Technologien in der Region

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Technologischer Treiber des Strukturwandels in der Region Neckar-Alb sind die sogenannten "wissensintensiven Branchen". Zu diesem Ergebnis kommt die Fraunhofer-Studie "Branchen- und Technologiestrukturen in Baden-Württemberg".

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe hat im Auftrag der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern alle zwölf Regionen im Land analysiert. Die Studie zeigt: Mehr als ein Viertel aller Mitarbeiter sind im Maschinenbau (18.200 Beschäftigte), bei den FuE- und unternehmensnahen Dienstleistungen (14.400), sowie in Elektrotechnik (13.300) und Baugewerbe (12.000) zu Hause. Während die Beschäftigtenanzahl in den letzten zehn Jahren beispielsweise im Maschinenbau stagnierte, erfuhr insbesondere die Elektrotechnik einen deutlichen Anstieg.

Die Fraunhofer-Experten haben ausgewählte Branchen aus Industrie und Dienstleistungsgewerbe mit Blick auf das Thema Wissen untersucht. Ihr Ergebnis: In der Region Neckar-Alb machen die wissensintensiven Branchen knapp 46 Prozent der Mitarbeiter aus. Damit liegt Neckar-Alb leicht unter dem baden-württembergischen Durchschnitt von 49,4 Prozent. Schaut man in die Teilbranchen ragt in der Region der Bereich Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen heraus, der allein 13,1 Prozent (Baden-Württemberg: 10,6 Prozent) ausmacht. Insgesamt geben die Autoren der Studie dem Strukturwandel in der Region hin zu einer wissensorientierten Wirtschaft die Note befriedigend.

Spitzentechnologien mit starkem Plus

Erfreulich: Deutlich zugelegt hat die Region Neckar-Alb in den letzten Jahren bei den Spitzentechnologien. Hier errechnet die Fraunhofer-Studie ein Plus von 35 Prozent - auch wenn von niedrigem Niveau her kommend. Hinter dem Anstieg stecken zahlreiche Ausgründungen aus Unternehmen und den regionalen Hochschulen und Instituten. Auch bei den wissensintensiven Dienstleistungen kann Neckar-Alb deutlich zulegen: Im Zehnjahresvergleich von 1998 bis 2008 etwa um 25 Prozent. Nachholbedarf sieht die Fraunhofer-Studie bei der Forschungs- und Entwicklungsintensität der Wirtschaft. Gemessen am regionalen Bruttoinlandsprodukt kommt Neckar-Alb nur auf 1,95 Prozent. Landesweit liegt der Wert bei 3,56 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Patentintensität, also der Zahl der Patentanmeldungen je 1.000 Erwerbstätige. Hier liegt die Region mit 1,88 im Baden-Württemberg-Vergleich unter dem Schnitt (3,18) und hat zuletzt sogar noch etwas verloren.

Die vollständige Studie mit der Auswertung für die Region Neckar-Alb steht als Download zur Verfügung.

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