Über 25.000 Unternehmen warten

Für den B-27-Ausbau

Die IHK mahnt, den vierspurigen Ausbau der B 27 zwischen Nehren und Bodelshausen sowie rund um Tübingen nicht mehr in Frage zu stellen, sondern schnell die nächsten Verfahrensschritte anzugehen.

Für den B-27-AusbauFoto: Adam Gryko - stock.adobe.com

„Die Region steht hinter dem Ausbau der beiden Teilstrecken und ich appelliere an alle Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung ihre Unterstützung noch einmal deutlich zu machen. Wir befinden uns derzeit in einer extrem wichtigen Phase für die B 27“, sagt Präsident Christian O. Erbe. Aus Sicht der IHK muss das Planfeststellungsverfahren für Nehren-Bodelshausen zügig fertiggestellt werden. Für die Ortsumfahrung von Tübingen kann die Genehmigungsplanung mit der Ausarbeitung der Planfeststellungsunterlagen beginnen, wenn das Bundesverkehrsministerium den sogenannten „Gesehenvermerk“ erteilt hat.

Lebensader der Region
Der Ausbau der B 27 steht seit Jahrzehnten auf der politischen Agenda. Nach wie vor fehlen mit Nehren-Bodelshausen und der Ortsumfahrung Tübingen zwei wichtige Bausteine. „Die B 27 ist die Lebensader der Region Neckar-Alb und die einzige Erschließung in Nord-Süd-Richtung. Ohne Ausbau ist die wirtschaftliche Prosperität bei uns auf Dauer nicht zu halten“, so Erbe. Über 25.000 Unternehmen mit rund 125.000 Beschäftigten sind nach IHK-Berechnungen im Einzugsgebiet der Straße tätig und somit direkt von ihr abhängig. „Der Ausbau ist gut für die Orte entlang der Straße, die vom Verkehr entlastet werden, gut für die Betriebe, die ihre Waren schneller ans Ziel bringen, und gut für die Pendler“, so Erbe. Aktuell pendeln aus der gesamten Region fast 180.000 Berufstätige zu ihrem Arbeitsplatz. Vor zehn Jahren waren es noch 37 Prozent weniger.

Schulterschluss wichtig
Die IHK will den seit vielen Jahren bestehenden Schulterschluss aller regionalen Kräfte in Kürze noch einmal erneuern. „Es ist für den Erfolg des B-27-Ausbaus von enormer Bedeutung, dass wir vor Ort, in Stuttgart und in Berlin mit einer Stimme sprechen“, so Christian O. Erbe. Die IHK wird alle regionalen Amtsträger, Organisationen der Wirtschaft und weiteren Verbände, die hinter dieser zentralen Achse stehen, zu einer Aktion einladen, um erneut den gemeinsamen Willen der Region zu dokumentieren.

Die Beschlüsse in den IHK-Gremien zum Ausbau der B 27 sind stets einstimmig oder mit großer Mehrheit getroffen worden. Die IHK erreichen gleichwohl Einzelstimmen von Mitgliedern, die eine andere Sichtweise zum Ausdruck bringen. Insgesamt plädiert die IHK für eine sachliche Auseinandersetzung. Bedenken müssen ernst genommen werden.

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Thorsten Schwäger

Thorsten Schwäger

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