„IHK vor Ort“ mit Hechinger Unternehmerschaft

„Wir sind dran“

Virtuell vor Ort: Rund 20 Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die Gelegenheit, sich online mit der Stadtspitze Hechingens auszutauschen.

„Wir sind dran“

Die gewünschten Themen der Online-Konferenz gaben die Unternehmerinnen und Unternehmer bereits vorab an die IHK durch. Kinderbetreuung, Internet, Gewerbeflächen, Stadtentwicklung, Fachkräftemangel gehörten dazu. Bevor Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn startete, gab Vincent Schoch, IHK-Fördermittelberater, einen Überblick über die aktuellen Corona-Hilfen von Bund und Land. Matthias Miklautz, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis, berichtete über die aktuelle IHK-Arbeit und hob das Engagement für den B27-Ausbau hervor. „Besonders im IHK-Gremium Zollernalbkreis setzen wir uns dafür ein. Beispielsweise muss das Planfeststellungsverfahren beim Abschnitt Nehren – Bodelshausen nun zügig abgeschlossen und von allen Seiten akzeptiert werden“, so Miklautz, „etwaige Klagen würden uns um Jahre zurückwerfen.“

1,3 Millionen weniger in der Stadtkasse
Die Corona-Auswirkungen belasten natürlich auch die Stadt Hechingen. „Wir sind besorgt um das soziale Leben“, so Philipp Hahn. „Die sozialen Dienste sind derzeit sehr eingespannt und bemüht, Familien zu unterstützen.“ Das spiele, so das Stadtoberhaupt, neben den harten Fakten wie schnelles Internet und Straßenbau eine große Rolle. Durch Corona rechnet die Stadt zudem mit 1,3 Millionen Euro weniger Gewerbesteuereinahmen. „Es wird schwieriger für uns, Infrastrukturprojekte zu finanzieren“, sagte Hahn, „auch im Hinblick auf den Breitbandausbau.“ Die acht Stadtteile Hechingen seien historisch bedingt mehr oder weniger gut angebunden. „Wir wissen, dass es fatal ist, wenn in Gewerbegebieten schnelles Internet fehlt.“ Er kündigte für das kommende Jahr redundante Leitungen an, von denen nicht nur der größte Arbeitgeber der Stadt profitieren wird. „Wir sind dran“, so die Botschaft des Bürgermeisters an die Unternehmerinnen und Unternehmer.

Die Innenstadt und der dort ansässige Handel seien wie in jeder anderen vergleichbaren Stadt durch Corona unter Druck. „Wir haben sechs Millionen Euro in die Stadtentwicklung und den Obertorplatz investiert, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern“, sagte Hahn. „Zudem sind wir als Stadt bemüht, Innenstadtobjekte aus privater Hand zu kaufen, um Leerstände zu vermeiden. Das gelingt uns leider nicht immer.“ Sobald es möglich sei, soll der beliebte Abendmarkt wieder stattfinden.

Gewerbeflächen und Kita-Plätze
Beim Thema Gewerbeflächen brachte Philipp Hahn gute Nachrichten mit. In den kommenden drei Jahren will die Stadt in Richtung Hechingen-Stein - vor der Kläranlage - ein neues Gewerbegebiet ausweisen. Ebenso die Kinderbetreuung: Über 100 weitere Kita-Plätze seien in Planung, darunter 44 in Sickingen und weitere 20 in einem Naturkindergarten. „Wir können bereits jetzt die meisten Elternwünsche erfüllen“, meinte Hahn und gab zu, dass diejenigen, die nicht den Wunschplatz bekommen, oft sehr unzufrieden seien – wie „die Arbeitgeber, wenn Eltern nicht rechtzeitig aus der Elternzeit zurückkehren könnten.“ Trotzdem sieht er die Infrastruktur der Stadt für Fachkräfte gut aufgestellt: Neben günstigen Kita-Plätzen habe Hechingen auch noch genügend bezahlbares Bauland für Familien. „Hier haben wir unserem Umland etwas voraus.“

Matthias Miklautz

Matthias Miklautz

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