Corona: Reisen in der EU

Sie finden im Folgenden die wichtigsten Informationen zum Thema Einreise/Ausreise und die durch das Coronavirus bedingte Situation in den Mitgliedstaaten der EU und in Drittstaaten zusammengestellt - und mehr.

Reisen in EU-Länder

Reisen in EU-Länder

In den meisten EU-Mitgliedstaaten ist freies Reisen ohne Grenzkontrollen und Beschränkungen der Freizügigkeit derzeit möglich. Die Website “Re-open EU” der Europäischen Kommission gibt laufend aktualisierte Informationen über Reisen und Urlaub in der EU, unter anderem zu Verkehrsmitteln, Reisebeschränkungen und Regeln zum Schutz der öffentlichen Gesundheit wie Abstandsregeln und Tragen von Gesichtsmasken.

Die Internetseite enthält eine interaktive Karte, auf der die Grenzen und die Geografie des ausgewählten Landes dargestellt werden. Man kann auch die angrenzenden Länder anklicken und mithilfe dieser Informationen eine Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto planen. In einem Informationsfeld werden die Informationen angezeigt, die in vier Kategorien unterteilt sind: Informationen, Reisen, Dienstleistungen sowie Gesundheit und Sicherheit.

Der Abschnitt mit Informationen enthält Links mit allgemeinen Informationen zum Coronavirus und seinen Auswirkungen auf Reisen und Verkehr in dem ausgewählten Land. Zudem sind dort die Nummer eines Hilfstelefons und andere nützliche Links für Touristen, regionale Informationen und einschlägige EU-Initiativen aufgelistet.

Im Abschnitt Gesundheit und Reisen werden Angaben zu etwaigen Risiken gemacht, die bei der Reiseentscheidung helfen können. Dazu gehören zu meidende Risikogebiete, Vorschriften zu Mund-Nasen-Schutz und Mindestabstand und die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen, die während des Aufenthalts zu beachten sind.

Weitere Informationen (Reisewarnungen) finden Sie auch auf der Seite des Auswärtigen Amts,

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Einreise aus dem Ausland nach Deutschland

Einreise aus dem Ausland nach Deutschland

Stand 19. April 2021

Für Reisende, die zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten 10 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet im Ausland waren und auf dem Land-, See- oder Luftweg nach Baden-Württemberg einreisen gelten besondere Regelungen. Grundsätzlich besteht eine allgemeine Testpflicht, eine 10-tägige Quarantänepflicht und eine Pflicht, sich bei den Behörden zu melden. Die Meldung bei den Behörden (lokales Ordnungsamt) muss mittels der digitalen Einreiseanmeldung vor der Einreise gemacht werden. Die Quarantäne kann auf fünf Tage verkürzt werden, wenn eine Person über ein negatives Testergebnis verfügt, das auf einem Test beruht, der frühestens fünf Tage nach der Einreise vorgenommen wurde. Die Testung muss den Anforderungen des Robert-Koch-Instituts entsprechen.

Besondere Regelungen gelten für Personen, die sich zuvor in Hochinzidenzgebieten und Virusvariantengebieten aufgehalten haben. Rechtsgrundlage hierfür ist die Verordnung der Landesregierung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Eindämmung des Virus SARS-Co-2. Die Verordnung wurde zuletzt am 19. April 2021 angepasst.  

Wichtigste Regelungen

  • Personen, die am Coronavirus erkrankt waren und wieder genesen sind, sind von der Quarantänepflicht und der Testpflicht befreit. Dies gilt allerdings nur, wenn die Infektion mittels PCR-Test bestätigt wurde und die Infektion bei Einreise mindestens 21 Tage und höchstens drei Monate zurückliegt und wenn die Person nicht aus einem Virusvariantengebiet einreist. Die Personen müssen symptomfrei sein. Sie sind auch von der Testpflicht bei Einreise befreit.
  • Personen, die eine seit mindestens 14 Tagen abgeschlossene Impfung haben, sind grundsätzlich von der Quarantänepflicht ausgenommen. Dies gilt allerdings nicht für die Einreise aus einem Virusvariantengebiet.
  • Von vornherein ausgenommen sind Transitreisende und der Güterverkehr, sofern der mit dem Güterverkehr verbundene Aufenthalt im Risikogebiet weniger als 72 Stunden beträgt.
  • Die ausgewiesenen Risikogebiete finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

Die wichtigsten Ausnahmen für berufliche Reisen

  • Grenzregionen: Wer aus Baden-Württemberg in ein Risikogebiet in der Grenzregion reist, kann dies ohne anschließende Absonderungspflicht und ohne besonderen Grund für weniger als 24 Stunden tun. Genauso sind Einreisen aus dem Ausland nach Baden-Württemberg für weniger als 24 Stunden für alle Personen möglich, die in der Grenzregion ihren Wohnsitz haben. Eine Einreiseanmeldung muss in diesem Fall nicht gemacht werden.
    Die Grenzregionenausnahme gilt auch für Privatreisen, sofern die Einreise nicht aus überwiegend touristischen Gründen oder zu Zwecken des Einkaufs erfolgt. Personen, die unter diese Ausnahme fallen, müssen keine Einreiseanmeldung machen. Als Grenzregion gelten: In Österreich das Land Vorarlberg, im Fürstentum Liechtenstein das gesamte Staatsgebiet, in der Schweiz die Kantone Appenzell, Aargau, Base, Basel-Landschaft, Jura, Schaffhausen, Solothurn, Sankt Gallen, Thurgau und Zürich, in Frankreich die Départements Bas Rhin und Haut Rhin.
     
  • Zwingend notwendige, unaufschiebbare berufliche Einsätze von bis zu fünf Tagen. Mit Vorlage eines negativen PCR- oder Antigen-Tests sind Personen von der Quarantänepflicht befreit, die sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Der zugrunde liegende Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise gemacht worden sein oder er muss bei der Einreise vorgenommen werden. Der Test  muss den Anforderungen des RKI entsprechen. Die dringende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber/Auftraggeber zu bescheinigen.
     
  • Saisonarbeiter: Von der Quarantänepflicht sind unter Beachtung zusätzlicher Vorschriften auch Saisonarbeiter ausgenommen, sofern sie ihre Arbeit für mindestens drei Wochen in Baden-Württemberg aufnehmen. Voraussetzung ist, dass am Ort ihrer Unterbringung und ihrer Tätigkeit in den ersten zehn Tagen gruppenbezogene betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen getroffen werden. Die Arbeitsaufnahme und die getroffenen Maßnahmen müssen vom Arbeitgeber der zuständigen Behörde (Ordnungsamt) angezeigt werden.
    Die Ausnahmeregelung unter den gleichen Voraussetzungen gilt auch gilt für Arbeitseinsätze von kürzerer Dauer, wenn ein zwingender, volkswirtschaftlicher Grund vorliegt.

Die aktuell geltende Verordnung des Sozialministeriums Baden-Württemberg zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten finden Sie auf der Seite des Landes Baden-Württemberg. Dort finden Sie auch Antworten auf die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit den Corona-Vorschriften.

Virusvarianten- und Hochinzidenzgebiete

Personen, die sich zuvor in einem Virusvarianten oder Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben, sind ohne Ausnahme bei der Einreise zur Vorlage eines negativen Testergebnisses verpflichtet. Einen Test erst nach der Einreise durchzuführen, ist nicht möglich. Die Dauer der Quarantäne beträgt wie beim Risikogebiet 10 Tage, sie kann jedoch nicht verkürzt werden. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gibt es Ausnahmen nur für Grenzgänger und Grenzpendler. Für Einreisende aus Hochinzidenzgebieten gelten die beruflichen Ausnahmen von der Quarantänepflicht.

Reisen in und Einreisen aus Drittstaaten

Reisen in und Einreisen aus Drittstaaten

Seit dem 1. Oktober 2020 gelten differenzierte Reisewarnungen für einzelne Länder für nicht notwendige, touristische Reisen.

Für die Einreise aus Drittstaaten gelten jedoch im Einzelfall nach wie vor Beschränkungen; insbesondere gelten Quarantäneverordnungen für die Rückreise aus Drittstaaten nach Deutschland. Für einige Staaten mit geringem Infektionsgeschehen wurde die Einreisebeschränkung aufgehoben. Die entsprechende „Positivliste“ und diesbezügliche Informationen sind auf der Seite des Bundesinnenministeriums hinterlegt.

Personen, die in anderen Drittstaaten ansässig sind, dürfen weiterhin nur einreisen, wenn sie eine wichtige Funktion ausüben oder ihre Reise dringend notwendig ist (deutsche Staatsangehörige sind hiervon nicht betroffen).Weitere Informationen finden Sie beim Bundesinnenministerium.

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Maut und Umweltzonen in Europa

Maut und Umweltzonen in Europa

Wer mit dem Auto ins europäische Ausland fährt, sollte sich im Vorfeld über die Mautbestimmungen und Umweltzonen des Reiselandes informieren. Hierzu gibt es die App “Mit dem Auto ins Ausland” des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland. Sie enthält zahlreiche Informationen rund um Maut, City-Maut und Umweltzonen.

Quelle: IHK Südlicher Oberrhein

Katrin Glaser

Katrin Glaser

Hauptgeschäftsführung, International
IHK-Zentrale
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Schwerpunkte: EU-Informationen, Enterprise Europe Network, Fördermittel EU, Länder und Märkte, Geschäftspartnersuche, Dienstleistungen im Ausland
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