Hürden im EU-Geschäft melden - Neue EU-Regelungen mitgestalten

IHK Reutlingen, Tübingen und Zollernalb

Wir brauchen Ihr Feedback an die EU! 
Der Europäische Binnenmarkt bietet Unternehmen eine Vielzahl an Geschäftsmöglichkeiten. Im Allgemeinen funktionieren die Geschäfte reibungslos. Dennoch können Probleme und Hürden entstehen, etwa bei der Markteinführung von Produkten und Dienstleistungen, der grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung, der grenzüberschreitenden Besteuerung oder im Umgang mit nationalstaatlichen oder EU-Behörden.

Die IHK Reutlingen ist Partner im Enterprise Europe Network und dient dabei als Sprachrohr für Unternehmen, insbesondere für die kleinen und mittleren Betriebe.

Aktuelle Umfragen 

Evaluierung der Biozidprodukte-Verordnung 

Die EU will das Funktionieren des EU-Binnenmarkt im Bereich der Biozidprodukte verbessern. Dafür wird sie Biozidprodukte-Verordnung evaluieren. Mittels einer öffentlichen Konsultation soll überprüft werden, ob die Verordnung ihre Ziele erreicht und noch bedarfsgerecht ist. Außerdem sollen Probleme und Verbesserungspotenziale ermittelt werden. Die öffentliche Konsultation (Registrierung erforderlich) ist noch bis 5. März 2026 geöffnet. Zur Konsultation 

Input zur Reform von EU-Risko- und Wachstumskapitalfonds

Die EU-Kommission möchte innovativen Unternehmen den Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten erleichtern. Mit zwei Konsultationen wird Feedback zu Hindernissen und zu möglichen Verbesserungsmaßnahmen bei EU-Risiko- und Wachstumskapitalfonds gesammelt: 
Targeted Consultation: (Zielgruppe: Interessensgruppen wie Fondsmanager, Unternehmen, institutionelle Anleger sowie Behörden und Aufsichtsbehörden)
Public Consultation (Deadline für beide Konsultationen: 12. März 2026) 

E-Commerce KMU-Befragung zu grenzüberschreitenden Postsendungen und Paketzustellungen

Die aktuelle Richtlinie zu Postdienstleistungen und die Verordnung über grenzüberschreitende Pakete soll durch einen neuen EU Delivery Act ersetzt werden. Die Befragung richtet sich an KMU, die physische Waren verkaufen und grenzüberschreitend Paketdienste nutzen. Die EU-Kommission ist an deren Erfahrungen und Herausforderungen beim Versand interessiert, z.B. im Hinblick auf Preise, Zuverlässigkeit, Sendungsverfolgung, Beschwerden und Zusammenarbeit mit Zustelldiensten und Plattformen.  Die KMU-Befragung läuft bis 21. April 2026. Parallel gibt es eine öffentliche Konsultation (Deadline 5. März, EU-LogIn erforderlich). 

Initiative zur Portabilität von Kompetenzen 

Die EU-Kommission plant eine Gesetzgebungsinitiative, um die Transparenz von beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen zu verbessern. Ziel ist es, die Anerkennungsverfahren für reglementierte Berufe zu modernisieren und mit einem Rahmen auf EU-Ebene die Anerkennungsverfahren für Drittstaatsangehörige zu vereinfachen. Die EU-Kommission möchte vorab von KMU erfahren, welche Hindernisse und Probleme bei der grenzüberschreitenden Rekrutierung von Arbeitskräften im Hinblick auf die Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen bestehen und wie mögliche Lösungsansätze eingeschätzt werden. KMU-Umfrage(Deadline 25. März 2026). (Sprache bitte am rechten Rand auswählen). 


EU-One-Stop-Shop für Sorgfaltspflichten im Bereich Nachhaltigkeit

Die Europäische Kommission will europäische Unternehmen bei der Einhaltung der EU-weiten und nationalen Sorgfaltspflichten im Bereich Nachhaltigkeit unterstützen. Ein Beispiel ist der One-Stop-Shop für Sorgfaltspflichten im Bereich Nachhaltigkeit, der 2026 eingeführt werden soll. Hierzu führt sie derzeit eine Unternehmensumfrage durch. Die gewonnenen Erkenntnisse werden direkt in die Gestaltung der Instrumente, Ressourcen und Leitlinien einfließen, die der künftige EU-One-Stop-Shop für Sorgfaltspflichten anbieten wird. Hier finden Sie den Link zur Teilnahme an der Umfrage.

Konsultation zur Überarbeitung der EU-Vergaberichtlinien

Die EU-Kommission bereitet derzeit die Überarbeitung der Richtlinien zur öffentlichen Vergabe (Richtlinien 2014/23/EU, 2014/24/EU, 2014/25/EU) vor. Öffentliche Investitionen und Ausgaben sollen effizienter und gleichzeitig Korruption verhindert werden. Außerdem ist geplant, Instrumente zur Stärkung der wirtschaftlichen Sicherheit und Souveränität der EU zu entwickeln und die Beschaffungspolitik besser mit den strategischen Zielen der EU in grünen, sozialen und innovativen Bereichen in Einklang zu bringen.

Wie profitieren Unternehmen von der Überarbeitung der Vergaberegeln? Das Ziel sind vereinfachte Verfahren mit weniger Bürokratie, mehr Transparenz und Einsparmöglichkeiten und die Schaffung eines leichteren Zugangs zu öffentlichen Beschaffungen im Binnenmarkt. Unternehmen können sich an der Konsultation über die EU-Plattform beteiligen. (Deadline ist der 15.2.2026)

Probleme mit internationalen Lieferketten 

Die EU-Kommission ist darauf angewiesen, aktuelle Probleme mit internationalen Lieferketten zeitnah in Erfahrung zu bringen. Nur so kann sie entsprechend geeignete Maßnahmen zur Lösung ergreifen. Wenn Sie mit Schwierigkeiten in Ihren internationalen Lieferketten konfrontiert sind, melden Sie diese der EU-Kommission über das Portal des Enterprise Europe Network.


Weitere Umfragen finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission. Nehmen Sie sich die Zeit, an den Befragungen teilzunehmen. Nur so können Sie die Politik und Gesetzgebung in der EU mitgestalten. 

Ihr Feedback zum Bürokratieabbau 

Teilen Sie uns mit (gerne per E-Mail an: glaser(at)reutlingen.ihk.de), welche konkreten Erfahrungen Sie bei Ihren Geschäftsaktivitäten im Europäischen Binnenmarkt gemacht haben und welche Probleme Sie dabei hatten. Wir leiten Ihre Angaben anonymisiert an die EU-Kommission weiter. 

Befragungen von Unternehmen

In unregelmäßigen Abständen führt das Enterprise Europe Network im Auftrag der Europäischen Kommission Befragungen von Unternehmen zu aktuellen EU-Politik- oder Gesetzgebungsvorhaben durch. Dabei ist das Enterprise Europe Network auf Ihre Mitarbeit angewiesen.

Ihre Meinung zählt 

Über die Plattform „Ihre Meinung zählt“ („Have your say“) bietet die Europäische Kommission Zugang zu einer Vielzahl von Konsultationen, Diskussionen u.ä. in deren Rahmen Sie sich aktiv an der Gestaltung der EU-Politik beteiligen können. Hier können Sie Ihre Vorschläge zum Bürokratieabbau sowie zur Verbesserung der Rechtsvorschriften in der EU an die EU-Kommission schicken. 

Your Europe 

Probleme mit einer öffentlichen Verwaltung in einem EU-Land können über eine zentrale online-Plattform der EU anonym gemeldet werden. Das entsprechende Feedback-Formular steht auch in deutscher Sprache zur Verfügung und kann in deutsch ausgefüllt werden. 

SOLVIT

SOLVIT ist ein EU-weites Netzwerk zur Problemlösung, in dem die Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um auf pragmatische Weise Probleme zu lösen, die durch die fehlerhafte Anwendung von Binnenmarktvorschriften durch Behörden entstehen. Die SOLVIT-Stellen sind Teil der nationalen Verwaltung und ihre Aufgabe besteht darin, innerhalb von 10 Wochen praktische Lösungen für praktische Probleme zu finden. Die Nutzung von SOLVIT ist kostenlos.

Katrin Glaser

Katrin Glaser

International & internationale Fachkräfte
IHK-Zentrale
Position: Projektmanagerin
Schwerpunkte: EU-Informationen, Enterprise Europe Network, Fördermittel EU, Länder und Märkte, Geschäftspartnersuche, Dienstleistungen im Ausland
Telefon: 07121 201-152
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