„Neckar-Alb in Zahlen“

Alle Daten, die sie brauchen

Die IHK hat „Neckar-Alb in Zahlen“ neu aufgelegt. Die Broschüre liefert wichtige regionale Struktur- und Wirtschaftsdaten für die Praxis.

Alle Daten, die sie brauchenFoto: schulzie/iStockphoto.com

Unternehmen brauchen regelmäßig Zahlen – auch zu ihrem Standort und dem Umfeld, in dem sie sich bewegen. Das bietet die neu aufgelegte Broschüre der IHK. Gedruckt wie online versammelt sie 32 Tabellen und 25 Grafiken mit den wesentlichen Fakten zur Region Neckar-Alb und ihren drei Landkreisen.

Was heißt das?

Neu in dieser Ausgabe sind Interpretationsansätze und Ausblicke. So lässt sich im Nachschlagewerk beispielsweise nachlesen, dass von 2009 bis Ende 2019 die Zahl der Beschäftigten in der Region von 220.000 auf 270.000 gestiegen ist (und damit auf einen Rekordwert). Fast 40 Prozent der Arbeitsplätze sind dem produzierenden Gewerbe zuzuordnen, etwas mehr als in Baden-Württemberg. Zudem ist die Anzahl Beschäftigter in diesem Sektor sechs Jahre in Folge gestiegen. „Die Zahlen weisen auf unseren starken industriellen Kern hin“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Ihn gilt es zu pflegen und auszubauen, etwa „durch Erweiterungs- und Ansiedlungsangebote. Für diesen Erfolg können Gemeinden viel tun, auch in interkommunaler Zusammenarbeit“, so Epp.

Region wird älter

Die Zahlen zeigen auch einen fortgeschrittenen demografischen Wandel in Neckar-Alb: Seit 1995 ist die Region im Durchschnitt um fünf Jahre älter geworden. Auch wenn die Arbeitslosenzahlen aktuell wieder etwas steigen, werden langfristig Fachkräfte fehlen, so die Analyse der IHK. Die Folge: Es braucht künftig dringender denn je Wohnraum für gut ausgebildete Fachkräfte wie Absolventen der Hochschulen. Epp: „Mehr als jede fünfte Absolventin und jeder fünfte Absolvent bleiben in der Region, weil sie sich hier wohl fühlen. Doch dann muss das Angebot stimmen. Daran müssen wir weiter arbeiten.“ Dass junge Leute die Region nicht verlassen, liegt auch an den neuen technologischen Schwerpunkten, die sich hier bilden: „Künstliche Intelligenz, Medizintechnik und alternative Antriebstechniken sind die neuen Stärken der Region. Das macht sie attraktiv.“

Heterogenes Neckar-Alb

In Neckar-Alb fügen sich ländlich ausgeprägte Teile – 85 Prozent – und urbane Gebiete zusammen. In den Strukturdaten ist eine Tendenz zur Landflucht zu erkennen: kein oder ein unterdurchschnittliches Bevölkerungswachstum sowie ein leicht überdurchschnittliches mittleres Alter. Gründe dafür sieht die IHK darin, dass der ländliche Raum nicht gleichermaßen gut erreichbar ist. „Es bleibt dabei: Wir brauchen eine gute Verkehrsinfrastruktur, Straße und Schiene, und endlich den flächendeckenden Breitbandausbau.“

Hintergrund

„Neckar-Alb in Zahlen“ erscheint alle zwei Jahre. Die Broschüre bietet Daten und Grafiken zu Fläche, Bevölkerung, Wirtschaftsstruktur, Verkehr und Bildung sowie volkswirtschaftliche Kennzahlen, etwa zur Bruttowertschöpfung oder zur Kaufkraft. Die meisten Daten werden, wo vorhanden, auch für die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb dargestellt und zusätzlich den Werten für das Land Baden-Württembergs gegenübergestellt. „Neckar-Alb in Zahlen“ gibt es als kostenlosen Download auf www.ihkrt.de/na-zahlen.

Antonia Hettinger

Antonia Hettinger

Standortpolitik
IHK-Zentrale
Position: Projektmanagerin Volkswirtschaft und regionale Wirtschaftspolitik
Schwerpunkte: Volkswirtschaft und regionale Wirtschaftspolitik, Gesundheitswirtschaft, Netzwerke Bau- und Immobilienwirtschaft, Projektmanagement, Young Professionals und Bauleitplanung
Telefon: 07121 201-256
Fax: 07121 201-4256
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