Das Corona-Jahr

IHK Reutlingen, Tübingen und ZollernalbFoto: Romolo Tavani - stock.adobe.com

Die Corona-Pandemie hat die Unternehmen der Region in vielen Branchen stark getroffen. Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm, zugleich ist schon jetzt absehbar, dass sich die Wirtschaft in der Zeit danach tiefgreifend ändern wird.

Die IHK hat mit dem ersten Lockdown die Arbeit für ihre Mitglieder intensiv fortgesetzt und sich zugleich grundlegend umgestellt.

Corona-Soforthilfe: 21.341 Anträge

Die IHK Reutlingen hatte im Rahmen der ersten Corona-Soforthilfe die Aufgabe übernommen, die Anträge von IHK-Mitgliedern und Selbständigen aus den drei Landkreisen der Region zu prüfen. Bis zum Abschluss des Programms Ende Mai verzeichnete die IHK Reutlingen 21.341 Anträge. 12.430 Anträge wurden von der IHK positiv geprüft und an die L-Bank weitergegeben. 8.807 gingen an die Antragsteller zurück, weil Angaben fehlten, die Antragsgründe nicht plausibel oder Anträge mehrfach hochgeladen waren. Die Ablehnungsquote lag insgesamt bei unter 2,5 Prozent.

Für die Antragsbearbeitung und Information der Kunden hatte die IHK ihres Teams komplett umgestellt. Im Kunden-Info-Center waren für Erstanfragen zeitweise zehn Kolleginnen und Kollegen im Einsatz. Im Hintergrund waren weitere 60 damit beschäftigt, die eingehenden Anträge der Soforthilfe auf Plausibilität zu prüfen. Die IHK-Corona-Hotline registrierte seit dem Lockdown im März eine fünfstellige Anzahl von Anrufen.

Weitere Corona-Hilfeprogramme

Die IHK ist auch nach der Corona-Soforthilfe wichtige Informationsgeberin und Beraterin für die zahlreiche Hilfsprogramme geblieben. Sie hat ihre Mitglieder breit über die zahlreichen Folgeprogramme etwa für Busunternehmen, das Gastgewerbe oder Kreative informiert. Im Herbst kamen mit November- und Dezemberhilfe zwei weitere Linien hinzu, um die Folgen des zweiten Lockdowns für die Firmen ein wenig abzufedern.

Bei der Stabilisierungshilfe für das Hotel- und Gaststättengewerbe übernahm die IHK erneut die Prüfung der Anträge. Bis Ende Dezember 2020 gingen insgesamt über 550 Anträge ein, knapp 300 vollständige Anträge konnten direkt an die L-Bank weitergeleitet werden.

Beim Tilgungszuschuss Corona für stark betroffene Unternehmen aus dem Bereich der Schausteller, Marktkaufleute, der Veranstaltungsbranche und des Taxigewerbes erreichten die IHK rund 90 Anträge für den Landeszuschuss. Etwa 40 Prozent der Anträge mussten aufgrund von unvollständigen Angaben oder fehlender Anlagen nochmals zurückgeschickt werden, bevor sie nach erneuter Prüfung an die L-Bank weitergeleitet werden konnten.

Virtuelle Meetings: „Mikro an!“

Die IHK macht jedes Jahr rund 800 Veranstaltungen, dazu kommen noch die Seminare, Kurse und Lehrgänge der IHK-Weiterbildung. Wegen der Pandemie ist die IHK mit ihren Angeboten unmittelbar in die virtuelle Welt umgezogen. Aus Präsenz-Veranstaltungen sind bis zum heutigen Tag Online-Formate geworden, ob in der Weiterbildung, bei Netzwerk-Treffen oder politischen Gesprächen.

Der Bedarf am Gespräch ist, wie die Resonanz zeigt, nicht weniger geworden. Gerade bei den Ausschüssen, Gremien oder IHK-vor-Ort-Treffen war der Bedarf hoch, sich auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Viele Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer haben davon profitiert, dass ihre Kurse und Lehrgänge weitergingen – in der Regel nun online. Die Tools bestimmen mittlerweile den kommunikativen Alltag: Gründer-Seminare oder Beratungen finden jetzt fast immer virtuell statt.

Insgesamt hat die schnelle Umstellung gezeigt: Es gibt bei vielen Kundinnen und Kunden der IHK eine große Offenheit gegenüber den neuen Formaten. Für die allermeisten war der Umgang mit den einschlägigen Anwendungen völlig neu und so konnte man sich oft gegenseitig unter die Arme greifen – und sich den freundschaftlichen Hinweis geben, doch mal das Mikrophon anzumachen.

Info, Info, Info

Im Tagesgeschäft muss es immer schnell gehen, in Zeiten der Pandemie noch schneller. Die IHK hat in diesem Corona-Jahr ihr Informationsangebot noch einmal ausgebaut. Gerade zu Beginn der Pandemie wurde die Frequenz des IHK-Newsletters oft auf zweimal wöchentlich hochgefahren. Die Öffnungs- und Klickzahlen zeigen, dass das wichtig war. Mit zum ständig aktualisierten Corona-Angebot gehörte auch die Liste der regionalen Masken-, Tests und Schutzausrüstungsanbieter, die geholfen hat, Angebot und Nachfrage unkompliziert zusammenzubringen.

Die IHK-Newsletter und die IHK-Webseite verzeichneten über weiter Strecken des Jahres um 30 Prozent erhöhte Klickzahlen. Im Sommer konnte dann sogar noch die neue IHK-Webseite ausgerollt werden. Auch im IHK-Magazin „WNA | Wirtschaft Neckar-Alb“ war die Pandemie das bestimmende Thema. Im Mittelpunkt stand vor allem, was Betriebe jetzt wissen müssen und wie Unternehmen mit Corona umgehen.

Hier geht es zu den Newsletter-Angeboten der IHK und zum E-Paper „WNA | Wirtschaft Neckar-Alb“.

Dr. Wolfgang Epp

Dr. Wolfgang Epp

Hauptgeschäftsführung
IHK-Zentrale
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