KI-Check für Unternehmen

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Für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) müssen Voraussetzungen gegeben sein. Mit diesem einfachen Check finden Sie Bereiche in Ihrem Unternehmen, die für den Einsatz von KI-Technologien in Frage kommen. Potenziale in Ihrem Unternehmen zur Effizienzsteigerung, für neue Lösungen oder neue Geschäftsmodelle werden so aufgedeckt.

Hinweis: Dieser KI-Check bezieht sich auf die in Anwendungen weit verbreitete Technologie zu neuronalen Netzwerken bzw. dem Maschinellen Lernen. Das Potenzial anderer KI-Technologien (insbesondere der symbolischen KI) muss entsprechend anders überprüft werden.

Stellen Sie sich für eine mögliche Anwendung folgende Fragen:

  1. Trainingsmuster: Neuronale Netze müssen zuerst trainiert werden, um in Datensätzen Muster zu erkennen. Dazu benötigen Sie diese Datensätze vorab. Frage: Haben Sie eine große Anzahl von Trainingsmustern, deren korrekte Zuordnung (z.B. ja/nein, Klasse a, b, c, … oder Funktionswerten) Sie kennen oder können Sie diese leicht erarbeiten? Falls Sie die meisten Datensätze erst erarbeiten oder klassifizieren müssen, wird sich das Projekt deutlich verzögern.
  2. Homogenität der Daten: Sind ihre Datensätze alle homogen? Dazu müssen ihre Datensätze durch identische Messverfahren/Sensoren/Kameras erzeugt worden sein und Ihre Trainingsmuster müssen alle gleich viele Einzelwerte enthalten.
  3. Gleiche Rahmenbedingungen: Sind die Datensätze zum Training des KI-Systems sehr ähnlich (gleiche statistische Eigenschaften) zu denen im späteren Live-Einsatz? Anders formuliert: Können Sie mit den Trainingsdaten die späteren Einsatzbedingungen abdecken?
  4. Stabile Trainingsdatenmenge: Ist eine Erweiterung der Datensätze eher die Ausnahme? Falls die Trainingsdaten kontinuierlich um neue Fälle erweitert werden müssen, werden speziellere KI-Verfahren (Online-Learning) benötigt, die komplizierter sind.
  5. Fehlertoleranz: Dürfen vereinzelt Fehler vorkommen? Falls im Live-Einsatz eine komplett fehlerfreie Antwort vom System erwartet wird, kann dies KI nicht leisten. Jedoch könnte sich die Fehlerhäufigkeit durch den Einsatz von KI im Vergleich zum bestehenden System verringern.
  6. Wirtschaftlichkeit: Rechnet sich der Aufwand einer neuen Software-Lösung gegenüber dem bestehenden System? Dies kann nicht nur wegen einer Effizienzsteigerung, sondern auch durch die Erschließung neuer Potenziale der Fall sein.
  7. Know-how: Haben Sie die Möglichkeit, intern Know-how aufzubauen oder kontinuierlich mit Dienstleistern zusammen zu arbeiten?

Wenn Sie alle Fragen mit „ja“ beantwortet haben, sollten Sie sich mit KI intensiv befassen und ein erstes Projekt starten.

Erstellt wurde der KI-Check von Dr. Stefan Engelhard vom IHK-IWW in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Andreas Zell (Universität Tübingen), Wolfram Schäfer (iT Engineering GmbH) und Maximilian Warsewa (strukt.re GmbH).

Ihr Ansprechpartner

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IHK Reutlingen Bereich: Innovation und Umwelt
Position: Bereichsleiter Innovation und Umwelt
Schwerpunkte: Innovationsberatung, Beratung zu FuE-Förderprogrammen, gewerbliche Schutzrechte, CE-Kennzeichnung und Qualitätsmanagement, Cluster Technische Textilien Neckar-Alb
Telefon: 07121 201-158
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