Landwirtschaftsminister Peter Hauk bei der IHK

"Wir müssen was tun"

Der Klimawandel und seine Folgen für die Forstwirtschaft waren das bestimmende Thema eines IHK-Austauschs von heimischen Unternehmern aus der Forst-, Land- und Dienstleistungswirtschaft mit Peter Hauk, dem baden-württembergischen Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Peter Hauk MdL (Mitte), Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, mit IHK-Präsident Christian O. Erbe (links) und Prof. Dr. Bastian Kaiser, Rektor der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg.

„Unsere Wälder werden in der Zukunft anders aussehen als heute“, sagte Hauk mit Blick auf den Klimawandel, der den heimischen Bäumen mit zunehmenden Wetterextremen bereits heute zu schaffen mache. „Wir müssen deshalb Baumarten identifizieren und pflanzen, die Dürre und Hitze besser tolerieren.“ So könnten klimaresilientere Baumarten wie Eichen, Nussbäume oder Douglasien künftig zunehmend Fichten, Kiefern und Buchen ersetzen.  

Größere Anstrengungen notwendig
Um in der Europäischen Union das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu erreichen und den CO2-Ausstoß zu verringern, müssten noch größere Anstrengungen unternommen werden, fossile Rohstoffe in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. „Wir müssen was tun“, so Hauk. „Alleine schaffen wir es nicht, aber wir können in Baden-Württemberg eine Vorbildfunktion einnehmen.“ Das Land werde deshalb eine Holzbau-Offensive starten und in Kürze ein Laubholz-Technikum einrichten, um systematisch Anbauerfahrungen für potenziell klimaanpassungsfähige Baumarten zu gewinnen.

Nutzung von Geodaten

Ein weiteres Thema des Wirtschaftsgesprächs mit rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Nutzung von Satelliten- und Geodaten. „Dass diese Daten in Baden-Württemberg nicht vollständig kostenfrei angefordert und genutzt werden können, ist ein großes Innovationshemmnis“, beklagte IHK-Präsident Christian O. Erbe. Firmen und Start-ups, die innovative Ideen und Geschäftsmodelle basierend auf Geodaten erst einmal mit regionalen Landkreisdaten testen wollten, würden dadurch Steine in den Weg gelegt. „Warum sollten die Firmen hier 60.000 Euro für die Daten bezahlen, wenn sie sie in anderen Ländern kostenfrei erhalten?“ Landwirtschaftsminister Hauk kündigte an, die Open-Data-Richtlinie mit seinem Ministerium sukzessive umzusetzen.

Christoph Heise

Christoph Heise

Existenzgründung und Unternehmensförderung, Kommunikation
IHK-Zentrale
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