IHK-Kompetenzzentrum Subsahara-Afrika

Subsahara-Afrika

Afrika - Kontinent im Aufwind

 

Eine junge Bevölkerung, ein hohes Wirtschaftswachstums, zunehmende politische und soziale Stabilität und eine wachsende Mittelschicht mit steigender Kaufkraft – die Märkte Afrikas bieten enorme Chancen und wecken weltweit das Interesse von Unternehmen und Investoren.

Trotz aussichtsreicher Chancen und Perspektiven bleiben deutsche Unternehmen auf dem afrikanischen Markt bislang unterrepräsentiert. Anbieter aus Asien haben durch massive staatliche Förderung und attraktive Finanzierungsmodelle einen Wettbewerbsvorteil. Doch nicht nur Billigprodukte aus Asien sind gefragt, auch qualitativ hochwertige Erzeugnisse und Dienstleistungen aus Deutschland werden auf dem afrikanischen Markt zunehmend nachgefragt. So wird bei Infrastrukturprojekten und bei der Bauaufsicht auf deutsche Ingenieursleistungen vertraut. Die aktuell wichtigsten Exporterzeugnisse deutscher Unternehmen nach Afrika sind Fahrzeuge, Maschinen und chemische Produkte.

Zukunftsreiche Branchen

Geschäftschancen bestehen derzeit besonders in der Infrastrukturentwicklung, in der konventionellen und erneuerbaren Energiewirtschaft sowie im Konsumgüterbereich. Zudem eröffnen sich für Firmen aus Deutschland im Maschinen- und Anlagenbau neue Absatzmöglichkeiten. Auch der Gesundheitssektor zählt zu den interessanten Zukunftsbranchen der Region. Die wachsende Mittelschicht verfügt zunehmend über finanzielle Mittel für Gesundheitsleistungen und pharmazeutische Produkte – der Markt für medizinische Geräte, Ausrüstungen und Verfahrenstechnik zog in den letzten Jahren stark an.

Weiterhin gilt der Rohstoffsektor als zentrales Investitionsfeld für deutsche Unternehmen. Neben der Ausfuhr von Maschinen und Anlagen für den Bergbau kristallisieren sich als wichtige Wachstumsbereiche vor allem jene Wirtschaftszweige heraus, die direkte Querverbindungen zum Rohstoffboom aufweisen können. Dies sind vor allem die Bauwirtschaft, der Transport- und der Kommunikationssektor sowie die Finanzwirtschaft. Insbesondere die junge Bevölkerung nutzt verstärkt moderne Informationstechnologien, mobile Bezahlsysteme und Kommunikationsmethoden.

Für Dynamik sorgen auch die Agrarwirtschaft, die Lebensmittelverarbeitung und der Einzelhandel. Insgesamt gilt der private Konsum als Wachstumsmotor der subsaharischen Ökonomien. Außerdem bietet der Bereich der erneuerbaren Energien beste Perspektiven für ein Engagement deutscher Firmen in Subsahara-Afrika. Innovative Lösungen bei der Wasser- und Energieversorgung sind angesichts rasanter Urbanisierungsprozesse zunehmend gefragt. Klimatisch günstige Bedingungen bergen ein umfassendes Potenzial für den Einsatz von Solartechnik und Windkraftanlagen. Auch die Hydroenergie ist in einigen subsaharischen Staaten von hoher Relevanz.

Chancen und Risiken im Afrika-Geschäft

Die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Engagement in Subsahara-Afrika sind nach wie vor herausfordernd. Einer stärkeren Betätigung deutscher Firmen stehen vor allem strukturelle Defizite wie Infrastrukturmängel, hohe Energiekosten, Korruption, Sicherheitsprobleme und das vergleichbar niedrige Ausbildungsniveau entgegen.

Aufwand, Risiken und Chancen müssen für jede Branche und für jedes Land differenziert betrachtet werden. Dennoch bringt die deutsche Wirtschaft insgesamt gute Voraussetzungen für Erfolge im Afrika-Geschäft mit. Die Basis eines erfolgreichen Markteinstiegs in Afrika bildet eine gute individuelle Vorbereitung auf das geschäftliche Engagement. Die IHK Reutlingen unterstützt, berät und begleitet Unternehmen beim Markteintritt in Subsahara-Afrika.

Afrika Engagement der IHK Reutlingen - Kompetenzzentrum Subsahara-Afrika

Die IHK Reutlingen hat sich entschlossen, dem Kontinent Afrika südlich der Sahara einen verstärkten Fokus zu geben, um Mitgliedsunternehmen zukünftig den Markteintritt zu erleichtern.

Hierzu ist ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung integrierter EZ-Scout (EZ steht für Entwicklungszusammenarbeit) an der IHK Reutlingen tätig. Nach intensiven Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern und Verbänden sieht die IHK Reutlingen in den Ländern Südafrika, Ghana, Nigeria, Angola und Kenia das größte Potenzial für die Unternehmen in der Region Neckar-Alb.

Ziel des Kompetenzzentrums bei der IHK Reutlingen ist die Schaffung eines Netzwerkes, um das Engagement von regionalen Unternehmen im Afrika südlich der Sahara zu intensivieren. Dabei werden zum einen die Mitgliedsunternehmen der IHKs, die ihre Geschäftsbeziehungen nach Afrika auf- oder ausbauen wollen, beraten und mit Delegationsreisen in den Märkten verankert.

Das Kompetenzzentrum arbeitet eng mit allen Vertretern der deutschen Wirtschaft und den AHK Büros vor Ort zusammen sowie Vertretern der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder DEG. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Bereitstellung von Informationen für deutsche Unternehmen, die regelmäßige Organisation von Veranstaltungen und Delegationsreisen sowie die persönliche Beratung von Unternehmen.

Die Dienstleistungen des Kompetenzzentrums

Beratung &  Information

  • Telefonische Auskünfte und Kurzberatungen
  • Recherchen zu allen Fragen des Afrika-Geschäftes
  • Branchenberichte, Kontaktadressen und Analysen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Wirtschafts- und Managementfragen

IHK-Netzwerk Subsahara-Afrika

Werden Sie Teil des Unternehmensnetzwerks Subsahara-Afrika der IHK Reutlingen und informieren Sie sich zu Marktchancen und Branchenentwicklungen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Veranstaltungen

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen an der IHK Reutlingen, aber auch an anderen IHKs in Baden-Württemberg, kommen Führungskräfte und Experten aus allen Branchen sowie aus der Politik. Fachseminare zu allen Fragen zum Afrika-Geschäft bieten die Möglichkeit zur intensiven Auseinandersetzung mit relevanten Themen.

Delegationsreisen

Das Kompetenzzentrum organisiert Delegationsreisen nach Ghana, Angola, Kenia und Nigeria - auf Wunsch mit Branchenschwerpunkten.

Wirtschaftsdelegationsreise nach Kenia und Äthiopien von Baden-Württemberg International im November 2017: mehr Informationen gibt es hier.

Ausgewählte Länderinformationen

Angola
Ghana
Kenia
Nigeria
Südafrika
 

Relevante Organisationen im Kontext Subsahara-Afrika

Delegation der Deutschen Wirtschaft in Angola
Delegation der Deutschen Wirtschaft in Ghana
Ghanaian - German Economic Association
Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia
Delegation der Deutschen Wirtschaft in Nigeria
Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika
DIHK | Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.
Afrika-Verein e.V.
EZ-Scout-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
KFW DEG
 

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale
IHK Reutlingen Bereich: International
Position: Beraterin Entwicklungszusammenarbeit / EZ-Scout (entsandt durch das BMZ)
Schwerpunkte: Entwicklungszusammenarbeit - Wirtschaft (weltweit), Regionenschwerpunkt Afrika südlich der Sahara
Telefon: 07121 201-189
Fax: 07121 201-4189
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