Südafrika - Sprungbrett nach Afrika

Südafrika

Im afrikanischen Vergleich ist Südafrika heute zwar nur noch die drittgrößte Volkswirtschaft nach Nigeria und Ägypten – als wirtschaftliches und geographisches Tor nach Subsahara-Afrika spielt die Kaprepublik jedoch weiterhin eine entscheidende Rolle. Allerdings wirkt sich die schwache Konjunkturentwicklung des Landes bereits seit mehreren Jahren auf den Binnenkonsum aus und beeinflusst auch das Engagement privater Unternehmen. Herausforderungen in der Energieversorgung, besonders in der Stromerzeugung, zählen neben lähmenden Streikphasen, Dürreperioden und fallenden Rohstoffpreisen zu den Hauptursachen der wirtschaftlichen Stagnation. Zudem bleiben Investitionen infolge von politischer Unsicherheit und mangelnden strukturellen Gesetzesreformen aus. Dennoch bieten sich für deutsche Firmen auf einem der wichtigsten Märkte in Subsahara-Afrika interessante Absatz- und Investitionschancen.

Geschäftsperspektiven in Umwelttechnik und Energieversorgung

Südafrikas Regierung sieht Großprojekte beispielsweise im Energiesektor und insbesondere im Kraftwerksbau vor. Neue Erzeugungskapazitäten sollen zukünftig primär durch private Akteure bereitgestellt und betrieben werden. Die natürlichen Rahmenbedingungen bieten ein hohes Potenzial für den Einsatz erneuerbarer Energien. Im Bereich der Umwelttechnik sind vor allem in der Wasserversorgung gewaltige Probleme erkennbar – auch hier soll der hohe Investitionsbedarf vermehrt durch private Beteiligungen gedeckt werden. In der Abfallwirtschaft entstehen im Recyclingsektor neue Geschäftsmöglichkeiten, speziell in der Bereitstellung innovativer Altlastenlösungen für stillgelegte Minen.

Im südafrikanischen Infrastruktursektor besteht großer Investitionsbedarf. Die Sanierung und Erweiterung der Verkehrswege bietet Geschäftschancen – sowohl der Schienenverkehr als auch das Straßennetz sollen in den kommenden Jahren massiv ausgebaut werden. Zudem sind Projekte zum Ausbau der Containerterminals südafrikanischer Häfen geplant.

Medizintechnikmarkt und Bauwirtschaft legen zu

Nach Einschätzung von Branchenexperten soll der südafrikanische Medizintechnikmarkt in den kommenden Jahren um bis zu sieben Prozent wachsen. Die Einführung einer nationalen Krankenversicherung treibt die Modernisierung öffentlicher Einrichtungen im Gesundheitswesen an und bietet auch für private Gesundheitsleistungen Absatzperspektiven.

Auch die Bauindustrie verzeichnet eine deutliche Wachstumsdynamik – treibende Kraft sind hauptsächlich der Wohnungsmarkt und der Tiefbau. Als Investitionsschub wirken hohe Urbanisierungsraten und der anhaltende Bevölkerungsanstieg. Auch der soziale Wohnungsbau wird von der Regierung mit einem Investitionsvolumen von 340 Milliarden Rand vorangetrieben.

Zwar ist die Durststrecke der südafrikanischen Volkswirtschaft noch nicht überwunden – in der Bauindustrie, im Gesundheitssektor und in der Energieversorgung können dennoch wichtige Investitionsimpulse gesetzt werden. Auch die Lieferung von Maschinen, Anlagen und Kfz-Teilen stellen weiterhin wichtige Marktperspektiven für deutsche Unternehmen in der Kaprepublik dar.

Quelle: GTAI; GTAI Afrika im Fokus, Weltbank, BMWi

Zur Marktdarstellung auf der Website von  Germany Trade & Invest:

Weitere Informationen zu Politik, Wirtschaft, und Gesellschaft bietet das Länderinformationsportal der GIZ.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika

ExperTS im südlichen Afrika – Neue Außenstelle der AHK für das südliche Afrika in Sambia

Wer die Märkte des südlichen Afrikas erschließen möchte, braucht Pioniergeist. Und gute Partner. Durch eine außergewöhnliche Kooperation zwischen der Auslandshandelskammer für das südliche Afrika (AHK) und der GIZ erhalten interessierte Unternehmen jetzt auch in Sambia kompetent Auskunft. Seit Februar 2016 ist Johannes Kurt über das Programm ExperTS in Lusaka im Einsatz und baut dort eine Zweigstelle der AHK auf. Sein Büro hat er bis auf weiteres im Deutschen Haus.

Durch die Arbeit von Johannes Kurt soll ein stabiles bilaterales Netzwerk entstehen. Denn vielerorts können deutsche Unternehmen mit hoher Qualität und innovativen Technologien zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft beitragen. Künftig berät Johannes Kurt sie zu entwicklungspolitischen Förderprogrammen, bringt sie mit lokalen Unternehmen zusammen und entwickelt passende Dienstleistungen für die wichtigsten Branchen wie Wasser, Energie und den Rohstoffsektor. Parallel dazu fördert er die berufliche Bildung, denn auch hier gehen wirtschaftliche mit entwicklungspolitischen Interessen einher. Er ist somit der erste Anlaufpunkt für alle, die nachhaltige Investitionen planen, exportieren und neue Märkte erschließen möchten.

Wie solch eine Pionierarbeit vor Ort aussieht, weiß sein Kollege in Mosambik: Seit anderthalb Jahren ist Friedrich Kaufmann in Maputo mit dem gleichen Ziel aktiv. „Das steigende Interesse deutscher Unternehmen an Geschäften im südlichen Afrika ist spürbar. Es gibt zahlreiche Chancen, aber auch viele Herausforderungen. Gemeinsam lässt es sich einfach erfolgreicher angehen“, berichtet er. Bisher schrecken die Unternehmen oftmals noch vor den schwierigen Rahmenbedingungen im Land zurück, doch auch hier hilft eine enge Zusammenarbeit: „Zusammen mit dem GIZ-Projekt ProEcon und der Deutschen Botschaft sowie lokalen Verbänden und europäischen Unternehmen setzen wir uns hier für eine Verbesserung des lokalen Investitionsklimas ein. Auch hier müssen Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, um erfolgreich zu sein.“

Inzwischen bilden die ExperTS im südlichen Afrika bereits ein kleines Netzwerk an der Schnittstelle zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung. Neben der bilateralen Vernetzung erfolgt auch ein intensiver Austausch zwischen den einzelnen Ländern. Langfristig sollen regionale Kompetenzzentren für einzelne Branchen entstehen und Synergien bündeln. Am Ende trägt jede Form der Kooperation zu einem gemeinsamen Ziel bei: Den Ländern des südlichen Afrikas eine nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Und dabei sind Investitionen aus dem Ausland ein wichtiger Schlüssel, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten.

Weitere Informationen und Kontakt

ExperTS Mosambik: Dr. Friedrich Kaufmann, Repräsentanz der AHK Südliches Afrika, Maputo,
E-Mail-Adresse: maputo( at )germanchamber.co.za

ExperTS Sambia: Johannes Kurt, Repräsentanz der AHK Südliches Afrika, Lusaka
E-Mail-Adresse: lusaka( at )germanchamber.co.za

Hier geht es zur Homepage der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika.

Doing Business in South Africa - Grundlegende Informationen

IHK-Kompetenzzentrum Subsahara-Afrika

Der Country Commercial Guide der amerikanischen Botschaft in Südafrika gibt allgemeine Hinweise zum politischen System des Landes, Wirtschaftslage, Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandsgeschäfte und vielem mehr. Hier geht es zum Wegweiser der amerikanischen Botschaft.

Der "Doing Business Report" der Welt Bank gibt zusätzlich einen ausführlichen Einblick in Süd Afrikas Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Hier geht es zum Report der Weltbank.

Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika

Ihr Ansprechpartner

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IHK Reutlingen Bereich: International
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Schwerpunkte: Entwicklungszusammenarbeit - Wirtschaft (weltweit), Regionenschwerpunkt Afrika südlich der Sahara
Telefon: 07121 201-189
Fax: 07121 201-4189
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