Wirtschaftsaufschwung in Kenia

Kenia

Kenias Wirtschaft ist nicht nur die größte in der ostafrikanischen Region, sondern auch viel dynamischer als ihren Nachbarländern. Zu diesem Ergebnis kam der Global competitiveness Report der World  Economic Forum (WEF). Dabei wird dies im BIP-Wachstum des Landes nicht besonders wiedergespiegelt. Während im Jahr 2012 Kenias BIP noch bei 11,5% stand, war dies im Jahr 2013 nur noch 4,7%.  Zwar konnte das BIP Im Jahr 2014 um 0,4% (5,1%) wachsen, aber dies blieb weit hinter den angestrebten 7%. Auch für das Jahr 2015 wird weiterhin nur ein geringes BIP-Wachstum von 5,3% erwartet.

Ähnlich wie in anderen afrikanischen Ländern investiert Kenia ebenfalls in ambitionierte Infrastrukturprojekte, um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Der Zufluss ausländischer  Direktinvestitionen (FDI) ist in den letzten zwei Jahren leicht gestiegen in Ostafrika und somit auch in Kenia. Weitere Hoffnungen machen die gute Voraussetzungen für eine dynamische Wirtschaft Kenias: Gut ausgebildete Bevölkerung und natürliche Ressourcen. Dennoch hemmt hohe Korruption, Stromversorgungsdefizite, Bürokratie, Ineffizient und Gewaltkriminalität das Investitionsverhalten.

Obwohl Kenia ein relativ starkes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreicht, wachsen Kenias Nachbarn dennoch schneller. Ähnlich wie andere afrikanische Länder, investiert auch Kenia in ambitionierte Infrastrukturprojekte um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Diese und weitere Investition haben allerdings bereits Größenordnungen erreicht, die der Staat selber nicht mehr finanzieren kann. Neben dem relativ schwachen BIP-Wachstum sinken in Kenia außerdem auch die Bruttoanlageinvestitionen. Ein Investitionsrückgang wurde vor allem durch die Unsicherheit der Investoren in die Entwicklung der neuen Regierung ausgelöst. Die hohe Korruption im Land, das massive Stromversorgungsdefizit und der ineffiziente Hafen im Mombasa tragen weiter zu einem eher zurückhaltenden Investitionsverhalten in Kenia bei.

Nachfrage und Mittelschicht wachsen in Kenia
Die Unsicherheit in Kenias Wirtschaft spiegelt sich auch in der Rangliste des „Ease of doing Business Index“ der Weltbank wieder, wo Kenia den 127. Platz einnimmt. Trotz dieser Entwicklung wächst die Bevölkerung und die Nachfrage der Mittelschicht in Kenia und die geplanten Infrastrukturprojekte im Land ermöglichen gute Beteiligungschancen auch für die deutschen Unternehmen. Zudem ist die Bevölkerung in Kenia besser ausgebildet und das Land ist reich an Bodenschätzen. Kenia gilt gleichzeitig als ein wichtiger Knotenpunkt für die Nachbarn Uganda, Ruanda, Burundi sowie Südsudan, wodurch dem Land mittelfristig gute Wachstumschancen vorhergesagt werden.

Importe aus Deutschland marginal
Zu den wichtigsten Exportbranchen Kenias gehören Tee und Gartenbauerzeugnisse. Weiterhin ist Tourismus ein wichtiger Devisenbringer. Kenia importiert fast doppelt so viel wie es exportiert. Zukünftig wird auch mit einem Anstieg der Nachfrage nach den Bodenschätzen gerechnet. In den letzten Jahren wurden Waren vor allem aus der Volksrepublik China (14,7 Prozent), Indien (14 Prozent), den VAE (10,1 Prozent) und Südafrika (7,7 Prozent) importiert. Waren aus Deutschland machten dabei nur 3 Prozent an den gesamten kenianischen Importen aus. Dies kann auch damit begründet werden, dass bei der Anschaffung von Maschinen bei Großprojekten eher auf die Kosten und nicht auf die deutsche Qualität geschaut wird und somit die deutschen Unternehmen in de Umsetzung der Großprojekte nicht gefragt sind.  

Kenia gehört zu den wenigen Ländern in Subsahara-Afrika, in denen es eine signifikante Anzahl deutscher Niederlassungen gibt. Die Firmen sind insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft (Tee, Kaffee, Schnittblumen, Düngemittel, Produktverarbeitung), Transport, Touristik, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Konsumgüter tätig. Über 50 meist mittelständische Unternehmen sind in der German Business Association organisiert. Sie steuern von Kenia aus ihre Aktivitäten in Ostafrika.

Quelle: GTAI Afrika im Fokus

Detaillierte Informationen zu Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Alltag gibt es im Länderinformationsportal der GIZ.

Zur detailierten Marktdarstellung auf der Website von Germany Trade & Invest:
Quelle: BMWi, Germany Trade & Invest und Advantage Austria

Doing Business in Kenia - Grundlegende Informationen

IHK-Kompetenzzentrum Subsahara-Afrika

Der Country Commercial Guide der amerikanischen Botschaft in Kenia gibt allgemeine Hinweise zum politischen System des Landes, Wirtschaftslage, Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandsgeschäfte und vielem mehr.
Hier geht es zur Seite der US-amerikanischen Botschaft in Kenia.

Der "Doing Business Report" der Weltbank gibt zusätzlich einen ausführlichen Einblick in Kenias Wirtschaft und Handelsbeziehungen. Hier geht es zum Report der Weltbank.

Über die Projekte und Programme sowie das Engagement der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Kenia informiert die Website der GIZ.

Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale
IHK Reutlingen Bereich: International
Position: Beraterin Entwicklungszusammenarbeit / EZ-Scout (entsandt durch das BMZ)
Schwerpunkte: Entwicklungszusammenarbeit - Wirtschaft (weltweit), Regionenschwerpunkt Afrika südlich der Sahara
Telefon: 07121 201-189
Fax: 07121 201-4189
E-Mail schreiben
vCard herunterladen