B 27: Keine weiteren Verzögerungen

ZAK-Wirtschaft fährt auf Sicht

„Die Entwicklung des Exports macht Hoffnung“, kommentiert Dr. Thomas Lindner, Vorsitzender des IHK-Gremiums Zollernalb, die aktuelle wirtschaftliche Lage im Kreis.

ZAK-Wirtschaft fährt auf SichtFoto: nateejindakum - stock.adobe.com

Der Export hat im Zollernalbkreis zuletzt wieder zugelegt: Im Juli erreichte die Warenausfuhr mit 177 Millionen Euro schon fast wieder den Wert des Vorjahres von 193 Millionen Euro. „Die Rückkehr der Wirtschaft im Zollernalbkreis wird maßgeblich über den Export laufen“, so der Vorsitzende. Die Wirtschaft im Kreis ist aus Sicht von Lindner allerdings nicht über den Berg. „Die Firmen fahren auf Sicht.“ Vor allem bei Gastronomie und Hotellerie wird sich die Lage mit sinkenden Temperaturen wieder verschlechtern. Der stationäre Einzelhandel leidet darunter, dass er Corona-bedingt weitere Anteile an den Online-Handel verloren hat. Die schwierige Lage schlägt derzeit auch auf die duale Ausbildung durch. Zum 1. Oktober verzeichnet die IHK im Kreis 676 neue Lehrverträge in Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe und damit 13,7 Prozent weniger als zum Vorjahreszeitpunkt.

Endelbergtrasse: „Der beste Kompromiss“
Die Wirtschaft im Kreis spricht sich weiter für den vierspurigen Ausbau der B 27 aus. Die Planfeststellung für den Abschnitt Nehren – Bodelshausen ist dabei aus Sicht von Thomas Lindner ein wichtiger Schritt: „Die Endelbergtrasse ist in einem langen und breit geführten Abwägungsprozess entstanden. Sie ist der beste Kompromiss“, so der Vorsitzende zu der zuletzt geführten Debatte um die Streckenführung. Laut Unterlagen des zuständigen Regierungspräsidiums Tübingen wurde Ende der 90er Jahre sowie Anfang der 2000er Jahre geprüft, ob Alternativen bestehen.

Lindner plädiert dafür, das Planfeststellungsverfahren zu nutzen, um alle Bedenken noch einmal gegeneinander abzuwägen. Das Ergebnis sollte jedoch breit akzeptiert werden. „Eine weitere Verzögerung kann sich die Wirtschaft des Zollernalbkreises, aber auch die ganze Region nicht leisten!“ Die neue vierspurige Trasse reduziert die Fahrzeiten und die Lärmbelastung, erhöht die Verkehrssicherheit und geht mit einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität für Anwohner, vor allem im Bereich von Ofterdingen, einher.

Matthias Miklautz

Matthias Miklautz

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