IHK-Netzwerk Betriebliches Gesundheitsmanagement

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Der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter ist angesichts des Fachkräftemangels und des hohen Altersdurchschnitts in vielen Unternehmen von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit. Die IHK Reutlingen möchte deshalb die betriebliche Gesundheitsförderung in der Region Neckar-Alb unterstützen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Austausch der Unternehmen untereinander über erfolgreiche Maßnahmen. Angesprochen sind Führungskräfte und Mitarbeiter in Unternehmen, die mit diesem Thema betraut sind. Ziel ist es, von Erfahrungen der Kollegen aus regionalen Unternehmen zu lernen und selbst Erfahrungen weiterzugeben. Durch den Austausch untereinander können Fehler vermieden werden und gute Beispiele weitergegeben werden. Wir möchten Ihnen bei regelmäßigen Treffen Einblick in die Praxis anderer Unternehmen geben und bestimmte Themenkomplexe durch Referenten vertiefen.

Wer kann teilnehmen?

Führungskräfte, Personalverantwortliche und Mitarbeiter in Unternehmen, die verantwortlich für die Gesundheitsförderung und mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement betraut sind.

Was erwartet die Teilnehmer?

  • Erfahrungsaustausch: Direkter und unkomplizierter Kontakt zu anderen mit dem Thema betrauten Mitarbeitern in regionalen Unternehmen mit ähnlichen Erfahrungen.
  • Praxisbezogene Vorträge zu aktuellen BGM-Themen
  • Einblick in die Praxis anderer Unternehmen: Unternehmensbesichtigungen mit Präsentation von erfolgreichen Maßnahmen.                                    
  • Persönliches Networking: Sie tauschen sich in ungezwungener Atmosphäre aus und Sie bilden sich durch Fachvorträge von Experten und Präsentationen weiter.

Sie benennen die Themen: Die IHK Reutlingen übernimmt die Organisation von Veranstaltungen. Themenwünsche und Empfehlungen der Teilnehmer sind herzlich willkommen.

Die Treffen 2019:

Mittwoch, 8. Mai 2019, 14 Uhr: Digitale Möglichkeiten im BGM - Gesunde Mitarbeiter mit App und Web

Donnerstag, 4. Juli 2019: IHK-Netzwerker-Veranstaltung 2019

Ort: Pfullinger Hallen, Klosterstraße 110, 72793 Pfullingen
Informationen und Anmeldung

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 14 Uhr: Best-Practice bei der Firma Ahlstrom Munksjö Dettingen GmbH - Inklusive Führung

Ort: Schwalbenstadt 1, 72581 Dettingen an der Erms

Rückblick Veranstaltungen:

Donnerstag, 21. März 2019: Wie das BGM zur Erfolgsgeschichte wird - Wie man langfristige Verhaltensänderungen erzielt

Dienstag, 16. Oktober 2018: BGM strategisch planen - DIN SPEC 91020 BGM am Beispiel der Bizerba SE & Co. KG

Mittwoch, 28. Juli 2018: Gesunde Führung als Baustein des BGM - Wie Sie Führungskräfte für das Thema Gesundheit gewinnen

Donnerstag, 28. Juni 2018: Volltreffer! IHK-Netzwerker-Veranstaltung 2018

Donnerstag, 22. März 2018: Suchtprävention mit der richtigen Kommunikation - Baustein für das BGM

Ihre Teilnahme:

Die jährlichen Kosten für Ihre Teilnahme betragen 100 Euro.  

Netzwerk Betriebliches Gesundheitsmanagement Teilnahmeerklärung als Download

Ergänzende Informationen und Beratungsangebote

Steuerfreibetrag für betriebliche Gesundheitsleitungen
Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern zusätzliche Leistungen für die Gesundheitsförderung gewähren, können eine Steuerfreibetrag geltend machen. Ein Merkblatt der baden-württembergischen IHKs erklärt, wie das geht.
Merkblatt "Steuerfreibetrag für betriebliche Gesundheitsförderung" als Download 

Steuerbefreiung ab 2019 nur noch für zertifizierte Maßnahmen
Erbringt der Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn Leistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und zur betrieblichen Gesundheitsförderung, wird dafür eine Steuerbefreiung in Höhe von bis zu 500 Euro jährlich gewährt (§ 3 Nummer 34 EStG). Diese Lohnsteuerbefreiung gilt nicht für Beiträge zu Fitness-Studios und Sportvereinen.

Bisher wird im Einkommensteuergesetz hinsichtlich der zu fördernden Maßnahmen auf die §§ 20 und 20a SGB V verwiesen. Dieser Verweis ist jedoch überholt und wird nun aktualisiert. Es erfolgt eine Anpassung an das sogenannte Präventionsgesetz vom 17. Juli 2015 und das dort vorgesehene Zertifizierungsverfahren für förderungswürdige Maßnahmen. Die Zertifizierung ist künftig zwingend für die Anerkennung der Steuerbefreiung. Danach fallen unter die Steuerbefreiung Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Prävention und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V genügen.

Die Zertifizierung war bis jetzt nicht Voraussetzung für die Steuerbefreiung. Die gesetzliche Neuregelung sorgt jetzt insoweit für eine leichte Verschärfung. Deshalb gibt es für Gesundheitsmaßnahmen, die vor dem 1. Januar 2019 beginnen und nicht zertifiziert sind, eine Übergangsregelung: Für bereits laufende Maßnahmen gilt das Zertifizierungsverfahren erstmals für Sachbezüge, die nach dem 31. Dezember 2019 gewährt werden.

Informationen zu zertifizierten Kursen in der Umgebung gibt es bei den Krankenkassen beziehungsweise auf der Website des GKV-Spitzenverbands.

Förderprogramm "Coaching für kleine und mittlere Unternehmen"
Gefördert werden Coachings zur Fachkräftesicherung (für Betriebe mit mindestens 10 Beschäftigten). Das Coaching kann sich insbesondere auf eine systematische Gesundheitsförderung sowie ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement erstrecken.

Anträge sind bei der L-Bank, Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe einzureichen. Antragsvordrucke und weitere Informationen zum Förderprogramm "Coaching für KMU" gibt es auf der Website des Sozialministeriums.

Förderprogramm "unternehmensWert: Mensch plus (uWM plus)"
Gefördert werden Beratungen, die Förderquote beträgt 80 Prozent, das heißt, 20 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars sind von den Unternehmen als Eigenanteil aufzubringen. Insgesamt sollten für den Beratungsprozess ca. fünf bis sechs Monate eingeplant werden. Die Fragestellungen, die Ihr Unternehmen behandeln kann, sind vielfältig: Wo ergeben sich durch die Digitalisierung neue Geschäftsfelder? Wie können Sie digitale Technologien nutzen, um die Arbeit zu erleichtern? Welche gesundheitlich belastenden Tätigkeiten können Maschinen und digitale Assistenzsysteme übernehmen? Welche neuen Möglichkeiten können Sie älteren Beschäftigten eröffnen? Wo entstehen neue Tätigkeiten und wie gehen Sie mit neuen Qualifikationsanforderungen um? Welche neuen Arbeitszeitmodelle sind möglich? Welche Arbeitsplatzgestaltung ist denkbar, um den betriebswirtschaftlichen Anforderungen ebenso gerecht zu werden wie den Bedürfnissen der Beschäftigten nach mehr Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsort? Was bedeutet dieses neue Maß an Flexibilität für die Gesundheit? Wie müssen sich Arbeitsabläufe und Personalführung unter diesen Bedingungen weiterentwickeln? Welche Auswirkungen haben technologische und organisationale Veränderungen auf die Kultur in Ihrem Betrieb? Informationen gibt es auf der Webseite.

Informationen zu weiteren landesspezifischen Förderprogrammen im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung.

Links:

Checkheft "Betriebliche Gesundheitsförderung"
Arbeitsplatzgestaltung, Fitness-Angebote oder Trainings zur Stressbewältigung – das Spektrum für betriebliches Engagement ist groß. Die IHK-Organisation hat Beispiele und konkrete Anstöße zur Gesundheitsförderung in einem Leitfaden zusammengestellt. Das Checkheft gibt es als Download auf der DIHK-Website.

Online-Test "Gesundheitsbewusster Betrieb"
Ein Online-Test der baden-württembergischen IHKs gibt kleinen und mittleren Unternehmen Orientierung darüber, wo sie bei der Gesundheitsförderung stehen. Das Angebot ist kostenlos und anonym. In wenigen Minuten ist ablesbar, wo es sich lohnt, die Förderung auszubauen. Ergebnis des Checks ist eine individuelle Analyse der Ist-Situation im jeweiligen Betrieb im Vergleich zu anderen Unternehmen. Darüber hinaus bietet die Website ergänzende Informationen zur strategischen Planung und Konzeption der Gesundheitsförderung sowie zur Schaffung geeigneter Strukturen im Betrieb. Außerdem gibt es Vorschläge für konkrete Maßnahmen, die Unternehmen helfen, ihre Potenziale auszuschöpfen. Zum Check auf der BWIHK-Website:

Betriebliches Gesundheitsmanagement
Mit Blick auf Personalentwicklung und Personalpolitik haben die baden-württembergischen IHKs Informationen zum Thema Gesundheitsprävention Literatur und Fachinformationen zusammengestellt. Zur Website "Betriebliches Gesundheitsmanagement":

Regionale Koordinierungsstelle Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
Die Regionale Koordinierungsstelle BGF bietet kostenlose und wettbewerbsneutrale Erstberatungen speziell für kleine und mittlere Unternehmen an. Im Vordergrund stehen Fragen zur Gestaltung der Arbeitsumgebung, zum gesundheitsfördernden Arbeits- und Lebensstil, zur Motivation der Beschäftigten, zur Wiedereingliederung langfristig erkrankter Beschäftigter, zu ersten Schritten im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) sowie zu Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten. Regionale Koordinierungsstelle BGF Baden-Württemberg

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: Existenzgründung und Unternehmensförderung
Position: Moderatorin Unternehmensnachfolge, Projektmanagerin Unternehmensförderung
Schwerpunkte: Nachfolgeberatung, Firmenübernahme, Nachfolgebörsen, Veranstaltungsreihe „Mittelstand Spezial“, Netzwerk Betriebliches Gesundheitsmanagement, LMHV-Schulung
Telefon: 07121 201-138
Fax: 07121 201-4138
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