Cegat: Gen für gute Geschäfte

Saskia Biskup und Dirk Buskup, Geschäftsführer von Cegat in TübingenFoto: PR

Cegat geht den Dingen auf den Grund: „Wir versuchen zu klären, weshalb ein Patient krank ist“ – so schildert Dirk Biskup die Arbeit des 2009 von Saskia Biskup und ihm gegründeten Unternehmens.

Seine Frau hat in einem medizinischen und einem biologischen Thema promoviert, er selbst in einem mathematischen und einem betriebswirtschaftlichen. „Das passt ganz gut zusammen,“ meint Dirk Biskup – und führt zu einer Art Arbeitsteilung: Frau Biskup ist eher für den medizinischen Bereich verantwortlich, er selbst für den unternehmerischen, auch dank seiner Führungserfahrung aus verschiedenen Konzernen.

Mitarbeit in internationalen Forschungsprojekten

Bei Blut, das Ärzte an das Unternehmen schicken, werden alle für eine Krankheit in Frage kommenden Gene untersucht. Aus dem Befund entwickelt der Arzt dann eine entsprechende Therapie. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Entschlüsselung von Erbinformationen. Diese können Ärzten helfen, werden aber auch in der Forschung benötigt. Dabei arbeiten die Tübinger auch in internationalen Forschungsprojekten mit – bei humangentischen Fragestellungen, aber auch bei Erbinformationen von Tieren und Pflanzen.

Nationale und internationale Bewerber

Seit der Gründung des Unternehmens ist der Umsatz auf zwölf Millionen Euro gestiegen, beschäftigt werden inzwischen 60 Mitarbeiter. Eingestellt wurden diese vor allem in Forschung und Entwicklung, der Laborautomation und der Bioinformatik. „Wir haben mit Tübingen einen guten Standort“, sagt Dirk Biskup zur Suche nach Mitarbeitern. Die Ausbildung an der Universität sei „sehr gut“, häufig könne man „neue Mitarbeiter direkt von der Uni rekrutieren“. Dank des inzwischen erreichten Rufes erhalte Cegat aber auch nationale und internationale Bewerbungen. Auch in Zukunft soll es weitere Einstellungen geben: „Wir möchten besonders bei der Ursache nach genetisch bedingten Krankheiten und bei der Entschlüsselung von Erbinformationen weiter wachsen“, sagt Dirk Biskup.