Start-ups mit Weltraumtechnik

ESA BIC in Baden-Württemberg erhält Förderung

Das Business Incubation Centre (BIC) der europäischen Weltraumagentur ESA und der IHK Reutlingen erhält eine Förderung von 200.000 Euro. Das hat heute das Landeswirtschaftsministerium bekannt gegeben.

ESA BIC in Baden-Württemberg erhält FörderungFoto: ESA

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium fördert die Weiterentwicklung von Start-up-Acceleratoren. Aus diesem Programm erhält das ESA BIC 200.000 Euro auf zwei Jahre. „Dies ermöglicht uns den Ausbau unseres Teams. Die Förderung werden wir zielgerichtet für die Verstärkung in den Bereichen Space Solutions und Finanzierung einsetzen“, sagt Dr. Stefan Engelhard, Leiter des ESA BIC in Baden-Württemberg. Im ESA BIC werden Start-ups mit Bezug zur Weltraumtechnik, insbesondere im Bereich des schnellen Technologietransfers unterstützt.

„Start-up BW Acceleratoren schaffen Strukturen und Angebote, die den hohen Ansprüchen von innovativen Gründungswilligen, von namhaften Partnerorganisationen sowie von Investoren und Business Angels gerecht werden“, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Dass das ESA BIC mit seinen Standorten in Friedrichshafen und Reutlingen zum Kreis der geförderten Einrichtungen zählt, unterstreicht die erfolgreiche Arbeit in puncto Start-up-Unterstützung. Im ESA BIC kommt der Nutzung von Raumfahrttechnik, die in neuen Feldern ihren Einsatz findet, eine große Bedeutung zu. „Viele der neuen Anwendungen, die bei unseren Start-ups entwickelt werden, tragen zum wichtigen Schutz der Umwelt und zur Ressourcen-Effizienz bei. New Space ist bei uns Green Space“, so Dr. Stefan Engelhard.

Start-up-Erfolge durch Unterstützung bei Space Solutions und Finanzierung
Mit der nun bewilligten Förderung können die Start-ups zukünftig zielgerichteter unterstützt werden. So wird personelle Verstärkung für den Bereich Weltraumtechnik gesucht, etwa im Zukunftsfeld Erdbeobachtung. Konkret geht es um die Überführung in kommerzielle Anwendungen. Dieser Transferprozess, der über die reine Technologievermittlung hinausgeht, ist unter dem Begriff „Space Solutions“ zusammengefasst. Ebenfalls ausgebaut wird der Bereich Start-up-Finanzierung. Bisher kooperiert das ESA BIC bei diesem Punkt bereits eng mit den Business Angels Region Stuttgart e.V. „Damit Start-ups am Markt Erfolg haben, kommt es besonders darauf an, die Kontakte zu Investoren weiter auszubauen“, beschreibt Engelhard.

Aktuelle Auswahlrunde noch bis zum 31. Mai
Die Aufnahme von sieben Gründerinnen und Gründer, die rund um die Weltraum- und Satellitentechnik agieren und in den Genuss des ESA-Inkubationsprogramms kommen möchten, ist in diesem Jahr noch möglich. Das ESA BIC in Baden-Württemberg vergibt die Förderplätze für Start-ups und hat als nächsten Stichtag für die Aufnahme in das Programm den 31. Mai 2021 terminiert.

Über ESA BIC in Baden-Württemberg
20 Business Incubation Centres der europäischen Weltraumagentur ESA in 17 Ländern Europas nehmen im Jahr 180 Start-ups in ihr Inkubationsprogramm auf. Die zwei ESA BIC Standorte in Baden-Württemberg in Friedrichshafen und Reutlingen bilden mit dem ESA BIC Standort in Darmstadt das ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg. Airbus Defence and Space in Friedrichshafen und die IHK Reutlingen betreiben die beiden Standorte. Die Aktivitäten für Baden-Württemberg werden koordiniert vom Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer der IHK Reutlingen. Das ESA BIC ist einer von insgesamt 13 Start-up BW Acceleratoren, die im Rahmen der Landeskampagne Start-up BW gefördert werden.

Über die IHK
Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) sind Interessenvertreter und Dienstleister der regionalen Wirtschaft. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts regeln sie aber auch staatliche Aufgaben. Sie sind zudem für Ministerien, Gerichte und Behörden ein sachkundiger Partner in wirtschaftlichen Fragen. Die Mitgliedsunternehmen der IHKs kommen aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungsgewerbe. Die IHK Reutlingen vertritt das Gesamtinteresse ihrer rund 42.000 Mitgliedsunternehmen in der Region Neckar-Alb. Dazu gehören die Landkreise Reutlingen, Tübingen und der Zollernalbkreis. Mit dem IHK-Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer (IHK-IWW) hat sie eine eigene Einheit gebildet, die sich um Innovationstransfer und Technologieprojekte kümmert.

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Dr. Stefan Engelhard

Dr. Stefan Engelhard

Innovation und Umwelt
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Position: Leiter Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer (IHK-IWW) / Bereichsleiter Innovation und Umwelt
Schwerpunkte: Innovationsberatung, Beratung zu FuE-Förderprogrammen, gewerbliche Schutzrechte, CE-Kennzeichnung und Qualitätsmanagement, Cluster Technische Textilien Neckar-Alb
Telefon: 07121 201-158
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