Schweiz

Kurze Wege zum Kunden

CHT ist schon seit mehr als 50 Jahren mit einer Tochterfirma in der Schweiz vertreten. Im Kanton St. Gallen befindet sich heute das Kompetenzzentrum Farbstoffe der Unternehmensgruppe.

CHTFoto: PR

Das Tübinger Unternehmen CHT,   Produzent und Vertreiber von chemischen Hilfsmitteln und Spezialitätenchemie, hat schon früh den Schritt ins Ausland gewagt: Nur wenige Jahre nach der Betriebsgründung entstanden in den 1960er-Jahren in Österreich, Frankreich, Südafrika und der Schweiz erste ausländische Tochterfirmen. „Wir sind mit unseren Kunden aus der Textilindustrie gewachsen“, erklärt Bernhard Hettich. Als Geschäftsführer verantwortet er Produktion, Entwicklung, Logistik und Einkauf des Unternehmens. „Wir sind an den Standorten unserer Kunden präsent und lösen Probleme, die Chemiewissen und nachhaltige Lösungen erfordern.“ 2.400 Beschäftigte in 26 Gesellschaften sind heute weltweit für CHT tätig.

Teil eines großen Netzwerks
Die Gründung der CHT Switzerland AG erfolgte nicht nur, um näher an den Kunden in der Schweiz zu sein, sondern auch aus strategischen Gründen. „Für den Unternehmensgründer war nach dem Zweiten Weltkrieg ein Standort auf neutralem Boden eine Motivation“, so Hettich. Zunächst als Abbild der Tübinger Firma gebaut, entwickelte der Standort in Montlingen im Rheintal seine Kompetenz in Sachen Farbstoffen kontinuierlich weiter. „Heute haben wir im dortigen Kompetenzzentrum Farbstoffe 200 Beschäftigte. Vom Einkauf der Rohstoffe über die Konfiguration auf den Maschinen bis hin zum Endprodukt mit Nachhaltigkeits-Zertifizierung läuft hier alles in sehr komplexen Schritten ab“, sagt Hettich.

Steckbrief Schweiz

Fläche: 41.290 km²
Einwohner (2021): 8,7 Millionen
BIP/Kopf (nominal)*: 98.771 US$
Inflationsrate*: 1,0 %
Arbeitslosenquote*: 4,6 %

Quelle: GTAI – Germany Trade & Invest (Stand: März 2022)
* Prognose für 2022

Die Zusammenarbeit läuft komplett integriert ins weltweite CHT-Netzwerk, am Hauptsitz in Tübingen befindet sich das Kompetenzzentrum Hilfsstoffe. Am Ende wird das fertige Produkt geliefert, unabhängig von den beteiligten Ent-
wicklungs- und Produktionsstandorten.

Wie ist es mit den Unterschieden zwischen Deutschland und der Schweiz? „Die Gemeinsamkeiten sind größer als die Unterschiede“, meint Hettich. „Ein Unterschied sind die vielen Feiertage, um die uns die Schweizer beneiden.“ Ansonsten gleiche die Entwicklung in der Schweiz der in der Region Neckar-Alb: Auch dort hat der Wegfall der Textilproduktion zu einer Spezialisierung der verbliebenen Betriebe geführt.

Im global tätigen Unternehmen CHT zählt die fachliche Fokussierung: „Unsere Expertinnen und Experten arbeiten gemeinsam an Lösungen, unabhängig von ihrer Herkunft“, so Bernhard Hettich. Den Franken sieht er als Konstante: „Der Schweizer Franke und der Euro sind harte Währungen. Da sind die Schwankungen ganz gering, nur wenige Prozent. Wir arbeiten auch in China, Mexiko, Peru, Pakistan oder der Türkei – da gibt es viel mehr Schwankungen.“ /

(Dieser Artikel erschien in der WNA-Ausgabe 4/2022.)