Die Touristen von morgen

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Im Jahr 2011 wurden in der Region Neckar-Alb 12,6 Prozent aller Übernachtungen von ausländischen Touristen gebucht. Ist das viel, ist das wenig? Eine Analyse der IHK belegt: Hinter der Zahl steckt eine Wachstumsdynamik, die die Tourismusbranche für sich nutzen sollte.

Schaut man genauer hin, stellt man fest: in den letzten sieben Jahren hat die Zahl der ausländischen Übernachtungen um satte 32,4 Prozent zugenommen. Zum Vergleich: Die Übernachtungen deutscher Touristen sind im gleichen Zeitraum um elf Prozent angestiegen. Am häufigsten kamen Schweizer Touristen in den Betten der Region Neckar-Alb zum Schlafen. Es folgten Niederländer, Franzosen, Italiener und US-Amerikaner als wichtigste ausländische Übernachtungsgäste.

Wo sind die Märkte?
Aber sind dies auch die Nationen, die in Zukunft am häufigsten in der Region Neckar-Alb übernachten? Und könnte es sich für die touristischen Leistungsträger auszahlen, bald auch Speisekarten und Stadtpläne in weiteren Sprachen anzubieten? Eine Betrachtung der zwölf wichtigsten internationalen Übernachtungsmärkte hilft, diese Frage zu beantworten. Im Details zeigt sich:

Im Landkreis Reutlingen haben die Übernachtungen von chinesischen und polnischen Touristen im untersuchten Zeitraum sehr stark zugenommen. Es handelt sich hierbei um das höchste prozentuale Wachstum aller drei Landkreise der Region und kann wahrscheinlich mit der touristischen Anziehungskraft der Outletcity Metzingen erklärt werden. Aber auch die Übernachtungen von Russen, US-Amerikanern und Belgiern haben stark zugenommen.

Der Landkreis Tübingen weist keine ähnlich markant hohen Werte auf. Dafür verteilt sich das Übernachtungswachstum auf eine größere Anzahl von Herkunftsländern. Die Übernachtungen von belgischen, russischen Touristen sowie Schweizern haben von 2004 bis 2011 besonders stark zugenommen. Aber auch Italiener, Chinesen und Polen nächtigen deutlich häufiger im Landkreis.

Im Zollernalbkreis sind die internationalen Übernachtungen im Vergleich zu den anderen beiden Kreisen am stärksten angewachsen, wobei hier auch das Ausgangsniveau aus dem Jahr 2004 geringer ist als in den anderen beiden Landkreisen der Region. Ähnlich wie im Landkreis Tübingen verteilt sich das Wachstum auf mehrere Herkunftsländer: Vorallem die Übernachtungen von Österreichern, Franzosen und Schweizern sind stark angestiegen und können somit als wichtige Zukunftsmärkte identifiziert werden. Auch die Übernachtungen von belgischen und chinesischen Touristen haben stark zugenommen. Lediglich die Übernachtungen polnischer Touristen sind zurückgegangen.

Auf neue Kunden einstellen
Für die gesamte Region Neckar-Alb lässt sich festhalten, dass die Übernachtungen von chinesischen, russischen, Schweizer, belgischen und polnischen Touristen in den letzten Jahren am stärksten angestiegen sind. Diese Nationen werden sicherlich auch in Zukunft weiter an Bedeutung für die Region Neckar-Alb gewinnen. Die touristischen Leistungsträger der Region sind also gut beraten, sich mit entsprechenden Angeboten auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Touristen einzustellen.

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