IHK vor Ort in Hechingen

"IHK vor Ort" in Hechingen fand erstmals 2012 statt. Mittlerweile führen wir die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Hechingen jährlich durch.

Ziel der Veranstaltung ist es, Betriebe aus Industrie, Handel, und Dienstleistungsgewerbe gemeinsam mit dem Bürgermeister und den Vertretern des Gemeinderats an einen Tisch zu bekommen um über aktuelle Themen der Stadtentwicklung zu diskutieren. Die Unternehmerinnen und Unternehmer können ihre Anliegen direkt an die Lokalpolitik adressieren.

Nächster Termin

Alle anstehenden Termine finden Sie in dieser Übersicht. Für dort nicht aufgeführte Städte und Gemeinden sind die Treffen noch in Planung.

IHK vor Ort in Hechingen: Jürgen Greß, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Matthias Miklautz, Leiter IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis, Philipp Hahn, Bürgermeister Hechingen, und August Wannenmacher, Kreishandwerksmeister (von links).

"Es geht voran"

Rund 70 Hechinger Unternehmerinnen und Unternehmer kamen in der Stadthalle Museum in Hechingen zusammen, um sich mit Bürgermeister Philipp Hahn, der IHK und der Kreishandwerkerschaft auszutauschen. Top-Themen waren die Umgestaltung des Obertorplatzes, der Breitbandausbau und der Leerstand in der Innenstadt.

In einer offenen Runde diskutierten die Unternehmerinnen und Unternehmer mit Bürgermeister Hahn. Zunächst ging es um die Umgestaltung des Obertorplatzes. Es soll bekanntlich ein innerstädtischer Platz mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen, das geht jedoch zunächst zulasten der vorhandenen Parkplätze. Hechinger Einzelhändler sind in Sorge, dass dadurch die Erreichbarkeit sinkt und die Kundenfrequenz abnehmen könnte. Zudem könnten lange Bauzeiten das Geschäft zusätzlich belasten. Hahn versicherte, dass der Umbau in zwei Jahren zu schaffen sei und versprach: "Wir werden alle Interessen berücksichtigen." Aus Sicht der IHK ist eine Modernisierung notwendig. "Die ansässigen Unternehmen werden auf lange Sicht davon profitieren", so Matthias Miklautz, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis.

Zudem beklagten einige Unternehmer den Leerstand in der Innenstadt, der den Standort für Geschäftsansiedelungen unattraktiv macht. Die Stadt versuche, wo möglich, leerstehende Gebäude zu kaufen, meinte Hahn, gleichzeitig seien ihm oft die Hände gebunden, wenn Eigentümer weder verkaufen noch entwickeln wollen. Die vom Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer gestartete Initiative zu einem Bau- und Entwicklungsgebot beobachte die Stadtverwaltung daher sehr genau.

In Sachen Breitband ist Hechingen ein gutes Stück vorangekommen. Die Gewerbegebiete Linsenäcker und Lotzenäcker sollen im Juli 2019 mit schnellen Internet angebunden sein. Im Vergleich zu den Nachbarkommunen sei Hechingen beim Thema Breitband gut aufgestellt. "Es geht voran", so Hahn, "wir haben einen Glasfaser-Plan für alle Stadtgebiete." Er betonte, dass das Ziel „Glasfaser-Anschlüsse bis an jede Haustür“ sei.

Breitband Thema Nummer 1

Rund 25 Hechinger Unternehmerinnen und Unternehmer trafen sich 2018 mit Philipp Hahn um zu thematisieren, wo sie der Schuh drückt. Am stärksten unter den Nägeln brennt den Unternehmern wie auch der Stadtverwaltung das Thema Breitbandausbau. Vor allem den Unternehmern aus dem Gewerbegebiet Lotzenäcker/Linsenäcker machte Philipp Hahn Hoffnung: Anfang April sei Baubeginn für die Glasfaserleitungen, Anfang 2019 soll das „schnelle Internet“ zur Verfügung stehen. Auch die anderen Gewerbegebiete hat die Stadt nicht vergessen. Anfang Mai wird die eigens dafür eingestellte Breitbandkoordinatorin einen Zeitplan vorstellen, wann die einzelnen Maßnahmen umgesetzt werden.

In Sachen Stadtentwicklung wird die Stadt Hechingen ein Stadtentwicklungskonzept in Auftrag geben. Beim Thema Tiefgarage ergeben sich laut Hahn neue Optionen. Der Grund hierfür ist, dass ein Investor den Bau eines Wohn- und Gewerbebaus mit Tiefgarage am Obertorplatz plant. Es ist möglich, dass die Parkplätze auch im ausreichenden Umfang von der Öffentlichkeit mitgenutzt werden können. "Wenn das der Fall ist, bleibt abzuwägen, ob es die zusätzliche Tiefgarage der Stadt dann überhaupt noch braucht", so Hahn.

Verkehrsentwicklung: Es dauert zu lange

Kurz angeschnitten wurde auch das Thema Regionalstadtbahn. Philipp Hahn kritisiert vor allem die lange Planungs- und Umsetzungsdauer. "Sobald Stuttgart 21 fertig ist, darf keine Diesellok mehr in den Bahnhof einfahren. Wenn die Strecke Zollernalb-Tübingen bis dahin noch nicht elektrifiziert ist, gibt es keine direkte Bahnverbindung zwischen Hechingen und Stuttgart mehr, dann müssen die Fahrgäste grundsätzlich in Tübingen umsteigen."

Gewerbeflächen sind rar

Philipp Hahn ist sich zudem bewusst, dass es in Hechingen kaum freie Gewerbeflächen gibt. Die mache sich Gedanken über die mögliche Realisierung interkommunaler Gewerbegebiete. Insbesondere den Unternehmen aus dem Dienstleistungs- und Handelssektor pries Hahn als Alternative zu einem Neubau an, ältere Immobilien zu sanieren und sich dort einzurichten. Außerdem haben sich Philipp Hahn und Matthias Miklautz, Leiter der IHK- Geschäftsstelle im Zollernalbkreis, darauf verständigt, gemeinsam die Hechinger Unternehmen noch stärker mit den Schulen vor Ort zu vernetzen. Dies soll auch im Rahmen des von der IHK Reutlingen organisierten Projektes "Wirtschaft macht Schule" passieren. Hahn sagte zu, die Schulleiter der Stadt bei der nächsten gemeinsamen Sitzung auf das Programm aufmerksam zu machen.

Matthias Miklautz

Matthias Miklautz

Hauptgeschäftsführung
IHK-Zentrale
Position: Leiter IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis
Schwerpunkte: Regionalmanagement Zollernalbkreis, IHK-Gremium Zollernalbkreis: Geschäftsführung, Branchenbetreuung Tourismus, Unterrichtung für Aufsteller von Spielgeräten mit Gewinnmöglichkeiten
Telefon: 07121 201-265
Fax: 07121 201-4265
E-Mail schreiben
vCard herunterladen
Zur Detailseite