Aktuelle Länderinformationen

China: Einbindung Russlands in die digitale Seidenstraße
(Gtai) Derzeit laufen etwa 40 Prozent des Datenverkehrs von China nach Europa durch den Pazifik, die Vereinigten Staaten und den Atlantik. Das geplante Glasfaserkabel entlang der russischen Nordmeerküste würde China strategisch unabhängiger von den USA machen. Zudem ist die Strecke durch die Arktis um bis zu 2.000 Kilometer kürzer als bestehende Kabel durch die Straße von Malakka und den Suezkanal. Das würde die Geschwindigkeit des Datentransfers erhöhen.

Kanada: Erwartungen für die kanadische Konjunktur wieder verhaltener
(Gtai) Kanada durchläuft die schwerste Rezession der letzten Jahrzehnte. Am härtesten getroffen von den Einschränkungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten sind die etwa zwei Millionen Arbeits­kräfte aus dem Einzelhandel, dem Hotel- und Gastronomiegeschäft sowie aus dem Logistik- und Touris­mussektor. Die seit Mai begonnene Rückkehr zur Normalität hat mit dem Einsetzen der zweiten Welle im Oktober ein Ende gefunden. Neu verhängte, regionale Lockdowns bringen den erhofften Konjunkturauf­schwung für das letzte Quartal 2020 und das 1. Quartal 2021 in Gefahr.

Russland: Sanktionen kosten 5,45 Milliarden Euro pro Jahr
(IHK Düsseldorf) Die Russland-Sanktionen kosten die deutsche Wirtschaft jedes Jahr 5,45 Milliarden Euro an BIP-Wachstum. Für die Europäische Union summieren sich die Kosten auf 21 Milliarden Euro. Dies ist das Ergebnis einer Studie zu den Russland-Sanktionen auf den Punkt, die die IHK Düsseldorf gemeinsam mit weiteren bundesdeutschen IHKs und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer beim Ifo-Institut in Auftrag gegeben hat.

Eine im Rahmen der Studie durchgeführte Unternehmensbefragung hat darüber hinaus gezeigt, dass im verarbeitenden Gewerbe der Maschinenbau sowie die Kfz- und Chemie-Industrie am häufigsten von den Russland-Sanktionen beeinträchtigt sind. Als belastend werde vor allem der erhöhte bürokratische Aufwand empfunden, den die Sanktionen verursachten.

Schweiz: Zukünftig nur noch digitale Mehrwertsteuerabrechnung
(Gtai) Die eidgenössische Steuerverwaltung teilte mit, dass ab dem 1. Januar 2021 in der Schweiz nur noch elektronische Wege offenstehen, um die Mehrwertsteuer zu deklarieren: Das Portal „ESTV SuisseTax“ und die „MWST-Abrechnung easy“. Entsprechend der E-Government-Strategie des Bundes ersetzen diese Op­tionen die Abrechnung auf Papier. Bisher nutzen erst etwa die Hälfte der steuerpflichtigen Personen die Möglichkeit zur digitalen Abrechnung. Für die Anderen besteht ab Januar 2021 Anpassungsbedarf.

Südkorea: Starkes Industrieland im Wandel

(Gtai) Südkorea hat sich in den vergangenen Dekaden von einem der ärmsten Länder der Welt zur viert­größten Volkswirtschaft in Asien entwickelt. In vielen Hightech-Sektoren gehören südkoreanische Firmen zur Weltspitze. Im Gesamtjahr 2020 könnte Südkorea auf Rang zwei der asiatischen Destinationen für deutsche Exporteure vorrücken und damit hinter China und knapp vor dem wirtschaftlich deutlich größeren Japan landen.

Ukraine auf der Suche nach mehr Energieeffizienz in der Industrie
(Exportinitiative Energie) Laut dem „Global Energy Statistical Yearbook 2019“ belegt die ukrainische Wirt­schaft mit Blick auf die Energieintensität den ersten Platz weltweit. In nahezu der gesamten Industrie des Landes besteht derzeit Bedarf an Modernisierungen und Anwendungen von neuem energieeffizientem Know-how, insbesondere in der Metall- und Bergbau-Industrie, im Maschinenbau, in der Metallverarbeitung sowie in der Lebensmittelindustrie.

China: Unternehmen werden zum Spielball politischer Interessen
(GTAI) - Generell ist in China eine zunehmende Politisierung aller Lebensbereiche zu beobachten. Diese dürfte sich durch das Social Credit System für Unternehmen und Privatpersonen noch erheblich verstärken. Es befindet sich derzeit in der Einführung. Einen weiteren Hebel zur Einflussnahme auf Unternehmen (res­pektive andere Staaten) hat sich Beijing mit dem Exportkontrollgesetz geschaffen, das am 1. Dezember 2020 in Kraft tritt.

Indien: Industrieförderung wird ausgebaut
(GTAI) - Weniger Importe und mehr lokale Produktion - so lässt sich die Neuausrichtung der indischen In­dustriepolitik zusammenfassen. Die Regierung setzt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und des wachsenden Einflusses Chinas in der Region verstärkt auf politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Unter dem Motto Make in India - Make for World sollen Unternehmen aus der verarbeitenden Industrie den Subkontinent künftig als Export-Hub nutzen. Um potenziellen Investoren den Standort schmackhaft zu ma­chen, hat die Regierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den Anfang macht die Elektronikindustrie. Indiens Konsumenten geben immer mehr Geld für Smartphones und Tablets aus, doch nach wie vor werden die meisten Geräte importiert. Und selbst bei den lokal montierten Handys stammen wichtige Bauteile größtenteils aus China, Südkorea, Taiwan und Südostasien.

Indonesien: Import von Medizintechnik steuert 2020 auf Rekord zu
Gegen den Trend sinkender Gesamteinfuhren legen Indonesiens Importe von medizintechnischen Geräten stark zu. Das Land hat in den ersten acht Monaten 2020 Medizintechnik im Wert von knapp 630 Millionen US-Dollar (US$) importiert. Das ist ein Wachstum von 12,1 Prozent gegenüber demselben Vorjahreszeit­raum. Diese Entwicklung fand vor dem Hintergrund sinkender Gesamtimporte (-18,1 Prozent) und einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung statt. Im Gesamtjahr 2020 könnte erstmals die Milliardengrenze durch­brochen werden.

Russland: Verwertung von Industrieabfällen verspricht Milliardengeschäft
(GTAI) - Russlands Kampf mit den Abfallbergen konzentrierte sich in den letzten Monaten vor allem auf Siedlungsmüll. Doch während pro Jahr rund 70 Millionen Tonnen Hausmüll anfallen, ist das Volumen der Industrieabfälle weitaus größer. Laut Umweltministerium entsteht jedes Jahr ein gigantisches Aufkommen von über 7 Milliarden Tonnen. Davon entfallen allerdings 94 Prozent auf die Rohstoffförderung, denn einbe­rechnet werden auch die Abraumhalden der Kohleindustrie, Ölschlämme und Restprodukte der Erzgewin­nung.

Etwa die Hälfte aller Industrieabfälle werden verwertet. Bei den Unternehmen steigt das Interesse an einer Kreislaufwirtschaft. Sie wollen damit ihre Kosten optimieren, staatlichen Regulierungen zuvorkommen und auf die Wünsche der Kunden eingehen.

Südafrika: Unterstützung beim Markteintritt
Der Markteintritt in Entwicklungs- und Schwellenländer wie etwa Südafrika bietet Chancen, ist aber auch mit Unsicherheiten und Risiken verbunden. Wie gestalten sich die Rahmenbedingungen vor Ort? Wie erhält man Zugang zu lokalen Netzwerken? Wie können finanzielle Risiken abgesichert werden? Unternehmen erhalten maßgeschneiderte Beratung bei ihrem Schritt nach Südafrika und werden bei der Entwicklung und Umset­zung ihrer Projektideen begleitet.

USA: US-Industrie geht zuversichtlich in das Jahr 2021
(Gtai) Das aus medizinischer Sicht mehr als berechtigte Herunterfahren der US-Wirtschaft hatte die Industrie im Frühjahr zu Fall gebracht: Eine Konkurswelle rollte durchs Land und die Arbeitslosigkeit nahm rekordver­dächtige Ausmaße an. Doch hat sich die Lage über den Sommer bis tief in den Herbst hinein wieder beruhigt. Energieträger und industrielle Vorprodukte gehören neben Getränken und Lebensmitteln zu den wenigen Warengruppen, deren Einfuhren 2020 im Vorjahresvergleich gestiegen sind.

Martin Fahling

Martin Fahling

International
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiter
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
Telefon: 07121 201-186
Fax: 07121 201-4186
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