Technologien für die Produktion der Zukunft

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Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c.mult. Engelbert Westkämper über die maßgebliche Technologieentwicklung für die Produktion der Zukunft 

Professor Westkämper ist maßgeblich an der Entwicklung von Strategien für die Fabrik der Zukunft beteiligt und hat mit dazu beigetragen ein EU-Programm zur Fabrik der Zukunft (FOF) vorzubereiten. Ferner führt er mit Unternehmen aus BW intensive Diskussionen über die thematischen Schwerpunkte der Produktionsforschung im Rahmen des Landesnetzwerkes Produktion „Manufuture BW“. Er hat über das Konzept zur Beteiligung von regionalen Produktionstechnik-Unternehmen am Spitzencluster-Wettbewerb vorgestellt. Prof. Westkämper ist Veranstalter des „World Manufacturing Forums“ 2012 in Stuttgart.

Professor Westkämper ist seit 1995 Direktor des Institutes für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart, Leiter des Fraunhofer-Institutes für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart, stellv. Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Stuttgart ist seit September 2011 im Ruhestand und betreut  seitdem den Landescluster Manufuture BW und die Graduiertenschule GSaME an der Universität Stuttgart.

Professor Westkämper promovierte 1977 an der RWTH Aachen über die "Automatisierung in der Einzel- und Serienfertigung". Bevor er 1988 als Lehrstuhlinhaber und Direktor des Institutes für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) der TU Braunschweig an die Universität zurückkehrte, war er 10 Jahre lang in der deutschen Luftfahrtindustrie (MBB) und Elektronikindustrie (AEG) tätig, wo er für die Entwicklung, Planung und Einführung von neuen Produktionstechniken und -systemen verantwortlich war, zuletzt als Leiter des Zentralbereichs Produktionstechnik der AEG Aktiengesellschaft in Frankfurt.

Professor Westkämper ist Mitglied der Akademie der Technik (acatech) und  zahlreicher Gremien der deutschen und europäischen Forschungsorgannisationen darunter Fachkollegiat der DFG und Mitglied der High-Level Group Manufuture der EU. Er erhielt zahlreiche Ehrungen an Universitäten und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Verbrennungsmotor versus Alternative Antriebe

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Prof. Dr.-Ing. Heinz K. Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO des MAHLE-Konzerns

"Otto-Normal-Motor“ oder Brennstoffzelle? Professor Heinz. K. Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO des MAHLE-Konzerns, blickt mit dem IHK-Netzwerk Automotive in die Zukunft und zeichnet eine mögliche Entwicklung des Verbrennungsmotors.

Wo liegen die Herausforderungen der automobilen Zukunft? In einer weiteren Reduktion von Emissionen und Verbrauch erläutert Junker. Dabei bietet der Verbrennungsmotor das mit Abstand größte Verbesserungspotenzial. Junker zeigt auf, wie verschieden die Modelle möglicher Verbesserungen durch Alternative Antriebe aussehen: Elektromotoren in Kombination mit einem Verbrennungsmotor, Elektromotoren mit Range-Extender oder Motoren die mit Brennstoffzellen betrieben werden. Weitere Schwerpunkte sind die Optimierung mechanischer Systemfunktionen in Kombination mit einem effizienten Thermomanagement. Großes Potenzial für Funktions- und Kostenvorteile bieten frühzeitige Abstimmungen von Systemumfängen.

In der rund 90-jährigen Geschichte seines Bestehens hat sich der MAHLE-Konzern zu einem der 30 größten Zuliefererunternehmen und führenden Entwicklungspartner weltweit entwickelt. MAHLE verfügt heute über einzigartige Systemkompetenz im Bereich Verbrennungsmotor und Motorperipherie. Rund 47.000 Mitarbeiter arbeiten an über 100 Produktionsstandorten auf vier Kontinenten. Im Jahr 2010 erzielte der Konzern rund 5,3 Milliarden Euro Umsatz.

Innovationsführerschaft als Garant der Standortsicherung

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Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender ZF Friedrichshafen AG zu Gast bei IHK-Vizepräsident und Geschäftsführer der Joma-Polytec GmbH, Dr. Hans-Ernst Maute, in Bodelshausen

Gleich zu Beginn der Veranstaltung konnte das Netzwerk Automotive vier neue Mitglieder begrüßen:

Axel F. Egerer, Geschäftsführer der Prakesch Zerspanungstechnik GmbH
Ralf Windhösel, Geschäftsführer der Rolf Windhösel GmbH + Co. KG
Reiner Rother, Geschäftsführer der Rother Technologie GmbH & Co. KG und
Manfred Fuchs, Geschäftsführer der Silcos GmbH

In seinem Eingangsstatement „Innovationsführerschaft als Garant der Standortsicherung. Praxisbeispiel ZF Friedrichshafen AG“ skizzierte Hans-Georg Härter die weltweiten Rahmenbedingungen und Trends, lenkte den Blick auf die Leistungsstärke der deutschen Automobilindustrie und zeigte am Beispiel der ZF Friedrichshafen AG, dass der Spagat zwischen Bekenntnis zum Standort Deutschland einerseits und Globalisierung andererseits gelingen kann.

ZF ist ein weltweit führender Automobilzuliefererkonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik mit 117 Produktionsgesellschaften in 26 Ländern. Der Konzern mit rund 70.000 Mitarbeitern erzielte 2010 einen Umsatz von 12,9 Milliarden Euro. Auf der globalen Rangliste der Automobilzulieferer ist ZF unter den zehn größten Unternehmen.