Südafrika - Sprungbrett nach Afrika

Südafrika

Südafrika gilt heute als das meist entwickelte Land auf dem afrikanischen Kontinent. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Entdeckung von Gold im 19. Jahrhundert zurückzuführen. Bis 2006 galt zudem Südafrika als der größte Goldproduzent. Aufgrund der geringen Investitionen und dem schwachen Konsum verzeichnete Südafrika 2014 allerdings nur ein langsames Wachstum. Um das Wachstum langfristig zu sichern, verabschiedete die Südafrikanische Regierung im Jahr 2011 den National Development Plan 2030 sowie den New Growth Plan. Dabei wurde der Export-Sektor als die treibende Kraft für ein schnelleres und arbeitsintensives Wachstum identifiziert. Der National Development Plan strebt für 2030 mit der Export-Branche ein jährliches Wachstum von 6 Prozent und verspricht sich dadurch ein jährliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,5 Prozent sowie 11 Millionen Arbeitsplätze zu generieren.

Sonderwirtschaftszonen geplant
Die Südafrikanische Regierung plant in 15 Sonderzonen den Körperschaftssteuersatz für die Unternehmen zu halbieren (von 28 auf 15 Prozent) um die Investoren aus den arbeitsintensiven Industrien nach Südafrika zu locken. Für die Schaffung von Arbeitsplätzen werden die Unternehmen auch steuerlich belohnt. Da Südafrika die diversifizierteste Wirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent hat, eignet sich das Land besonders als Sprungbrett in andere Märkte auf dem Kontinent.   

Kündigung des bilateralen Investitionsschutzabkommens
Südafrika hat Ende Oktober einseitig das bilaterale Investitionsschutzabkommen aus dem Jahr 1998 mit Deutschland (und weiteren 12 EU Mitgliedsstaaten) gekündigt. Dieses Abkommen wurde auf der Annahme, dass die europäischen Partner im Rahmen dieses Abkommens begünstigt wurden, außer Kraft gesetzt. Der Investitionsschutz soll zukünftig durch die nationalen Rechtsvorschriften sichergestellt werden. Hierzu wurde bereits das geplante Promotion and Protection of Investment Bill vom Kabinett abgesegnet, jedoch noch  nicht in Kraft getreten. Investitionen der deutschen Unternehmen, die noch während des Investitionsschutzabkommens getätigt wurden, bleiben auch nach der Kündigung des Abkommens für die nächsten 20 Jahre geschützt. Schwieriger wird es allerdings für die Neuinvestitionen, da ein Investitionsschutzabkommen eine Voraussetzung für die Erteilung von Investitionsgarantien des Bundes ist.

Starke Nachfrage nach Maschinen
Den größten Anteil an den gesamten Südafrikanischen-Einfuhren machen die Maschinen und Ausrüstungen mit einer Zunahme von 17,6 Prozent in 2013 aus. Für die deutschen Unternehmen spielt Südafrika eine wichtige Rolle. Schwerpunktbranchen in Südafrika für deutsche Unternehmen sind der Automobilsektor, die chemische Industrie, Maschinenbau, Elektrotechnik und Versicherungen. In der Rangliste der wichtigsten Überseemärkte nimmt in Deutschland Südafrika, ähnlich wie Mexiko und Kanada den 11. Platz ein. Nach der Volksrepublik China ist für Südafrika Deutschland der wichtigste Partner (2012: 13,9 Milliarden Euro).

Zukunft Südafrikas: Erneuerbare Energien
Südafrika verfügt über ein enormes Potenzial an Erneuerbaren Energien deren Anteil (44 Prozent) sie bis 2030 deutlich erhöhen möchte. Dabei wird nicht nur mit einem erhöhten Anteil an erneuerbaren Energien gerechnet, sondern auch mit einer Zunahme des Energieverbrauchs zwischen 50 und 80 Prozent.

Quelle: GTAI; GTAI Afrika im Fokus 2014/15; Weltbank.

Das Bundesminiserium für Wirtschaft und Technologie fördert unter anderem die Messen Electra Mining (im 2-Jahresrhythmus) und seit 2009 die Automechanika in Johannesburg, INTERVITIS INTERFRUCTA CAPE (Wein- und Obstbauern Ausstellung) und Africa Health in Johannesburg in Form einer deutschen Gemeinschaftsbeteiligung.

Zur detailierten Marktdarstellung auf der Website von  Germany Trade & Invest:
Quelle: BMWi und Germany Trade & Invest

Detaillierte Informationen zu Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Alltag gibt es  im Länderinformationsportal der GIZ.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika

ExperTS im südlichen Afrika – Neue Außenstelle der AHK für das südliche Afrika in Sambia

Wer die Märkte des südlichen Afrikas erschließen möchte, braucht Pioniergeist. Und gute Partner. Durch eine außergewöhnliche Kooperation zwischen der Auslandshandelskammer für das südliche Afrika (AHK) und der GIZ erhalten interessierte Unternehmen jetzt auch in Sambia kompetent Auskunft. Seit Februar 2016 ist Johannes Kurt über das Programm ExperTS in Lusaka im Einsatz und baut dort eine Zweigstelle der AHK auf. Sein Büro hat er bis auf weiteres im Deutschen Haus.

Durch die Arbeit von Johannes Kurt soll ein stabiles bilaterales Netzwerk entstehen. Denn vielerorts können deutsche Unternehmen mit hoher Qualität und innovativen Technologien zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft beitragen. Künftig berät Johannes Kurt sie zu entwicklungspolitischen Förderprogrammen, bringt sie mit lokalen Unternehmen zusammen und entwickelt passende Dienstleistungen für die wichtigsten Branchen wie Wasser, Energie und den Rohstoffsektor. Parallel dazu fördert er die berufliche Bildung, denn auch hier gehen wirtschaftliche mit entwicklungspolitischen Interessen einher. Er ist somit der erste Anlaufpunkt für alle, die nachhaltige Investitionen planen, exportieren und neue Märkte erschließen möchten.

Wie solch eine Pionierarbeit vor Ort aussieht, weiß sein Kollege in Mosambik: Seit anderthalb Jahren ist Friedrich Kaufmann in Maputo mit dem gleichen Ziel aktiv. „Das steigende Interesse deutscher Unternehmen an Geschäften im südlichen Afrika ist spürbar. Es gibt zahlreiche Chancen, aber auch viele Herausforderungen. Gemeinsam lässt es sich einfach erfolgreicher angehen“, berichtet er. Bisher schrecken die Unternehmen oftmals noch vor den schwierigen Rahmenbedingungen im Land zurück, doch auch hier hilft eine enge Zusammenarbeit: „Zusammen mit dem GIZ-Projekt ProEcon und der Deutschen Botschaft sowie lokalen Verbänden und europäischen Unternehmen setzen wir uns hier für eine Verbesserung des lokalen Investitionsklimas ein. Auch hier müssen Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, um erfolgreich zu sein.“

Inzwischen bilden die ExperTS im südlichen Afrika bereits ein kleines Netzwerk an der Schnittstelle zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung. Neben der bilateralen Vernetzung erfolgt auch ein intensiver Austausch zwischen den einzelnen Ländern. Langfristig sollen regionale Kompetenzzentren für einzelne Branchen entstehen und Synergien bündeln. Am Ende trägt jede Form der Kooperation zu einem gemeinsamen Ziel bei: Den Ländern des südlichen Afrikas eine nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Und dabei sind Investitionen aus dem Ausland ein wichtiger Schlüssel, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten.

Weitere Informationen und Kontakt

ExperTS Mosambik: Dr. Friedrich Kaufmann, Repräsentanz der AHK Südliches Afrika, Maputo,
E-Mail-Adresse: maputo( at )germanchamber.co.za

ExperTS Sambia: Johannes Kurt, Repräsentanz der AHK Südliches Afrika, Lusaka
E-Mail-Adresse: lusaka( at )germanchamber.co.za

Hier geht es zur Homepage der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika.

Doing Business in South Africa - Grundlegende Informationen

IHK-Kompetenzzentrum Subsahara-Afrika

Der Country Commercial Guide der amerikanischen Botschaft in Südafrika gibt allgemeine Hinweise zum politischen System des Landes, Wirtschaftslage, Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandsgeschäfte und vielem mehr. Hier geht es zum Wegweiser der amerikanischen Botschaft.

Der "Doing Business Report" der Welt Bank gibt zusätzlich einen ausführlichen Einblick in Süd Afrikas Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Hier geht es zum Report der Weltbank.

Eine Analyse zur Wettbewerbsfähigkeit der Export-Unternehmen in Südafrika gegenüber der Konkurrenz aus anderen afrikanischen Ländern  gibt es auf der Website der Weltbank.

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale
IHK Reutlingen Bereich: International
Position: Beraterin Entwicklungszusammenarbeit / EZ-Scout (entsandt durch das BMZ)
Schwerpunkte: Entwicklungszusammenarbeit - Wirtschaft (weltweit), Regionenschwerpunkt Afrika südlich der Sahara
Telefon: 07121 201-189
Fax: 07121 201-4189
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