Aktuelle Länderinformationen

Großbritannien: Britische Wirtschaft nach Corona-Schock vor langer Erholungsphase
London (Gtai) - Anders als bei der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 trifft die aktuelle Krise die britische Wirtschaft viel breiter. Zur seit Jahren schwachen Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen, die unter der Unsicherheit des Brexit-Fortgangs leiden, bricht nun vor allem der Privatkonsum ein, weil der stationäre Einzelhandel weitgehend schließen musste und die Angst der Verbraucher vor Corona und dem Jobverlust die Kauflaune eintrüben. Weil auch die Auslandsnachfrage einbricht, muss der Staat den BIP-Rückgang abbremsen und den Erholungskurs der Wirtschaft mit milliardenschweren Förderprogrammen stützen.

Russland: Markttrends im Maschinen- und Anlagenbau
Moskau (Gtai) - Deutsche Maschinenlieferanten konnten im 1. Quartal 2020 ordentliche Zuwächse verzeich­nen und ihre Ausfuhren nach Russland um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,3 Milliarden Euro steigern, berichtet der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA). Doch die Corona-Pandemie macht den guten Start zunichte. Im Jahr 2019 sind die deutschen Maschinenexporte leicht um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 5,3 Milliarden Euro gesunken.

USA: Überblick über die Covid-19-Auswirkungen
(Gtai) - Die US-Wirtschaft bereitet sich seit Mitte Mai auf ein Wiederhochfahren der Produktion vor. Dazu gehören die Entflechtung von Arbeitsplätzen in Werk- und Lagerhallen sowie das obligatorische Tragen von Schutzausrüstungen. Welche sanitären Auflagen darüber hinaus und in welchen Zeiträumen durchzuführen sind, bestimmen die jeweiligen Behörden vor Ort. Ein landesweit einheitliches Bild kann aus diesem Grund nicht gezeichnet werden.

West- und Zentralafrika: Daten und Fakten
(Gtai) - West- und Zentralafrika spielen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Kraft und Dynamik eine wichtige Rolle in Subsahara-Afrika. Das vierseitige Fact Sheet bietet einen guten Überblick über aktuelle wirt­schaftliche Zahlen, Entwicklungen und Themen in der Region.

China: Wirtschaft auf dem Weg in die Post-Corona-Realität
Beijing (Gtai) - Je nach Industriezweig trifft die Krise die Firmen unterschiedlich. Besonders stark leiden ex­portorientierte Unternehmen und Dienstleister. Dagegen arbeitet die Gesundheitswirtschaft auf Hochtouren. Auch die Automobilbranche, speziell das Luxussegment, hat sich überraschend erholt. Doch die Unsicher­heiten – eine mögliche zweite Infektionswelle sowie wirtschaftliche Folgen der Pandemie weltweit – bleiben bestehen. So sank der offizielle Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index; PMI) für den verarbei­tenden Sektor im April 2020 auf 50,8 Punkte (März 2020: 52,0). Der stärker den Privatsektor berücksichti­gende Caixing-PMI fiel sogar auf 49,4 Punkte und damit auf einen Wert unter 50.

Russland: Regeln zur digitalen Kennzeichnung von Waren präzisiert
Moskau (Gtai) - Auf dem russischen Markt - später auch auf dem Binnenmarkt der Eurasischen Wirtschafts­union - sollen immer mehr Waren mit digitalen DataMatrix-Codes gekennzeichnet werden. Bis Ende 2024 will die russische Regierung ein einheitliches nationales System zur Kennzeichnung und Rückverfolgung von Konsumgütern aufbauen. Damit wollen die staatlichen Aufsichtsbehörden den Warenstrom vom Hersteller zum Verbraucher verfolgen und so die Verbreitung von gefälschten, minderwertigen Waren verhindern. Bis Ende Januar 2020 hatte die russische Regierung eine digitale Kennzeichnung für elf Warengruppen be­schlossen: Pelzwaren, Tabakwaren, Arzneimittel, bestimmte Bekleidung und Textilien, Schuhe, Parfüms und Eau de Toilette, Fotoapparate und Blitzlichter, Reifen und fertige Milchprodukte. Bei Fahrrädern und Roll­stühlen erfolgt die Kennzeichnung zurzeit noch freiwillig im Rahmen von Pilotprojekten.

Ukraine: Strukturreformen dringend erforderlich
Kiew (Gtai) - Die Coronavirus-Pandemie stellt die Ukraine vor große Herausforderungen. Zugute kommen dem Land aber die in den vergangenen Jahren erreichte makroökonomische Stabilisierung. Der große Ag­rarsektor und die dynamisch wachsende IT-Branche sind weniger als andere Wirtschaftszweige von der Coronakrise betroffen. Profitieren will die Ukraine zudem von der möglichen Neuausrichtung von Lieferket­ten. Punkten kann das Land dabei mit seiner Nähe zur EU, dem Assoziierungs- und Freihandelsabkommen, verfügbaren Arbeitskräften und niedrigen Löhnen. Potenzial bietet sich vor allem in der Leicht- und Nah­rungsmittelindustrie. Dagegen sind die Zukunftsaussichten der einstigen Schwerpunktbranchen Metallindust­rie und Maschinenbau ungewiss.

USA: Öffnung und Erholung der US-Wirtschaft mit Hindernissen
San Francisco (Gtai) - Kaum wiedereröffnet, musste Ford die Produktion in zwei Montagewerken erneut anhalten, nachdem Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Neben der Gefahr eines Virus­ausbruchs muss die US-Autoindustrie auch auf Unterbrechungen in der Teileversorgung, insbesondere aus Mexiko, gefasst sein. So hat unter anderem Daimler bereits in der zweiten Maihälfte wegen Lieferengpässen die Arbeit in seinem US-Montagewerk in Tuscaloosa, Alabama, wieder gestoppt. Nicht ohne Druck der USA hat Mexiko die Kfz- und Teileproduktion in die Liste unerlässlicher Industrien aufgenommen, sodass diese seit dem 18. Mai 2020 unter strengen Hygieneauflagen wieder allmählich hochfährt. Ob sich die größte Volkswirtschaft der Welt bereits im 2. Halbjahr 2020 erholen wird, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob in den US-Bundesstaaten, die ihre Restriktionen gelockert haben, eine erneute Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden kann. Und davon, ob es zu einer zweiten Viruswelle kommt.

Welt: Coronavirus und Verträge
(Gtai) - Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus betrifft Staaten weltweit. Die wirtschaftlichen Auswir­kungen der Covid-19-Pandemie sind enorm. Auch rechtliche Fragen stehen im Fokus.

Die durch die Covid-19-Pandemie von allen betroffenen Ländern veranlassten Beschränkungen belasten Unternehmen stark. Dies gilt in hohem Maße auch für Vertragsbeziehungen zwischen deutschen Unterneh­men und ihren ausländischen Geschäftspartnern. Was tun, wenn Verträge nicht mehr wie vereinbart erfüllt werden können? Liegt bei der Pandemie ein Fall „höherer Gewalt" vor? Und wann ist eine Berufung auf „höhere Gewalt“ möglich?

Die Länderberichte zum Thema „Coronavirus und Verträge“ geben Ihnen - auf der Basis des jeweils natio­nalen Rechts - Antworten auf diese und weitere Fragen.

Pandemie-Hilfe für Äthiopien: Medizinische Ausrüstung gesucht
Die Versorgung mit Schutzausrüstung für die afrikanische Bevölkerung ist knapp. Die äthiopische Regierung sucht nach verschiedenen Produkten, die in der Corona-Pandemie von großer Bedeutung sind. Hierzu gehören Atemschutzmasken, Beatmungsgeräte, Covid19-Testkits, Infrarot-Fieberthermometer, Ultraschallgeräte, Dialysegeräte, Blutdruckmessgeräte und anderes. Die IHK Reutlingen hat ein entsprechendes Spendengesuch von der äthiopischen Botschaft in Berlin erhalten.

Sie produzieren entsprechende Schutzausrüstung und können helfen? Wir freuen uns über Ihre Nachricht an Frau Simone Iltgen, ez-scout(at)reutlingen.ihk.de
Hintergrund
Die IHK Reutlingen unterstützt die Amhara Region Chamber of Commerce and Sectoral Associations (ARCCSA) in Bahir Dar, Äthiopien. Die Kooperation zwischen der Amhara Region und Reutlingen wird im Rahmen des Kammer- und Verbandspartnerschaftsprogramms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Eng eingebunden sind zudem die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Sequa, die weltweit tätige Entwicklungsorganisation der deutschen Wirtschaft.

China: Erste Schritte hin zur Normalität
(DIHK) Nach den tiefen Einschnitten infolge der Corona-Krise zeichnet sich ab, dass die Konjunktur in China wieder anzieht. Auch für die deutschen Unternehmen vor Ort gibt es nach einer aktuellen Umfrage der Deut­schen Auslandshandelskammer (AHK) Greater China erste Lichtblicke.

"Eine positive Entwicklung der chinesischen Wirtschaft kann die Tiefe der zu erwartenden Rezession in Deutschland abmildern", hofft Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handels­kammertages. China als wichtigster deutscher Handelspartner habe da "einen nicht zu unterschätzenden Einfluss". Wichtig sei, dass die hiesigen Exporte nach China spätestens in der zweiten Jahreshälfte wieder Fahrt aufnähmen.

Frankreich: Kurzarbeitergeld
(AHK) Die französische Regierung hat am letzten Freitag den Bezug des Kurzarbeitergeldes in Frankreich während der Corona-Krise ausgeweitet. Unternehmen, die keine Niederlassungen oder Tochtergesellschaf­ten in Frankreich haben, aber langfristig Angestellte beschäftigen und in Frankreich fällige Sozialversiche­rungsbeiträge zahlen, können nun für ihre Angestellten in Frankreich Kurzarbeitergeld beantragen. Dies gilt, wenn diese Firmen ihre Geschäftstätigkeit vorrübergehend einstellen müssen.  

Russland: Mülldeponien erreichen ihre Belastungsgrenzen
Moskau (Gtai) - Moskau steht unter großem Handlungsdruck, um die enormen Abfallmengen im Land zu verringern. Für den Aufbau von Recyclingkapazitäten sind umfangreiche Investitionen geplant. In Russland fallen jedes Jahr über 7 Milliarden Tonnen Abfälle an. Der überwiegende Teil sind Industrieabfälle. Das jähr­liche Hausmüllaufkommen erreicht rund 70 Millionen Tonnen. In der öffentlichen Diskussion ist Russlands Abfallwirtschaft vor allem wegen der Siedlungsabfälle. Das jährliche Hausmüllaufkommen erreicht rund 70 Millionen Tonnen und wächst bei normaler Wirtschaftsentwicklung um 3 bis 5 Prozent pro Jahr. Bislang landen etwa 95 Prozent des Volumens auf Deponien, nur ein geringer Teil wird verwertet. Viele Hausmülldeponien haben ihr Limit erreicht. Probleme mit giftigen Emissionen oder verschmutztem Sickerwasser führen zu Protesten der örtlichen Bevölkerung. Deshalb nimmt die Regierung mit dem nationalen Projekt "Ökologie" die Abfallwirtschaft in den Fokus.

Thailand: Medizintechnik stark gefragt
Bangkok (GTAI) Die medizinische Grundversorgung in Thailand wird weiter ausgebaut. Private Kliniken ex­pandieren. Der Staat gewährt Herstellern von Medizintechnik Steuererleichterungen und andere Privilegien. Der thailändische Markt für Medizintechnik gilt als der größte in Südostasien. Der Absatz soll 2018 im Vergleich zum Vorjahr um rund 7 Prozent auf ungefähr 1,6 Milliarden US-Dollar zugelegt haben, meint BMI Research. Die Analysten prognostizieren, dass der Markt mittelfristig nominal annähernd um 7 bis 9 Prozent jährlich zulegen werde.

Tschechien: Autoindustrie wirft die Bänder wieder an
(GTAI) - Im Zuge der Pandemie haben fast 90 Prozent der Branchenunternehmen in Tschechien seit Mitte März 2020 ihre Produktion eingestellt oder erheblich gedrosselt. Alle drei Pkw-Hersteller hatten ihre Werke für mehrere Wochen geschlossen. Dem Verband der Automobilindustrie AutoSAP zufolge wurden dadurch allein im März 47.452 Pkw weniger hergestellt als im selben Monat des Vorjahres. Das bedeutet einen Ein­bruch um 36 Prozent. Nach einem Zuwachs der Produktion im Januar und Februar sei es wegen der Pan­demie zu einer erheblichen Störung eines ansonsten recht vielversprechenden Jahresstarts gekommen, heißt es in einer Pressemeldung des Verbandes.

VR China: Langsame Rückkehr zur Normalität
(AHK) Die Corona-Krise in China ebbt langsam ab. Das Land will zur Normalität zurückfinden. Laut offiziellen Angaben sollen mehr als 90 Prozent der großen Unternehmen ihre Produktion wieder aufgenommen haben. Gleichzeitig hat die chinesische Regierung ein Paket mit Hilfsmaßnahmen verabschiedet. Es beinhaltet spür­bare finanzielle Entlastungen bei Sozialversicherung und Steuern für Unternehmen in China. Zudem können Spielräume im Arbeitsrecht genutzt werden. Beispielsweise die Einführung von flexiblen Arbeitszeitsyste­men, um auf eine verminderte Auslastung und Nachfrage angemessen reagieren zu können.

Die Deutsch-Chinesische Handelskammer (AHK) aktualisiert laufend die Informationen zur wirtschaftlichen Lage im Zusammenhang mit der Virus-Infektion. Unter anderem erläutert eine umfangreiche Publikation, ob und wie sich “Höhere Gewalt” auf Verträge auswirkt.

Japan: Unternehmen überdenken Lieferketten
(Gtai) Etwa die Hälfte der japanischen Unternehmen sehen ihre Lieferketten durch die Coronavirus-Pande­mie beeinträchtigt. Als Konsequenz sind sie dabei oder planen, ihre Lieferketten auf Krisenfestigkeit zu über­prüfen. Dies ergab eine Reuters-Umfrage bei japanischen Unternehmen unterschiedlicher Größe, die von Nikkei Research im Auftrag in der ersten Märzhälfte 2020 durchgeführt wurde.

Nordafrika: Corona-Pandemie trifft Lieferketten nach Europa
(Gtai) Die Lieferketten zwischen Nordafrika und Deutschland sind durch die Corona-Pandemie bereits jetzt schwer beeinträchtigt. Vertreter von Logistikfirmen befürchten den Ausfall des Handels für ein gesamtes Quartal. In bestimmten Branchen werden bereits jetzt praktisch keine Transportkapazitäten mehr nachge­fragt. Ein Beispiel dafür ist der Automobilsektor, der in Europa und in Marokko bereits angekündigt hat, Fab­riken vorübergehend zu schließen.

Oman: Wirtschaftsausblick
Dubai/Maskat (GTAI) - Die gedrosselte Ölförderung bremst das Wirtschaftswachstum. Auch der Nicht-Öl-Sektor schrumpft. Der Abschluss industrieller Großprojekte könnte zukünftig die Konjunktur stützen. Zur Diversifizierung der Wirtschaft haben die Regierungsplaner fünf Sektoren identifiziert, die im Rahmen des "National Program for Enhancing Economic Diversification" (Tanfeedh) zwar staatlich gefördert werden sol­len, deren Entwicklung aber vor allem auf privaten Investitionen basieren soll. Die fünf prioritären Wirtschafts­zweige sind die verarbeitende Industrie, Logistik, Tourismus, Fischerei und Bergbau.

Spanien: Umsatz mit ziviler Sicherheitstechnik
(Gtai) Spanien verfügt über einen großen Markt für zivile Sicherheitstechnik. Der Umsatz in den Bereichen Safety, Security und Emergency summierte sich 2019 auf circa 4,8 Milliarden Euro. Damit legten die Ver­käufe um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Nach der Wirtschaftskrise zogen die Umsätze ab 2015 wieder an. In den kommenden Jahren wird mit moderateren Zuwächsen als zuletzt gerechnet.

Welt: Auswirkungen des Coronavirus auf Auslandsmärkte
(Gtai) Das neuartige Coronavirus hat sich zu einer weltweiten Pandemie ausgeweitet. Damit kommen das öffentliche und wirtschaftliche Leben in immer mehr Ländern zum Erliegen. In einem Themenspecial be­leuchtet die Gtai die wirtschaftlichen Auswirkungen weltweit. Diese Zusammenfassung wird laufend ergänzt und aktualisiert.

Martin Fahling

Martin Fahling

International
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiter International
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
Telefon: 07121 201-186
Fax: 07121 201-4186
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