Gründung und -festigung

Öffentliche Fördermittel

Allgemeines

Für Existenzgründer/-in  günstige Darlehen aus Förderprogrammen des Landes und des Bundes. Diese Mittel stehen auch zur Festigung einer selbstständigen Existenz zur Verfügung. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Finanzierungshilfen besteht jedoch nicht. Anträge für die Kredite können bei allen Geldinstituten gestellt werden. Gründlich vorbereitete Anträge sind die Vorauusetzung, dass sich die Fachleute in den Banken ein umfassendes Bild machen können.

Folgende Unterlagen sollten Gründer erstellen:

  • Eine kurze Beschreibung des Vorhabens: Kundenzielgruppe, Warensortiment, Dienstleistung, Produktpalette, Standortvorteile des Unternehmens, Wettbewerbseinschätzung, Zahl der Mitarbeiter
  • Ein tabellarischer Lebenslauf: Zum beruflichen Werdegang gehören neben den Beschäftigungsdaten und Arbeitsstellen auch wichtige Einzelheiten über bisherige Tätigkeiten, zum Beispiel Verantwortlichkeiten, Befugnisse, Inhalte des Arbeitsgebietes
  • Ein Investitions- und Betriebsmittelplan: Einrichtungen, Geräte, EDV, Kommunikationsmittel sowie Warenausstattung
  • Ein Rentabilitätsplan

Wegweiser zu den Finanzierungshilfen

Benötigt das Unternehmen zusätzliche Finanzmittel zum Aufbau, zur Festigung oder zur Erweiterung? Eine solide Finanzierung ist die Grundlage für jede erfolgreiche Umsetzung! Hierzu bieten sich verschiedene staatliche Förderprogramme an, die dabei helfen können, die Finanzierung leichter zu stemmen.

Wegweiser durch den "Förderdschungel"
Programme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union listet die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums.

Eine Übersicht über die finanziellen Hilfen für Arbeitgeber gibt es bei der Agentur für Arbeit.

Beim Bundeswirtschaftsministerium gibt es die Broschüre "Wirtschaftliche Förderung".

Überblick: Finanzielle Gewerbeförderung und deren Konditionen im Land Baden-Württemberg

Grundsätze der Förderung der Europäischen Union

Es gibt eine Vielzahl von Förderinstrumenten für Unternehmen in den verschiedenen Politikbereichen der Gemeinschaft, zum Beispiel die Gemeinschaftsprogramme für Forschung und technologische Entwicklung sowie allgemeine und berufliche Bildung oder die Fördersysteme für Joint Ventures. Die Unterstützung erfolgt in der Regel über Zuschüsse, Darlehen oder Bürgschaften.

Alle Förderaktionen sind auf Ziele und Prioritäten einzelner Politikfelder der Gemeinschaft ausgerichtet, die wiederum ihre Grundlage in den Bestimmungen der EG-Verträge haben. Um Fördermittel der Gemeinschaft zu erhalten, muss ein Unternehmen beziehungsweise sein Projekt zur Verwirklichung der spezifischen Ziele eines Programms oder Instruments beitragen oder bestimmte damit verknüpfte Kriterien erfüllen. Diese Kriterien sind in den Beschreibungen der Programme oder Förderinstrumente sowie in den jeweiligen Bewerbungsunterlagen angegeben. Nach Antragsstellung ist mit einer mehrmonatigen Bearbeitungsdauer zu rechnen.

Ein Großteil der EU-Förderprogramme ist begrenzt auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die gemäß EU-Definition weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und entweder weniger als 40 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften oder deren Bilanzsumme weniger als 27 Millionen Euro beträgt.

Häufig steht der europäische Mehrwert im Vordergrund, der die Einbindung von mindestens einem weiteren Unternehmen aus einem anderen EU-Land vorsieht. Hierbei geht es um gemeinsame Aktivitäten, geschäftliche Kontakte - wie beispielsweise ein Kunden-/Lieferantenverhältnis - reichen nicht aus. Da Forschungseinrichtungen und Universitäten in der Regel über Erfahrungen mit EU-Anträgen verfügen, raten wir Unternehmen, die sich erstmalig mit diesem Prozedere auseinandersetzen, sich möglichst diesen Institutionen als Partner anzuschließen oder eine versierte Beratungsgesellschaft zu konsultieren.

Weitere Beratungsstellen:

CORDIS (Hinweise zur Partnersuche und Informationen über die Forschungsprogramme der EU)
Deutsche Auslandshandelskammern
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Förderdatenbank)

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale
IHK Reutlingen Bereich: Existenzgründung und Unternehmensförderung
Position: Existenzgründungsberaterin
Schwerpunkte: Fördermittel für Existenzgründer, Gründungswerkstatt, Stellungnahmen Gründungszuschuss/Einstiegsgeld
Telefon: 07121 201-167
Fax: 07121 201-4167
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