IHK vor Ort in Trochtelfingen

"IHK vor Ort" in Trochtelfingen fand erstmals 2014 statt und wird von der IHK Reutlingen organisiert.

In Trochtelfingen kommen damit Betriebe aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungsgewerbe mit dem Bürgermeister und den Vertretern des Gemeinderats zusammen. Sie können gemeinsam über aktuelle Themen der Gemeindeentwicklung diskutieren. Unternehmerinnen und Unternehmer können ihre Anliegen direkt an die Lokalpolitik adressieren.

Nächster Termin

Alle anstehenden Termine finden Sie in dieser Übersicht. Für dort nicht aufgeführte Städte und Gemeinden sind die Treffen noch in Planung.

"Entwicklungsgebiet beim schnellen Internet"

Foto: Stadtverwaltung

Energie und Breitband waren die beherrschenden Themen bei „IHK vor Ort“ in Trochtelfingen bei der Firma Plastro Mayer.

40 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreterinnen und Vertreter der Trochtelfinger Stadt- und Ortschaftsräte waren der Einladung der IHK Reutlingen gefolgt. Gastgeber war diesmal die Firma Plastro Mayer GmbH. Firmenchef Johannes Grupp und seine Tochter Isabel Grupp – ebenfalls in der Geschäftsleitung – stellten das Unternehmen vor und ließen die Gäste bei einer Werksbesichtigung ausführlich hinter die Kulissen blicken.

Kostenlose Energiechecks für Unternehmen
Für fachlichen Input sorgte IHK-Energieexperte Arian Badamdeh. Er stellte die „Regionale Kompetenzstelle Energieeffizienz Neckar-Alb“ vor. Sie bietet kostenlose Energieeffizienz-Checks für Unternehmen an. Ein Experte kommt ins Unternehmen und schaut sich Verbrauchsquellen wie Beleuchtung, Druckluft oder Wärmeversorgung an. „Wir können konkret helfen, Einsparpotenziale aufzudecken“, so Badamdeh. Ulrike Fleischle, die „IHK vor Ort“ in Trochtelfingen betreut, ging auf die kürzlich erschienene IHK-Konjunkturumfrage ein. Sie zeigt, dass sich das regionale Wirtschaftswachstum abschwächt: Nur noch 42 Prozent der befragten Firmen bezeichnen ihre Lage aktuell als gut. Zum Vergleich: Im Frühsommer waren es noch 56 Prozent. „Die vielen Krisen auf der Welt und das fortgesetzte Schüren der Handelskonflikte kommen nun leider auch in der Region an“, erläuterte Fleischle.

Teures Warten auf schnelles Netz
Intensiv wurde über die Breitband-Versorgung in Trochtelfingen gesprochen. „Teile des Stadtgebietes sind nach wie vor Entwicklungsgebiet in Sachen schnelles Internet“, brachte ein Unternehmer seinen Unmut auf den Punkt. Er stieß damit eine lebhafte Diskussion an, bei der viel Unbefriedigendes auf den Tisch kam: Nicht abgestimmte Förderanträge für Zuschüsse zwischen Land und Bund, unverständliche Doppelstrukturen zwischen Telekom und EnBW und zu wenig Kapazität bei den Planern. Oft dauere es Jahre, bis ein Anbieter gefunden wird, der ein von der Gemeinde verlegtes Leerrohr auch tatsächlich nutzt, lautete die Kritik. Luft nach oben sehen die Unternehmerinnen und Unternehmer aus Trochtelfingen auch bei der Kommunikationspolitik der Verwaltung. Die anwesenden Stadträte versprachen, sich des Themas anzunehmen.

Neuer Schwung für den Einkaufstandort

Kaufkraftabfluss, Leerstände und Parkprobleme – dass etwas getan werden muss, wurde bei der jüngsten Veranstaltung von "IHK vor Ort" erneut deutlich. 30 Gewerbetreibende hatten sich gemeinsam mit IHK, Verwaltung und Werbekreis getroffen. Stadtentwickler Clemens Künster vom gleichnamigen Planungsbüro riet den Anwesenden, sich stärker zu vernetzen: "Es ist wichtig, sich geschickt Bälle zuzuwerfen, statt sich Billardkugeln vor den Latz zu knallen."

Viele Ideen
Ideen für mehr Miteinander gibt es ausreichend. So sollen künftig bei verkaufsoffenen Sonntagen und weiteren Events die Vereine und die anderen Trochtelfinger Ortsteile enger einbezogen werden. Zusätzlich wurde für mehr Aufenthaltsqualität und eine bessere Verbindung von Innenstadt und Gewebegebiet plädiert. Schließlich sei eine Online-Präsenz unerlässlich, um Handel, Handwerk und Industrie ein zusätzliches Gesicht im Netz geben. Hier gab es gute Nachrichten von Bürgermeister Christoph Niesler: Anfang 2018 soll die neue Homepage von Trochtelfingen an den Start gehen – mit digitalem Schaufenster. Das Stadtoberhaupt hatte zuvor über die Ergebnisse der Ideenwerkstatt berichtet und einen positiven Ausblick gegeben: An rund 70 Prozent der dort entwickelten Ideen und Maßnahmen für das Stadtentwicklungskonzept "Trochtelfingen 2030" werde seit der Verabschiedung des Haushalts im April gearbeitet.

Mitstreiter erwünscht
"Wir müssen uns dringend Gedanken machen, wie wir Marketing-Aktivitäten für Trochtelfingen finanzieren und wie wir uns dabei organisieren", unterstrich Christine Vöhringer, Vorsitzende des Trochtelfinger Werbekreises. Einige der anwesenden Unternehmer griffen den Ball auf und regten an, eine Arbeitsgruppe zu gründen. Die soll sich mit Themen wie der Gründung einer Marketing-Gemeinschaft befassen und konkrete Ziele für eine bessere Vernetzung von Handel und Gewerbe formulieren. "Wir haben genügend junge, engagierte Geschäftsleute in Trochtelfingen. Die müssen wir als aktive Mitstreiter gewinnen", unterstrich Modehaus-Inhaber Bernhard Schoser. "Es ist gut, dass uns die IHK immer wieder an einen Tisch holt", resümierte Firmenchef Jürgen Vöhringer. Damit sich die Teilnehmer an "Wirtschaft vor Ort" besser vernetzen können, bot er an, einen entsprechenden Mail-Verteiler zu erstellen.

Ulrike Fleischle

Ulrike Fleischle

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