Finanzierung und Förderung von Auslandsprojekten

Die deutsche Wirtschaft ist im internationalen Vergleich wie kaum in einem anderen Land auf das Auslandsgeschäft ausgerichtet. Trotz einiger Dämpfer im internationalen Geschäft im Jahr 2014 sind weiterhin mehr als die Hälfte hiesigen Mittelständler (ab 50 Mitarbeiter) auf ausländischen Märkten aktiv (Quelle: KfW Mittelstandspanel 2013). Neben den bereits etablierten Märkten in Europa, den USA und China, findet Wirtschaftswachstum zunehmend in Ländern Asiens, Lateinamerikas und auch Afrikas statt. Sowohl die Finanzierung als auch Absicherung von Auslandsgeschäften stellt vor allem den deutschen Mittelstand vor Herausforderungen. Um die Internationalisierung und Erschließung von Wachstumsmärkten vor politischen und wirtschaftlichen Risiken abzusichern, bietet der Bund im Rahmen der Außenwirtschafts-förderung vor allem für den Mittelstand Absicherungsmöglichkeiten bei Exporten und Aus-landsinvestitionen an. Darüber hinaus bietet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit attraktive Förder- und Finanzierungsinstrumente für das Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Absicherung von Auslandsgeschäften

  • Exporte in Entwicklungs- und Schwellenländer können über Exportkreditgarantien (sog. Hermesdeckungen) gegen Zahlungsausfälle aufgrund politischer und wirtschaftlicher Risiken abgesichert werden. Zielgruppe der Absicherung sind sowohl Exporteure als auch Kreditinstitute. (www.agaportal.de)
  • Direktinvestitionen im Ausland (DIA) können auf der Basis von bilateralen Investitionsförderungs- und Schutzverträgen durch Investitionsgarantien gegen politische verursachte Risiken abgesichert werden. Abgesichert werden können Beteiligungen, beteiligungsähnliche Darlehen, Dotationskapital und andere vermögenswerte Rechte wobei keine beitragsmäßigen Begrenzungen je Anlageland oder Projekt vorgesehen sind. (www.agaportal.de)
  • Garantien für ungebundene Finanzkredite (UFK) sind Finanzkredite für kommerzielle Vorhaben im Ausland, die von besonderen staatlichen Interesse sind und der Erhöhung der Versorgungssicherheit der Bundesrepublik Deutschland. (www.agaportal.de)

Investitionsfinanzierung und –begleitung in Entwicklungs- und Schwellenländern

  • Unterstützung bei der Finanzierung einer Machbarkeitsstudie, die der Vorbereitung eines konkreten Investitionsvorhabens dient. Die Kosten können mit 50% (max. 200.000 Euro) bezuschusst werden. (www.deginvest.de)
  • Unterstützung bei investitionsbegleitenden oder vorbereitenden Projekten, wie der Qualifizierung von Lieferanten Ihrer Tochtergesellschaft vor Ort, der Durchführung von Umweltmaßnahmen oder Klimaschutzvorhaben (www.deginvest.de)
  • Die Deutsche Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft (DEG) stellt langfristige Finanzierungen in Form von Darlehen, Beteiligungskapital oder einer Zwischen-form dieser Finanzierungen sowie Beratung für Ihre Investitionsvorhaben zur Verfügung. (www.deginvest.de)
  • Auslandsfinanzierungen bieten u.a. auch die KfW IPEX GmbH sowie die KfW Mittelstandsbank. (www.kfw.de)

develoPPP.de – Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft

Mit develoPPP fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) entwicklungspolitisch und betriebswirtschaftlich sinnvolle Projekte, die einen Beitrag zur positiven Entwicklung des Landes leisten. Der öffentliche Beitrag liegt bei höchstens 50 Prozent und einem maximalen Zuschuss von 200.000 Euro. Es gibt jedes Jahr insgesamt 4 Bewerbungsphasen, in der Projektvor-schläge eingereicht werden können. Eine höhere Förderung ist im Rahmen von Strategischen Entwicklungspartner-schaften möglich, die zusätzliche Kriterien erfüllen müssen. (www.develoPPP.de)

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