IHK vor Ort in Balingen

"IHK vor Ort" in Balingen findet seit 2008 jährlich statt. Oberbürgermeister Reitemann begrüßt die offene Runde im kleinen Kreis.

Ziel der Veranstaltung ist es, Betriebe aus Industrie, Handel, und Dienstleistungsgewerbe gemeinsam mit dem Bürgermeister und den Vertretern des Gemeinderats an einen Tisch zu bekommen um über aktuelle Themen der Stadtentwicklung zu diskutieren. Die Unternehmerinnen und Unternehmer können ihre Anliegen direkt an die Lokalpolitik adressieren.

Nächster Termin

Alle anstehenden Termine finden Sie in dieser Übersicht. Für dort nicht aufgeführte Städte und Gemeinden sind die Treffen noch in Planung.

Illustration: Menara Grafis/Shutterstock.com

"IHK vor Ort" digital

Gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus Balingen besuchte die IHK am 18. Mai Bürgermeister Helmut Reitemann in seinem Büro im Rathaus per Videokonferenz. Die Corona-Krise habe ein Loch von bis zu fünf Millionen Euro in die Stadtkasse gerissen, berichtete Reitemann und kündigte an, Aufträge, etwa im Baubereich, weiter zu vergeben. Damit wolle die Stadt die heimische Wirtschaft unterstützen. So sollen laut Reitemann die Entwürfe für den Querbau am Bahnhof bis Herbst 2020 vorliegen, die den Startschuss für Baumaßnahmen noch im selben Jahr geben sollen. Die Neugestaltung der Bahnhofsstraße folge dann im nächsten Jahr.

Der kritisch belasteten Gastronomiebetriebe in Balingen steht demnach eine größere Fläche für Außenbestuhlung zur Verfügung. Die Stadt nehme es mit den Vorgaben gerade nicht so genau, sagte Reitemann. Die IHK Reutlingen hatte zu Kulanz bei den Vorgaben für Außenbewirtung landesweit aufgerufen. Im Anschluss ging der Rathauschef auf die Fragen und Sorgen der Gewerbetreibenden ein.

Verkehrsprojekte vorantreiben

Mit der B27 zwischen Nehren und Bodelshausen und der Elektrifizierung der Bahnstrecke Richtung Albstadt stehen zwei Verkehrsprojekte bei den Unternehmerinnen und Unternehmern aus Balingen ganz oben auf der Wunschliste. Die Maßnahmen der beiden Nadelöhre müssten dringend umgesetzt werden, damit der Verkehr von Stuttgart her reibungslos in den Zollernalbkreis weitergeleitet werden kann.

Hintergrund
Die B27 zwischen Nehren und Bodelshausen ist der einzige Streckenabschnitt zwischen Tü-bingen und der Zollernalb, der nur einspurig befahrbar ist. Das Nadelöhr erzeugt im Berufsverkehr täglich kilometerlange Staus. Mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Albstadt werden Züge engmaschiger von Tübingen in Richtung Zollernalb fahren können. Für die Bahngäste bedeutet das kürzere Wartezeiten beim Umstieg oder sogar Direktverbindungen aus Stuttgart.

Weitere Themen, die bei IHK vor Ort diskutiert wurden, waren Gewerbeflächen, Fachkräftesicherung, Wohnungsbau, kostenlose Kinderbetreuung und die Gartenschau, die Balingen im Jahr 2023 ausrichten wird.

Wirtschaftsstandort Balingen

Im Juli 2018 berichtete Oberbürgermeister Reitemann über die Arbeitsplatzentwicklung und die Arbeitslosenquote der Stadt. Er gab einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand der Gewerbegebiete Steinenbühl, Siecheneschle und Bangraben. Beim Thema schnelles Internet sollten in diesem Jahr weitere Firmen, Schulen und städtische Gebäude mit Hilfe der zollernalbdata GmbH angeschlossen werden. Herr Reitemann informierte darüber, dass die Nord-West-Umfahrung Weilstetten im Dezember 2018 fertiggestellt werden sollte.

Beim Thema Stadtentwicklung ging Herr Reitemann auf folgende Themen ein: den neugestalteten Kirchplatz, den Bau von Mehrfamilienhäusern, Wohnungen und Tiefgaragen in Balingen und Jungingen sowie die geplanten Maßnahmen in Weilstetten, Zillhausen, Frommern und Engstlatt sowie den Ideenwettbewerb Bahnhofsvorplatz. Er berichtete kurz über den geplanten Nahwärmeversorgungsring in der Innenstadt, das Netzwerk Existenzgründung und Unternehmensnachfolge Balingen, das Netzwerk Fortbildung, die Wissenswerkstatt Zollernalb und die Landeswettbewerbe Digitale Zukunftskommune und Start-up BW local.

Gartenschau 2023

Bei der 2017er Auflage von "IHK vor Ort" in Balingen war die kleine Gartenschau 2023 ein großes Thema der Diskussionsrunde. Es ging um Ausschreibung, Aktionstage, Finanzierung und mehr. Das Planungskonzept sieht eine Neu- und Umgestaltung von Freiräumen entlang der Eyach und Steinach zwischen Endingen und Schmiden vor. Mit der Ausarbeitung der Rahmenplanung, wurde das in Gartenschauen erfahrene Büro Planstatt Senner aus Überlingen beauftragt. Ein Rahmenplan definiert im Wesentlichen die Grenzen der Freianlagenplanung und stellt das Gesamtpaket an Maßnahmen dar, die als Daueranlagen weiter geplant werden sollten. In der Sitzung am 21. November 2017 hat der Gemeinderat der Stadt Balingen einstimmig die Rahmenplanung verabschiedet und somit den Weg für die nächsten Planungsschritte 2018 bereitet.

Matthias Miklautz

Matthias Miklautz

Hauptgeschäftsführung
IHK-Zentrale
Position: Leiter IHK-Geschäftsstelle Zollernalbkreis
Schwerpunkte: Regionalmanagement Zollernalbkreis, IHK-Gremium Zollernalbkreis: Geschäftsführung, Branchenbetreuung Tourismus, Unterrichtung für Aufsteller von Spielgeräten mit Gewinnmöglichkeiten
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