Energiespartipps

Kompetenzstelle Energieeffizienz Neckar-Alb (KEFF)

Waren werden gekühlt, Verkaufsräume und Büros beheizt, Schaufenster beleuchtet, Produktionshallen belüftet: In Unternehmen wird viel Energie verbraucht. Wie sich Energie einsparen und damit unnötige Kosten und klimaschädliche Emissionen vermeiden lassen, verrät die Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) Neckar-Alb in ihren Energiespartipps.

 

 

Aktuelle Energiespartipps

Dezember 2019: Effizienzkiller Staub

Werden im Unternehmen Druckluftanlagen genutzt, sind etwa zugesetzte Filter und verstaubte Kompressoren häufig die Ursache für zu hohe Druckverluste. Die Reinigung der Filter erhöht nicht nur die kurzfristige Effizienz der Anlage, sondern spart gegenüber eines (zu frühen) Filteraustauschs auch Kosten ein. Bei Kühlgeräten kann eine verstaubte Lüftung ebenfalls den Energieverbrauch um bis zu fünf Prozent erhöhen. Wer am Kühlgerät Lamellen, Verflüssiger und Türdichtungen regelmäßig reinigt, spart demgegenüber bis zu 15 Prozent Energie ein. Wer regelmäßig zu den Putzutensilien greift, spart also bares Geld.

 

November 2019: Heizung überprüfen und optimal einstellen

Unternehmen, die Energie und Kosten sparen wollen, setzen am besten bei der Heizung an. Der Austausch einer alten Umwälzpumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe bringt Energieeinsparungen von bis zu 70 Prozent mit sich. Ein hydraulischer Abgleich – der dafür sorgt, dass alle Heizkörper gleichmäßig warm werden – kann die Energiekosten immerhin um 5 bis 10 Prozent reduzieren. Und auch mit noch einfacheren Maßnahmen können die Heizkosten gesenkt werden: Pro Grad Temperaturabsenkung im Raum sinkt der Energieverbrauch um 5 bis 6 Prozent. Durch Nacht- und Wochenendabsenkungen der Raumtemperatur werden sogar Einsparpotenziale von bis zu 8 Prozent erreicht.

 

Oktober 2019: Fenster und Außentüren abdichten

Durch undichte Fenster- und Außentürdichtungen gehen bis zu zwei Drittel der Raumwärme verloren. Dabei können unnötig hohe Heizkosten in Büro- und Produktionsgebäuden mit einfachen Mitteln schnell gesenkt werden: Kleb- oder schraubbare Türdichtschienen halten Zugluft fern und sind für unter 15 Euro kostengünstig im Baumarkt erhältlich. Fenster können einfach und ohne große Kosten mit selbstklebenden Schaum- oder Gummidichtungen abgedichtet werden. Die Beseitigung von leichten Undichtigkeiten führt bereits zu jährlichen Kosteneinsparungen im zwei- bis dreistelligen Bereich. Positiver Nebeneffekt: Die Abdichtungen sparen nicht nur Geld ein, sondern schützen auch vor Lärm und Staub.

 

September 2019: Schnelllaufrolltore

Der Name sagt es bereits: Schnelllaufrolltore öffnen und schließen sehr schnell - und sparen damit Zeit und bares Geld. Im Winter kann mit ihnen das Entweichen, im Sommer das Eindringen warmer Luft reduziert werden. Der Betriebsablauf wird optimiert und die Temperaturen können auf einem konstanteren Niveau gehalten werden. Bei häufigen Warenein- und -ausgängen kann durch die Installation eines Schnelllauftors bis zu 60 Prozent Energie eingespart werden. Zusatztipp: Werden große Tore auch von Mitarbeitern als Ein- und Ausgang genutzt, lohnt sich gegebenenfalls der Einbau einer separaten Mitarbeitertür, um großen Wärmeverlusten entgegenzuwirken.

 

Juli 2019: Klimaanlage richtig einstellen

Ist die Klimaanlage im Büro oder in der Produktionshalle zu kalt eingestellt, kann dies zu Erkältungen oder Kreislaufbeschwerden führen. Ideal ist es, wenn im Sommer die Temperatur im Innenbereich maximal 6°C kühler ist als außen. Das ist nicht nur besser für die Gesundheit, sondern spart auch Energie gegenüber einer zu starken Kühlung. Für noch mehr Energieeffizienz beim Kühlen sollte die Klimaanlage zudem an die Betriebszeiten angepasst werden. Alternativen sind zum Beispiel ein nächtlicher Lüftungsbetrieb oder Verschattungssysteme an den Fenstern.

 

Juni 2019: Firmentoiletten optimieren

Toiletten sind große Wasserverbraucher: Durchschnittlich fast 30 Prozent des täglichen Trinkwasserverbrauchs entfallen auf die Toilettenspülung. Ältere Toiletten benötigen zirka 9 bis14 Liter pro Spülung, obwohl 6 bis 9 Liter meist vollkommen ausreichen. Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich Wasser einsparen, etwa indem man alte Spülkästen ersetzt. Bei Spülkästen mit der Zwei-Mengen-Technik kann beispielsweise zwischen einer großen und einer kleinen Wassermenge gewählt werden. Auch Spülkästen mit einer Spül-Stopp-Funktion lohnen sich und machen sich schnell bezahlt: Über das eingesparte Wasser freut sich nämlich nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel.

 

Mai 2019: Kühlgeräte richtig einstellen und Gummidichtungen überprüfen

Eine kaputte Gummidichtung bei Kühlschränken erhöht den Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent. Neben dem Austausch beschädigter Dichtungen bieten Kühl- und Gefrierschränke weitere Potenziale, um Energie zu sparen. So sind viele Kühlschränke auf Stufe 3 oder 4 eingestellt, obwohl Stufe 2 (7° C) meist völlig ausreicht. Je höher die eingestellte Temperatur, desto geringer der Energieverbrauch (4–6 Prozent je Grad). Auch das klassische Enteisen hilft beim Sparen: Vereiste Gefriertruhen benötigen bis zu 8 Prozent mehr Strom. Zudem sollte darauf geachtet werden, die Lüftungsöffnungen der Kühlmöbel nicht zu verdecken und immer einen ausreichenden Abstand zur Wand zu lassen. Das reduziert den Stromverbrauch um bis zu 10 Prozent.

 

April 2019: Beleuchtung optimieren

Ungefähr 19 Prozent des weltweiten Elektrizitätsverbrauchs entfallen auf die künstliche Beleuchtung. Dabei gibt es neben der bekannten Option, die Beleuchtung auf LED-Lampen umzurüsten, viele weitere Möglichkeiten, um Energie einzusparen: So benötigen etwa Räume mit hellen Wänden und Decken bis zu 50 Prozent weniger Strom als dunkel gestrichene Räume, um die gleiche Beleuchtungsstärke zu erhalten. Durch Absenkung der Lampenhöhe über der zu beleuchtenden Fläche lässt sich zudem die Anzahl der benötigten Lampen reduzieren. Auch der Einsatz von Bewegungs- oder Präsenzmeldern lohnt sich. Bewegungsmelder gibt es schon ab zehn Euro und sorgen dafür, dass das Licht nur dann brennt, wenn es auch tatsächlich benötigt wird.

 

Dezember 2018: Wärmerückgewinnung

Eine der wirtschaftlichsten Methoden zur Energieeffizienzsteigerung in einem Unternehmen ist die Wärmerückgewinnung. Bei ihr geht es um die Wiedernutzbarmachung thermischer Energie aus Wärmeprozessen. Es werden also Energiepotenziale aus Energieströmen – etwa aus Herstellungsprozessen oder der Lüftungsanlage – mehrfach genutzt. Die Abwärmeenergie aus Abluft und Abgasströmen kann etwa zur Raumbeheizung oder Verbrennungsluftvorwärmung genutzt werden. Die Wärmerückgewinnung geschieht über sogenannte Wärmetauscher (Wärmeüberträger).

Je nach Medium, aus dem die Wärme zurückgewonnen werden soll, werden Wärmetauscher unterschiedlicher Bauformen mit unterschiedlichen thermischen Verfahren eingesetzt. Falls das Temperaturniveau des Abwärmestroms sehr niedrig ist, kann zur Nutzung des Energiepotenzials die Temperatur über Wärmepumpen angehoben werden. Dies ist besonders bei flüssigen Medien von Bedeutung. Wenn die verfügbare Abwärme und deren Nutzung nicht gleichzeitig anfallen, können regenerative Wärmetauscher oder zusätzlich Thermospeicher eingesetzt werden.

 

November 2018: Gebäudehülle optimieren

Eine Optimierung der Gebäudehülle lohnt sich. Sowohl Wärmeverluste als auch Erwärmungen in Gebäuden – besonders in Produktions- und Lagerhallen – sorgen für einen hohen Energiebedarf. Mit der richtigen Dämmung der Außenverkleidung lassen sich diese Heiz- und Klimakosten reduzieren. Besonderes Augenmerk sollte auf die Dämmung der Außenwände (inklusive Decken und Dächer) sowie auf moderne Fenster und Torsysteme gelegt werden. Ziel sollte es immer sein, Wärmeverluste zu vermeiden.

Maßgeblicher Faktor bei der Minimierung von Wärmeverlusten eines Gebäudes ist der sogenannte U-Wert. Er ist das Maß dafür, in welchem Umfang Wärme durch eine Wand, ein Fenster und das Dach dringt, wenn zu beiden Seiten unterschiedliche Temperaturen herrschen. Als Faustregel gilt: Je niedriger der U-Wert, umso weniger Wärme geht verloren. Wärmegedämmte Außenwände, Decken und Dächer sowie moderne Fenster können den Heizbedarf eines Gebäudes um mehr als 50 Prozent reduzieren. Auch die nachträgliche Dämmung zahlt sich aus. Positiver Nebeneffekt: Die Dämmung schützt im Sommer vor hohen Temperaturen im Gebäudeinneren.

 

Oktober 2018: LED-Leuchten

Investitionen in moderne Büro- und Anlagenbeleuchtungen zahlen sich aus. LED-Leuchten verbrauchen bei gleicher Lichtausbeute bis zu 90 Prozent weniger Strom als veraltete Glühlampen und bis zu 10 Prozent weniger als eine Energiesparlampe. Weitere Vorteile: LED-Leuchten sind nach dem Einschalten sofort hell und extrem schaltfest, zudem sind sie äußerst langlebig. Es werden Betriebszeiten von über 50.000 Stunden gegenüber ca. 10.000 Stunden einer herkömmlicher Beleuchtung erreicht. Die LED-Technik zeichnet sich zudem durch eine hohe Lichtausbeute bei geringer Wärmeentwicklung aus. LED erreichen eine Lichtausbeute von bis zu 80 lm/w, die effizientesten weißen LED sogar eine Lichtausbeute von 215 lm/W.

Für den optimalen Betrieb einer Beleuchtungsanlage ist neben einem hohen Wirkungsgrad des Leuchtmittels auch die richtige Lichtverteilung wichtig. Sie beeinflusst neben der Energieeffizienz auch den Beleuchtungskomfort, etwa durch Minimierung der Blendwirkung. Mit Zeitschaltuhren, Bewegungssensoren sowie dimmbaren Vorschaltgeräten bei Leuchtstoffröhren lassen sich bis zu 70 Prozent des Stromverbrauchs einsparen.

 

September 2018: Betriebliches Lastmanagement

Ein betriebliches Lastmanagement spart Energiekosten, ohne dass sich die bezogene Energiemenge verändert. Unter Lastmanagement versteht man die Optimierung eines Lastgangs, also des maximal erforderlichen Energiebezugs. Mit ihm können die Bereitstellungskosten für Energie im Betrieb reduziert werden. Dazu wird zunächst der Strom-/Gasverbrauch bzw. -bedarf analysiert. Anschließend werden Maßnahmen ausgewählt, um die jeweilige Spitzenlast zu begrenzen. Strom- oder Gasverbraucher werden dann je nach Bedarf zu- oder abgeschaltet, sodass ein deutlich reduzierter Spitzenwert der Abnahme von Strom oder Gas eingehalten wird. Der Einsatz von Verbrauchern, die ihre Energie problemlos auch noch später beziehen können, wird einfach zeitlich verschoben.

Durch die reduzierte Spitzenlast kann der Leistungspreis im Strom- oder Gasvertrag mit dem Energieanbieter dann deutlich günstiger ausgehandelt werden. Eine (Spitzen-)Lastoptimierung ist vor allem immer dann sinnvoll, wenn über geringe Zeiträume – etwa 80 bis 100 Stunden im Jahr (entsprechend zirca ein Prozent der Zeit) – eingegriffen werden muss, um vergleichsweise hohe Leistungsreduzierungen zu erreichen.

 

Juli 2018: Kompressionskälteanlagen überprüfen

Wer die Betriebstemperaturen seiner Kompressionskälteanlagen regelmäßig prüft, kann Energie und Geld sparen. Logisch, um Kälte zu erzeugen, muss Wärme entzogen werden. In mehr als 90 Prozent der Fälle werden zur Kälteerzeugung Kompressionskälteanlagen eingesetzt. Sie arbeiten zuverlässig und sorgen somit für eine hohe Betriebssicherheit, haben jedoch einen Nachteil: Sie verbrauchen viel Strom. Bei der elektrischen Leistungsaufnahme kommt dem Verdichter dabei mit rund 88 Prozent der größte Anteil zu.  Es sollte deshalb Ziel sein, die vom Verdichter zu verrichtende Arbeit so gering wie möglich zu halten. Beeinflussbar ist dies durch die Wahl der Verdampfungs- und Kondensationstemperatur.

Genau hier liegt das größte Einsparpotenzial bei Kompressionskälteanlagen: Je kleiner die Temperaturdifferenz, desto geringer ist die vom Verdichter zu überwindende Druckdifferenz und somit der Energieaufwand für den Anlagenbetrieb. Für eine um 1 °C höhere Verdampfungstemperatur wird der Energieaufwand des Verdichters um rund vier Prozent gesenkt. Ein Absenken der Kondensationstemperatur um 1 °C reduziert den Energieaufwand des Verdichters um rund drei Prozent.

 

Juni 2018: Energiefresser Stand-by-Modus

Vermeintlich abgeschaltete Geräte sind auch im Stand-by-Modus oft große Energiefresser. Hier lohnt es sich, öfter mal den Stecker zu ziehen. Gibt es am PC und an der Kaffeemaschine im Büro keinen richtigen Ausschalter? Ist das Netzteil des Deckenfluters warm oder brummt? Dann verbrauchen diese Geräte rund um die Uhr Strom. Das sorgt nicht nur für eine teure Stromrechnung, sondern auch für einen hohen CO₂-Ausstoß. Das Umweltbundesamt beziffert die unnötigen Kosten dieser sogenannten „Stand-by-Verbraucher“ deutschlandweit auf vier Milliarden Euro im Jahr. Abhilfe kann der flächendeckende Einsatz von funkgesteuerten Steckdosen oder abschaltbaren Steckdosenleisten schaffen. Diese gibt es bereits für fünf Euro. Ein Strommessgerät für die Steckdose hilft beim Aufspüren der besonders großen Stand-by-Verbraucher im Betrieb.

Zudem sollte bereits bei einer Neuanschaffung darauf geachtet werden, dass sich Geräte vollständig vom Netz trennen lassen. Besonders bei günstigen Geräten ist der Stand-by-Stromverbrauch oft unverhältnismäßig hoch. Über die Lebensdauer gesehen sind solche Energieverschwender dann teurer als effiziente Geräte.

 

Mai 2018: Lüftungsanlagen optimieren

Unternehmen, die ihre Lüftungsanlagen optimieren, können viel Energie sparen. Raumlufttechnische Anlagen sorgen in Büros  und Produktionshallen für die richtige Betriebstemperatur, ihre Energiekosten können sich auf Dauer jedoch zu einem erheblichen Kostenfaktor entwickeln. Dreh- und Angelpunkt für die energetische Optimierung sind die Ventilatoren. Vor allem der Betrieb von Ventilatoren in RLT-Anlagen kann sehr energieintensiv sein: Etwa 90 Prozent der Lebenszykluskosten eines Ventilatorsystems entfallen auf die Energiekosten. Deshalb ergeben sich für eingesetzte Ventilatorsysteme inklusive ihrer elektrischen Antriebe hohe Einspareffekte.

So lohnt es sich etwa, die Luftmenge der Anlage zu optimieren. Die Optimierung wirkt sich direkt auf den Energiebedarf für den Lufttransport und damit auch für die Komponenten zur Luftaufbereitung aus. Entscheidend ist immer eine nutzungsangepasste Auslegung und Betriebsweise, da die eingestellte Luftmenge in dritter Potenz die Ventilatorleistung bestimmt. Dabei ist es wesentlich, bei der energetischen Optimierung stets das gesamte Lüftungssystems mit allen einzelnen Komponenten im Blick zu behalten.

 

April 2018: Hocheffizienzmotoren

Wer alte Motoren durch Hocheffizienzmotoren ersetzt, kann Energie und Geld sparen. Etwa 70 Prozent des Gesamtstromverbrauchs eines  Industriebetriebs entfallen auf elektrische Antriebe. Da diese in nahezu allen technischen Anlagen (Maschinen, Pumpen, Ventilatoren usw.) Anwendung finden, kann durch den Austausch alter Motoren viel Energie eingespart und eine Reduzierung der CO₂-Emissionen bewirkt werden.

Betrachtet man die gesamte Lebensdauer eines Elektromotors, entfallen rund 96 Prozent der Gesamtkosten auf den Stromverbrauch, nur zirka 2,5 bis 3 Prozent auf die Anschaffung, der Rest auf die Wartung. Effiziente Elektromotoren mit höherem Wirkungsgrad führen entsprechend zu erheblichen Einsparungen – sowohl auf gesamtwirtschaftlicher als auch auf betriebswirtschaftlicher Ebene. Die Wahl des elektrischen Antriebs sollte sich deshalb nach der Lebensdauer des Motors richten. Investitionsmehrkosten für energieeffizientere Antriebssysteme amortisieren sich aufgrund der Energiekosteneinsparung innerhalb kürzester Zeit: In der Regel übertreffen die eingesparten Energiekosten die Anschaffungskosten bereits im ersten Jahr.

 

März 2018: Druckluftanlagen auf Leckagen überprüfen

Wer in seiner Firma Druckluft nutzt, sollte die gesamte Druckluftanlage regelmäßig auf Leckagen überprüfen. Dies ist besonders wichtig, da man zirka 70 bis 80 Prozent der Leckagen gar nicht hört – erst ab einem Lochdurchmesser von ungefähr zwei Millimetern und sieben Bar Überdruck werden sie hörbar. Dabei verursachen bereits Leckagen mit einem Durchmesser von nur einem Millimeter unnötige Kosten von mehreren hundert Euro im Jahr. Größere Leckagen können gar mit jährlichen Mehrkosten in Höhe von einigen tausend Euro zu Buche schlagen. Da der Netzdruck bei Luftdruckanlagen oft deutlich über sechs Bar liegt, sind sogar noch höhere Verluste möglich.  Eine regelmäßige Leckageprüfung und -beseitigung ist deshalb unabdingbar.

Dies nicht zuletzt, weil Verluste durch Leckagen in jeder Druckluftstation zu finden sind, gerade bei gewachsenen Systemen können sie bis zu 30 Prozent betragen. Durch die Beseitigung von Druckluftleckagen sind dagegen durchschnittliche Einsparpotenziale von zehn bis 20 Prozent erzielbar. Prüfen Sie, wie viel Euro sich in Ihrem Betrieb sprichwörtlich in Luft auflösen!

 

Februar 2018: Heizungrohre dämmen

In den Heizungskellern vieler Firmen schlummern ungenutzte Energiesparpotenziale. Sind Heizungsrohre ungedämmt, geht viel Wärme verloren, bevor sie die Heizkörper erreicht. Deshalb sollten Heizungsleitungen in kaum genutzten Bereichen wie im Keller unbedingt gedämmt werden. Das spart nicht nur Heizkosten, sondern ist nach der Energieeinsparverordnung sogar gesetzlich vorgeschrieben. Überschlägig berechnet gehen pro laufendem Meter nicht gedämmtem Rohr bei einer Vorlauftemperatur von 70 °C im Jahr ca. 230 kWh an Wärme verloren. Je nach Energieträger sind das Kosten in Höhe von 10 bis 20 Euro pro Meter im Jahr, die sich schnell zu ein paar 100 Euro aufsummieren.

Dagegen liegen die Investitionskosten für die Dämmung von Heizungsrohren je nach Aufwand zwischen 10 und 30 Euro pro Meter Rohr. Eine nachträgliche Dämmung von Heizungsrohren hat deshalb enorme Energie- und Kosteneinsparungen zur Folge und amortisiert sich in der Regel schon innerhalb einer einzigen Heizperiode. Auch die Nachrüstung von Dämmhülsen für die Heizungsarmaturen (Pumpen, Mischer, Ventile) lohnt sich. 

 

Sie möchten die ungenutzten Energiesparpotenziale in Ihrem Betrieb aufdecken? Die Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) Neckar-Alb kommt gerne zu einem kostenfreien Energieeffizienzcheck (KEFF-Check) vorbei und bietet Ihnen eine neutrale und unabhängige Hilfestellung rund um das Thema Energieeffizienz. Mail an arian.badamdeh.keff-bw@reutlingen.ihk.de genügt.

Ihr Ansprechpartner

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IHK Reutlingen Bereich: Innovation und Umwelt
Position: Projektmanager Energie und Umwelt
Schwerpunkte: Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) der Region Neckar-Alb
Telefon: 07121 201-203
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