Angola - Ressourcenreichtum im Südwesten Afrikas

Angola

Die wirtschaftliche Struktur Angolas ist geprägt durch eine starke Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen, insbesondere Rohstoffvorkommen – das Land ist nach Nigeria der zweitgrößte Ölproduzent des afrikanischen Kontinents. Außerdem verfügt Angola über beträchtliche Diamantenvorkommen. Vom Ressourcenreichtum profitieren im Wesentlichen der Finanzsektor und staatlich dominierte Wirtschaftssektoren, insbesondere die Bauwirtschaft.

Synergieeffekte durch den Infrastrukturbau

Die Preisinstabilität fossiler Brennstoffe auf den globalen Märkten und die veraltete Fördertechnologie auf vielen Ölfeldern Angolas hat das ehemals rasante Wirtschaftswachstum des Landes etwas geschwächt. Dennoch erwartet man infolge zahlreicher geplanter Infrastrukturmaßnahmen positive Entwicklungen in der Industrie, im Handel und in der Landwirtschaft. Auch die Pläne der Regierung, in den Straßen-, Brücken- und Autobahnbau zu investieren sowie den Wohnungsbau voranzutreiben, versprechen in Zukunft ein starkes Wachstum in der angolanischen Baubranche.

Höhere Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen

Öffentliche Infrastrukturprogramme und Investitionen in der Ölwirtschaft stützen die Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen in Angola. Der Bedarf an Betriebsmitteln und Anlagen in der Nahrungsmittelverarbeitungs- und Getränkeindustrie sowie in der Landwirtschaft steigt ebenfalls. Neben Erdöl und Diamanten besitzt das Land weitere, bislang noch ungenutzte Mineralvorkommen – Gold, Kupfer, Phosphate, Grundmetalle und seltene Erden sollen zukünftig verstärkt abgebaut werden. Die Regierung strebt langfristig eine Diversifizierung des Bergbaus an, um die Abhängigkeit von Öl und Diamanten zu reduzieren.

Als Folge des jahrzehntelangen Bürgerkriegs ist der Nachholbedarf im angolanischen Landwirtschaftssektor groß, insbesondere werden moderne Agrartechnologien und Landmaschinen benötigt. Im Zuge des Wiederaufbaus und der Ausweitung industrieller Kapazitäten werden zudem Produkte aus dem Bereich der Elektrik und Elektrotechnik benötigt. Der Energiesektor verzeichnet mangels inländischer Produktion in diesem Bereich eine hohe Importnachfrage – qualitativ hochwertige Technologien und Produkte aus Deutschland genießen einen guten Ruf und sind daher gefragt.

Anspruchsvolle Rahmebedingungen für ausländische Unternehmen

Trotz eines prognostizierten Wirtschaftswachstums von über sechs Prozent ist ein Markteinstieg in Angola meist mit hohen Kosten und Risiken behaftet – nicht zuletzt aufgrund struktureller Defizite, administrativer Hürden und der bürokratischen Ineffizienz. Die Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft zählen zu den schwierigsten weltweit: im Ease-of-Doing-Business-Index der Weltbank 2016 erreicht Angola nur Platz 181 von insgesamt 190 Ländern. Das Geschäftsumfeld bleibt schwierig, die Entwicklung vieler Wirtschaftszweige wird nur langsam voranschreiten.

Eine detaillierte Marktdarstellung gibt es auf der Internet-Seite von Germany Trade & Invest.
Quelle: GTAI, GTAI Afrika im Fokus, The Economist, The World Bank

Doing Business in Angola - Grundlegende Informationen

Mit dem Country Commercial Guide der amerikanischen Botschaft in Angola erhalten Sie allgemeine Hinweise zum politischen System des Landes, Wirtschaftslage, Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandsgeschäfte und vielem mehr. Hier geht es zum Wegweiser auf der Seite der US-amerikanischen Botschaft:

Die Weltbank informiert über die zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklungen in Angola sowie über die Herausforderungen vor denen Angola steht und die sie zu lösen hat. Hier geht es zum Angola Economic Update auf der Internet-Seite der Weltbank:

Der Marktreport Angola gibt auf 30 Seiten einen Überblick über die wirtschaftliche Situation, wichtige Handelsbeziehungen, Geschäftsmöglichkeiten und insbesondere die Verbindungen zu Portugal. Den Marktreport Angola gibt es auf der Internet-Seite der Auslandshandelskammer Portugal.

Delegation der Deutschen Wirtschaft in Angola

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