Russland

Russland ist ein spannender Markt, der für die Unternehmen der Region gute Möglichkeiten bietet, aber auch einige Schwierigkeiten bereithält. In dieser kurzen Broschüre möchten wir einen Überblick über den russischen Markt geben und das Engagement der Unternehmen aus der Region Neckar-Alb in Russland beleuchten. Zu einigen aktuellen Chancen und Herausforderungen werden kurze Einführungen und weiterführende Links geboten. Ergänzend finden Sie hilfreiche Adressen, die Sie bei Ihrem Russlandgeschäft begleiten und unterstützen.

Aktueller Stand: Februar 2021.

Hier finden Sie eine einseitige Zusammenfassung: Russlandgeschäft.pdf

Allgemeine Informationen zum Russlandgeschäft

Länderinformation

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1,64 Billionen US-Dollar war Russland 2019 die weltweit 12. größte Volkswirtschaft, hinter Kanada und vor Südkorea. Trotz der über 144 Millionen meist gut ausgebildeten Einwohner, des enormen Rohstoffreichtums, der geografisch günstigen Lage zwischen Asien und Europa und des hohen Modernisierungsbedarfs erreicht das Land jedoch nicht die Dynamik anderer Schwellenländer. (Siehe: GTAI – Swot-Analyse 2020)

Basisdaten zur Russischen Föderation

Fläche (qkm)

17,1 Mio.

Einwohner (Millionen)

2020: 146,8*; 2025: 146,0*

 

 

Analphabetenquote (%)

2018: 0,3

Geschäftssprache(n)

Russisch, Englisch

 

 

Währung (1 Rubel = 100 Kopeken)

Jahresdurchschnitt

2020: 1 Euro = 82,725 Rubel

2019: 1 Euro = 72,063 Rubel

2018: 1 Euro = 74,061 Rubel

2017: 1 Euro = 66,033 Rubel

Bruttoinlandsprodukt (BIP, nom.)

 

- Mrd. Rbl

2019: 110.046; 2020: 104.660*; 2021: 112.538*

- Mrd. US$

2019: 1.702; 2020: 1.464*; 2021: 1.584*

BIP/Kopf (nominal)

 

- Rbl

2019: 749.893; 2020: 712.886*; 2021: 766.665*

- US$

2019: 11.601; 2020: 9.972*; 2021: 10.792*

Einfuhrgüter nach SITC
(% der Gesamteinfuhr)

2019: Chemische Erzeugnisse 15,6; Maschinen 14,7; Kfz und -Teile
9,5; Elektronik 9,4; Nahrungsmittel 9,0; Elektrotechnik 5,8;
Textilien/Bekleidung 4,8; Rohstoffe (außer Brennstoffe) 3,9;
Metallwaren 3,4; Sonstige Fahrzeuge 3,3; Sonstige 20,6

 

 

Ease of doing Business Index

28 von 190 (The World Bank)

Corruption Perception Index

129 von 178 (Transparency International)

Siehe: GTAI-Wirtschaftsdaten Herbst 2020, Russland in Zahlen AHK

Für welche Unternehmen und Branchen ist angesichts der SWOT-Analyse der GTAI ein Handel mit Russland lohnend? Insbesondere sind zu nennen: Automotive, die chemische Industrie, die Gesundheitswirtschaft, die Landwirtschaft, der Maschinenbau, die Bauwirtschaft, Elektronik & IT und Transport & Logistik.

„Made in Germany“ bietet einen Wettbewerbsvorteil in Russland, denn Deutsche (Unternehmen) sind sehr beliebt. Zudem gibt es ein starkes deutsches Netzwerk in Russland.

SWOT-Analyse

Russland ist als Standort attraktiv durch seine Marktgröße, konsumfreudige Verbraucher und zunehmend professionelle Partner. Große Infrastruktur- und Industrieprojekte sowie ein hoher Technologiebedarf bieten gute Möglichkeiten für deutsche Unternehmen. In der folgenden SWOT-Analyse werden die Rahmenbedingungen analysiert.

Strengths

Weaknesses

Großes Marktvolumen

Verkehrsinfrastruktur und weite Transportwege

Zahlungs- und Liefertreue

Abhängigkeit vom Rohölpreis auf dem Weltmarkt

Reichtum an Rohstoffen und Energieträgern

Unzureichende Zulieferindustrien

Angebot an Hochschulabsolventen

Praxisferne Facharbeiterausbildung

Geographische Lage zwischen Europa, Zentralasien und China

Schwierige Kreditbeschaffung und schwankender Rubelkurs

Opportunities

Threats

Enormer Bedarf an Investitions- und Konsumgütern

US- und EU-Sanktionen sowie russische Gegensanktionen

Investitionsförderprogramme und Sonderwirtschaftszonen

Stagnierende Kaufkraft und sinkende Bevölkerungszahl

Dynamische Entwicklung des IT-Sektors

Geringe Investitionskraft von Staat und Wirtschaft

Günstige Personal- und Lohnstückkosten

Wachsender Protektionismus und Lokalisierungsanforderungen

Affinität zu deutschen Produkten

Bürokratie

Quelle: GTAI – Swot-Analyse 2020

Deutschland ist der zweitwichtigste Handelspartner von Russland mit acht Prozent des russischen Außenhandels im Jahr 2019. Der Abstand zu China mit 16,6 Prozent vergrößert sich jedoch zusehends. Der Handel mit Russland machte 2,4 Prozent des deutschen Außenhandels aus. Er ist etwas gesunken, was mitunter an den niedrigeren Ölpreisen lag.

Die Region Neckar-Alb in Russland

In der Region Neckar-Alb sind mindestens 200 Unternehmen im Russlandgeschäft aktiv. Über dreiviertel der erfassten Unternehmen exportieren hier hergestellte Produkte nach Russland. 48 dieser Unternehmen (entspricht ca. 30 Prozent) agieren mit einer Auslandsvertretung in Russland oder unterhalten eine Niederlassung oder Produktion vor Ort.

Wie viel Prozent der 200 in RU aktiven Unternehmen haben:

Export

81%

Auslandsvertretung

31%

Niederlassung und Produktion

10%

Import

6%

Die obige SWOT-Analyse benennt erfolgsversprechende Branchen für deutsche Unternehmen in Russland. Die Unternehmen der Region Neckar Alb haben diese für sich entdeckt. So gehört etwa ein Viertel der im Russlandgeschäft engagierten Unternehmen dem Maschinenbau an. Auch die in der Region Neckar Alb starke Textilbranche ist mit fast 15 Prozent vertreten. Nur ein Fünftel der Unternehmen gehört dem Handel oder Dienstleistungssektor an.

Geht man nach der Anzahl der Mitarbeiter sind insbesondere KMU im Russlandgeschäft aktiv. Die meisten Unternehmen sitzen in Albstadt, Balingen, Reutlingen und Tübingen.

Die Zahlen beruhen auf Berechnungen der IHK Reutlingen.

  1. keine Beschäftigte
  2. 1 - 3 Beschäftigte
  3. 4 - 6 Beschäftigte
  4. 7 - 9 Beschäftigte
  5. 10 - 19 Beschäftigte
  6. 20 - 49 Beschäftigte
  7. 50 - 99 Beschäftigte
  8. 100 - 199 Beschäftigte
  9. 200 - 499 Beschäftigte
  10. 500 - 999 Beschäftigte
  11. 1000 - 4999 Beschäftigte
  12. unbekannt

Branchenzugehörigkeit der Unternehmen in Prozent

26.0

Maschinenbau

14.0

Groß- und Einzelhandel

14.0

Textilbranche

3.0

Automotive

14.0

Elektronik

2.0

Chemie und Pharmazeutik

21.0

Sonstige Herstellung

6.0

Dienstleistungen

Chancen

Die Region Neckar-Alb ist in einigen Branchen sehr stark, in denen derzeit in Russland eine große Nachfrage besteht. Hier sollen einige Aspekte vorgestellt werden, die eine mögliche Chance für Ihr Unternehmen bieten.

Digitalisierung

Russland ist mit rund 90 Millionen Nutzern der größte E-Commerce-Markt Europas. Nirgendwo auf unserem Kontinent gibt es mehr Internet-Nutzer und Programmierer. Während Deutschland bei digitalen Services im Alltag und bei E-Government deutlich hinterherhinkt und hier von Russland lernen kann, punktet die deutsche Wirtschaft beim Thema Industrie 4.0 und damit bei der Implementierung digitaler Anwendungen in den Produktionsalltag. Die Nutzung digitaler Anwendungen kann nach Schätzungen von Experten bereits innerhalb kurzer Zeit zu einer um fünf bis zehn Prozent effizienteren Produktion und langfristig sogar zu einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 30 Prozent führen, bei gleichzeitiger Einsparung von Energie, Abgasen und Ressourcen. Eine Zusammenarbeit in diesem Bereich hilft also beiden Seiten. Daher legt auch das deutsch-russische Themenjahr 2020/22 einen Fokus darauf.

E-Commerce und der Onlinehandel erfreuen sich in Russland großer Beliebtheit. Wer in dieser Hinsicht aktiv ist oder werden möchte, dem hilft die folgende Zusammenstellung wichtiger Internetadressen: Russland Internetadressen

Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU)

Die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) ist ein Zusammenschluss der fünf Staaten Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Russland. Sie bilden einen Binnenmarkt mit Zollunion und streben eine engere wirtschaftliche Verflechtung an. Mit der Wirtschaftsunion versuchen die Mitgliedsländer, ihre durch die Sowjetzeit geprägten Wertschöpfungsketten zu reaktivieren und zu optimieren.

Eine zu große Dominanz Russlands soll durch das Konsensprinzip in den wichtigsten Gremien – im Obersten Wirtschaftsrat und im Eurasischen Interregierungsrat – verhindert werden.

Für deutsche Unternehmen bedeutet die Integration im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsunion eine Vielzahl neuer Regelungen und Verfahren für die Lieferung in die fünf Mitgliedsländer. Der gemeinsame Binnenmarkt mit über 180 Millionen Verbrauchern eröffnet perspektivisch Chancen für steigende Geschäftschancen durch einen Abbau von Handelshemmnissen zwischen Brest und Wladiwostok. Darüber hinaus ist geplant, weitreichende Freihandelsabkommen mit anderen Weltregionen abzuschließen.

Weitere Informationen zur EAWU bietet die Homepage eawu.news

Die Modernisierung der russischen Industrie

Aktuelle Bestrebungen der russischen Industrie zur Diversifizierung und Modernisierung bieten insbesondere deutschen Maschinenbauern gute Möglichkeiten. Denn durch den bisherigen Fokus auf den Energie und Rohstoffsektor ist der russische Mittelstand - insbesondere Zulieferer - oft noch schwach entwickelt. Einige Branchenbeispiele zeigen die Möglichkeiten auf:

Russlands Industrie benötigt moderne Verpackungsmaschinen

Landtechnik erlebt beispiellosen Boom in Russland

Auch im Bereich der Erneuerbaren Energien gibt es großes Potenzial für deutsche Unternehmen, wie die Länderinformation der Deutschen Energieagentur (DENA) zeigt.

Kreislaufwirtschaft

Moskau steht unter großem Handlungsdruck, um die enormen Abfallmengen im Land zu verringern. Für den Aufbau von Recyclingkapazitäten sind umfangreiche Investitionen geplant. Um das in Deutschland vorhandene Knowhow im GreenTech-Bereich dafür nutzbar zu machen wurde eine Plattform aufgebaut. Die Plattform Germantech dient der Vernetzung von deutschen und russischen Unternehmen aus der Abfallbranche. Das Portal ist Teil der Exportinitiative Umwelttechnologien des deutschen Umweltministeriums. Russische Firmen können sich hier über Erfahrungen und Technologien, die in der deutschen Abfallwirtschaft zum Einsatz kommen, informieren. Gleichzeitig gibt Germantech deutschen Unternehmen, die nach Russland streben, einen Überblick über die derzeitigen Entwicklungen auf dem russischen Markt.

Plattform Gemantech

Weitere Informationen: Moskau pumpt große Summen in die Kreislaufwirtschaft
Verwertung von Industrieabfällen verspricht Milliardengeschäft

Sonderwirtschaftszonen und Förderung der Regionen

Sonderwirtschaftszonen sind in Russland ein bevorzugtes Instrument zum Anwerben von Investoren. Deutsche Unternehmen nutzen bereits die Vorteile und lokalisieren ihre Produktion. Es gibt vier Arten von SWZ: neun produzierende, sechs Technologiezonen, neun touristische und eine Hafen-SWZ. Einen guten Überblick über die Zahl der angesiedelten Unternehmen, deren Branchenschwerpunkte und die Kontaktadressen bietet das "Geoinformationssystem der Industrieparks, Technoparks und Industriecluster".

Der Fokus der Sonderwirtschaftszonen liegt auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, die einen Teil ihrer Produktion exportieren wollen. Investoren erhalten Vergünstigungen auf Grund-, Vermögens- und Körperschafts- oder Gewinnsteuern. Niedrigere Zölle, eine ausgebaute Infrastruktur mit Straßen- und Schienenanbindung, Strom-, Gas- und Wasserversorgung sowie administrative Unterstützung runden das Angebot ab (weitere Informationen).

Immer wieder werden neue Sonderwirtschaftszonen gegründet, die gerade auch in den bisher weniger stark entwickelten Regionen die wirtschaftliche Entwicklung fördern sollen. So will zum Beispiel die Region Udmurtien mehr Maschinen und Medizintechnik produzieren.

Herausforderungen

Der russische Markt bietet zwar einige Chancen, stellt Unternehmen aber auch vor große Herausforderungen. Hier finden Sie Informationen zu den aktuell größten Herausforderungen und wie ggf. mit ihnen umgegangen werden kann bzw. wo Sie Unterstüztung und Beratung finden.

COVID-19

Russland ist von der Pandemie stark betroffen. Die Konjunktur brach 2020 um etwa 4 bis 5 Prozent ein. Für 2021 rechnet die russische Zentralbank jedoch wieder mit einem Wirtschaftswachstum um 3 bis 4 Prozent und für 2022 um 2,5 bis 3,5 Prozent.

Weitere Informationen zu z.B. der allgemeinen Situation und Konjunkturentwicklung in Russland, den Auswirkungen von Covid-19 auf verschiedene Branchen und Einschränkungen bei Einreise und Bewegung in Russland beleuchtet die GTAI hier.

Mehr zum Nationalen Aktionsplan den das Ministerkabinett Anfang Oktober 2020 gebilligt hat finden Sie hier.

Für die Umsetzung stehen etwa 65,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Inklusive Investitionen in langfristige Infrastruktur-Großprojekte einberechnet, beträgt die Summe sogar 95 Milliarden Euro. Die Beteiligung an diesen Projekten könnte auch für deutsche Unternehmen spannend sein. Allerdings werden in dem Plan Importsubstitutionen verstärkt (siehe Lokalisierung).

Sanktionen

Im Juli 2014 verhängte die EU ein Embargo gegen Russland wegen der unrechtmäßigen Annektion der Halbinsel Krim und der Hafenstadt Sewastopol durch die Russische Föderation. Es umfasst unter anderem Finanzsanktionen gegen russische Personen und Organisationen und ein Waffenembargo, das die Ausfuhr von Dual-Use-Gütern beschränkt. Die US-Embargomaßnahmen gegen Russland sehen unter anderem drastische Finanzierungsbeschränkungen vor und erlauben Sanktionsmaßnahmen auch gegen drittländische (deutsche) Unternehmen, die sich an beispielsweise an Energieprojekten beteiligen. Eine Übersicht bietet unter anderem die IHK Stuttgart hier.

Russland verhängte im Gegenzug im August 2014 Gegenmaßnahmen, die in den Folgejahren angepasst, jedoch bisher immer wieder verlängert wurden. Eine Liste der vom Einfuhrverbot betroffenen Waren finden Sie auf der Internetseite der Germany Trade and Invest (GTAI).

Die volkswirtschaftlichen Kosten der Sanktionen wurden im Auftrag einiger IHKs vom ifo-Institut untersucht. Die Ergebnisse finden Sie hier.

Lokalisierung

Der Aufbau einer Produktion in Russland, hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, denn die Lokalisierung und Modernisierung der russischen Industrie steht mehr denn je im Vordergrund der russischen Wirtschaftspolitik. Darin liegen große Chancen für deutsche Unternehmen, insbesondere Mittelständler und immer mehr Unternehmen gehen diesen Weg.

Doch viele Unternehmen stehen vor Fragen, wie: Joint Venture oder nicht?  Welcher Standort ist der richtige? Wann gilt mein Produkt als „Made in Russia“ und welche staatlichen Förderinstrumente können genutzt werden?

Die Website der AHK Russland bietet umfassende Informationen und Beratung zum Thema Lokalisierung.

Recht, Zoll und Steuern

Zu allen Fragen rund um Recht, Zoll und Steuern berät die AHK Russland. Ein Ratgeber auf der Homepage der AHK (hier) informiert zu den häufigsten Fragen. Welche Schritte sollten beim Markteintritt beachtet werden? Wann und wie sollten Verträge geschlossen werden? Des Weiteren werden Fragen zu Zoll, Zertifizierungen und verschiedenen Steuerarten behandelt.

Zoll

Jede ordnungsgemäße Wareneinfuhr erfordert die Überführung in ein Zollverfahren. Voraussetzung dafür ist eine regelgerechte Anmeldung. Die Zollabfertigung in Russland muss nicht zwingend mit Hilfe eines Zollagenten durchgeführt werden, wenn der Importeur in der Russischen Föderation niedergelassen ist. Die Anmeldung der Waren muss spätestens nach Ablauf der Frist der vorübergehenden Verwahrung, also maximal 4 Monate, stattfinden. Weiter Informationen zum Thema Zoll finden Sie hier.

Kennzeichungsvorschriften

Russische Kunden werden Hersteller und Lieferanten künftig nicht nur nach der Güte der Kollektion und den Preisen, sondern auch nach der Einhaltung der Kennzeichnungsvorschriften auswählen. Eine kleine Anleitung vom März 2020 zeigt, was deutsche Unternehmen machen müssen. Die Anleitung finden sie hier.

EAWU

Die Zoll- und Zertifizierungsvorschriften der Länder der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) befinden sich in einem bisher noch nicht abgeschlossenen Anpassungsprozess. Viele Veranstaltungen der IHKs und AHKs informieren regelmäßig zu den aktuellen Anpassungen.

Nationales Track & Trace-System „Chestny ZNAK – Ehrliches Kennzeichen“

An jeder für den russischen Markt bestimmten Wareneinheit oder deren individueller Verpackung ist ein einzigartiger, zweidimensionaler DataMatrix-Code (2D-Code, OR-Code) anzubringen. Dieser wird direkt auf das Produkt, die Produktverpackung oder das Produktetikett aufgebracht und enthält detaillierte Daten zum Produkt: Ort, Datum und Uhrzeit der Herstellung, Material, Farbe, Größe, Haltbarkeit, Datum, Ort und Preis des Verkaufs, sowie weitere Informationen zum Warenumlauf.

Deutsche Unternehmen, die eine juristische Person in Russland haben, können sich über ihre russische Tochterfirma oder Repräsentanz beim System "Chestny ZNAK" anmelden und dann die digitalen Codes beantragen. Ohne juristische Person in Russland bleibt nur die Suche nach einem russischen Distributor oder Logistikdienstleister, der die 2D-Codes beim System "Chestny ZNAK" beantragt und an den deutschen Hersteller weiterleitet. Hierbei ist auf eine sorgfältige Auswahl des russischen Geschäftspartners zu achten, denn dieser bekommt Zugang zu sensiblen Informationen wie Modellreihen, Absatzmengen und Preisen.

Weitere Informationen der GTAI

Homepage „Chestny Znak“

Wirtschaftsrecht und Steuern in Russland

Da das russische Rechtssystem erst etwa 30 Jahre alt ist, verändern sich viele Vorschriften und warden regelmäßig angepasst und weiterentwickelt. Eine gute Zusammenstellung gibt es von der IHK Rhein Neckar zum Thema Wirtschaftsrecht und Steuern.

Auch von der GTAI gibt es eine sehr ausführliche Darstellung zu den Themen: Allgemeines |UN-Kaufrecht |Gewährleistung| Sicherungsmittel | Produzentenhaftung/Verbraucherschutz | Investitionsrecht | Gesellschaftsrecht | Aktiengesellschaft | Registrierung | Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungsrecht |Gewerblicher Rechtsschutz | Steuerrecht | Antikorruptionsvorschriften | Rechtsverfolgung | Allgemeines. Diese finden Sie hier.

Klicken Sie auf die Überschriften um auf die jeweilige Homepage zu gelangen.

AHK Russland

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) vertritt die Interessen deutscher Unternehmen in Russland und unterstützt russische Unternehmen in ihrer Zusammenarbeit mit und in Deutschland.

GTAI – Germany Trade & Invest

Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing.

Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (OA) ist die große Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft für 29 Länder in Mittelosteuropa, Ost- und Südosteuropa, im Südkaukasus und Zentralasien.