O-Ton Wirtschaft

Das sagen Unternehmerinnen und Unternehmer

Was bewegt und beschäftigt Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region? In der Reihe „O-Ton Wirtschaft“ kommen sie zu Wort.

Gaskrise: „Die hohen Energiepreise machen Deutschland als Standort unattraktiv."

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Arnd-Gerrit Rösch, Geschäftsführer Rökona Textilwerk GmbH & Co. KG, Tübingen:
„Die Energiepreise sind viel zu hoch – und das nicht erst seit dem Krieg. Das macht Deutschland als Standort unattraktiv, obwohl die Produktion von Gütern die Grundlage unserer sozialen Marktwirtschaft ist. Die bisherigen Maßnahmen der Regierung sind nur ein Herumdoktern an Symptomen. Was wir jetzt brauchen sind deutlich mehr Strom-, Erdgas- und Wärmeangebote. Nur so kann der Preis sinken. Die deutschen Regierenden haben einen Amtseid auf das deutsche Volk geschworen - und diesen gilt es jetzt mit Leben zu füllen.“ /

Homeoffice: Von uns als Unternehmen wird hier eine große Flexibilität erwartet

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Tanja Frank, Personalreferentin Kittelberger Media Solutions GmbH
Der Beginn der Corona-Pandemie hat einen Großteil der Mitarbeiter ins Homeoffice geführt. Für Unternehmen bestand die Herausforderung darin, die Infrastruktur für Remote Work zur Verfügung zu stellen und Arbeitnehmer mussten mit dem neuen Arbeitsformat zurechtkommen. Homeoffice ist längst nicht mehr nur Notlösung, sondern wurde quasi zur neuen Art zur arbeiten. Unternehmenskultur muss deshalb neu gedacht werden. Für uns ist es wichtig für unsere Mitarbeiter attraktiv zu sein und wettbewerbsfähig zu bleiben. Von uns als Unternehmen wird hier eine große Flexibilität erwartet und auch geleistet. Eine flächendeckende, gute Internetanbindung würde diesen ganzen Prozess des Kulturwandels sehr unterstützen und genau das wäre unser Wunsch und unsere Bitte an die Politik./

Corona-Winter: „Das würde unserer Branche den Rest geben."

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Max-Richard Freiherr Raßler von Gamerschwang, Inhaber Hotel Schloss Weitenburg:
„Hotellerie und Gastronomie stehen vor einer Vielzahl von Unwägbarkeiten. Arbeitskräftemangel, unabsehbare Preisentwicklungen, die neuerlichen Corona-Maßnahmen von Bund und Land, unter bestimmten Bedingungen wieder mit Maskenpflicht, vielleicht auch mit weiteren Einschränkungen. Erneute harte Corona-Maßnahmen oder gar Lockdowns würden unserer Branche sprichwörtlich den Rest geben, denn mit staatlicher Unterstützung ist nicht mehr zu rechnen. Die Politik muss die gesenkten Mehrwertsteuersätze für Speisen in der Gastronomie auch über den Jahreswechsel hinaus weiterführen und zusätzlich auf Getränke ausweiten. Zudem muss sie klare Ansagen machen, welche Maßnahmen bei einer weiteren Corona-Welle jetzt im Herbst ergriffen werden und welche nicht. Nur dann haben wir Planungssicherheit. Zinsverbilligte Darlehen und die Förderung von energiesparenden Maßnahmen müssen fortgeführt werden. Nur so kann es gelingen, den Inlandstourismus zu stärken.“ /

IT-Sicherheit: Hacker-Angriffe schaden Unternehmen

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Thomas Ströbele, geschäftsführender Gesellschafter yourIT GmbH: „Aktuell haben wir viele Einschläge, was Cyber-Security anbelangt und die Problematik für den Unternehmer ist: Er kann zurzeit nur sehr schwer beurteilen, ob ein IT-Dienstleister für ihn geeignet ist. Ein Unternehmer ist versucht, den unsichereren Dienstleister auszuwählen, weil der das System auch zum Laufen bekommt. Erst wenn der Hacker-Angriff durchgegangen ist, haben wir die Sicht, dass viele Dinge nicht richtig eingestellt wurden. Meine Forderung ist, dass IT-Dienstleister daran gemessen werden, wie gut sie sich aufgestellt haben im Bereich Cyber-Security. Da könnte man eine Norm ISO 27001 als Maß wählen. Da ist alles schon vorbereitet, es hapert zurzeit nur an der Durchsetzung.“

Zu hohe Spritpreise: „Bis zu 20 Cent mehr pro Kilometer“

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Frank Wiest, Geschäftsführer HVB Wiest + Schürmann Hechinger Verkehrsbetriebsgesellschaft mbH, Hechingen: „Wir Busunternehmen haben momentan vor allem mit zwei großen Problemfeldern zu kämpfen: zum einen mit dem Fachkräftemangel – es fehlen uns also Busfahrerinnen und Busfahrer –, zum anderen mit den hohen Dieselpreisen. Der Busführerschein ist aufgrund von gesetzlichen Vorgaben in den vergangenen Jahren sehr teuer geworden ist. Das muss wieder bezahlbar werden! Zum Thema Dieselpreis: Pro gefahrenem Kilometer kommen zurzeit zwischen 18 und 20 Cent Mehrkosten auf uns zu. Für unseren Busbetrieb sind das in Summe zusätzliche Mehrkosten von bis zu einer Million Euro im Jahr! Unsere Liquidität ist dementsprechend sehr angespannt und wir müssen schauen, wie wir hier über die Runden kommen. Wir bitten dringend, dass die Aufgabenträger, sprich die Landkreise und Städte, einen Ausgleich schaffen, vor allem für mittelständische Unternehmen wie uns. Ein Vorbild für staatliche Hilfsmaßnahmen könnten hier die schnellen und flexiblen Ausgleichszahlungen sein, wie sie zu Corona-Zeiten stattgefunden haben.“ /

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Christoph Heise

Christoph Heise

Existenzgründung und Unternehmensförderung, Kommunikation
IHK-Zentrale
Position: Stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Bereichsleiter
Schwerpunkte: Pressearbeit, Redaktion "WNA | Wirtschaft Neckar-Alb", Online-Redaktion, Koordination Interessenvertretung
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