Robert Bosch Automotive Electronics - Competence For The Future

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Andreas Fischer, Mitglied des Bereichsvorstands Automotive Electronics der Robert Bosch GmbH in Reutlingen, zu Gast bei Mitglied R. Windhösel GmbH + Co. KG, Sonnenbühl

Andreas Fischer gab dem IHK-Netzwerk Automotive einen Überblick über die zuliefererrelevante Struktur der Robert Bosch GmbH. Anschließend erläuterte er den Geschäftsbereich Automotive Electronics (AE), der inhaltlich im Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik angesiedelt ist. Fischer berichtete unter anderem über die Schwerpunkte des Bereichs AE bei Robert Bosch sowie die aktuellen Herausforderungen und neue Entwicklungen. 

In einem Rundgang stellten die beiden Geschäftsführer Ralf und Frank Windhösel das Familienunternehmen Rolf Windhösel GmbH + Co. KG vor. Das Netzwerk konnte einen exklusiven Einblick in das in der Fertigstellungsphase befindliche neue Produktions- und Bürogebäude bekommen. Seit der Gründung 1963 entwickelte sich das Familienunternehmen von der Herstellung von Büroklammern zum Spezialisten für  Schlauchumflechtungen und Schlauchgeflechten. Das mittelständisch geprägte Unternehmen verfügt über mehr als 45 Jahre Erfahrung in der Herstellung dieser Produkte. Sie werden im Bereich Automotive für Kompensatoren, Bremsleitungen und Kraftstoffleitungen verwendet.

1,2 km lange Produktionsstraße - Besichtigung Daimler-Werk Wörth

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Auf einer Fläche von 2,4 Millonen Quadratmeter, und damit größer als der Stadtstaat Monaco, steht das größte LKW-Montagewerk der Welt für LKW über 6,5 Tonnen Gesamtgewicht. Im Werk Wörth der Daimler AG liefern 550 LKW am Wareneingang Teile für die Produktion. Am Ende des Tages verlassen diese Teile in 450 fertigmontierten LKWs wieder das Werk - alle drei Minuten rollt ein Fahrzeug vom Band. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Lieferantenmanagement, der Produktion und dem Qualitätsmanagement stellt sicher, dass die richtigen Teile im richtigen Zustand zum richtigen Zeitpunkt in der Montage zur Verfügung stehen. Die Fahrzeuge werden nach ihrer Fertigstellung vom Vertrieb übernommen und termingerecht ausgeliefert – fast alle deutschen Kunden holen ihr Fahrzeug direkt im Kundencenter ab.

Starke zyklische Schwankungen im Geschäft mit Nutzfahrzeugen erfordern hierbei sehr flexible Arbeitsmodelle, flexible Taktzeiten und ein konzern-internen Produktionsverbund. Mit 100 Mitarbeitern begann das Werk 1963 zunächst mit der Montage von Lkw-Fahrerhäusern. In nur zwei Jahren wuchs der Standort zum größten Lkw-Werk Europas heran. Von der Entwicklung und dem Erfolg profitierte auch die Region. Heute ist die Daimler AG mit rund 11.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz.

Weltweit fertigt die Daimler AG an vier Produktionsstandorten: Neben Deutschland in Brasilien, Frankreich und der Türkei. Über 2,8 Millionen Mercedes-Benz Trucks tragen das Zeichen „Made in Wörth“ und sind auf allen Straßen dieser Welt unterwegs. Rund 60 Prozent der Wörther Produktion werden in mehr als 150 Länder exportiert und fast jeder zweite in Deutschland zugelassene Truck stammt aus dem Werk in Wörth. 

Innovationskultur bei TRUMPF

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Dr.-Ing. E.h. Peter Leibinger, stv. Vorsitzender der Geschäftsführung, TRUMPF GmbH + Co. KG zu Gast in Reutlingen

Die Innovation ist für Unternehmen wie TRUMPF ein Lebenselixier in doppeltem Sinne: Sie ist gleichermaßen kulturprägend wie überlebensnotwendig, denn die Innovation führt zu Alleinstellungsmerkmalen bei Produkten und Prozessen.

Produktseitig beschränkt sich die Innovation dabei nicht nur auf neue technische Lösungen, sondern auch auf Dienstleistungen. Innovation ist aber gleichermaßen wichtig bei den Prozessen des Unternehmens. Der schnelle Aufstieg nach der letzten schweren Wirtschaftskrise ist ein gutes Beispiel dafür: Nur durch innovative Arbeitszeitmodelle und das hohe Maß an Flexibilisierung, das sie mit sich bringen, konnten Unternehmen wie TRUMPF den massiven Abschwung und den phänomenalen Aufschwung bewältigen. 

Bei der Produktentwicklung zeigen sich interessante Gemeinsamkeiten in erfolgreichen Entwicklungsprojekten.

Grundlage für erfolgreiche Entwicklungsprojekte ist aber immer eine stimmige Technologiestrategie. Ob und wie die Technologiestrategie gelingt, hängt wiederum von der Unternehmenskultur ab, die das Fundament für Technologiestrategie und erfolgreiche Umsetzung von Entwicklungsprojekten darstellt. 

Deutsche Zulieferer - innovativ, global, erfolgreich

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Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA)

Die deutschen Zulieferer haben ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 hinter sich gebracht. Die Krise ist überwunden, der Umsatz, die Margen und das Eigenkapital überwiegend auf Wettbewerbsniveau gebracht. Die Kapazitäten sind ausgelastet, die Unternehmen präsentieren sich mit führenden Technologien erfolgreich auf fast allen relevanten Märkten.

Dennoch: Die Perspektiven sind nicht ohne Risiken. Zu diesen Risiken zählt in erster Linie die inter-nationale Schuldenkrise, deren Auswirkungen nicht abzuschätzen sind. In Deutschland zeigt sich die Konsumnachfrage bisher unbeeindruckt – und das Wachstum in den USA und den BRIC-Staaten birgt gute Chancen, dass auch das kommende Jahr in weltweitem Maßstab positiv verlaufen wird. Die deutschen Fahrzeughersteller und Zulieferer werden davon profitieren.

Der Wettbewerb wird jedoch härter. Zum unverminderten Kostendruck von der Kundenseite kommen Preis- und Versorgungsrisiken auf der Rohstoffseite. Protektionistische Tendenzen nehmen zu, immer neue Wettbewerber aus China und Indien treten auf den Markt.

Für die deutschen Unternehmen muss es darum gehen, ihre Erfolgsfaktoren Innovationskraft und Qualitätsbewusstsein im globalen Wettbewerb weiterhin auszuspielen.