahrzehnte. Am härtesten getroffen von den Einschränkungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten sind die etwa zwei Millionen Arbeits­kräfte aus dem Einzelhandel, dem Hotel- und Gastronomiegeschäft sowie aus dem Logistik- und Touris­mussektor. Die seit Mai begonnene Rückkehr zur Normalität hat mit dem Einsetzen der zweiten Welle im Oktober ein Ende gefunden. Neu verhängte, regionale Lockdowns bringen den erhofften Konjunkturauf­schwung für das letzte Quartal 2020 und das 1. Quartal 2021 in Gefahr.

Russland: Sanktionen kosten 5,45 Milliarden Euro pro Jahr
(IHK Düsseldorf) Die Russland-Sanktionen kosten die deutsche Wirtschaft jedes Jahr 5,45 Milliarden Euro an BIP-Wachstum. Für die Europäische Union summieren sich die Kosten auf 21 Milliarden Euro. Dies ist das Ergebnis einer Studie zu den Russland-Sanktionen auf den Punkt, die die IHK Düsseldorf gemeinsam mit weiteren bundesdeutschen IHKs und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer beim Ifo-Institut in Auftrag gegeben hat.

Eine im Rahmen der Studie durchgeführte Unternehmensbefragung hat darüber hinaus gezeigt, dass im verarbeitenden Gewerbe der Maschinenbau sowie die Kfz- und Chemie-Industrie am häufigsten von den Russland-Sanktionen beeinträchtigt sind. Als belastend werde vor allem der erhöhte bürokratische Aufwand empfunden, den die Sanktionen verursachten.

Martin Fahling

Martin Fahling

International
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiter
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
Telefon: 07121 201-186
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