Bizerba: Maschinen für die Lebensmittel der Zukunft

Foto: Bizerba

Maschinen für die Lebensmittel der Zukunft kommen aus Balingen. Sie werden mehr können als nur Lebensmittel zu produzieren. Sie werden Kundenwünsche umsetzen. 

Dieter Conzelmann ist davon überzeugt, dass sich die Welt der Lebensmittel in Zukunft kräftig verändern wird. "Es gibt einige große Trends", sagt der Director Industry Solutions Market des Balinger Waagenherstellers Bizerba. "Die Leute achten mehr auf ihre Gesundheit, es gibt mehr Singles und möglicherweise wollen sie auch weniger selbst Kochen".

Für Conzelmann ist daher eines klar: "Die Lebensmittel werden individueller". Selbst wenn sie nicht vom Metzger oder Bäcker kämen, sondern industriell produziert und im Supermarkt verkauft würden, kann der Hersteller entsprechend dem Kundenwunsch entscheiden: "Der Verbraucher kann Inhaltsstoffe auswählen, bei denen er keine Angst vor Allergien haben muss. Er kann einer Maschine den Befehl geben, dem Hackfleisch mehr oder weniger Salz oder Pfeffer beizumischen. Auch ist es möglich sich die Größe der Portion selbst zusammenzustellen".

Was Dieter Conzelmann als schöne neue Welt der Lebensmittel beschreibt, ist möglicherweise nicht mehr so weit entfernt. Bizerba mit seinen weltweit rund 3.700 Mitarbeitern und einem Umsatz von fast 600 Millionen Euro hat bereits Maschinen im Angebot, die sich ihre Informationen aus der Cloud holen: Von dort erfährt die Maschine, was sie auf die Verpackung drucken soll: Inhalt, Gewicht, Preis. Gehen die Etiketten zu Ende, bestellt die Maschine selbst welche nach. Verlässt die Packung mit dem Etikett die Maschine, kann der Hersteller dem Kunden seine abfotografierte Lebensmittelpackung als virtuelle Kostprobe schicken.

Das macht ihn zwar nicht satt, aber er weiß, was drin steckt, was es wiegt und kostet - und eben dass es bereits produziert wurde. Plug-In-Label-System nennt Bizerba diesen Prozess, der eigentlich erst abgeschlossen ist, wenn der Lieferdienst dann mit dem echten Hackfleisch an der Haustür klingelt.