Beitrag und Finanzen

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Unternehmerinnen und Unternehmer sind es gewohnt, auf Zahlen zu schauen – zumal dann, wenn es um Kosten geht.

Aus diesem Grund schafft die IHK anhand einiger ausgewählter Daten und Fakten Transparenz: Was kostet die IHK? Was leistet sie und was geschieht mit den IHK-Beiträgen? Denn genau diese Fragen werden Sie sich bei der Lektüre Ihres Beitragsbescheids stellen. Die gute Nachricht: Der zuletzt 2014 auf 0,16 Prozent gesenkte Hebesatz bleibt auch in 2021 konstant.

Wie finanziert sich die IHK?

Etwa die Hälfte der IHK-Erträge kommt aus den IHK-Beiträgen. Dazu tragen Grundbeiträge und Umlagen etwa zu gleichen Teilen bei. Bei den Verkaufserlösen dominiert die Weiterbildung. Aber auch Einnahmen aus Netzwerk- und Infoveranstaltungen spielen eine beachtliche Rolle. Die Umsätze aus öffentlich-rechtlichen Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Gebühren, zum Beispiel in der Ausbildung, für Fortbildungsprüfungen und für Dokumente im internationalen Warenverkehr.

Wie entwickelt sich die Eigenfinanzierung?

IHK-Leistungen, die Unternehmen individuell in Anspruch nehmen, werden individuell abgerechnet – und zwar in Form von Gebühren für öffentlich-rechtliche Leistungen sowie von Entgelten für privatrechtliche Aktivitäten. Die Entwicklung zeigt eine deutliche Steigerung. Strategisches Ziel ist es weiterhin, die Eigenfinanzierung der IHK sukzessive zu erhöhen.

Wofür wird mein IHK-Beitrag verwendet?

Beiträge erhebt die IHK für Leistungen, die nicht firmenindividuell abgerechnet werden können. Dazu gehört insbesondere die Interessenvertretung, aber auch Teile der Berufsausbildung. Die Beiträge setzen sich aus einem Grundbeitrag (2020: 4,5 Millionen Euro) und einer ertragsabhängigen Umlage (2020: 4,7 Millionen Euro) zusammen. Übrigens: Nicht im Handelsregister eingetragene Kleinunternehmen mit einem Jahresertrag bis 5.200 Euro müssen keinen IHK-Beitrag bezahlen. Das waren 2020 rund 21.000 Firmen.

Wer zahlt wie viel IHK-Beitrag?

Der Großteil der IHK-Beiträge wird von den 13.102 Unternehmen aufgebracht, die im Handelsregister eingetragen sind. Deren Grundbeiträge und Umlagen machen 37,12% beziehungsweise 43,52% am gesamten IHK-Beitragsvolumen aus. Dabei tragen die 20 ertragsstärksten Unternehmen der Region sogar ein Drittel der gesamten Umlagen. Die rund  32.100 nicht handelsregisterpflichtigen Unternehmen kommen dagegen für 19 Prozent des gesamten IHK Beitragsvolumen auf.

220,56 Euro im Schnitt

Wie steht die IHK Reutlingen in Sachen Beitrag da? Die Antwort lautet: Gut – und zwar im Bundes- wie im Landesdurchschnitt. 2019 lag der Durchschnittsbeitrag bei der IHK Reutlingen bei 220,56 Euro. Dieser Wert errechnet sich aus der Summe der IHK-Beiträge dividiert durch die Zahl der IHK-Mitgliedsbetriebe. Im baden-württembergischen Mittel lag der Durchschnittsbeitrag bei 233,64 Euro, im Schnitt aller 79 deutschen IHKs bei 206,59 Euro.

Über die Höhe von Beiträgen und Gebühren entscheidet die IHK-Vollversammlung als das wichtigste Gremium der IHK. Die Beschlüsse finden dann ihren Niederschlag in den rechtlichen Grundlagen der IHK, also vor allem in der Beitragsordnung, in Gebührenordnung und -tarif sowie den Wirtschaftssatzungen.

Alle rechtlichen Grundlagen können Sie hier nachlesen.

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Detlef Werneck

Detlef Werneck

Zentrale Dienste und Kundenmanagement
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