Mit uns können Sie rechnen: Leistungsbericht 2017

Als Unternehmerin oder Unternehmer sind Sie es gewohnt, auf Zahlen zu schauen – zumal dann, wenn es um Kosten geht. Aus diesem Grund wollen wir kurz und bündig anhand einiger Daten und Fakten Transparenz schaffen: Was kostet die IHK? Was leistet sie und was geschieht mit meinen Beiträgen?

Denn genau diese Fragen werden Sie sich bei der Lektüre Ihres Beitragsbescheids stellen. Die gute
Nachricht vorweg: Die zuletzt 2014 um elf Prozent auf 0,16 Prozent gesenkten Hebesätze bleiben auch in 2018 konstant. Vor allem aber wollen wir Ihnen danken: Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie die Arbeit der IHK als politische Interessenvertreterin und kompetente Dienstleisterin für fast 50.000 Betriebe in der Region. 

Wie finanziert sich die IHK?

Etwa die Hälfte der IHK-Erträge kommt aus den IHK-Beiträgen. Dazu tragen Grundbeiträge und Umlagen etwa zu gleichen Teilen bei. Bei den Verkaufserlösen dominiert das Weiterbildungsgeschäft. Aber auch Einnahmen aus Netzwerk- und Infoveranstaltungen spielen eine beachtliche Rolle. Die Umsätze aus öffentlich-rechtlichen Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Gebühren in der Ausbildung, für Fortbildungsprüfungen und für Dokumente im internationalen Warenverkehr.

Wie entwickelt sich die Eigenfinanzierung?

IHK-Leistungen, die Firmen individuell in Anspruch nehmen, werden individuell abgerechnet – und zwar kostendeckend. Dadurch kann die IHK Reutlingen etwa die Hälfte ihrer Aktivitäten ohne Beiträge selbst finanzieren – und die Beiträge so niedrig halten. Grund für die Spitze 2009 waren öffentlich geförderte Qualifizierungsmaßnahmen. Der niedrige Wert 2017 ist IHK-Baumaßnahmen geschuldet. Strategisches Ziel ist es, die Eigenfinanzierung sukzessive zu steigern.

Wofür wird mein IHK-Beitrag verwendet?

Für Leistungen, deren Aufwand nicht anderweitig gedeckt ist, erhebt die IHK Reutlingen Beiträge. Dazu gehören etwa die Interessenvertretung, aber auch Teile der Berufsausbildung. Die Beiträge setzen sich aus einem Grundbeitrag (4,0 Millionen Euro) und einer ertragsabhängigen Umlage (4,6 Millionen Euro) zusammen. Übrigens: Nicht im Handelsregister eingetragene Kleinunternehmen mit einem Jahresertrag bis 5.200 Euro müssen keinen IHK-Beitrag bezahlen

Wer zahlt wie viel IHK-Beitrag?

Das verarbeitende Gewerbe und der Handel kamen mit 29 beziehungsweise 23 Prozent für mehr als die Hälfte aller IHK Beiträge auf. Auch der durchschnittliche IHK-Beitrag der Beitragszahler in diesen Branchen ist am höchsten. Die niedrigsten rechnerischen Beiträge zahlen Unternehmen in der Gastronomie sowie im Baugewerbe. Die Handelsregisterfirmen kommen für 84 Prozent aller IHK-Beiträge auf. Die große Zahl kleiner Unternehmen trägt dagegen nur 16 Prozent.

203,48 Euro im Schnitt

Was kostet die IHK pro Mitglied? Das ist individuell sehr unterschiedlich. Der durchschnittliche Beitrag errechnet sich aus der Summe aller Beiträge dividiert durch die Anzahl der IHK-Mitglieder. Er lag 2016 bei 203,48 Euro - und damit im unteren Bereich der baden-württembergischen IHKs. Mehr als 50 Prozent der IHK-Mitglieder werden 2018 gar keinen Beitrag zahlen müssen.

18.500 Mitglieder mehr

Zwischen 2001 und 2017 erhöhte sich die Zahl der IHK-Mitgliedsbetriebe um mehr als 18.500. Obwohl der Umfang der angebotenen IHK-Dienstleistungen im gleichen Zeitraum deutlich ausgeweitet wurde, sank die Zahl der IHK-Mitarbeiter pro 1.000 Unternehmen von 2,49 auf 2,10 um 15,7 Prozent. 

Ausbildung: Dafür setzen wir uns ein

Der IHK-Fachkräftemonitor prognostiziert bis 2030 einen Bedarf von knapp 23.500 Fachkräften in der Region. Fehlen werden rund 22.000 beruflich Qualifizierte – aber nur 1.400 Akademiker. Die IHK wirbt deshalb intensiv für die berufliche Ausbildung. In den letzten 15 Jahren blieb die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge mit rund 2.500 pro Jahr konstant. Die Betriebe bilden ihren benötigten Nachwuchs selbst aus. Das lässt sich etwa am Berufsbild Fachinformatiker ablesen: 2012 wurden zum Ausbildungsstart 69 Verträge geschlossen, 2017 waren es 109. Auch die berufliche Weiterbildung entwickelt sich positiv: 2017 wurden rund 4.100 Prüfungen für Abschlüsse wie Betriebswirt oder Industriemeister abgenommen.

Anzahl der IHK-Netzwerke

Experten sind sich einig: Netzwerken ist ein entscheidendes Kriterium für den Unternehmenserfolg. Das gilt insbesondere für kleine und mittelständische Firmen. Aus diesem Grund hat die IHK ihr Angebot an Branchen-, Fach- und Themennetzwerken weiter ausgebaut. Hier trafen sich 2017 rund 2.000 Verantwortliche aus Unternehmen der Region bei über 200 Veranstaltungen. Die Netzwerke sind eine zeit- und kostengünstige Form der Weiterbildung. Sie bieten praxisnahe Fachvorträge zu aktuellen Themen und neue Impulse für den Berufsalltag. Hinzu kommen Kontakte und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Die Kosten der IHK-Netzwerke tragen die Teilnehmer selbst.

Weitere Informationen zu den Finanzen und anderen Kenngrößen der IHK gibt es bei den Navigationspunkten Bilanzen, Beitrag und Gebühren sowie im Transparenzportal der IHKs.

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: Kommunikation
Position: Leiterin Events und Marketing
Schwerpunkte: Printprodukte, IHK-Netzwerk Kommunikation, Events
Telefon: 07121 201-172
Fax: 07121 201-4172
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