Fachkräfteentwicklung

Der demografische Wandel sorgt auch in der Region Neckar-Alb dafür, dass das Angebot an Fachkräften zurückgeht. 2025 wird es nach Prognosen des Fachkräftemonitors der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern regional nur noch 160.000 Menschen geben, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Derzeit sind es über 200.000 Köpfe. Im Jahr 2030 werden in der Region Neckar-Alb mit den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb nach jetzigen Prognosen insgesamt bis zu 23.000 Fachkräfte fehlen.

Mit dem Fachkräftemonitor ist es möglich, nach Bildungsgrad sowie Branchenspezifisch das Fachkräfteangebot und die -nachfrage abzubilden. Der Monitor zeigt dabei: Es sind nicht nur High-Potentials, die zunehmend knapper werden. Vor allem das Angebot an nicht-akademisch ausgebildeten Fachkräften wird merklich hinter der Nachfrage zurückbleiben. Der Mangel an nicht-akademischen Fachkräften mit Qualifikationen wie Meister und Fachwirte wird höher ausfallen als bei den Akademikern.

Der drohenden Fachkräftelücke versucht die IHK mit folgenden Maßnahmen entgegenzutreten:

Was Firmen tun können

Unternehmensleitungen sollten die eigene demografische Situation in ihrer Firma errechnen. So können sie den eigenen Fachkräftebedarf für die kommende Jahre besser abschätzen. Zur Seite steht dabei der IHK-Demografierechner. Er analysiert die demografische Situation des Betriebs und gibt einen Überblick über die Entwicklung der Altersstruktur der Belegschaft und des Fachkräftebedarfs bis ins Jahr 2030. So können Unternehmer zum Beispiel ablesen, wie viele Stellen, die durch Rente oder Fluktuation frei werden, jährlich neu besetzt werden müssen.

Der Demografierechner berücksichtigt Daten und Prognosen aus 105 Berufsgruppen und 17 Branchen bis zum Jahr 2030. Er kann so Vergleiche zur Branche, zur Region und in der Detailversion auch aufgegliedert in einzelne Berufsgruppen anstellen. Durch die Verknüpfung mit den Daten des Fachkräftemonitors können die Unternehmensdaten mit der Fachkräfteentwicklung in der Region und in einzelnen Branchen verglichen werden. Der IHK-Demografierechner ist ein kostenloses Analysewerkzeug der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern.  

Fachkräfteallianz Neckar-Alb

Daneben hat die IHK gemeinsam mit den Arbeitsagenturen Balingen und Reutlingen, der DGB Region Neckar-Alb, die Handwerkskammer Reutlingen, und der Bezirksgruppe Reutlingen von Südwestmetall die regionale "Fachkräfteallianz Neckar-Alb" gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Reserven des regionalen Arbeitsmarkts zu heben und Maßnahmen zu entwickeln, die beispielsweise helfen, Jugendliche, die nur bedingt ausbildungsfähig sind, fit für eine Lehre zu machen, durch passende Arbeitszeitangebote noch mehr Frauen oder auch Alleinerziehende für einen Wiedereinstieg in den Beruf zu gewinnen oder Älteren ein Berufsleben bis zum regulären Renteneintrittsalter zu ermöglichen.

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IHK-Zentrale
IHK Reutlingen Bereich: Standortpolitik
Position: Bereichsleiter
Schwerpunkte: Standortmarketing, Automobilwirtschaft, Netzwerk Senior Executives, Koordination Dienstleistungen
Telefon: 07121 201-185
Fax: 07121 201-4185
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