Ebola und Geschäftsreisen

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Wie riskant sind Geschäftsreisen in die vom Ebola-Virus betroffenen Länder Westafrikas? Die Faustregeln lauten: Körperkontakt vermeiden und Hygieneregeln einhalten.

Die Übertragung von Ebola geschieht durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Erbrochenem oder Kot, nicht jedoch durch Tröpfcheninfektion, erläuterte der Reutlinger Mediziner Dr. Michael Weinlich im Interview mit „WNA | Wirtschaft Neckar-Alb“. Der Chef der Reutlinger Med Con Team GmbH, die Mitarbeiter im Ausland bei medizinischen Notfällen betreut, hält es für unwahrscheinlich als Geschäftsreisender in die Nähe von infizierten Patienten zu kommen. „Selbst wenn dies der Fall wäre, zeigt der empfohlene Sicherheitsabstand von einem Meter, dass die Gefahr für Geschäftsreisende gering ist.“

Auch im Flugzeug ist aus Sicht von Weinlich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion ebenfalls äußerst gering. „Selbst wenn ein Ebola-Patient direkt neben einem sitzt, ist eine Übertragung mit Sekreten sehr schwierig. Zudem lässt die sehr trockene Luft im Flugzeug den Ebola-Virus rasch absterben.“

Um als Reisender vorzubeugen und sich selber zu schützen, empfiehlt der Arzt die konsequente Einhaltung von Hygieneregeln. „Dazu gehören häufiges Händewaschen oder auch die Vermeidung von direktem Kontakt mit Menschen mit grippeähnlichen Symptomen oder sexuellen Kontakten.“ Der Virus hat laut Weinlich eine leicht verletzliche Hülle, die durch Reinigungsmittel oder Trockenheit rasch zerstört wird.

Zum ganzen Interview in WNA.