Aktuelle Länderinformationen

China: Marktüberwachung 

Shanghai (GTAI) - In China müssen sich Unternehmen auf ein neues Marktüberwachungssystem einstellen. Ausdruck dafür ist die im März 2018 entstandene „Superbehörde“ für Marktüberwachung. Sie bündelt bislang auf verschiedenste Institutionen verteilte Zuständigkeiten, darunter auch die Lebens- und Arzneimittel-überwachung. Branchenkenner gehen von einer schwierigen Übergangsphase und von längeren Bearbei-tungszeiten zumindest innerhalb eines Jahres aus. Künftig stehen die Firmen stärker in der Verantwortung.

Frankreich: Kaufanreize für Elektroautos bis 2022

Paris (GTAI) - Die französische Regierung hat am 22. Mai 2018 ein Übereinkommen mit der im Land ansäs-sigen Automobilindustrie geschlossen. Danach soll der Absatz reiner Elektroautos bis Ende 2022 das Fünffache des Niveaus von 2017 erreichen. Dazu hat die Regierung zugesagt, bis 2022 Kaufanreize zu schaffen und den Aufbau von Ladesäulen stärker zu unterstützen. Während Frankreich im europäischen Vergleich bereits großzügige Kaufanreize von bis zu 6.000 Euro für reine Elektroautos gewährt, besteht Nachholbedarf bei der Förderung des Ladesäulenaufbaus.

Japan: Gute Aussichten für deutsche Japan-Geschäfte

(AHK Tokyo) Laut der neuen Geschäftsklima-Umfrage der AHK Japan unter 400 Unternehmen erwarten 71 Prozent der Manager (Vorjahr: 58 Prozent) für die nächsten sechs Monate verbesserte Geschäftsaktivitäten. Auf Sicht von zwölf Monaten sind sogar 73 Prozent (Vorjahr: 69 Prozent) zuversichtlich gestimmt. Die Umfrage der AHK Japan belegt auch die Gründe für eine deutsche Präsenz im japanischen Markt. Ins-besondere nennen die Manager das hohe Absatzpotenzial sowohl in Japan (84 Prozent) als auch mit japanischen Kunden weltweit (53 Prozent). Die stabilen Geschäftsbeziehungen sehen 87 Prozent der Befragten als wichtigen Standortfaktor. Für 40 Prozent der Muttergesellschaften haben die Umsätze in Japan hohe oder höchste Priorität.

Südkorea: Wirtschaftsausblick (Mai 2018) 

Seoul (GTAI) - Südkoreas Wirtschaft wächst seit Jahren mit Raten von etwa 3 Prozent. Daran wird sich auch in absehbarer Zukunft nichts ändern. Allerdings lässt die Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen 2018 nach, da im Vorjahr vor allem Projekte im Halbleiterbereich für hohe Steigerungsraten verantwortlich zeichneten. Auch der Außenhandel wird weniger stark zulegen als zuletzt. Beobachter blicken gespannt auf die Entwicklung der Beziehungen zu Nordkorea, die sich seit Anfang 2018 merklich entspannt haben.

Mexiko: Außenhandel stark trotz Nafta-Debatte 

Mexiko-Stadt (GTAI) - Für Mexiko bleiben die USA der mit Abstand wichtigste Exportmarkt. Da die Wirt-schaft des nördlichen Nachbarn kräftig wächst, legen die Ausfuhren zweistellig zu. Das beflügelt gleichzei-tig die Importe, da viele Vorprodukte für die Elektronik-, Chemie- und Metallindustrie im Ausland eingekauft werden. Daneben stieg die Pkw-Einfuhr in den vergangenen Jahren stark an. Für Deutschland wird Mexiko insbesondere als Absatzmarkt für Maschinen immer wichtiger. Weder die mexikanischen Ein- noch die Ausfuhren ließen sich bislang von der schärfer geführten Diskussion um den nordamerikanischen Freihandel beeindrucken. 2017 lagen die Zuwächse jeweils bei rund 9 Prozent. Das kann sich 2018 allerdings ändern, da die US-Regierung Ende Mai ihre Zölle auf Stahl und Aluminium auf Mexiko ausweitete. Die mexikanische Regierung erließ daraufhin Anfang Juni Strafzölle unter anderem auf US-Nahrungsmittel und -Spirituosen.

Russland: Kaufkraft und Konsum 

Moskau (GTAI) - Russische Verbraucher geben wieder mehr Geld aus. Günstigere makroökonomische Rahmenbedingungen und das verbesserte Konsumklima sorgen für eine steigende Nachfrage im Einzel-handel. Viele Russen schätzen ihre materielle Situation etwas besser ein als im Vorjahr und tätigen aufge-schobene Anschaffungen. Zur Finanzierung werden verstärkt Kredite aufgenommen. Der Preis bleibt das entscheidende Kaufkriterium. Einzelhändler bieten Sonderangebote, Schlussverkäufe und Finanzierungs-modelle an. Die Rahmenbedingungen für neue Anschaffungen sind günstig wie nie: Die Inflation ist mit 2,4 Prozent im 1. Quartal 2018 im Vergleich zu den Vorjahren historisch niedrig. Ziel der russischen Zentralbank für 2018 ist eine Inflation von maximal vier Prozent.

Schweden: Deutschland hat seine Position als wichtigstes Lieferland ausgebaut 

Bonn (GTAI) - Schweden ist für deutsche Lieferanten ein attraktiver Auslandsmarkt. Der Wert der schwedi-schen Importe aus Deutschland ist größer als der aus ganz Asien, Amerika, Afrika und Ozeanien zusam-men. Ebenso wie die Gesamteinfuhr des nordischen Landes nahmen Bezüge aus Deutschland 2017 um fast 9 Prozent zu. Die wichtigsten deutschen Exportgüter nach Schweden sind Maschinen, Kfz und -Teile, chemische Erzeugnisse sowie Elektrotechnik.

Slowakei: Investitionsklima

Bratislava (GTAI) - Die Slowakei ist einer der dynamischsten Wachstumsmärkte in Europa. Zugpferd ist die Automobilindustrie, die immer noch neue Investoren anzieht. Die Branche gilt als Vorreiter bei der Automa-tisierung und der Digitalisierung der Produktion. Bislang waren die günstigen Lohnkosten ein wichtiger Standortvorteil, doch der Fachkräftemangel relativiert diesen Pluspunkt zunehmend. Investoren kritisieren außerdem die Bürokratie und die schwierige Rechtsdurchsetzung.

USA: Markt für Roboter wächst ungebremst 

San Francisco (GTAI) - Immer mehr US-Branchen setzen Automatisierungstechnik in ihrer Produktion ein, auch kleine und mittelständische Firmen. Besonders dynamisch soll sich der Markt für kollaborierende Roboter entwickeln. Die Regierung investiert in Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet. Der wachsen-de Fachkräftemangel heizt das Wachstum der Branche zusätzlich an. Deutsche Hersteller von Robotern sind wichtige Lieferanten für die US-Industrie. Der Absatz von Robotern in den USA war laut dem Branchenverband Robotics Industries Association (RIA) im ersten Quartal 2018 so hoch wie nie zuvor. Insgesamt wurden 10.730 Roboter im Wert von 507 Millionen US-Dollar (US$) ausgeliefert - eine mengenmäßige Steigerung um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahresquartal.

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