Kaufkraftatlas 2015

Die IHK analysiert alle zwei Jahre, wie sich die Kaufkraft, die tatsächlich im Einzelhandel ausgegeben werden kann, sowie der Einzelhandelsumsatz in der Region entwickelt haben. JJAVA - Fotolia.com

Der Kaufkraftatlas der IHK Reutlingen enthält alle einzelhandelsrelevanten Kennziffern und dient als wichtiges Informationsinstrument für Entscheidungsträger aus Handel und Politik in der Region Neckar-Alb. Die IHK analysiert alle zwei Jahre, wie sich die Kaufkraft, die tatsächlich im Einzelhandel ausgegeben werden kann, sowie der Einzelhandelsumsatz in der Region entwickelt haben. Bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft werden Ausgaben wie Mieten, Hypothekenzinsen, Versicherungen oder für Reisen herausgerechnet.

Kernergebnisse aus dem aktuellen Kaufkraftatlas von 2015

  • 4,5 Milliarden Euro einzelhandelsrelevante Kaufkraft haben die Einwohner der Region Neckar-Alb aktuell zur Verfügung. Das sind 3,6 Prozent mehr als 2013. Vom Gesamtplus der Region profitieren alle drei Landkreise. Die Bewohner im Landkreis Reutlingen können im Durchschnitt 6.736 Euro (+2,2 Prozent), im Landkreis Tübingen 6.610 Euro (+1,8 Prozent) und im Zollernalbkreis 6.571 Euro (+2,3 Prozent) im Einzelhandel ausgeben. Im Feld der 66 Gemeinden liegen nach den von der IHK ausgewerteten Daten die Gemeinden Pliezhausen (7.353 Euro), Jungingen (7.235 Euro) und St. Johann (7.173 Euro) vorn. Sie verfügen in ihren Gemeindegrenzen über die höchste Kaufkraft pro Kopf.
  • Rückgänge weist der Kaufkraftatlas dagegen bei den Umsätzen des Einzelhandels pro Kopf aus. Sie sind in allen drei Landkreisen rückläufig. Im Landkreis Reutlingen liegen die Umsätze im Jahr 2015 bei 7.077 Euro (- 0,8 Prozent), im Zollernalbkreis sind es 6.156 Euro (- 0,1 Prozent) und im Landkreis Tübingen belaufen sie sich auf 4.495 Euro (- 3,3 Prozent). Bei den Einzelhandelsumsätzen liegt Metzingen mit 19.977 Euro klar auf Platz eins. Es folgen Balingen (9.835 Euro), Reutlingen (8.311 Euro) und Hechingen (7.561 Euro).
  • Bei der so genannten "Zentralität", sie zeigt an, ob eine Gemeinde Kaukraftzuflüsse von außen generieren kann oder nicht, liegt Metzingen mit einem Wert von 322,3 vorn. Es folgen Balingen mit 160,5 und Reutlingen mit 138,2. Im Vergleich zu 2013 können bei den zehn Gemeinden mit der höchsten Zentralität Bad Urach und Münsingen mit 15,9 Prozent sowie 9,4 Prozent am stärksten zulegen. In Tübingen ist der Wert für die Zentralität im Vergleich von 2013 zu 2015 von 94,3 auf 87,7 zurückgegangen.

Datengrundlage
Die für den Kaufkraftatlas verwendeten Daten beruhen auf Berechnungen der MB Research GmbH aus Nürnberg. Das gilt sowohl für die 2015er Daten sowie für die Vergleichswerte aus 2013. Der neue Kaufkraftatlas kann nicht mit vorangegangen Ausgaben verglichen werden. In diesen nutzte die IHK Reutlingen Daten von GfK Geomarketing aus Nürnberg. Die Datenquellen von MB Research und GfK unterscheiden sich in Teilen. So berücksichtigen die Daten von MB Research zum Beispiel die gesamten Ausgaben, die in Apotheken getätigt werden. Im Unterschied dazu wertet die GfK lediglich die rezeptfreien Ausgaben aus.

Der Kaufkraftatlas kann im Online-Shop der IHK Reutlingen bestellt werden.

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