Bentley Innomed: Hilfen fürs Herz

Miko Obradovic, Geschäftsleiter von Bentley Innomed in HechingenFoto: PR

„Wir machen Stents zur Reparatur von beschädigten Blutgefäßen, die vom Herz zu den Beinen oder etwa zu den Nieren und anderen Organen führen“, erklärt Miko Obradovic.

Er ist nicht nur Geschäftsleiter der Bentley Innomed GmbH in Hechingen, sondern auch ein Mann der ersten Stunde. Zusammen mit Lars Sunnanväder hat er das Medinzintechnikunternehmen 2009 gegründet.

Neue Märkte, neuer Firmensitz

Die Kunden sind Krankenhäuser, in den vergangenen Jahren standen vor allem Marketing und Vertrieb im Blickfeld. In Zukunft geht es aber auch um den Ausbau der Produktion. „Wir wachsen exponentiell“, sagt Obradovic. Verkaufsbüros gibt es unter anderem in Kolumbien und Malaysia, die Exportquote liegt bei 85 Prozent des Umsatzes. Als neue Märkte will sich das Unternehmen in absehbarer Zeit die USA, Japan und China erschließen.

Noch viele Ideen und Patente in der Hinterhand

Doch auch zu Hause tut sich viel. Durch einen neuen Firmensitz in Hechingen soll sich die Produktionsfläche von 500 Quadratmetern auf 2.500 Quadratmeter erhöhen, zudem gibt es auf 1.000 Quadratmetern neue Büroräume. Allein in den vergangenen beiden Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeiter bei Bentley fast verdoppelt, noch dieses Jahr könnte die Zahl von 100 Beschäftigten erreicht werden. „Wir brauchen die neuen Mitarbeiter für unser künftiges Wachstum, wir expandieren stark“, so Obradovic. „Wir haben noch sehr viele Patente und Ideen.“

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Abbott-Mitarbeiter übernommen

Nach einem Umsatz von etwa 13 Millionen Euro im vergangenen Jahr habe das Unternehmen seine Pläne für das erste Quartal 2017 um 30 Prozent übertroffen. Gute Mitarbeiter zu finden sei jedoch schwierig, sagt der Geschäftsleiter. Dabei kam Bentley als glücklicher Umstand entgegen, was sonst eher als negativ gewertet wird: die Schließung des Werks des Medizintechnikherstellers Abbott in Rangendingen auf der Zollernalb. „Dadurch konnten wir gute Mitarbeiter übernehmen“, erklärt Obradovic.