IT Engineering: Spezielle Software

Abbildung: IT Engeneering

Als Industrie 4.0 noch niemand so nannte, war die Softwareschmiede IT Engineering aus Pliezhausen schon mit dabei.

"Wir machen eine spezielle Software für spezielle Probleme", sagt Wolfram Schäfer. Zusammen mit seinem Geschäftsführungskollegen Harald Kimmerle leitet er die Softwareschmiede IT Engineering GmbH in Pliezhausen. Das 1995 von den beiden Geschäftsführern gegründete Unternehmen hat inzwischen 20 Mitarbeiter. Kunden sind besonders mittelständische Maschinenbauer aus Süddeutschland sowie produzierende Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die für das Engagement in Sachen Industrie 4.0 ausgezeichnete Software ist ein MES-System. Die drei Buchstaben stehen für "Manfacturing Execution System". Doch auch wenn Schäfer der Fachjargon der Softwaremacher leicht über die Lippen geht. Im Gespräch macht er nicht den Eindruck, als würde er mit lauter Fachwissen jeden Mittelständler in die Flucht schlagen. Schäfer versteht es, komplexe Vorgänge verständlich zu schildern: "Die Maschine muss Daten liefern können, sie muss sagen, wie stark sie ausgelastet ist oder ob sie noch mehr Aufträge annehmen könnte".

Maschinen und Personal streuern
Bei der Software von IT Engineering indes geht es nicht nur um den Zustand einzelner Maschinen, sondern auch um deren Verknüpfung: "Wenn eine Maschine meldet, dass ein Auftrag länger dauert, muss ihr der Lagerarbeiter eben nicht um neun Uhr neues Material bringen, sondern vielleicht erst um elf Uhr." Der Mitarbeiter kann dann etwas anderes machen, zum Beispiel helfen, einen Lastwagen abzuladen. "Unsere Software kann den Maschineneinsatz steuern, aber auch den Einsatz des Personals, das erhöht die Wirtschaftlichkeit." Durch die Transparenz, die die Software in den ganzen Produktionsvorgang bringe kann die Produktivität um 15 Prozent gesteigert werden, sagen die Macher bei IT Engineering. 

Bei der Diskussion um den Begriff Industrie 4.0, so der Geschäftsführer, sei die Nützlichkeit einzelner Komponenten der Digitalstrategie bisher zu wenig im Mittelpunkt gestanden. Schäfer aber will zeigen, dass das in Mode gekommene Schlagwort mehr sein kann, als ein Zeitvertreib bei allerhand Meetings. "Wir haben schon früh mit Dingen begonnen, die heute als Teil von Industrie 4.0 gelten und wissen, worum es geht."

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