Ausgezeichnete Azubis

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Vier junge Menschen aus der Region haben im vorigen Jahr bundesweit die besten Abschlussprüfungen in ihren jeweiligen Ausbildungsgängen abgelegt. Im Dezember wurden sie in Berlin geehrt. Danach haben sie unseren WNA-Fragebogen ausgefüllt.

SprechblasenFoto: fidaolga - stock.adobe.com
Alisa BachmannFoto: PR

Alisa Bachmann, 24 Jahre, Textillaborantin

Andritz Fabrics and Rolls GmbH, Reutlingen


Deshalb habe ich mich für meine Ausbildung entschieden:
Nach der Realschule war ich auf einem weiterführenden Gymnasium. Im Hauptfach Ernährung und Chemie haben wir oft Experimente gemacht, woran ich sehr viel Spaß hatte. Dadurch wusste ich, dass ich mal in einem Labor arbeiten will.

Meine Reaktion, als ich erfahren habe, dass ich bundesweit die beste Prüfung in meinem Ausbildungsberuf abgelegt habe:
Ich konnte es kaum glauben und war sehr überrascht, denn dieses spezielle Ziel hatte ich nie verfolgt. Es hat mich sehr gefreut und mir gezeigt, wozu ich alles im Stande bin.

Das macht mir an meinem Job am meisten Spaß:
Aufgaben, die von der alltäglichen Arbeit abweichen und die mich herausfordern. Besonders neue Aufgaben, die mich zum Nachdenken anregen und für die mehrere Versuche nötig sind.

Ein Moment in meiner Ausbildung, den ich nie vergessen werde:
Ich werde die ganze Reise durch die Ausbildung, in der sich mein Verstand und meine Psyche neu entwickelt haben, nie vergessen.

Mein Tipp für andere Azubis:
Immer dranbleiben und nicht aufgeben, selbst wenn es mal schwer ist. Und  darauf achten, genug Pausen zu machen und die Energie gleichmäßig aufzuteilen.

So geht es für mich jetzt weiter:
Ich bleibe bei meinem Ausbildungsbetrieb. Im März darf ich ein Praktikum im Labor in Japan machen, worauf ich mich besonders freue. /

IHK Reutlingen, Tübingen und ZollernalbFoto: PR

Marvin Kross, 20 Jahre, Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker

Spectra GmbH & Co. KG, Reutlingen


Deshalb habe ich mich für meine Ausbildung entschieden:
Elektronik hat mich schon immer interessiert. Das Zusammenspiel von Soft- und Hardware und die vielen damit verbundenen Möglichkeiten sind faszinierend. Speziell im Zeitalter von Digitalisierung und KI ergeben sich kontinuierlich neue und spannende Aufgaben.

Meine Reaktion, als ich erfahren habe, dass ich bundesweit die beste Prüfung in meinem Ausbildungsberuf abgelegt habe:
Ich war sehr, sehr überrascht. Ich wusste nicht einmal, dass es sowas gibt. Zu den besten 219 von über 300.000 Azubis zu gehören, macht auch ein wenig stolz.

Das macht mir an meinem Job am meisten Spaß:
Die Mischung macht’s. Digitale Schaltungen zu entwerfen, aufzubauen und ihnen durch Software Leben einzuhauchen, macht immer wieder Spaß. Sich kontinuierlich neuen Aufgaben zu stellen und die besten Lösungen dafür zu finden, lässt den Job nie eintönig werden.

Ein Moment in meiner Ausbildung, den ich nie vergessen werde:
Als ich versehentlich nach einem Update die Konfiguration eines Gerätes in den Auslieferzustand versetzt habe und dadurch das Firmennetzwerk nicht mehr ordnungsgemäß funktionierte. Dieser Moment wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Mein Tipp für andere Azubis:
Immer mit Freude bei der Sache sein und in jeder Tätigkeit das Positive sehen – egal ob bei Routinen oder fancy Aufgaben.  

So geht es für mich jetzt weiter:
Ich bin jetzt im Competence Center Automation bei Spectra. Mein Berufsalltag mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten aus IT, KI und Automation macht mir richtig Spaß. /

„In jeder Tätigkeit das Positive sehen“

Annika VöhringerFoto: PR

Annika Vöhringer, 21 Jahre, Technische Produktdesignerin (Fachrichtung Maschinen-/Anlagenkonstruktion)

Alber GmbH, Albstadt


Deshalb habe ich mich für meine Ausbildung entschieden:
Mich haben in der Schule die technischen Fächer begeistert, auch das Arbeiten mit CAD-Anwendungen hat mir viel Spaß gemacht. Dann habe ich mich einfach informiert, welche beruflichen Möglichkeiten es in dieser Richtung gibt.

Meine Reaktion, als ich erfahren habe, dass ich bundesweit die beste Prüfung in meinem Ausbildungsberuf abgelegt habe:
Krass, ich hab´s wirklich geschafft! Zwar stand schon im Raum, dass es mit meinem Ergebnis möglich sein könnte - aber die Freude war trotzdem riesig, als ich Bescheid bekommen habe.

Das macht mir an meinem Job am meisten Spaß:
Den Entwicklungsprozess im Ganzen zu verfolgen. Ein Produkt von der ersten Idee an zu begleiten und zu sehen, was alles machbar ist.

Ein Moment in meiner Ausbildung, den ich nie vergessen werde:
Als ich meine erste selbst konstruierte Baugruppe fertig in meinen Händen gehalten habe – das war ein tolles Gefühl!

Mein Tipp für andere Azubis:
Auf das Wissen von ehemaligen Azubis zurückgreifen. Sie haben meistens genau die gleichen Erfahrungen gemacht wie man selbst.

So geht es für mich jetzt weiter:
Ich arbeite erstmal weiter als technische Produktdesignerin und beginne dann im Oktober ein duales Studium in der Fachrichtung Maschinenbau – Konstruktion und Entwicklung. /

Amelie WehrsteinFoto: PR

Amelie Wehrstein, 23 Jahre, Gestalterin Visuelles Marketing

E. Breuninger GmbH & Co., Reutlingen


Deshalb habe ich mich für meine Ausbildung entschieden:
Mir war schon immer klar, dass ich einen kreativen Beruf ausüben möchte, am liebsten im Modebereich. Ich bin eher praktisch veranlagt, daher hat eine Ausbildung für mich Sinn ergeben. 

Meine Reaktion, als ich erfahren habe, dass ich bundesweit die beste Prüfung in meinem Ausbildungsberuf abgelegt habe:
Ich war sehr überrascht. Zu diesem Zeitpunkt war ich auf einer Reise durch Süd- und Mittelamerika. Die Bestenehrung war ein gelungener Abschluss der Reise.

Das macht mir an meinem Job am meisten Spaß:
Sich im Team kreative Gestaltungskonzepte auszudenken und die Saisonwechsel mitzugestalten. Mir gefällt, wie viel man mit visuellem Marketing erreichen kann.

Ein Moment in meiner Ausbildung, den ich nie vergessen werde:
Als mir bei der Prüfungsvorbereitung bewusst wurde, dass ich ein komplettes Projekt selbst umsetzen kann – von der Gestaltungsidee über die Koordination bis hin zur Fertigstellung. Ich war sehr stolz auf das Konzept, das ich mir ausgedacht habe.

Mein Tipp für andere Azubis:
Man sollte immer zu 100 Prozent hinter seiner Arbeit stehen. Nur so kann man überzeugen. Perfektion kommt durch die Liebe zum Detail.

So geht es für mich jetzt weiter:
Für das kommende Wintersemester werde ich mich auf ein Studium im Bereich Mode- und Textildesign bewerben. /

(Diese Steckbriefe erschienen in der WNA-Ausgabe 2+3/2024.)

Petra Brenner

Petra Brenner

Ausbildung / Prüfungswesen,
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiterin Ausbildung / Prüfungswesen
Schwerpunkte: Bildungspolitik, Lehrstelleninitiative Neckar-Alb, Arbeitskreis Europäischer Sozialfonds Neckar-Alb, IHK-Berufsbildungsausschuss
Telefon: 07121 201-262
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