Aktuelle Länderinformationen

„Chinas Regionen – Auf dem Sprung zu Industrie 4.0“
(GTAI-GIZ) - Eine von Germany Trade & Invest (GTAI) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH veröffentlichte Studie gibt umfangreiche Einblicke in den aktuellen Stand der Digitalisierung innerhalb Chinas führender Industrieregionen – unterlegt mit zahlreichen Daten und Fakten. Die Publikation bietet deutschen Unternehmen einen Überblick zu aktuellen Trends der industriellen Digitalisierung in China und bietet dabei Anhaltspunkte für zukünftige Wertschöpfungspotenziale und Chancen. Untersucht wurde, wie sich Industrie 4.0-Technologien und Rahmenbedingungen über Chinas Regionen und Industriezweige hinweg unterscheiden. Dabei wurden lokale Besonderheiten, branchenspezifische Schwerpunkte und bestehende deutsch-chinesische Industriekooperationen in den Top 10 Regionen Chinas industrieller Digitalisierung aufgezeigt.

Indien: Regeln für den Geschäftskontakt
(Gtai) Indien wirkt für viele Asienreisende zugänglich und wenig formell. Der traditionellen Begrüßung - ein leichtes Kopfnicken mit auf Brusthöhe zusammengelegten Händen - begegnet man auch, diese sollte erwidert werden. Die Körpersprache ist gebärdenreich und zum Teil schwer zu interpretieren. Das Kopfwackeln von links nach rechts signalisiert in der Regel nur Aufmerksamkeit, nicht Verständnis. Geschäftsreisende müssen sich auch an wenig Distanz sowie Schulterklopfen oder langes Händeschütteln gewöhnen. Interesse an Kultur, Sprache und Traditionen kommen gut an. Schon einige Floskeln in der jeweiligen Regionalsprache werden wohlwollend zur Kenntnis genommen wird. Ausländische Besucher sollten auf keinen Fall Kritik an den Landesverhältnissen üben. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander, und der Nationalstolz ist groß.

Russland: Neue Betrugsmaschen im Russlandgeschäft
(Gtai) Deutsche Unternehmen sind wieder häufiger das Ziel von Betrugsmanövern aus Russland. Ein typisches Beispiel: deutschen Firmen aus dem Bereich Heimtextilien werden beste Kontakte im russischen Hotel- und Tourismussektor versprochen. Die Geschäftspartner stellen sich als Deutsche vor, die schon lange in Russland leben und winken mit vertraglich zugesicherten Umsätzen. Einziger Haken: Vor Abschluss des Vertrages soll eine kostenpflichtige Zertifizierung der Waren vorgenommen werden.

Armenien: Kleiner Markt mit Geschäftschancen in vielen Nischen
(Gtai) Die kleine Republik Armenien im Südkaukasus mit ihren 3 Millionen Einwohnern benötigt dringend Ausrüstungen und Materialien für die Modernisierung und den Ausbau der Versorgungs- und sozialen Infrastruktur. In den Jahren 2022 bis 2026 will die Regierung das verarbeitende Gewerbe im Land mit umgerechnet 155 Millionen US-Dollar fördern. Das Geschäftspotenzial in diesem Wirtschaftszweig konzentriert sich auf die Verarbeitung von Agrarrohstoffen. Ein Kleinod der armenischen Wirtschaft ist und bleibt die von Jahr zu Jahr wachsende und stark exportorientierte Entwicklung von Softwareprodukten.

USA: Automatisierung und Robotik dringen in neue Bereiche vor
(Gtai) In den USA hat die Pandemie den Trend zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) beschleunigt. Neue Einsatzfelder bieten die Gastronomie, Logistik und Online-Events. In vielen Drive-ins der US-Fast-Food-Kette Arby's nehmen bereits KI-gestützte Sprachassistenten Bestellungen auf. Auch immer mehr Starbucks-Filialen eröffnen neue Drive-ins mit digitalen Dienstleistungen oder setzen KI für Transaktionen via Apps ein. Die Restaurantkette Bartaco hat ein Online-Bestell- und -Bezahlsystem entwickelt, das Kunden über ihr Smartphone nutzen können: Per QR-Code lassen sich Speisekarten aufrufen und Essen bestellen. Mitarbeiter erscheinen nur, um Gerichte und Getränke zu bringen, denn bezahlt wird ebenfalls per Handy.

Serbien: Investitionen und Abwanderung erschweren Suche nach Fachkräften
(Gtai) Die Arbeitslosenquote befindet sich in Serbien seit einigen Jahren auf Talfahrt. Ausgerechnet im Coronajahr 2020 ist die Quote erstmals unter 10 Prozent gerutscht, so Zahlen der serbischen Statistikbehörde. Im Jahr 2015 lag diese noch bei rund 18 Prozent. Dennoch fehlen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend Fachkräfte. In der Konjunkturumfrage bemängeln die Betriebe die fehlende Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften. Das liegt auch an dem weiter anhaltenden Abwanderungstrend nach Westeuropa und insbesondere in die Bundesrepublik. Eine gemeinsame Studie der Westminster Foundation for Democracy und des Institute for Development and Innovation zeigt, dass 2016 rund 52 Prozent aller serbischen Auswanderer Deutschland als Ziel hatten. Vor allem junge, mobile und hoch qualifizierte Menschen verlassen das Land - ein Trend, der auf dem gesamten Westbalkan zu beobachten ist.

Tschechien: Deutsch-Tschechischer Warenaustausch erholt sich
(Gtai) Nach dem pandemiebedingten Rückgang 2020 legte der bilaterale Handel im 1. Halbjahr 2021 zu. Exporte und Importe waren auch größer als im Vergleichszeitraum 2019. Die Industrie, in der sich viele Niederlassungen deutscher Unternehmen finden, hat im 1. Halbjahr 2021 weiter Boden gut gemacht. Obwohl sich die früheren Gewissheiten in den Lieferketten verloren haben, der Halbleiter- und Materialmangel die Unternehmen immer wieder bremst und viele halbfertige Autos auf Lager stehen, stieg die Auslastung im verarbeitenden Gewerbe Anfang des 3. Quartals 2021 auf 88 Prozent. Probleme bereiten die erratische Liefersituation und der im Aufschwung wieder spürbare Arbeitskräftemangel. Das beeinträchtigt die Dynamik im 2. Halbjahr.

Bahrain: Investitionen aus dem Ausland willkommen
(Gtai) - Bahrain ist ein aus 33 Inseln bestehendes Königreich mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern im Persischen Golf. Es ist das kleinste Land des Golfkooperationsrates (GCC), einem Staatenbund zur Erleichterung des Handels (Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Katar, Kuweit und Bahrain). Das Land fühlt sich dem benachbarten Saudi-Arabien eng verbunden, das seit 1986 durch den 25 Kilometer langen King Fahd Causeway vom Festland zu erreichen ist. Der Staat besitzt eine moderne Infrastruktur, ein Finanzzentrum in Manama und hat mehrere bilaterale Handelsabkommen abgeschlossen. Solche Abkommen sind auch für ausländische Investoren interessant. Chancen ergeben sich Experten zufolge vor allem in der Informations- und Kommunikationstechnik, der Digitalisierung, dem Finanzsektor, dem Maschinenbau und der Förderung von Öl und Gas.

China: Deutsche Maschinenbauer bewerten Lage positiv
(Gtai) - Deutsche Maschinenbauunternehmen müssen auf die wachsende Konkurrenz aus China reagieren. Vor Ort werden Probleme häufig anders eingeschätzt als im Mutterhaus: ein Balanceakt. Die Nachfrage nach importierten Maschinen „made in Germany“ geht in China zurück, während die Produktion deutscher Maschinenbauer vor Ort brummt. Etwa jeder dritte deutsche Maschinenbauer im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist inzwischen mit Vertrieb, Service oder Produktion in China aktiv und über die Jahre mit steigender Nachfrage gewachsen. Stellten laut VDMA-Angaben Maschinen 2011 noch 28,5 Prozent der deutschen Gesamtexporte nach China, lag ihr Anteil im 1. Halbjahr 2021 nur noch bei 18,6 Prozent.

Indien: Neue Chancen
(Gtai) - Mit ambitionierten Plänen für die Wirtschaft bietet Indien ausländischen Unternehmen vielfältige Geschäftsmöglichkeiten. Die Investitionsbedingungen werden laufend verbessert. Die Publikation „Neue Chancen Indien“ analysiert die Wirtschaftsstruktur des Landes und bietet kompakte Einblicke in Branchen mit hohem Entwicklungspotenzial. Unter anderem bestehen Beteiligungsmöglichkeiten beim Ausbau der Infrastruktur, insbesondere in den Bereichen Energie, Gesundheit, Wasser und Kreislaufwirtschaft. Die Broschüre bietet zudem Informationen zu geschäftspraktischen Themen und Einfuhrverfahren. Ergänzend stellt sie die vielfältigen Förder- und Beratungsmöglichkeiten beim Schritt nach Indien vor und listet wichtige Kontakte auf.

Schweiz: Hohe Löhne treffen auf sehr hohe Produktivität
(Gtai) - Die in der Schweiz gezahlten Löhne gehören seit Langem zu den höchsten weltweit. Laut einer vergleichenden Erhebung von Eurostat liegen die durchschnittlichen Bruttolöhne in der Industrie und im Dienstleistungssektor um mehr als ein Drittel über dem deutschen Niveau. Positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit wirkt sich die vergleichsweise hohe Produktivität der schweizerischen Arbeitnehmer aus. Nach der im Juni 2021 veröffentlichten Studie des Lausanner Instituts für Managemententwicklung (IMD) liegt daher die Schweiz hinsichtlich ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit trotz der hohen Gehälter weltweit auf Rang eins vor Schweden und Dänemark.

Martin Fahling

Martin Fahling

International
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiter
Schwerpunkte: Grundsatzfragen, Außenwirtschaftspolitik, Beratungen
Telefon: 07121 201-186
E-Mail schreiben
vCard herunterladen
Zur Detailseite