Ausbildung und Prüfung

IHK Reutlingen, Tübingen und ZollernalbFoto: goodluz/shutterstock.com

Mit dem ersten Lockdown mussten kurzfristig alle anstehenden Zwischenprüfungen abgesagt werden. Am Ende von 2020 kann festgehalten werden: Es ist gelungen, alle notwenigen Prüfungen unter Corona-Bedingungen nachzuholen.

Insgesamt konnten so 5.176 Prüfungen in der Ausbildung und 2.010 in der Weiterbildung mit Abstand und Hygienekonzept durchgeführt. Über 6.200 Auszubildende wurden durch die IHK betreut und begleitet.

Ausbildungsbilanz

Ausbildungsbilanz

Die Zahl der neu eingetragenen Lehrverträge ist in 2020 Coronabedingt zurückgegangen. Zum 31. Dezember verzeichnete die IHK 2.164 neue Ausbildungsverträge in Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe. Das waren 388 weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Für den Rückgang gibt es aus IHK-Sicht zwei Gründe: Zum einen waren und sind viele Betriebe verunsichert, weil nicht absehbar ist, wie sich das Infektionsgeschehen auf die Geschäftslage und die Beschäftigung auswirken wird. Zum anderen war es kaum möglich, persönliche Bewerbungsgespräche zu führen oder Karrieremessen zu besuchen, die für den Kontakt zwischen Betrieben und Schülern wichtig sind. Wenn man bedenkt, wie viele Unternehmen nicht öffnen dürfen oder nur eingeschränkt arbeiten können, ist die Bereitschaft zur Ausbildung hoch.

Hohe Ausbildungsbereitschaft

Hohe Ausbildungsbereitschaft

Eine aktuelle Umfrage der IHK zeigt: Die heimischen Betriebe stehen zur Ausbildung. 406 Unternehmen aus den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalbkreis hatten sich an der Befragung beteiligt. Ihre Antworten zeigen, dass die Mehrheit der Unternehmen ihre Ausbildungsverhältnisse als nicht gefährdet ansehen. Auf einer Skala von eins (wenig gefährdet) bis zehn (stark gefährdet) gaben die Betriebe im Schnitt eine 2,99. Diese Tendenz zeigt auch die Zahl der Auszubildenden, die sich in Kurzarbeit befinden. Als größte Herausforderung bezeichneten die Betriebe die sinnvolle Beschäftigung der Auszubildenden bei schlechter Auftragslage und Leerlauf. Unternehmen wünschen sich zudem Zugriff auf digitale Lehr- und Lernangebote der Berufsschulen.

Ausbildungsprämie für Betriebe

Ausbildungsprämie für Betriebe

140 Bestätigungen zur Ausbildungsprämie und neun für einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung hat die IHK 2020 an regionale Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe ausgegeben. Hintergrund ist, dass kleine und mittlere Betriebe bei gleichbleibender oder steigender Zahl der Ausbildungsverhältnisse unter bestimmten Voraussetzungen die Ausbildungsprämie bekommen können. Mehr zum Thema.

Neu: Die AzubiCard

Neu: Die AzubiCard

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres haben die ersten Auszubildenden in der Region die neue AzubiCard erhalten. Ähnlich wie ein Studentenausweis gewährt die Karte ihnen Rabatte – im Einzelhandel ebenso wie bei Freizeitaktivitäten. Betriebe können Partner der AzubiCard werden. Die Karte gilt deutschlandweit.

Zusätzlich haben die Azubis mit der AzubiCard die Möglichkeit, noch schneller Informationen zu ihrer Ausbildung abzurufen. Durch das Einscannen des aufgedruckten QR-Codes gelangen sie auf eine Landingpage, auf der etwa die jeweiligen Ansprechpartner bei der IHK oder Prüfungstermine nachgelesen werden können.

Die AzubiCard dient dazu, die Attraktivität der betrieblichen Ausbildung weiter zu steigern. Betriebe aus der Region haben mit der Karte die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und die junge Zielgruppe für sich zu gewinnen. Neben der IHK Reutlingen haben zahlreiche weitere IHKs in Baden-Württemberg sowie die Handwerkskammer Reutlingen die AzubiCard eingeführt.

Mehr auf www.azubicard.de/reutlingen

Matching: Digital und persönlich

Matching: Digital und persönlich

Die Pandemie erschwert den direkten persönlichen Kontakt zwischen Unternehmen und Bewerberinnen und Bewerbern. Die IHK hat mit dem ersten Lockdown umgehend reagiert und ihren bestehenden Formate in die virtuelle Welt umgezogen. So fanden die IHK-Azubi-Business-Lounge und die IHK-Berufsinfotage erstmals virtuell statt. Dafür konnten Schülerinnen und Schüler, so geschehen bei den IHK-Berufsinfotagen, über einen ganzen Monat über ein Portal Kontakt zu Unternehmen aufnehmen.

Angepasst hat die IHK auch ihre Angebote in Richtung Eltern. Da die beliebten Elterncafés derzeit nicht stattfinden können, hat die IHK die „Elternhotline“ eingerichtet. Mütter und Väter, die ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen wollen, können bei der Hotline anrufen und sich beraten lassen. Mehr zum Thema.

Digitale Bestenehrung

Digitale Bestenehrung

Und auch das gehörte zum Pandemiejahr 2020. Die traditionelle Ehrung der besten Auszubildenden der letzten Prüfungen musste leider ausfallen. Zum Glück nicht ganz. Comedian Dominik Kuhn alias Dodokay sprang in die Bresche und übernahm die Ehrung per Video – inklusive einem großem Lob für die besten Lehrlinge. Ein Film, den man gesehen haben sollte.

Mehr zum Thema Ausbildung liefert das Ausbildungsvideo.

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Petra Brenner

Petra Brenner

Ausbildung / Prüfungswesen
IHK-Zentrale
Position: Bereichsleiterin Ausbildung / Prüfungswesen
Schwerpunkte: Bildungspolitik, Lehrstelleninitiative Neckar-Alb, Arbeitskreis Europäischer Sozialfonds Neckar-Alb, IHK-Berufsbildungsausschuss
Telefon: 07121 201-262
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