Finanzierungsangebote für Exporte und Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern

Foto: Florian Kopp / GIZ

Folgende Angebote unterstützen Unternehmen bei Investitionen und Exporten in Entwicklungs- und Schwellenländer:

Die deutsche Wirtschaft ist im internationalen Vergleich besonders stark auf das Auslandsgeschäft ausgerichtet. Neben den bereits etablierten Märkten in Europa, den USA und China, findet Wirtschaftswachstum zunehmend in den Ländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas statt. Sowohl die Finanzierung als auch die Absicherung von Auslandsgeschäften stellt vor allem den deutschen Mittelstand vor Herausforderungen. Um die Internationalisierung und Erschließung von Wachstumsmärkten gegen politische und wirtschaftliche Risiken abzusichern, bietet der Bund im Rahmen der Außenwirtschaftsförderung vor allem für den Mittelstand Absicherungsmöglichkeiten bei Exporten und Auslandsinvestitionen an. Darüber hinaus bietet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit attraktive Förder- und Finanzierungsinstrumente für das Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern.

DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsbank

Folgendes unterstützt die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH:

Investitionen vorbereiten: Machbarkeitsstudien

Die DEG finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Machbarkeitsstudien zur Vorbereitung eines Investitionsvorhabens, aber auch zur Einführung neuer Technologien, Verfahren und Dienstleistungen (bis zu 50 Prozent, maximal 200.000 EUR). Mehr.

Finanzierung privatwirtschaftlicher Investitionen

Die KfW-Tochter DEG finanziert und berät Unternehmen, die in Entwicklungs-, Transformations- und  Schwellenländern investieren. Sie bietet deutschen Firmen ein maßgeschneidertes Finanzierungs- und Beratungsangebot für ihre Investitionen.

Der Fokus der DEG liegt auf der Finanzierung von entwicklungspolitisch sinnvollen Projekten der deutschen Privatwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die DEG berät Firmen bei der Risikoanalyse und der Projektentwicklung. Sie hilft bei der Planung und Strukturierung der Investitionsvorhaben, prüft vom Unternehmen erstellte Businesspläne und unterstützt bei der Beurteilung lokaler Partner. Das Angebot der DEG richtet sich an alle deutsche Unternehmen, insbesondere den Mittelstand. Pro Vorhaben stellt sie in der Regel Finanzierungsbeiträge mit einem Volumen von bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung. Jedoch können auch kleinere Investitionen finanziert werden. Die DEG bietet langfristige Konditionen für verschiedene Typen der Finanzierung an:

  • Beteiligungen
  • Mezzanin-Finanzierungen
  • Langfristige Darlehen.

Investitionsbegleitende Aktivitäten

Zusätzlich zu den Finanzierungsangeboten bietet die DEG mit ihrem Business Support Service Beratung zum Projekt- und Risikomanagement sowie Finanzierungsmöglichkeiten für investitionsbegleitende Maßnahmen an, z.B. Sozial- und Umweltschutzaktivitäten oder die Qualifizierung von Personal. Mehr.

Up-Scaling von Pionierinvestitionen

Mit dem Up-Scaling Programm finanziert die DEG Pionierinvestitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die ein innovatives Geschäftsmodell, das positive Entwicklungseffekte generiert, erweitern möchten. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, deren Finanzierungsbedarf zwischen einer Mikrofinanzierung und der klassischen Finanzierung durch Geschäftsbanken liegt.

Zur Zielgruppe gehören junge KMU, die im Investitionsland registriert sind. Dies können auch lokale Tochtergesellschaften deutscher oder europäischer Unternehmen sein. Zielregionen sind alle Entwicklungs- und Schwellenländer, bevorzugt werden jedoch Investitionen in Afrika und Indien.

Die DEG stellt Mittel von 500.000 € zur Verfügung, die maximal 50% des Gesamtinvestitionsvolumens ausmachen dürfen. Private Sponsoren müssen einen wesentlichen Anteil des Eigenkapitals (mindestens 25%) übernehmen. Die DEG-Mittel müssen im Erfolgsfall des Investitionsvorhabens (je nach vorab definierten Finanzkennzahlen wie Cashflow, Umsatz oder Gewinn) zurückgezahlt werden. Mehr.

Absicherung von Auslandsgeschäften

Kreditinstitute vergeben zur Finanzierung von Außenhandelsgeschäften Bankkredite grundsätzlich nach vergleichbaren Bonitätsrichtlinien wie zur Finanzierung von Inlandsgeschäften. Auf Grund der Eigenarten der Außenhandelsgeschäfte sind jedoch bei der Außenhandelsfinanzierung besondere Formen der Besicherung und der Abwicklung zu beachten.

Exportkreditgarantien (Hermes-Deckungen)
Exporte in Entwicklungs- und Schwellenländer können über Exportkreditgarantien (sog. Hermesdeckungen) gegen Zahlungsausfälle aufgrund politischer und wirtschaftlicher Risiken abgesichert werden. Zielgruppe der Absicherung sind sowohl Exporteure als auch Kreditinstitute.

Investitionsgarantien

Direktinvestitionen im Ausland (DIA) können auf der Basis von bilateralen Investitionsförderungs- und Schutzverträgen durch Investitionsgarantien gegen politische verursachte Risiken abgesichert werden. Abgesichert werden können Beteiligungen, beteiligungsähnliche Darlehen, Dotationskapital und andere vermögenswerte Rechte wobei keine beitragsmäßigen Begrenzungen je Anlageland oder Projekt vorgesehen sind.

Garantien für ungebundene Finanzkredite
Garantien für ungebundene Finanzkredite (UFK) sind Finanzkredite für kommerzielle Vorhaben im Ausland, die von besonderem staatlichen Interesse sind und der Erhöhung der Versorgungssicherheit der Bundesrepublik Deutschland.

Weitere Informationen finden Sie hier.

KfW Bankengruppe: Ein breites Leistungsangebot - auch international

Die KfW IPEX-Bank verantwortet innerhalb der KfW Bankengruppe die internationale Projekt- und Exportfinanzierung. Sie stellt Finanzierungen für die industriellen Schlüsselsektoren der Exportwirtschaft, zur Entwicklung von Infrastruktur sowie für Umwelt- und Klimaschutzprojekte.

Das Angebot der KfW IPEX Bank richtet sich an die deutsche und europäische Exportwirtschaft. Sie vergibt Kredite für Käufer deutscher Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländern.

  • Bedingung ist eine Garantie z.B. über die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG.
  • Günstige Zinsen (von OECD für staatliche Finanzierungen festgelegt - CIRR).
  • Formlose Antragsstellung (Projektbeschreibung, Bürgschaftsnachweis, Aktueller Jahresabschluss, Informationen zum Kreditnehmer).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KfW Bankengruppe:

Das Merkblatt "Fahrplan - Ihr Weg zur Auslandsinvestition" finden Sie hier:

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale
IHK Reutlingen Bereich: International
Position: Beraterin Entwicklungszusammenarbeit / EZ-Scout (entsandt durch das BMZ)
Schwerpunkte: Entwicklungszusammenarbeit - Wirtschaft (weltweit), Regionenschwerpunkt Afrika südlich der Sahara
Telefon: 07121 201-189
Fax: 07121 201-4189
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