Epflex Feinwerktechnik: Feine Metallteile für die Medizintechnik

Bernhard Uihlein, Geschäftsführer von Epflex in Dettingen/ErmsFoto: PR

Am Anfang stand ein Wunsch – der Wunsch, selbständig zu werden und ein eigenes Unternehmen zu führen. Bernhard Uihlein ist das mit der Epflex Feinwerktechnik GmbH gelungen.

Das im Jahr 1994 gegründete Unternehmen aus Dettingen/Erms beschäftigt heute 290 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 25 Millionen Euro. Das Tagesgeschäft: die Herstellung von Produkten aus Metall für die Medizintechnik – Führungsdrähte für die Instrumente von Neurologen, aber auch Steinfangkörbchen, mit denen bei einer Operation Nieren-, Blasen- oder Gallensteine eingefangen werden können.

Weiteres Wachstum

Epflex wurde mit kleinen Dingen groß: Die Körbchen haben einen Durchmesser von nur 0,4 Millimetern, die Führungsdrähte sind nur 0,2 bis 0,3 Millimeter dick – Feinwerktechnik eben. 80 Prozent der Beschäftigten sind Frauen, meist angelernte Beschäftigte. Es sei keineswegs leicht, neue Mitarbeiter zu finden, meint Uihlein. „Der Raum Reutlingen ist leergefegt“. Einstellen will der geschäftsführende Gesellschafter aber dennoch welche, schließlich soll das Unternehmen weiter wachsen.

Mit den Wölfen heulen

In der Produktion allerdings wurde die Zahl der Beschäftigten in den letzten beiden Jahren reduziert – einfache Arbeiten wurden in Billiglohnländer verlagert. „Das ist reine Lohnfertigung nach unseren Vorgaben“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter. Neue Arbeitsplätze entstanden dagegen in Verwaltung, Qualitätsmanagement und Planung. „Unsere Kernkompetenz sind Sonderanfertigungen in kleiner Stückzahl“, sagt Uihelein. Doch bei einem Exportanteil von 60 Prozent des Umsatzes könne eben nicht mehr alles in Dettingen hergestellt werden: „Wir müssen mit den Wölfen heulen, sonst sind wir nicht mehr wettbewerbsfähig“.