Korruptionsprävention - Was können Unternehmen tun?

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Korruption ist nicht nur strafrechtlich relevant, sondern schadet auch nachhaltig dem öffentlichen Ansehen von Unternehmen. Wie können Betriebe Korruption vorbeugen? Fünf Tipps von Korruptionspräventionsexpertin Carolina Echevarria.

  • Führen Sie eine Analyse der Korruptionsrisiken durch: Die Durchführung einer (wiederkehrenden) Compliance-Risikoanalyse ist elementarer Bestandteil des Com-pliance-Programms. Es hilft, Risiken systematisch zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu formulieren.
  • Bestehen Sie auf das Vier-Augen-Prinzip: Besondere Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel das Mehr-Augen-Prinzip oder auch ein Rotationsprinzip sollten in korruptionsgefährdeten Unternehmensbereichen oder Geschäftsfeldern umgesetzt werden. So können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa alle besonders korruptionsanfälligen Vorgänge gegenzeichnen lassen.
  • Überprüfen Sie Ihre Geschäftspartner: Insbesondere die Geschäfte stark exportorientierter Unternehmen bergen spezifische Risiken. Die Prüfung, ob ein Geschäftspartner sich rechtmäßig und integer verhält („due diligence“), ist mehr als nur ein Compliance-Thema.
  • Schaffen Sie Anreize: Setzen Sie im Unternehmen Anreize, damit Mitarbeiter/-innen vorhandene Regeln befolgen oder auch Fehlverhalten unverzüglich melden.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter: Befähigen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu, sich konform zu internen Regelungen zu verhalten. Insbesondere betrifft dies die Mitarbeitergruppen, in denen Korruptionsrisiken identifiziert wurden, zum Beispiel in Vertrieb oder Logistik. Die Auswahl, Einarbeitung und Beaufsichtigung der jeweiligen Mitarbeiter/-innen unterliegt ebenfalls besonderer Sorgfalt. Bereits in den Arbeitsverträgen kann ein Verbot jeglicher Form von Korruption aufgenommen werden.

Die Expertin: Carolina Echevarria ist Leiterin des 10. Prinzips (Korruptionsprävention) des Global Compact Netzwerks Deutschland und Regionalmanagerin für Lateinamerika der Allianz für Integrität.

Training Korruptionsprävention
Vom 19. bis 21. Januar 2021 bietet das Deutsche Global Compact Netzwerk der Vereinten Nationen in Kooperation mit dem IHK-Netzwerk Nachhaltigkeit und dem EZ-Scout der IHK Reutlingen ein vierteiliges Training zu Korruptionsprävention und Compliance in Unternehmen an. Programm und Anmeldung

Tatjana Capriotti

Tatjana Capriotti

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